Es ist schwierig, für die Nichtlieferer die andere Seite zu verstehen - kommt jedenfalls so rüber. Diese Diskussion wertefrei zu führen, wo so viele Emotionen und auch Geld im Spiel ist, ist nahezu unmöglich.
Wer die Wahrheit sagt und wer pokert: BDM, Molkerein oder Handel, läßt sich für mich nicht nachvollziehen. Z.B. gestern war unser Landkreis auf der BDM Lieferstop Seite aufgeführt (da wo die Beteiligung zu finden ist), heute ist er nicht mehr zu finden!?!? Zufall?
Übrigens habe ich noch von keinem Schweinehalter gehört, das er seine Viecher totschlägt, weil es sie nicht kostendeckend, bzw. billig abgeben muss.
Es ist ein schwieriges Thema und Entscheidung und auch ich muss mir noch ins Gesicht sehen können.
Tina
Ja Tina, Du hast Recht: Es ist ein motionales Thema und das ist für den jeweilig anderen sehr schwer zu verstehen.
Als Nicht-Milchviehhalter (aber als indirekt Abhängiger von den Milchviehhaltern) kann ich den Unmut gut nachvollziehen.
Ich kann aber auch Deine guten Argumente nachvollziehen.
Ich wüsste nicht, wie ich selber entscheiden würde, bin aber für diesen Lieferstopp, weil dadurch Ihr Milcherzeuger zeigen könnt, wer wirklich die Macht hat.
Dies ist deshalb wichtig, weil in den letzten Jahren haben Euch die Großhändler aufgezeigt, welche Möglichkeiten des Preisdiktats sie haben.
Wer die Wahrheit sagt?
Ehrliche Antwort? Keiner. Jeder wird sich seine Zahlen schon passend
zurechtbiegen interpretieren. Auch das gehört zu so einem Kampf.
Leider hört man nicht so direkt von Schweinetötungen, aber das Schlachten von tragenden Sauen oder das bewusste Totspritzen von Würfen im Mutterleib ist für mich ziemlich nahe am Totschlagen von Schweinen. Und glaub mir, das passiert.
Ich bin mir ziemlich sicher, das wir zu Beginn der kommenden Woche starke Auswirkungen im Handel und bei den Verbrauchern sehen werden. Es ist gut, das das Wochenende dazwischen liegt, weil da die Marketingabteilungen der Molkereien / Verbände / Händler im Wochenendurlaub sind, Landwirte aber einfach weiter machen.