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Autor Thema: Verhandlungen unterstützen ...  (Gelesen 2850 mal)
fanni
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« Antwort #15 am: 03.12.08, 14:35 »



Nur, was mich nachdenklich macht ist, die Verbraucher wollen zwar laut Umfragen faire Preise für die Bauern, aber letzten als ich beim Globus einkaufen war, waren drei Paletten mit Milchkarton 0,49 Cent, 0,79 Cent und 0,89 Cent. Was denkt ihr, welche Palette war fast leer?!!? Angry Angry

LG Ella

........was hast du erwartet???  Wenn drei gleiche Bulldogs vor dir stehen einer rot, einer grün, und einer blau und jeder kostet was anderes und einer ist sogar um die Hälfte noch billiger als der teuerste, aber sonst unterscheiden sie sich in nix.........welchen kaufst du???  (wobei der Vergleich natürlich hinkt, denn ich würde jetzt nicht unbedingt den billigsten nehmen, wenn der zweitbilligste einen besseren Kundendienst hat Wink)
« Letzte Änderung: 03.12.08, 14:38 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
Mirjam
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« Antwort #16 am: 04.12.08, 08:39 »

Nur, was mich nachdenklich macht ist, die Verbraucher wollen zwar laut Umfragen faire Preise für die Bauern, aber letzten als ich beim Globus einkaufen war, waren drei Paletten mit Milchkarton 0,49 Cent, 0,79 Cent und 0,89 Cent. Was denkt ihr, welche Palette war fast leer?!!? Angry Angry
LG Ella

Hallo Ella,

ich hab das schon zweimal hier im BT gepostet, dass ich kurzfristigen Umfragen kaum über die Füße traue sondern eher den langfristigen Marktbeobachtungen wie z.B. der ZMP die deutlich und aktuell 2008 sagt: Nirgendwo reagiert der Verbraucher so preissensibel wie bei Milch.

Das ist wie beim Eheberater, wo beide Partner große Veränderungen versprechen und dann doch wieder in alte, gewohnte Muster die jedem Menschen zu eigen sind zurückfallen. Mit einem "Apell" allein - ändert sich kein Mensch.

Aus dem Landlive-Forum (ich habe gefragt!) darf ich einen Beitrag zitieren, der das zementiert:

ich bin heute mal auf eine ganz interessante Formel von zwei Professoren aus dem Jahr 1969 gestoßen, die die Nachfrageelastizität der Milch behandeln.
R.Frisch und T.Haavelmo, ersterer hat später sogar noch den Nobelpreis gekriegt, haben folgende Zusammenhänge festgestellt:

Es gibt folgende Funktion : K(m,p)=A*(m^2,08)/(p^1,5)

K ist der Milchkonsum
A ist irgendeine Konstante
m ist das Haushaltseinkommen
p ist der Milchpreis

Ändert man p um 0,01*p nach oben, also auf 1,01*p, ( = eine Steigerung um
1%), so ändert sich der Konsum bei gleichbleibendem Einkommen um 0,0148*K
nach unten, also sinkt um etwa 1,5% auf 0,9852*K nach unten.

Bei 5% nach oben wären das immerhin 7% weniger Konsum.

Steigt dagegen das Durchschnittseinkommen um 1%, also auf 1,01*m, steigt
der Konsum bei gleichbleibendem Preis, um 2,52% auf 1,0252*K.

Plötzlich wird einem klar, wieso der Milchkonsum um fast 13 % eingebrochen ist.

Ob die Funktion heute noch so stimmt, mag dahingestellt bleiben. Wichtig ist aber, dass steigende Milchpreise zwangsläufig überproportional sinkenden Konsum zur Folge haben. (Und natürlich weltweit schwankende Einkommen noch viel mehr auf den Weltmarktpreis
)

Das klingt nun ziemlich abstrakt - ist aber nichts anderes als die Berechnung einer "Preiselastizität", d.h. wie schnell/straff reagiert der Verbraucher/Konsum auf Preisänderungen:

- bei Preissteigerungen überproportional nach unten
- bei Preissenkungen (dein Beispiel) wird überproportional MEHR gekauft
- sein Verhalten seinen Verbrauch derart einzuschränken/Verkaufseinbrüche im Sommer/Herbst waren zu erwarten gewesen von jenen die sich mit Milchmarkt auskennen!
- das Kundenverhalten ist berechenbar

Für mich heißt das: Das deutsche Verbraucherverhalten bei Milch hat sich in den letzten 50 Jahren NICHT verändert. Mit dieser Grundmentalität sollten wir leben lernen oder wie es andere Branchen machen ggf. durch die Hintertür es nutzen lernen. Und wir sollten uns hüten das mit großen Preissprüngen nach oben wie nach dem Milchstreik - dieses "Pendel" in große Schwingungen zu versetzen, die uns der Konsument mit Konsumverzicht verübelt.
 
Kein Apell an "moral", "fair" oder "gerecht" wird hier langfristige Änderungen hervorrufen - eine Erwartungshaltung (wie in einer Beziehung) nur Enttäuschung:
Das Ende von einer Täuschung : Nämlich das das Preisbewußtsein (Geiz ist geil oder dergleichen) nur eine ~ vorübergehende ~ Erscheinung wäre.

Mirjam
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Sonnenblume2
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« Antwort #17 am: 04.12.08, 10:01 »

Hallo Mirjam,
ich hab das schon zweimal hier im BT gepostet, dass ich kurzfristigen Umfragen kaum über die Füße traue sondern eher den langfristigen Marktbeobachtungen wie z.B. der ZMP die deutlich und aktuell 2008 sagt: Nirgendwo reagiert der Verbraucher so preissensibel wie bei Milch.

was ich mich frage: wenn der Preis der Milchprodukte steigt, dann wird weniger gekauft - laut dieser Formel und den Studien - kann sein, dass das wirklich so ist!  ABER da der Milchproduktpreis nie lange oben bleibt sondern so schnell als möglich wieder gesenkt wird, kann man gar nicht sagen ob die Käufer nicht wieder mehr Milchprodukte kaufen würden wenn über einen langen/längeren Zeitraum der Milchpreis oben bleiben würde, weil plötzlich der "hohe" Preis "Normal-Preis" ist/geworden ist?  Huh

Kein Apell an "moral", "fair" oder "gerecht" wird hier langfristige Änderungen hervorrufen - eine Erwartungshaltung (wie in einer Beziehung) nur Enttäuschung:
Das Ende von einer Täuschung : Nämlich das das Preisbewußtsein (Geiz ist geil oder dergleichen) nur eine ~ vorübergehende ~ Erscheinung wäre.
Eine nette Erfahrung, die ich gemacht habe: Stand ein Mann vor mir an der Supermarktkasse und hat Milch gekauft,
die "Faire"Milch. Ich hab ihn darauf angesprochen, dass ich es toll finde, dass er diese Milch kauft und nicht die Billigmilch, weil er mit der "Fairen"-Milch die Bauern unterstützen würde und an seiner Reaktion konnte man erkennen, dass es auch ihn freute, weil er etwas "gutes" tat. Ich glaube dieser Mann wird auch in Zukunft die "Faire" Milch kaufen!  Smiley
lg Sonnenblume

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Mirjam
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« Antwort #18 am: 04.12.08, 10:43 »

Hallo Sonnenblume,

sicher ich weiß was du meinst mit "langsam an höhere Preise gewöhnen", nur das was nach dem Milchstreik erfolgt war das Prinzip mit dem Frosch und dem Wasserglas. Wenn das Wasser zu schnell heiß wird - springt der Frosch halt heraus wie der Verbraucher beim Konsum.

Dazu kommt - Milch hat sich als Lebensmittel über die Jahrzehnte kaum verändert: 2,5, 1,5 oder 0,5 % Fett und Eiweiß und gut wars. Heißt das man dem Kunden nicht wie beim Auto klarmachen kann, dass er nun "mehr Geld" da "mehr Wert" wie Sonderausstattung ausgeben soll. Bei Milch kann der Kunde sagen: Ist doch dasselbe Produkt wie vor 20 Jahren - warum soll ich mehr dafür bezahlen? Bzw. hat natürlich hier einen festen "Preisanker" im Kopf der IMMER am unteren Ende gesetzt wird.

Schließlich ist es ein "positives" Ereignis günstig zu kaufen und ein "negatives" teuer. Dabei gehts mir nicht darum, etwas "schlecht" oder "unmöglich" zu reden, aber wenn man etwas verändern will, sollte man verstehen, was im Verbraucher vorgeht - dann kann man auch gezielt agieren nach dem Motto: Dinge die ich ändern kann - oder auch nicht ändern kann.

Faire Milch. Super - und der Mann hat nun ein gutes Gewissen, einen "Pfadfindereffekt" durch ein Packerl "faire Milch" und kauft trotzdem Billigschnitzel  Huh
Genau das ist doch das Problem - oder der Trick von Lidl mit der "Fair-Theke" und "Faire Schokolade" - mit einem Trum das Gewissen beruhigt ... Lips Sealed.

Ich bin mir nicht sicher, ob man sich mit diesem "Fair-Begriff" langfristig selbst oder den anderen Produktbranchen Landwirtschaft wirklich was gutes tut.

Ich glaub ich hör auf über Milch zu schreiben, weil es doch langsam anstrengend wird, dass es NUR noch in der Landwirtschaft um Milch geht  Embarrassed.

Mirjam
« Letzte Änderung: 04.12.08, 11:24 von Mirjam » Gespeichert

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« Antwort #19 am: 04.12.08, 12:04 »

Anmerkung zu dem Begriff "fair":

Das ist hochgefährlich. Da der Begriff "fair" nicht exakt definierbar ist, sondern rein emotional agiert, kann er in Kürze zum Bumerang werden, indem die Mehrheit, die stellt nunmal der Verbraucher, beginnt zu definieren, was er unter fair erwartet.
Das kann zu exorbitanten Auflagenerhöhungen führen, die dann von gewissen Lobbyisten, die nicht direkt von der Landwirtschaft leben, aber von den Spenden der Verbraucher massiv öffentlich gefordert werden. Politiker, die gewählt werden wollen, werden zwangsweise sich dann nach Mehrheiten orientieren, weil sie sonst nix erreichen und die finden sie unter den Wählern eher bei den Verbrauchern. Und , uppps, bekommen wir eine ethische Definition von fair, die wir gar nicht haben wollten und bei deren Auflagenerfüllung wir mit dem fairen Preis wieder da sind, wo wir jetzt sind.
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Mirjam
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« Antwort #20 am: 04.12.08, 14:46 »

ich kann nicht anders: Die Butter fair in der Biogasanlage entsorgen....

http://www.bdm-verband.org/userfiles/file/Konzeptpapier_Rettungspaket_041208.pdf?PHPSESSID=a4c2e62d22ecf7448901323462d8446f

(...) Umdie bestehenden Lager zu räumen und eine Nachfragesituation zu erzeugen, wirdMilchpulver aufgekauft und um 1.000 ¤/t (= halber
derzeitiger Marktwert) verbilligt marktunschädlich weiterverkauft an den Futter- und Energiesektor.

Mit 160 Mio. Euro könnten so 160.000 t Milchpulver unwiederbringlich vom Markt genommen werden. Die Gesamtjahresproduktion
Trockenmilcherzeugnisse in Deutschland 2006 beläuft sich auf 370.000 t.

Angesichts der sehr angespannten Marktsituation muss unbedingt sofort gehandelt werden. Bisher für den Nahrungsmittelsektor bestimmte
Produktmengen müssen mit Hilfe von Verfütterungsbeihilfen für Milchpulver marktunschädlich umgelenkt werden. 

Weiter ist die Umlenkung von Produktchargen in den Energiesektor zu forcieren. So könnte Butter zur Energiegewinnung in Biogasanlagen verwendet werden.
 (...)
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Sasa
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« Antwort #21 am: 04.12.08, 15:54 »

Ich weiß nicht- kann es nicht einfach sein, daß viele Verbraucher den Bezug zu den Lebensmitteln allgemein verloren haben?? Ich meine: Guckt man sich mal an, wie lange ein Facharbeiter für ein kg Fleisch arbeiten musste, so musste er dies in den 60gern  viiel länger als heute Roll Eyes. Die Wertschätzung war, glaube ich, anders. Der Sonntagsbraten war etwas Besonderes; heute auch, aber nur, weil kaum einer einen brät....

Und es gibt Foren, da wird einfach ausgerechnet: ein Liter Milch bringt x Cent, eine Kuh  gibt x l, Bauer hat 100 Kühe,  macht am Tag XY Euro...boah so viel Shocked. Und dann wird kurz gerechnet auf den Monat, verglichen mit dem eigenen Einkommen und raus kommt: Sind jammernde Millionäre... Angry Daß aber das ein Brutto ist, von dem ja auch der Betrieb existieren muss, investiert werden muss, die Energierechnungen höher sind...egal. Sieht man nicht.

Weist man darauf hin, wird argumentiert: Holen wir die Milch eben aus China oder sonstwo her, hauptsache, billig.

Für ganz viele sind Lebensmittel aller Art, ob Milch, Fleisch, Obst usw. die gleiche Handelsware wie bspw. Haarspray etc.

Da liegt das Problem, denke ich!
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Andreas
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« Antwort #22 am: 04.12.08, 19:27 »


Ich glaub ich hör auf über Milch zu schreiben, weil es doch langsam anstrengend wird, dass es NUR noch in der Landwirtschaft um Milch geht  Embarrassed.

Mirjam

Das verstehe ich jetzt nicht mehr !
Ist doch klar das es in der Box "Milchlieferstopp"  um Milch geht, um was den sonst ?
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fanni
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« Antwort #23 am: 05.12.08, 05:41 »

Ich weiß nicht- kann es nicht einfach sein, daß viele Verbraucher den Bezug zu den Lebensmitteln allgemein verloren haben??

............nicht nur die Verbraucher auch der Handel!!! Muß mal kurz Frust ablassen.

Gestern war ich kurz bei Norma, ist bei meiner Tante um die Ecke und ich wollte meinem Onkel nur schnell einen Schokonikolaus kaufen (weil er steht mit seinen 80 Jahren total auf Süßes und sie läßt ihn immer nicht Wink)............und dann stand ich vor dem Gemüseregal, weil ich eigentlich noch schnell was Frisches mitnehmen wollte..........ich sag euch sowas von Verfaultem und Verdorbenen hab ich noch nicht gesehen. Kopfsalatköpfe (für reduzierte 39 ct), die würd ich nicht mal unseren Hasen geben wollen usw...beim anderen Gemüse nicht anders.......wer kauft das und wer verkauft das?Huh

ich möcht nicht wissen was passieren würde, wenn man (doch nur leicht!!) angeschimmelten Käse so anbieten würde Angry..........
.unsere Milchprodukte sind alle super und immer top, leider weiß das niemand zu schätzen, am Milchpreis hängt sich immer alles auf, das stimmt!
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Andreas
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« Antwort #24 am: 06.12.08, 23:40 »

Hallo,
ich dachte, es reicht wenn wir auf Urlaub verzichten !

PNP vom 06.12.2008:


Minister Brunner: Milchbauern brauchen Nebenjobs

Regionalkonferenz zur Zukunft der Branche - Landwirte sind gespalten

Von Simone Kuhnt
Passau. Die Stimmung ist mies unter den Milchbauern - bei der ersten von drei regionalen Milchkonferenzen mit Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) in der Passauer Dreiländerhalle machten sie gestern ihrem Unmut Luft. Und demonstrierten ausgesprochene Uneinigkeit darüber, wie die Zukunftsdevise lauten soll angesichts sinkender Milchpreise und schrittweise wegfallender Milchmengensteuerung bis 2015. Einig war man sich nur in der Annahme, dass der Milchpreis bald unter 30 Cent pro Liter fallen wird.
Während die einen Lösungen und finanzielle Hilfen vom Staat verlangten, stellen sich andere schon darauf ein, nach Wegfall der Quote wie ein gewöhnlicher Unternehmer wirtschaften zu müssen. Zu der Veranstaltung unter dem Motto „Milchproduktion in Bayern - ein Betriebszweig steht vor Herausforderungen“ waren rund 420 Landwirte gekommen sowie 90 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Beratung, Wissenschaft, Verbänden und Wirtschaft - die aus Solidarität mit den Bauern geschlossen Milch tranken.
Wie wird es konkret weitergehen mit der Branche, wollten die Landwirte wissen. „Wenn Sie das wissen wollen, müssen sie einen Wahrsager oder Hellseher herbestellen“, entgegnete Minister Helmut Brunner. Er könne nur die Rahmenbedingungen, die Tendenzen und die aktuelle Beschlusslage der EU erklären, ein Patentrezept gebe es leider nicht.
Brunner betonte die Erfolge, die Bayern und Deutschland auf EU-Ebene für die Milchbauern erzielten, darunter die Durchsetzung des Milchfonds und die geplante Überprüfung der Milchquotenaufstockung 2010 und 2012. Er bedauerte, dass die Aufstockung gegen die Mehrheiten in der EU nicht verhindert werden konnte.

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„Die Zukunft liegt in der Diversifizierung“

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„Wir müssen jetzt die Realitäten anerkennen“, sagte Brunner und riet zu weiterer Kostenreduzierung, bestmöglicher Beratung und Qualifizierung der Betriebsleiter und zur Stärkung regionaler Versorgung mit Lebensmitteln. „Ich will nicht von Fusionen als Allheilmittel sprechen, aber wir müssen uns im Rahmen des Kartellrechts schon so formieren, dass wir gegen die Discounter konkurrenzfähig sind“, empfahl Brunner außerdem.
Mit einem lukrativen Investitionsförderungsprogramm könnte für den Einzelnen der beste Weg gefunden werden, seinen Betrieb zu erhalten oder weiterzuentwickeln. „Dabei muss die Zukunft nicht nur Produktionsausweitung sein. Vielleicht kommt auch eine Biogasanlage, das Angebot von Urlaub auf dem Bauernhof oder ein Handwerk in Frage“, ermunterte er die Milcherzeuger. Die Zukunft liege in der Diversifizierung.
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