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Autor Thema: Was macht Ihr mit landwirtschaftsunwilligen Kindern?  (Gelesen 5310 mal)
Marjellche
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Beiträge: 341


« Antwort #30 am: 30.09.08, 19:21 »

Hallo,

das was Ihr hier beschreibt - die Konflikte, die Ihr mit Euren erwachsenwerdenden Kindern habt - ist genau das, was mein Freund nie hatte. Sein Vater ist damals genau zu dieser Zeit gestorben, als er damit anfangen hätte können, seine eigene Meinung zu bilden und für diese einzustehen, sich auf seine eigenen Füße zu stellen und zu lernen, eigene Entscheidungen zu treffen. Und auch wenn man mal Entscheidungen trifft, die sich als nicht so gut rausstellen, sammelt man dadurch Erfahrungen, die einem helfen, es das nächste Mal besser zu machen.

Mein Freund hatte keine Chance dazu. Die ersten Jahre ging es der Mutter auch viel zu schlecht, als dass er es auch nur auf den kleinsten Konflikt hätte mit ihr ankommen lassen. Und die Folge davon ist, daß er heute größte Schwierigkeiten hat, wenn er eine Entscheidung treffen muß. Er schiebt das Ewigkeiten vor sich her, aus Angst sich falsch zu entscheiden. Er hat nicht das Rückgrat, für das einzustehen, was er eigentlich möchte. Hat unbewußt Schuldgefühle gegenüber seiner Mutter und seinen Geschwister, wenn er was ändern möchte, wodurch sich auch was für sie ändern würde.

Auch wenn die Reibereien zwischen Euch und Euren Kinder sicher oft zermürbend und nervenzehrend sind. Denkt daran, es macht sie stark für ihre Zukunft und hilft ihnen dabei, ihren Weg zu finden und zu gehen.
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Man muß immer einmal mehr aufstehen als man gefallen ist!
Lieben Gruß - Marjellche
passivM
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« Antwort #31 am: 16.10.08, 23:06 »

Marjellche,
lass' dich mal drücken... 
 

lieben Gruß
Anna
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Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
kathi
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« Antwort #32 am: 17.10.08, 08:01 »

Wir sind alles andere als Landwirtschfts unwillig. Aber meine SE wollen und können? sich nicht entscheiden wie es weitergehen soll. Damit stiften sie unruhe in der Familie weil niemand weis wie er dran ist bekommt mein mann den Hof (was leider sehr unwarscheinlich ist) oder die Schwester die auf einmal ihre liebe zur LW festgestellt hat und auch Landwirt gelernt hat. Da ist unter den Geschwistern viel unsicherheit und ärger. Finde ich schlecht einen gewissen Plan für die Zukunft sollte man schon haben. Wir werden auch nicht jünger. Wir suchen einen fremden Betrieb den wir übernehmen können, ist aber sehr schwierig und ich glaube ich gebe auf ich schaff das nervlich nicht mehr Sad
Kathi
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Mathilde
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« Antwort #33 am: 17.10.08, 11:12 »

Hallo

*unterschreib* alles was Celina geschrieben hat ......auch die Pupertät. Habe die richtige Pupertät unseres Sohnes wohl auch verschlafen denn die scheint mir auch mit 25..........

Habe neulich zu jemand gesagt dass die Frauen von "Selbständigen" einen Erschwerniszuschlag bekommen sollten weil wir öfters mal der betriebl. Prellbock seien.

Ich denke auch manchmal: Warum haben denn die Kinder nicht alle gleich einen anderen Beruf erlernt.

LG Mathilde
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ansabe
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« Antwort #34 am: 17.10.08, 12:55 »

Ist es nicht möglich die Jungen schon machen zu lassen? Sind die Älteren noch zu jung um den  Betrieb abzugeben ?  Nach meiner Meinung hilft da nur eins, es müssen die Zuständigkeiten geklärt werden! Wenn auf einen Betrieb zusammen geearbeitet werden soll, dann muss ganz klar geregelt sein, wer wofür die Verantwortung trägt und nicht immer auf Zusammenarbeit drängen. Das geht nicht gut. Oder einer muss außerhalb arbeiten!
Mit 25 oder 27 möchte man eigene Entscheidungen treffen und nicht immer fragen müssen. Und mit 55 möchte man das Ruder noch nicht aus der Hand geben. Also klare Regelungen treffen, Verantwortung abgeben bzw. übernehmen. Wink Das ist meine Meinung!
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Viele liebe Grüsse
ansabe
kathi
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« Antwort #35 am: 17.10.08, 14:07 »

Ich gebe Ansabe total recht. Bei uns ist die Generationenfolge sehr eng, wenn aber klare Verhältnisse geherscht hätten und jeder seinen Bereich gehabt hätte dann wären viele Unstimmigkeiten überaupt nicht entstsanden. Wir die jungen wollten einfach auch mal eine Entscheidung treffen und mal die Dinge so machen wie wir es für richtig hielten deswegen ist das ja nicht immer negativ zu sehen von den "Alten" aber es muß doch zwischen jung und alt funktionieren. Lieber den Hof aufgeben für den man soviel gearbeitet hat oder ihn fremden geben?!! Also ich weiß nicht ob das der richtige Weg ist. Bei uns leiden jung und alt jetzt unter der Situation, nun ist es so verfahren das nichts mehr geht. Hätten wir mal offen mit den Eltern sprechen können wäre alles nicht so gekommen! Da bin ich mir sicher.
Kathi
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ansabe
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« Antwort #36 am: 17.10.08, 16:32 »

Zitat
Der Sohn hat ja außerdem eh die Wahl, .... er soll sich mit dem Vater gut stellen, denn der verlangt nichts Unmögliches von ihm.
Wir können unseren Betrieb mal schuldenfrei übergeben, schon diese Tatsache muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Datum/Zeit: Heute um 14:07Autor: kathi 
Welche Wahl hat der Sohn? Er soll sich gut stellen, sonst kann er gehen? Was ist denn das für eine Wahl?
Erst mal sehen, ob er alles auch so macht wie ich es will und dann übergeb ich vielleicht mal den Hof! Dafür ist er schuldenfrei, aber vielleicht schon auf Stillstand!
Ich will nichts Böses dir unterstellen und ich meinte mit eigenen Aufgabenbereich auch nicht mal unbedingt das Finanzielle, sondern eigenverantwortung. z.B. wenn er die Kühe übernimmt, dann darf er entscheiden, womit sie besamt werden und was für eine Futterration sie bekommen oder Wenn er den Ackerbau übernimmt, dann darf er auch mal eine neue Sorte ausprobieren usw. Ich denke es gibt genug Möglichkeiten dem Sohn eigene Entscheidungen treffen zu lassen ohne das es um das große Geld geht. Klar werden auch mal Fehler gemacht, aber es entstehen auch neue Möglichkeiten.
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Viele liebe Grüsse
ansabe
Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #37 am: 17.10.08, 18:43 »

Hallo Celina,

dann laßt Euren Sohn doch in die Bilanzen schauen, dann sieht er, was der Betrieb bringt. Rechnet ihm vor, was an Investionen zu tätigen ist, dann bleibt ganz leicht der Arbeitslohn übrig, den Ihr durch x Personen teilt.
Da wird er schnell merken, dass seine Ideen von Lohn wohl etwas neben der Realität liegen. Er sollte schon auf dem Teppich bleiben.

LG Nicole
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ansabe
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« Antwort #38 am: 17.10.08, 19:29 »

Das hört sich natürlich ganz anders an. Das Problem scheint aber auch irgendwie zu sein, dass ihr ohne Hilfe auch nicht könnt. Wenn er es nicht macht, dann steht die Schwester in den Startlöchern. Das hört sich auch nicht toll an. Da wird Konkurrenzdenken ja richtig gefördert. Wollt ihr das ?
Es wäre sicher gut, wenn der Sohn auch außer Haus noch arbeiten würde, dann weiß er es später vielleicht besser zu schätzen, aber wenn die Schwester auf diese Chance nur wartet und er Angst haben muss, dass der Betrieb dann flöten geht, ist natürlich auch nicht toll. Das Übergeben in der Schwebe halten ist auch keine Lösung. Das ist ganz schön schwierig. Huh
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Viele liebe Grüsse
ansabe
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