Bäuerinnentreff - hier gehts zur Homepage!
News: www.baeuerinnentreff.de - die Seite für die Bäuerin im Netz!
 
*
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
24.05.12, 22:28


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge


« vorheriges nächstes »
Seiten: [1] 2 | Nach unten Drucken
Autor Thema: Jakobskreuzkraut - Auch ein Thema bei Euch?  (Gelesen 2466 mal)
Susanne70
Gast
« am: 07.06.08, 12:17 »

Link

Hallo,

ich wollte mal hören, ob auf Euren Flächen auch Jakobskreuzkraut wächst?
Wir haben hier seit letztem Jahr ein recht hohes Aufkommen.
Ich gehe dagegen vor, indem ich die Pflanzen mit Wurzeln ausreiße, aber leider wächst immer noch genug nach...  Undecided
Gespeichert
Gislinde
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 761


BT - find ich gut!  Hätte gern öfters Zeit dazu !


« Antwort #1 am: 09.06.08, 23:46 »

Wir haben auch erst im letzten Sommer einen Artikel darüber gelesen und sofort angefangen, diese auszurupfen.
Muß die nächste Zeit wieder mal nachschauen, zum Glück haben wir nur eine Weide, wo diese Pflanze aufgetaucht ist.
Gefunden unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobskreuzkraut
Das Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea) wird auch Jakobs-Kreuzkraut oder Jakobs-Geißkraut genannt und gehört zur Pflanzengattung der Greiskräuter (Senecio) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Der Artname bezieht sich auf den Blühtermin um Jacobi (25. Juli) – eigentlich beginnt die Blühzeit jedoch schon Anfang Juni mit schütteren Blütenständen. Die typisch „buschigen“, stark verzweigten Blütenstände werden aber tatsächlich erst im Hochsommer voll ausgebildet.

Seneziose
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Seneziose (Seneciose, Schweinsberger Krankheit oder Leberkoller) ist eine durch Vergiftung mit Pyrrolizidinalkaloiden ausgelöste Tierkrankheit. Die Vergiftung schädigt die Leber und kann zum Tode führen. Hauptsächlich betroffen sind Rinder und Pferde und weidende Schweine. Auslöser ist meist der Verzehr der in unseren Breiten zum Teil häufig anzutreffenden Greiskrautarten.
Die Seneziose tritt heute nur noch selten und vor allem bei Pferden in Weidehaltung auf. Von 1920 bis 1960 hingegen sind im deutschen Sprachraum immer wieder verlustreiche, enzootisch auftretende Vergiftungen bekannt geworden.


* 266px-SenecioJacobaeaJacobaea.jpg (37.33 KB, 266x400 - angeschaut 150 Mal.)
« Letzte Änderung: 09.06.08, 23:49 von Gislinde » Gespeichert

Mit lieben Grüßen
Gislinde
Gislinde
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 761


BT - find ich gut!  Hätte gern öfters Zeit dazu !


« Antwort #2 am: 09.06.08, 23:49 »

weitere Infos dazu
Das Jakobs-Greiskraut ist eine meist zweijährige, manchmal auch länger ausdauernde, krautige Pflanze. Im ersten Jahr besteht sie ausschließlich aus großen (etwa 20 cm langen) Grundblättern. Ein (oft dunkelrot überlaufener) Stängel mit Blütenständen entwickelt sich erst im zweiten Jahr. Bei den leierförmig fiederteiligen Laubblättern sind die unregelmäßigen und stumpf gezähnten Abschnitte zum Ende hin verbreitert. An ihrer Basis weisen sie Öhrchen auf.

Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen von 30 bis 100 cm, wobei im oberen Teil die gelben Blütenkörbchen in einer weit verzweigten, vielblütigen Schirmrispe sitzen. Die zahlreichen körbchenförmigen Blütenstände werden nach oben etwas breiter und haben einen Durchmesser von etwa 15 bis 25 mm. Die Zungenblüten sind meist gut ausgebildet, können aber auch fehlen; ihre Anzahl liegt gewöhnlich zwischen 12 und 15 je Blütenkörbchen. Die Blütenkörbchen besitzen eine Hülle aus 13 Hüllblättern sowie anliegenden (oder nur ein bis zwei abstehenden) Außenhüllblättern. Die Spitzen der Hüllblätter sind meistens schwarz gefärbt. Der der Windverbreitung dienende Pappus verblühter Exemplare fällt leicht ab.

Neben der Nominatform Gewöhnliches Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea ssp. jacobaea) wird an Küsten die Unterart Dünen-Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea ssp. dunensis (Dumort.) Kadereit & P.D. Sell) unterschieden. Diese Sippe zeichnet sich durch niedrigeren Wuchs, fehlende Zungenblüten und spinnwebartige, wollige Behaarung aus.

 Vorkommen  Jakobskrautbären-Raupen auf der zungenblütenlosen Unterart Dünen-Jakobs-Greiskraut
IllustrationDiese Art ist an Feldrändern, auf Wiesen, Ackerbrachen, Magerrasen und in anderen Gras- und Staudenfluren recht verbreitet. Ihre Ansprüche an den Boden sind nicht besonders groß. Bevorzugt werden mäßig frische bzw. wechselfrische, mehr oder weniger nährstoff- und basenreiche, humose Lehm- und Sandböden in humider Klimalage.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Jakobs-Greiskrautes sind die Ebenen bis mittleren Gebirgslagen der gemäßigten Klimazonen Europas und Westasiens. Inzwischen kommt die Art auch in Argentinien, Neuseeland, Australien, Kanada und in den USA als invasiver Neophyt vor.


 Giftigkeit 
Diese Pflanzenart wird von Landwirten und Pferdehaltern nicht gerne gesehen, da alle ihre Teile auf Grund der enthaltenen leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide giftig sind. Diese Alkaloide bleiben, im Gegensatz zu vielen anderen Giftpflanzen, bei Konservierung in Heu oder Silage voll wirksam und werden auf diese Weise auch von Weidetieren mit aufgenommen, die die frischen, bitter schmeckenden Kräuter eigentlich meiden. Auch kleine Dosen schädigen die Leber dauerhaft, so dass eine schleichende Vergiftung über Jahre möglich ist. Schafe fressen die Pflanze, allerdings besteht Unklarheit darüber, ob nicht auch bei ihnen langfristig Leberschäden entstehen. Insbesondere bei Pferden, aber auch bei Wiederkäuern kann das Kraut zu ernsthaften Erkrankungen und längerfristig zum Tod führen. So warnt die Landwirtschaftskammer NRW: „Die gesamte Pflanze weist einen hohen Grad an giftigen Alkaloiden auf, wobei die jüngsten Pflanzen und die Blüten am giftigsten sind. Jakobs-Kreuzkraut ist besonders gefährlich für Pferde, Rinder, Schafe und Kaninchen.“ Wegen seiner Giftigkeit wird das Jakobs-Greiskraut heute auch nicht mehr als Heilpflanze verwendet.

Oft sieht man im späten Frühling auffallend gelb-schwarz gestreifte Raupen am Jakobs-Greiskraut. Es handelt sich dabei um Raupen des Jakobskrautbären (Tyria jacobaeae), einer Schmetterlingsart, die sich auf Greiskräuter, insbesondere auf das Jakobs-Greiskraut, spezialisiert hat. Die Raupen werden durch das aufgenommene Gift für Fressfeinde ungenießbar.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobskreuzkraut

Gespeichert

Mit lieben Grüßen
Gislinde
winnipooh69
Bewohner
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 705



« Antwort #3 am: 06.08.09, 21:41 »

Servus,

bei uns ist dieses Jahr zum ersten Mal Jakobskreuzkraut in grossen Mengen aufgetreten...bei wem ist es auch so? Wir haben 2 Tage das Kraut vor/ in/ und um unsere Flächen ausgerissen und in die Müllverbrennung gefahren! Embarrassed

Nun habe ich hier einen einen interessanten sehr umfassenden Link vom Land Schleswig-Holstein zum Thema Jakobskreuzkraut gefunden und
hier zum link: http://www.schleswig-holstein.de/LLUR/DE/Startseite/PDF/Jakobskreuzkraut,templateId=raw,property=publicationFile.pdf

Finde diese 50 Seiten sehr gut erklärt und sie sind ein super Schulungsmaterial!

Liebe Grüsse und freue mich schon zu erfahren, wo das Kraut überall sein Unwesen treibt! Wink
« Letzte Änderung: 07.08.09, 14:18 von Naima » Gespeichert
Katharina76
Gast
« Antwort #4 am: 12.08.09, 00:45 »

So ziemlich überall und nun auch noch (oder das verwandte Greiskraut? Wo ist der UNterschied? Giftigkeit ist auch gegeben, also ist es wurscht!) im Supermarkt in der Gemüseabteilung:

Giftiger Salat!!!!!!
Gespeichert
Katharina76
Gast
« Antwort #5 am: 12.08.09, 00:46 »

Tolle Informationsseite:

Arbeitskreis Kreuzkraut
Gespeichert
Lotta
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2671


Cowboyerin :o)


« Antwort #6 am: 12.08.09, 08:26 »

Hallo!
Katharina, ich fnde diese Siete auch sehr informativ, aber die Fotos sind eine einzige Katastrophe.
Darauf kann man weder die Blüten- noch die Blattform erkennen.
Und es gibt sehr vele Pflanzen, die jetzt gelb blühen.
Bei anderen Links kann man das besser erkennen.

Grussi
Lotta
Gespeichert

Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
Cosima
Region Schwaben
Mitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 101


die Welt ist schön


« Antwort #7 am: 12.08.09, 08:42 »

Vor rund 20 Jahren wurden mir Warnungen
über Reizwirkungen bei Arnika bekannt,
die mit den Inhaltsstoffen von Arnica montana
nicht vereinbar waren.

Dabei sind mir Senecio-Arten
(Kreuzkraut, Greiskraut, ...) als Begleitstoffe in
(meist) Wildsammlungen von Arnica montana aufgefallen.

Übrigens:
Ähnliche Fälle habe ich auch z.B. bei der Deutschen Kamille (Matricaria)beobachtet.
Auch hier waren hauptsächlich Fremdbestandteile
für die Warnungen verantwortlich.

Weiterführende Links
http://www.schleswig-holstein.de/LLUR/DE/Startseite/PDF/Jakobskreuzkraut,templateId=raw,property=publicationFile.pdf    Danke Winnipoo69
Giftigkeit der Senecio x
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?giftdb/pflanzen/0194_tox.htm?inhalt_c.htm
Irritationen der Haut durch Verunreinigungen von Matricaria (Chamomilla) recutita durch Anthemis cotula (Hundskamillen-Art, waren in Lieferungen meist aus Südamerika)
http://www.g-netz.de/Health_Center/heilpflanzen/kamille/kamille_hinweise.shtml


« Letzte Änderung: 12.08.09, 14:02 von Cosima » Gespeichert

Die Welt ist schön,
wenn alle gesund zuhause sind
und ruhig schlafen.
Cosima
landleben
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 741



« Antwort #8 am: 12.08.09, 19:30 »

Sohnemann hat auf seinen Extensiv beweideten Flächen das Kraut stehen. Da dort ganzjährige Weidehaltung ist, ist inzwischen ein Befahren der Flächen fast unmöglich.

Also ein Schlegeln der Fläche kann man abhaken. Zumal das Mähgut abgefahren werden müßte. Wir würden uns sämtliche Maschinen kaputt machen.

Mir hat jemand erzählt, bei ihm würden inzwischen Raupen (freiwillig gekommen) das Kraut reduzieren. Wird sicherlich ewig dauern, bis nichts neues nachwächst.

Lg


landleben
Gespeichert
Katharina76
Gast
« Antwort #9 am: 12.08.09, 20:21 »

Das wird sicherlich nicht passieren, denn die Pflanze produziert Unmengen Samen.. soviele Raupen wirds nicht geben...
Gespeichert
Katharina76
Gast
« Antwort #10 am: 09.09.09, 12:48 »

Es ist eine Ignoranz sondersgleichen unter den öffentlichen Stellen!  Angry
Etliche Gemeinden habe ich angeschrieben, dass sie sich bitte über das JKK und die Auswirkungen informieren möchten und erst jetzt (!!!!!) haben sie angefangen, Flächen zu mähen! Haha... das Zeug hat doch schon längst ausgesamt! Ich bin stinksauer!
Gespeichert
cliff
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 403


Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #11 am: 19.10.09, 10:41 »

Hallo,

gibt es ein Spritzmittel gegen das Jakobskreuzkraut?  Auch bei uns nimmt es überhand, es gibt doch bestimmt irgendetwas, oder?

Für Antworten wäre ich sehr dankbar!!

Cliff
Gespeichert
Beate Mahr
Untermain Ebene
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4168


Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #12 am: 19.10.09, 11:19 »

Hallo

ja gibt es ... Schau mal hier

Es gibt noch mehr Mittel die gehen müßten ...
bitte die Zulassung beachten oder eine §18b beantragen

Gruß
Beate

eine teure Angelegenheit  Sad
Gespeichert

Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
cliff
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 403


Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #13 am: 19.10.09, 11:32 »

Danke, Beate!!!! Grin Grin

Habe die Seite ausgedruckt und werde sie weitergben!

Liebe Grüße von Cliff
Gespeichert
Beate Mahr
Untermain Ebene
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4168


Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #14 am: 19.10.09, 20:17 »

Hallo

im Merkblatt Hessen stehen noch mehr Mittel

Gruß
Beate
Gespeichert

Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
Seiten: [1] 2 | Nach oben Drucken 
« vorheriges nächstes »
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2006-2007, Simple Machines
Dilber MC Theme by HarzeM
Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Homepage - Tractorpulling - Pferdeforum
Infothek - Branchenbuch - Gesetze/Verordnungen - Pachtspiegel
nach oben