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Autor Thema: Milch: Märkte - Preise - Entwicklung  (Gelesen 2509 mal)
Starbuck
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Pflugbegleiter!


« Antwort #15 am: 20.02.09, 10:04 »

Heute stand ein Bericht in der Tageszeitung (MM, Regionalteil) und darin stand unter anderem, dass der  Milchverkauf nach Italien weggebrochen ist und von Frankreich übernommen wurde. Kann das jemand bestätigen? Liefert jemand nach Italien? Oder hat jemand nach Italien geliefert?


Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

Vielen Dank im voraus!
Annelie


Schon auf der Eurotier 2008 hat mir ein französischer Aussteller (La Bouvette) erzählt, dass die dortigen Erzeuger binnen eines Jahres 8% mehr Milch produziert hätten- und diese auch am Markt untergebracht wurde. Die Mehrmenge ging tatsächlich nach Italien!!

lg, Heiko
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Unser Leitbild: Dem Leben zugewandt! Dem LiebeLeben, GlaubenLeben, FamilieLeben, LandLeben, BauernhofLeben!
phil
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« Antwort #16 am: 20.02.09, 12:10 »



http://www.zmp.de/info/jahresbericht.pdf
Seite 6
Veränderung der Verbraucher Preise 2oo7 zu 2oo8
...
Milch -1o,5%
Margarine und Speiseöl +23,5%

Nur bricht halt eben nicht deren Markt für Pflanzenfett zusammen, sondern der, der Milchbauern.
Milchbauern lassen sich wohl eindeutig besser verarschen. Wink Grin

Bei der Margarine gibt es keine so zersplitterte Anbieter/Erzeugerstruktur.Ich hab gelesen,dass der Sonnleitner nur noch 2 oder 3 Molkereien in D will.Iss ja richtiger Ansatz.
Aber noch sinnvoller wärs für die Bauern es gäbe nur noch 2 oder 3 Erzeugergemeinschaften!Und die müßten dann auch europa-/weltweit agieren wie unsere Abnehmer auch.
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Wahres Wort ist nicht schön-schönes Wort ist nicht wahr!(Konfuzius)
a.m.
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« Antwort #17 am: 20.02.09, 12:57 »

Der Pflanzenölmarkt war letztes jahr noch eng an den Rohölpreis orientiert. Was da los war, könnt ihr euch sicher noch erinnern.

Dann brach der Rohölmarkt ein. Pflanzenöl blieb erstaunlich hoch (Raps und Soja ja auch).

Aber nun ist auch der im Sinkflug, ebenso wie die Raps- und Sojanotierungen nachgeben. Mal sehen wie es bei Magarine zu Jahresende aussieht. Bis dahin wird sich dort auch einiges relativiert haben Wink

Bis dahin wird Butter wieder attraktiv für die vielen immer knapperen Portemonaies der Arbeiter und Angestellten.
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Lexie
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« Antwort #18 am: 20.02.09, 15:12 »


Hallo Annelie

Galbani wurde zuvor von Bayern mit Milch beliefert. Jetzt liefert Frankreich. Hat uns ein alter Milchaufkäufer der Müllermilch erzählt.
Es liefern viele von uns unwissentlich nach Italien. Bekannter arbeitet schon Jahrzehnte bei einer Molkerei, der verplombte immer die
Milchzüge.

LG
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frankenbauer
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« Antwort #19 am: 20.02.09, 16:45 »

@ annelie

mag ja sein dass Galbani die größte Molkerei ist. Der Grund aber warum Ansbach Probleme hat die Milch abzusetzen sehe ich und anscheinend auch der Molkereichef nicht darin dass die Franzosen mehr Milch nach Italien liefern, sondern dass insgesamt zu viel Milch da ist!
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landleben
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« Antwort #20 am: 20.02.09, 18:33 »

Als ich gestern einkaufen war, habe ich mal gezielt geschaut, was die Margrine kostet.

Ich nehme zum Kuchen backen immer Sanelle Preis: 500 g 1.39 €.

Das hat sich nun erledigt. Habe beschlossen jetzt gibt es die gute Butter in den Kuchen. 250 g - 65 ct.

Also wie schon festgestellt, Butter ist inzwischen billiger als Margrine.

Lg

landleben
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evi
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« Antwort #21 am: 20.02.09, 20:29 »

schlimm
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fanni
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« Antwort #22 am: 24.02.09, 21:26 »

Diesen Artikel fand ich sehr interessant:


http://www.agrarheute.com/milch_und_rind/milchproduktion/schleswig-holstein%3A_bis_zu_1%2C5_mrd__kg_mehr_milch_bis_2020_.html?redid=290470]]/url]
« Letzte Änderung: 24.02.09, 21:30 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
Marjellche
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« Antwort #23 am: 11.03.09, 08:05 »

Heute auf der Titelseite der HNA:

Butter so billig wie seit dem Krieg nicht mehr - Preiskrieg der Discounter bedroht mittelständische Produzenten

Bin ja mal auf die Leserkommentare gespannt, die zu dem Artikel abgegeben werden.
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Man muß immer einmal mehr aufstehen als man gefallen ist!
Lieben Gruß - Marjellche
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #24 am: 11.03.09, 09:34 »

Hallo fanni,
hab den Artikel auch gelesen. Da brauchen wir wenigstens keine Sorgen haben, dass die Milch knapp oder teurer werden würde Grin.
Ich hab mir neulich ein tolles Buch von Dr. Kalchreuther geleistet-
ein Arbeitsbuch speziell für Bäuerinnen  über Kuh und Kalb und eine Menge Arbeit steht noch mit Renovieren an-
lieber mach ich die Dinge, die machbar sind und belaste mich nicht mit Zukunftsprognosen.
Die Finanzkrise hat mein Vertrauen in die Urteilskraft von Experten schwerstens geschädigt.
Wenn die Milchwirtschaftsexperten auch so klar daneben liegen, dann ist mir Kaffeesatzlesen doch sicherer.
Herzliche Grüsse
maria


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fanni
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« Antwort #25 am: 08.04.09, 20:09 »

Wen es interessiert , ist anscheinend schon mal gelaufen und wird morgen nochmal in arte gesendet:

 09.04.2009 in arte
11.20 - 12.00 (40 min.)   

Milch, Macht und Märkte

Euer Hunger - Unser Profit

Nur wenige wissen, welche Auswirkungen der niedrige Milchpreis in Europa auf afrikanische Milchbauern haben kann. Durch die Handelsliberalisierung - gestützt von Milliarden Euro für die Agrarwirtschaft - wird immer mehr Milch produziert.
Die Überproduktion gefährdet auch die kleinen Milchbauern in Dritte Welt-Ländern wie Afrika, doch Protest gegen die Liberalisierungspolitik zeigt kaum Wirkung.

Hauptsache billig - das ist für viele Kunden hierzulande das entscheidende Kriterium beim Einkauf. Das gilt auch für den täglichen Liter Milch. Zu Dumpingpreisen verkaufen viele Supermärkte dieses Lebensmittel. Den Kunden freut's. Dass aber der Milchpreis in Europa auch direkte Folgen für ärmere Länder auf anderen Kontinenten hat, ist kaum jemandem klar.
Durch die Handelsliberalisierung wird immer mehr Milch produziert, die zu günstigsten Preisen in den Supermärkten landet. Effektiv arbeitende Großbetriebe verdrängen Kleinbauern und ruinieren so gewachsene landwirtschaftliche Strukturen. Hochsubventionierte Überschüsse werden zu Niedrigstpreisen auf dem Weltmarkt gehandelt - unter anderem auch in Afrika. Dort haben die Kleinbauern keine Chance mehr, ihre Produkte zu fairen Preisen zu verkaufen. Mühselig aufgebaute lokale Milchgenossenschaften werden so zerstört, den Bauern die Existenzgrundlage entzogen.
Die Weichen für diese Entwicklung werden von den europäischen Agrarministern gestellt. Ihre Politik zielt darauf, auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Zum Nachteil der Kleinbauern - in Europa und Afrika.
Mehr Infos unter: www.arte.tv/thema

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Herzliche Grüße von Fanni
SabineE
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« Antwort #26 am: 12.04.09, 16:27 »

@ tja phil, da wären wir wieder beim emb!
Bündelung der milcherzeuger europaweit.

bei den molkereien gibt es folgendes zu bedenken:
je weniger molkereien desto größer ist die abhängigkeit der Milcherzeuger.
und desto schlechter ist der milchpreis

je mehr molkereien es gibt desto höher liegt der milchpreis.

ist nun mal so.


sabine

wie es aussieht wenn es im wettbewerb nur noch wenige große gibt sieht man ja beim öl, beim gas, beim stahl etc.
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phil
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« Antwort #27 am: 12.04.09, 21:17 »

@ tja phil, da wären wir wieder beim emb!
Bündelung der milcherzeuger europaweit.


Ein Monopol wird das Kartellamt aber verhindern und deswegen brauchen wir mehrere wenige ganz große!



wie es aussieht wenn es im wettbewerb nur noch wenige große gibt sieht man ja beim öl, beim gas, beim stahl etc.

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