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Autor Thema: Reaktionen aus der Öffentlichkeit: Milchlieferstopp!  (Gelesen 8258 mal)
Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« am: 30.05.08, 08:17 »

Hallo

das habe ich gerade von einer Bekannten bekommen

Im chefkoch gefunden

29.05.2008 15:31

Zitat
Bitte vergesst bei der ganzen Diskussion nicht, dass die Bauern - und auch gerade die Milchbauern - mit erheblichen staatlichen Subventionen versorgt werden!!!

Das heißt mit anderen Worten: Der Steuerzahler darf den Markt mitunterstützen und das verzerrt das Ganze enorm. Davon sprechen die Milchbauern im Moment gar nicht, tja warum wohl. Ich möchte mal den Aufstand sehen, wenn man Ihnen die Staatsstütze streicht...

Ich kenne selber zwei Milchbauern in Niedersachsen, die SEHR GUT von ihrer Arbeit und der erwirtschafteten Milch leben können. Und sie und ihre Familien arbeiten teilweise weniger als so mancher mit einem Stress-Bürojob...

Ich denke es sind viele - sehr viele - Falschinformtionen im Umlauf
die gerade jetzt wo Milch ein Thema ist beseitigt werden können

Gruß
Beate
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Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
Lotta
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Cowboyerin :o)


« Antwort #1 am: 30.05.08, 08:28 »

 Shocked
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
martina
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #2 am: 30.05.08, 08:29 »

Hier mal ein paar Treads aus urbia.de

Legt ihr euch einen Milchvorrat an?

Solidarität gut und schön



Wir haben unsere Milch weggeschüttet (ca. 2000 l) -> Thema Milchstreik
216 Antworten, von denen ettliche unter die Haut gehen, z.B.:
Zitat
ja genau! und ich sage mir wenn ihr sie weg schütten könnt dann braucht ihr das geld auch nicht so dringend.
da könnt ich echt platzen.

und lebensmittel wegzuschütten ist auch dermaßen.........(da fehlen mir glatt die worte).

und dann hier noch zuspruch erwarten wollen
« Letzte Änderung: 30.05.08, 08:36 von martina » Gespeichert

Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
Frank
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Mercedes-Fahrer


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« Antwort #3 am: 30.05.08, 09:05 »

Hallo

das habe ich gerade von einer Bekannten bekommen

Im chefkoch gefunden

29.05.2008 15:31

Zitat
Bitte vergesst bei der ganzen Diskussion nicht, dass die Bauern - und auch gerade die Milchbauern - mit erheblichen staatlichen Subventionen versorgt werden!!!

Das heißt mit anderen Worten: Der Steuerzahler darf den Markt mitunterstützen und das verzerrt das Ganze enorm. Davon sprechen die Milchbauern im Moment gar nicht, tja warum wohl. Ich möchte mal den Aufstand sehen, wenn man Ihnen die Staatsstütze streicht...

Ich kenne selber zwei Milchbauern in Niedersachsen, die SEHR GUT von ihrer Arbeit und der erwirtschafteten Milch leben können. Und sie und ihre Familien arbeiten teilweise weniger als so mancher mit einem Stress-Bürojob...

Ich denke es sind viele - sehr viele - Falschinformtionen im Umlauf
die gerade jetzt wo Milch ein Thema ist beseitigt werden können

Gruß
Beate

Aha, die Marketing-Desinformationsmaschinerie der Gegner läuft.
Wie ich darauf komme?
Frisch angemeldeter User, zwei Beiträge geschrieben, dann gleich so ein provokantes Thema.
Also ich nenne sowas normalerweise Foren-Troll. Nichts anderes wird das auch hier sein.
Chefkoch ist ein Forum, das sehr intensiv gelesen wird, auch und vor allem von Uniformierten.

Hier hilft es, genauer und besser zu informieren:
- Warum machen wir das?
- Wie sollen die Ziele erreicht werden?
- Wie ist unsere Kostenstruktur?
- Wie gehen wir mit den ethischen Bedenken um?
- Wie verWERTen wir die Milch?

Die meiste Information und Berichterstattung (gerade auf den privaten Sendern) ist aber gut.
Das ist ein großer Erfolg, den Ihr schon mal erreicht habt.
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Grüße aus H
Frank
martina
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #4 am: 30.05.08, 09:20 »

Interessant und eigentlich durchweg positiv ist auch diese Diskussion hier auf Jesus.de Ist der Milchpreis zu niedrig?
Leider ist das Forum sehr umständlich zu lesen.

Und noch ein Artikel samt Umfrage dazu.
« Letzte Änderung: 30.05.08, 09:23 von martina » Gespeichert

Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #5 am: 30.05.08, 09:46 »

Hallo

hört euch mal an was die Kunden meinen

Haben die Kunden Verständnis für den "Milchstreik"?

Liebe Grüße
Beate
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John F. Kennedy
Beppa
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« Antwort #6 am: 30.05.08, 10:14 »

Ja. Dennoch bin ich froh, dass ich mich zufälliger weise gerade erst wieder bevorratet habe.

Grundsätzlich finde ich, dass der Preis von Milch so hoch sein sollte, dass

1. Keine Subventionen nötig sind. Eher würde ich die Importprodukte mit Steuern belegen, um so z.B. die Umweltverschmutzung die auf Grund des Transportes höher ist auszugleichen bzw. andere Vorteile die auf Grund der Ausbeutung von Mensch (z.B. billig Löhne) und Natur wieder regulieren.

2. Der Erzeuger ohne Unterstützung davon leben kann.
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Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #7 am: 30.05.08, 10:29 »

Hallo

hab in der FR grad einen Leserbrief gefunden

Mit der Bitte um Fairness

er bezieht sich auf den Artikel

No Milk today

lest dazu auch den Kommentar  Angry  Angry  Angry   Angry

Liebe Grüße
Beate

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John F. Kennedy
geli.G
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Ich liebe dieses Forum


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« Antwort #8 am: 30.05.08, 10:41 »

Grundsätzlich finde ich, dass der Preis von Milch so hoch sein sollte, dass

1. Keine Subventionen nötig sind. Eher würde ich die Importprodukte mit Steuern belegen, um so z.B. die Umweltverschmutzung die auf Grund des Transportes höher ist auszugleichen bzw. andere Vorteile die auf Grund der Ausbeutung von Mensch (z.B. billig Löhne) und Natur wieder regulieren.

2. Der Erzeuger ohne Unterstützung davon leben kann.


Danke Beppa, genau meine Meinung.....
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Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli
Klecksi
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Sehnsucht ist die Suche nach Nähe in der Ferne


« Antwort #9 am: 30.05.08, 10:58 »

... nicht nur für milch auch  für die fleischerzeuger    alle wollen leben    grins
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Grias aus Niederbayern
heike
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Bäuerinnen - find ich gut!


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« Antwort #10 am: 30.05.08, 11:41 »

Hallo Beate

Was soll daran falsch sein? Es gibt auch die die ihr Management in Ordnung haben und gut von der Milch leben können. Es hat ja auch nicht jeder Landwirtschaft mit Hindernissen, die die Subventionen voll aus rechtfertigen.

Hallo

das habe ich gerade von einer Bekannten bekommen

Im chefkoch gefunden

29.05.2008 15:31

Zitat
Bitte vergesst bei der ganzen Diskussion nicht, dass die Bauern - und auch gerade die Milchbauern - mit erheblichen staatlichen Subventionen versorgt werden!!!

Das heißt mit anderen Worten: Der Steuerzahler darf den Markt mitunterstützen und das verzerrt das Ganze enorm. Davon sprechen die Milchbauern im Moment gar nicht, tja warum wohl. Ich möchte mal den Aufstand sehen, wenn man Ihnen die Staatsstütze streicht...

Ich kenne selber zwei Milchbauern in Niedersachsen, die SEHR GUT von ihrer Arbeit und der erwirtschafteten Milch leben können. Und sie und ihre Familien arbeiten teilweise weniger als so mancher mit einem Stress-Bürojob...

Ich denke es sind viele - sehr viele - Falschinformtionen im Umlauf
die gerade jetzt wo Milch ein Thema ist beseitigt werden können

Gruß
Beate
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Venlig hilsen fra Danmark
Heike
fanni
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« Antwort #11 am: 30.05.08, 11:50 »

Das mit den Subventionen..................ja diesen Schuh, den müssen wir uns anziehen, seh ich auch so wie Heike.  Hier ist Aufklärung gefordert.
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Herzliche Grüße von Fanni
Beppa
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« Antwort #12 am: 30.05.08, 12:04 »

... nicht nur für milch auch  für die fleischerzeuger    alle wollen leben    grins

Das gilt für alle.

Subventionen sollten eher die Ausnahme, als die Regel sein. Also nur dort eingesetzt werden, wo man die Rahmenbedingungen nicht verbessern kann.

Ich habe dazu mal ein sehr schönes Buch gelesen "1 Billion Dollar". Kann ich nur jedem empfehlen. Eigentlich ein Roman, aber es stecken erschreckend viele Wahrheiten zum Thema "Wie machen wir uns selbst das Leben schwerer" drin.
« Letzte Änderung: 30.05.08, 12:11 von Beppa » Gespeichert
Elle
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Wer früher aufsteht - ist länger müde ;-)


« Antwort #13 am: 30.05.08, 13:14 »

Dieser Kommentar wir viele auf die Palme bringen. Aber bitte lest ihn trotzdem, denn auch das sind Verbrauchermeinungen mit denen ihr konfrontiert werden könnt. Wie Frank hier vor 2 Tagen schon schrieb: Milch in die Gülle zu kippen ist eben ein sehr sensibles Thema...

Kommentar: Aussteiger
Dietrich Holler zum Milchstreik

"Sonntagmorgen irgendwo in Bayern: Die Kühe sind gemolken. Rasch noch die Milch in die Jauchegrube schütten und geht es ab in die Kirche. Dort wird für das tägliche Brot gebetet. Zum Schluss fallen ein paar Münzen gegen den Welthunger in den Klingelbeutel. Ein schlechter Witz? Leider nein: Falls Romuald Schaber, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), und seine Kampftruppen bis zum Wochenende durchhalten, könnte zumindest in Süddeutschland die Bigotterie zur Realität werden.
Allerdings übersteigt gegenwärtig die Propagandawirkung des Milchstreiks den Mengeneffekt. Selbst wenn die eine oder andere kleine Molkerei ernste Probleme mit dem Rohstoff hat: Milch ist in der Europäische Union ausreichend vorhanden. Und sollte ein süddeutscher Lieferant für Molkereiprodukte ausfallen, ist das auch keine Katastrophe. Französische und niederländische Molkereien verhandeln bereits eifrig mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Am Ende hat vielleicht der Milchstreik sogar etwas Gutes und läutet den dringend notwendigen Strukturwandel der deutschen Molkereibranche ein. Wer nicht mehr liefern kann, ist beim LEH schnell und dauerhaft ausgelistet.
Noch besser wäre es, wenn auch gleich jene ihr Vieh abschaffen würden, die mit einem marktwirtschaftlichen Ansatz nicht klarkommen. Sie könnten sich ausschließlich ihrer Arbeit als Lobbyisten widmen. Diese Aufgabe haben sie vermutlich besser im Griff als die eigene Betriebe. Milch vernichten ist etwas für die Aussteiger unter den Erzeugern. Profitabel Milch produzieren wird das Geschäft für die Aufsteiger, die bereits jetzt das Ende der Milchquote fest im Blick haben. Ohne staatlich verordnete Mengen regeln künftig Angebot und Nachfrage den Markt. Wie das funktioniert, zeigt andeutungsweise die Entwicklung der vergangenen zehn Monate: Im Sommer 2007 sind die Erzeugerpreise, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, prozentual zweistellig gestiegen. Jetzt geht der Trend eben mal in die andere Richtung. Die Verbraucher, auf deren Solidarität der BDM hofft, haben vergangenes Jahr murrend mehr gezahlt und freuen sich jetzt darüber, dass sie die Milch günstiger kaufen. Im Übrigen stellt sich die Frage, warum die unter der Abgabenlast ächzende und schrumpfende bürgerliche Mittelschicht oder die bereits abgerutschten Hartz-IV-Empfänger mit ihrem Haushaltsgeld erfolglose Milchproduzenten unterstützen sollen. Bestimmt hat der BDM auch darauf eine Antwort."
Quelle: Ernährungsdienst vom 30.Mai 2008, Seite 2
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Ein fröhlicher Gruß!
Elke

Das Juwel des Himmels ist die Sonne. Das Juwel des Hauses ist das Kind.
Zilly
Gast
« Antwort #14 am: 30.05.08, 13:36 »

Das schockt mich echt! Wie können Leute nur so engstirnig sein  - so uninformiert, so provozierend, so Bauernverachtend....
Bin sprachlos und eigentlich wenn ich überlege im innern gar nicht so überrascht, das bestimmt viele Leute so denken - auch dank der Pressearbeit der vergangenen Jahre...
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