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Autor Thema: Landwirtschaft und Bundeswehr - wie macht Ihr das?  (Gelesen 3040 mal)
dagobert
In Hessens grüner Mitte
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« am: 19.06.08, 10:50 »

Hallöle,

unser Sohn wird jetzt 17 und wird wohl nächstes Jahr eine freundliche Einladung zur Musterung bekommen  Cry .

Allerdings wollen wir versuchen, dass er wg der Landwirtschaft gar nicht fort muss, obwohl er sie ja nicht so mag  Sad
(siehe "landwirtschaftsunwillige Kinder"). Habt Ihr da schon Erfahrungen gemacht  Huh  und könnt mir Tipps geben, wohin wir uns wenden müssen? Evtl. könnten wir uns auch Zivildienst vorstellen, habt Ihr da auch Adressen?

LG, dagobert
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martina
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #1 am: 19.06.08, 11:20 »

Hallo Dagobert,

und wieder meine Frage: WAS will Dein Sohn?

Wollte IHR, dass er zu Hause bleibt, damit er als Hilfe zur Verfügung steht, oder will ER zu Hause bleiben?

Würde ER im Falle der Einberufung lieber zur Bundeswehr gehen, oder könnte ER sich auch vorstellen, Zivildienst zu machen? Könnte er auch pflegerische Dienste machen, Behindertenarbeit oder so?

Wenn er Zivildienst machen will, muß er eine Verweigerung begründen.

Das ist eine Entscheidung, die Dein Sohn alleine treffen muß.
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Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
Susanna
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« Antwort #2 am: 19.06.08, 11:34 »

Die Landwirtschaft als Grund anzugeben, dass er nicht gehen muss, finde ich speziell in Eurem Fall inkonsequent.
Dann lieber Zivildienst und sagen, okay, ich möchte das nicht.

Ich an Deiner Stelle würde das meinen Sohn selbst regeln lassen, oder ihm "nur" behilflich sein.

Unser ältester Sohn war bis jetzt auch nicht bei der Bundeswehr, weil er noch in der lw. Ausbildung ist, war.
Der Jüngste wird dann wohl gehen müssen oder Zivildienst machen, keine Ahnung.
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Viele Grüße
Susanna
Biobauer
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« Antwort #3 am: 19.06.08, 12:11 »

Hallo, genau das thema hatten wir gestern auch mit junior, aber solange er noch in ausbildung ist ,isser ja soweiso befreit. will er dan, noch studiern hat sich das ganze sowieso erledigt.
aber zu deiner konkreten frage, warum soll er nicht gehn wen er will. und wenn er nicht will soll er eben zivi machen . ich würde erst mal musterung abwarten , bis dahin läuft noch viel wasser die donau runter.  und wenn er wirklich dazu muss, die neun monate hat man doch schnell runtergerissen .
servus
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Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
ade60
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« Antwort #4 am: 19.06.08, 14:14 »

hallo
zwei freunde meines sohnes haben nach der landwirtschaftlichen ausbildung
beim maschinenring als betriebshelfer zivildienst gemacht
das hat den vorteil, dass diese 10 monate auch als im beruf gearbeitet
(mir fällt kein anderes wort dafür ein) zählen
im anschluss haben sie dann die zweijährige fachschule besucht und mit dem titel staatlich geprüfter betriebswirt abgeschlossen

gruss ade
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landleben
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« Antwort #5 am: 19.06.08, 18:27 »

Mein Sohn war im Januar zur Musterung.

Er wollte gerne generall vom Wehrdienst befreit werden. Er hatte Angst, noch vor der Landwirtschaftsschule einberufen zu werden bzw. während der ersten 3 Monate. Da können sie einen immer noch ziehen.

Da hat er den unbequemsten Weg gewählt, und auf Unentbehrlichkeit vom elterlichen  Betrieb beantragt.

Wichtig war uns eigentlich, dass er jetzt erst einmal die 2 Jahre Schule macht, damit er nicht rauskommt. Sohnemann wird im September immerhin auch schon 22.

Eine Menge Papierkram ist es gewesen, dann kam noch ein Herr vom Amt für ländliche Räume um noch mal alles zu besprechen. Er mußte nämlich diesen Antrag bewerten.

Er meinte, wir sollten auf alle Fälle evtl. noch mit Feuerwehr liebäugeln, als Ersatzdienst. Da Sohnemann sowieso in der FF ist, war es also noch eine Möglichkeit für ihn. Es wurde auch angedacht, ihn als Heimschläfer für den Bund zu mustern. Nur ist kein Standort mehr hier in der Nähe, wo Heimschläfer möglich wäre.

Nun kam im April ein Schrieb vom Wehrersatzamt, dass Sohnemann bis zum 25.9.2011 freigestellt ist. Bis dahin hätten wir den Betrieb so zu gestalten, dass er zu Bundeswehr könnte.

Ab Vollendung des 25. Lebensjahres wird man nicht mehr eingezogen. Sohnemann wird dann am 26.9.2011 25 Jahre alt. Somit denke ich, dass er nicht mehr los muss.

Die Entscheidung was man will, wird bei der Musterung erfragt, deshalb ist es schon ok sich im Vorwege Gedanken zu machen.

@ Dagobert: Mit der Musterung braucht es noch nicht gleich mit dem 18 Lebensjahr sein. Siehe Sohn, der wurde jetzt mit 21 gemustert.

LG

britta
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #6 am: 19.06.08, 18:42 »

Hallo Dagobert,

ein Bekannter (Landwirt) hat es damals aus den gleichen Gründen wie bei euch so geregelt, dass er sich beim Technischen Hilfswerk (THW) als Katastrophenhelfer hat ausbilden lassen. Das geschieht gewöhnlich am Wochenende. Er mußte sich für 10 Jahre Bereitschaft im Katastrophenfall verpflichten. In der Zeit hatte er einen großen Einsatz (Heidebrand). Ob diese Regelung heute nocht gültig ist, weiß ich aber nicht.

LG
Luna   
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« Antwort #7 am: 19.06.08, 18:54 »

Hallo, wie ist da s eigentlich ,wenn man angibt das er wegen der lw daheim bleiben muss. dann sollte er doch zumindest auch lw lernen oder. sonst hat man ja schlecht nen argument ,das man ihn unbedingt braucht wenn er sowieso nie daheim is. und bei dagobert isses doch so,das er was anders lernt wen ich mich recht entsinne.
servus
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ELLI47
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« Antwort #8 am: 19.06.08, 19:58 »

Hallo
Unser Junior ist erst mit 22 Jahren gemustert worden.
Da hatte er schon 3 Jahre seine Lehre abgeschlossen.
Nachdem er als tauglich eingestuft worden ist,hat er sich
bei der Feuerwehr verpflichtet und macht nun Katastrophenschutz.
Ich war der Meinung das Bundeswehr auch nicht schlecht gewesen wäre.
  LG Elli
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Liebe Grüsse aus Schleswig-Holstein
     
        Elli
christiana
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« Antwort #9 am: 19.06.08, 20:08 »

Mein Mann war statt Bundeswehr beim Veterinärdienst. Er mußte wie bei der FF oder THW seine "Jahre" voll bekommen. Er meint das ist DIE Alternative für einen Bauern, auch wenn einige Einsätze echt hart waren.
Gruß Christiana

P.S.:Vielleicht wäre bei Deinem Sohn Bund oder Zivi(mit Wohnmöglichkeit) gar nich schlecht, danach wird er wissen, ob er die LW vermißt hat oder ohne wirklich am besten lebt.
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lucia
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« Antwort #10 am: 19.06.08, 20:20 »

ein bekannter von uns hat letztes jahr seinen zivildienst über den maschinenring als betriebshelfer absolviert; der maschinenring ist anerkannte zivildienststelle, das dauert nicht länger als die bundeswehrzeit.

mein bruder hat damals statt bund diese ewiglange zeit bei der feuerwehr gemacht (10 jahre oder so? ich weiß es nimmer). ich glaub, das wär aber keine alternative mehr.
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lieben gruß, lucia
Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #11 am: 19.06.08, 20:46 »

Hallo

ähm ... unser Spezie wurde gar nicht erst zur Musterung eingeladen  Angry
als man seine Krankenakte gelesen hatte wurde auf ihn verzichtet  Roll Eyes

Was hat er geflucht ... er wollte unbedingt hin ... (hätt ihm bestimmt gut getan  Tongue )

GöGa * durfte * auch zu Hause bleiben  zu seinem Leidwesen
SV war schwer krank als er seine Einberufung bekommen hatte
wurde dann jährlich mit Attest von SV zurückgestellt ...
irgend wann hatten sie ihn wohl vergessen  Grin
bzw. als es aufgefallen ist, waren wir schon verheiratet
da wollten sie ihn nicht mehr ( zu teuer  Tongue )

GöGa wäre sehr gerne zum Bund gegangen ... einfach mal raus ...
außerdem ist die Zeit beim Bund sehr lehrreich  Wink für die Jungs

Es ist immer sehr lustig wenn die Kerle erzählen was sie so beim Bund erlebt haben  Grin  Shocked  Cool


Liebe Grüße
Beate
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Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
Nanne
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« Antwort #12 am: 19.06.08, 21:04 »

Hallo,
unsere Sohnemann war bisher auch befreit wegen Ausbildung. Im April musste er nun unwiderruflich zur Musterung und wurde sofort ausgemustert als sie das ärztliche Attest gelesen haben. Ansonsten hätte er wahrscheinlich Ersatzdienst gemacht. Hätte allerdings die schulische Ausbildung noch mehr hinausgezögert, weil er heuer über die BOS das Fachabitur gemacht hat und ab Herbst Landwirtschaft studieren möchte.
So hat sich das mit der Bundeswehr aber recht schnell gelöst.

Nanne
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Erika
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« Antwort #13 am: 19.06.08, 21:12 »

Unsere Jungs sind seit ihrem 12. Lebensjahr in der freiwilligen Feuerwehr und leisten dort ihre 7 Jahre Ersatzdienst ab. Das heisst, es müssen 100 Stunden im Jahr erbracht werden. Alle zwei Wochen ist Übung, Einsätze und Weiterbildung zählen auch mit. Die 100 Stunden sind überhaupt kein Thema und im Verein wären sie auch ohne diesen Dienst drin geblieben.
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martina
Südniedersachsen
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #14 am: 20.06.08, 07:36 »

GöGa wäre sehr gerne zum Bund gegangen ... einfach mal raus ...
außerdem ist die Zeit beim Bund sehr lehrreich  Wink für die Jungs

Es ist immer sehr lustig wenn die Kerle erzählen was sie so beim Bund erlebt haben  Grin  Shocked  Cool


Liebe Grüße
Beate

Hallo Beate,

ja, das "mal rauskommen" vom Betrieb, gerade wenn die Männer schon früh eingespannt werden, ist sicher auch eine wichtige Erfahrung für sie.


Irgendwie kommen die Männer IMMER wieder auf die Zeit beim Bund zurück, so auf Fetengesprächen. Die, die ausgemustert oder nicht gezogen wurden, gucken dann immer reichlich seltsam und manchmal auch leicht neidisch, weil sie sich in dem Moment ausgeschlossen fühlen.



Ich arbeite ja seit 4 Jahren regelmäßig mit Zivis zusammen, im hauswirtschaftlichen Bereich, und ALLE (bis auf einen) sagen, dass ihnen diese 9 Monate gut tuen und sie viel lernen bei uns. Wir nehmen mittlerweile möglichst nur noch Zivis, die schon ausgelernt haben und möglichst keine Abiturienten frisch von der Schule mehr. Wir hatten einen, der ist während der Ausbildung schon in eine eigene Wohnung gezogen und hatte seinen eigenen Haushalt - das war der beste Zivi, den wir bislang hatten!

Die aktuellen sind aber auch beide sehr gut.


Unser Neffe hat auch den Weg des Zivi beim Maschinenring genommen und der Sohn von Bekannten im Nachbarort auch. Beide berichten übereinstimmend, dass sie in dieser Zeit viel gelernt haben.
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Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
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