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Autor Thema: Burnout  (Gelesen 15933 mal)
Venja
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Beiträge: 33


« am: 18.03.08, 14:13 »

Hat jeden von euch hier auch burnout?

Ich bin langsam oder besser gesagt glaub schon das ich burnout habe.

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Jan
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 155


« Antwort #1 am: 18.03.08, 14:58 »

Ich glaube nicht, daß ich am "Burnout-Syndrom" leide, dazu macht mir die Arbeit noch zuviel Spaß, aber vielleicht hilft dir diese Internetseite ja: http://www.hilfe-bei-burnout.de/

Da ist die Krankheit beschrieben, es gibt einen "Burnout-test" und auch, wie einem am besten geholfen werden kann.
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Venja
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Beiträge: 33


« Antwort #2 am: 18.03.08, 16:21 »

Danke Jan!
Ich habe den Test gemacht und schaut nicht gut aus Shocked


Gibt es niemand wo hier oder im Bekanntenkreis wo dies hat oder hatte?


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gertrud2
NRW
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 144



« Antwort #3 am: 18.03.08, 16:36 »

Venja beschreib mal dein Problem.
Es scheint Dir nicht gut zu gehen.Helfen können wir nur wenn wir ein bischen von dir wissen.
Wie kommst du darauf das du Burn out hast?Was fallt Dir schwer?Wo geht es nicht mehr weiter?
Liebe Grüße
Gertrud
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Liebe Grüsse
Gertrud
mary
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6430


Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #4 am: 19.03.08, 07:29 »

Hallo Venja,
ich hab mit dieser Sympthomatik meine Erfahrungen gemacht. Lustig waren sie bestimmt nicht, aber heute im Nachhinein muss ich sagen, es war mein  Glück.
Mein Glück war auch, dass ich einige Leute in meinem Bekanntenkreis hatte, die auch damit zu tun hatten- wir haben uns zusammengesetzt und erstmal darüber gesprochen.
Das nächste war nach Hilfsmöglichkeiten zu suchen- und da sah es zappenduster aus.
Wir haben uns dann gemeinsam mit der Ursachenforschung befasst-
und sind auf einige interessante Sachen gekommen.
Erfahrungsaustausch ist eine grosse Hilfe.
Wer nicht davon betroffen ist, kann sich gar nicht vorstellen, wie sich diese Sympthome anfühlen, was es bedeutet, dass die Energie, die zuvor im Übermaß vorhanden war, irgendwann spärlicher wird.
Eines meiner wichtigsten Änderungen, den 5. Gang aufzugeben, frau lebt auch mit dem 4. Gang nicht schlecht.
Heute gehts mir wieder gut, ich hab in meinem Beruf einige Änderungen vorgenommen, die ich ohne Burn out nie gemacht hätte.
Kann dich nur ermuntern, dir Hilfe zu suchen- aber vor allem mit Betroffenen in Kontakt zu treten.
Das ist die Schwierigkeit, in unserer sehr leistungsbetonten Welt gehört es nicht unbedingt zum guten Ton an diesen Sympthomen zu leiden. Aber es gibt viele Menschen, die damit zu tun haben.
Es gibt ein sehr, sehr  lebenswertes Leben nach Burn out, es hatte seinen Sinn, dass ich mich damit auseinander setzen musste.
Drück dich ganz herzlich, alles Gute,
maria







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Naima
Moderatoren
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3753

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #5 am: 23.03.08, 18:54 »

Hallo Venja,
hier kam als Werbung im BT eine interessante Seite mit einem etwas anderen Test.

Schau doch mal hier: http://www.gezeitenhaus.de/burn-out-test.html

LG Nicole
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silvia
Gast
« Antwort #6 am: 23.03.08, 21:57 »

Laut diesem Test bin ich sehr stark gefährdet.
Ich hab aber leider momentan nicht die Kraft irgendwas zu unternehmen. Embarrassed
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fanni
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4249



« Antwort #7 am: 24.03.08, 06:28 »

Ein relativ bakannter Burnoutfall ist ja der Sven Hannawald, der Skispringer.

Er konnte einfach nicht mehr, das jahrelange Training und auch (Fasten, ist so bei den Skispringern) hatten ihre Spuren hinterlassen. Nun er hat mit dem was ihn am meisten belastete - Skispringen -  aufgehört und sich neue Ziele gesetzt.

Was macht jetzt aber ein Bauer oder eine Bäurin, die eben auch richtig am Ende sind???


Es ist schon ein paar Jahre her und deshalb find ich es wirklich nicht mehr, obwohl ich mir den Artkiel aufgehoben hab und kann nur noch aus dem Gedächtnis zitieren, da wurde diese Symptomatik mal in einem sehr bewegenden Artikel im bayr. landw. Wochenblatt besprochen. Ein junger Bauer konnte nicht mehr arbeiten, in den Stall gehen, für den nächsten Tag planen, weil............s.o. Burnout.

Er ließ sich helfen und begab sich in eine Theapie. Nun war ja das Problem, dass ihm die Therapeutin die tägl. Stallarbeit nicht abnehmen konnte. Ich weiß eben die Umstände nicht mehr genau, was mir aber im Hirn eingebrannt geblieben ist war u.a. eine ungewöhliche Lösung u.a..

Sie haben ein Becken mit Wasser (so á la Kneipp) vor die Stalltüre und die Haustüre gestellt, so daß er bewußt eben in einen anderen Bereich trat, wenn er durch die Becken gestiegen ist. Und es hat ihm geholfen sicherlich die Therapie noch viel mehr aber auch so eine ungewöhliche medidative Übung, dass er wenn er ins Haus geht eben ganz im Haus ist und die Sorgen um den Hof jetzt mal draußen bleiben.


Ich denke dass es wirklich schlimm ist, wenn man diesen Schalter nicht mehr umlegen kann und diese Erfahrungen hat sicherlich jeder hier mal gemacht und hoffe sehr dass es dir liebe Venja bald besser geht.
« Letzte Änderung: 24.03.08, 06:30 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
mary
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Beiträge: 6430


Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #8 am: 24.03.08, 08:08 »

Hallo fanni,
es ist nicht ein Schalter, der sich nicht mehr umlegen lässt, sondern es ist, als ob das körpereigene Kraftwerk auf Störung läuft.
Die Energie, die zuvor in rauhen Mengen vorhanden war, ist schleichend nicht mehr da.
Es ist ein langer Prozeß, bis man da wieder rauskommt-
und ohne eine Änderung des eigenen Lebens hat man keine Chance.
Ich glaub aber nicht, dass man deswegen seinen Beruf aufgeben muss-
man nimmt sich - egal weit weit man reist- immer selbst mit.
Deshalb ist Ursachensuche der erste Schritt zur Heilung.
Es gibt bei burn out 2 Ansätze,
das Umfeld und die Gegebenheiten-
der eigene Anteil, die Persönlichkeit.
Es trifft ja keine Faulen, sondern die, die zuvor für etwas gebrannt haben.
In Japan geht es noch ein bisschen tiefer, dort ist Überarbeitung an vielen Todesfällen ursächlich beteiligt.
In unserer Leistungsgesellschaft wird doch auch vorgemacht, dass nur Höchstleistungen wirklich gelten, dass der Mensch zählt, der sehr viel leistet.
Dass es auch ein gutes Leben mit dem 4 Gang geben kann-
dass hab ich zum Glück selbst erfahren.
Mit einer anderen Lebenseinstellung ist auch ein Bauernhof ein guter Arbeitsplatz- sofern man sich von vielen gedanklichen Vorstellungen befreit.
Herzliche Grüsse
maria
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fanni
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4249



« Antwort #9 am: 24.03.08, 08:12 »

Beim Lesen dieses Themas fällt mir auf, dass es mir ganz persönlich schwer fällt den Unterschied zu erkennen zwischen Überarbeitung, Burnout und einer Depression.

Da spielt doch vieles rein oder?
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Herzliche Grüße von Fanni
Mogli
Gast
« Antwort #10 am: 24.03.08, 09:08 »

Mir geht es da auch wie Fanni.
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brit
Gast
« Antwort #11 am: 24.03.08, 09:57 »

unterschied überarbeitung und burnout ist, überarbeitung ist ein momentaner zustand,   burnout  entwickelt sich hingegen  über ne längere zeitspanne ..sozusagen aus ner längerdauernden überarbeitung, oder längere hohe arbeitsintensität /druck /erwartungen etc., wo man über längere zeit mehr kraft investiert als das zurückkommt..


unterschied burnout /depression..hab ich mal folgende verbildlichende erklärung gelesen: *ein hoher lottogewinn würde ner person mit burnout helfen , ner person mit depression nicht.*
« Letzte Änderung: 24.03.08, 09:59 von brit » Gespeichert
LunaR
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Beiträge: 3223


Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #12 am: 25.03.08, 12:40 »

Hallo,

habe wegen wenig Zeit fast nur noch hier gelesen. Gleich am 18. Jans Test gemacht (80 Punkte) und am 19. hat es mich erwischt. Diagnose Burnout. Der Arzt meinte, mittlerweile ist fast eine ganze Generation davon betroffen.

Nun bin ich krank geschrieben und habe viel Zeit.

Liebe Grüße
Luna
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Verschwendete Zeit ist Dasein.
Gebrauchte Zeit ist Leben.
amber
Powerfrauen find ich gut
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« Antwort #13 am: 25.03.08, 13:09 »

Hallo,

bei mir war es auch mal so, daß ich davon betroffen war.

Diese Zeit habe ich zum Glück hinter mir, wofür ich aber sehr hart an mir gearbeitet habe.

Diesmal hatte ich bei dem Test nur 9 Punkte.

Allen Betroffenen wünsche ich, daß sie aus diesem Zustand herauskommen und ich wünsche ihnen Mitmenschen die Verständnis für sie aufbringen, und sie auf dem Weg begleiten.

Lieben Gruß, Gitte

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lieber heimlich klug, als unheimlich doof
sandra
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Beiträge: 571


BT ist super!


« Antwort #14 am: 03.04.08, 22:19 »

Ich hatte schon BurnOut, das ist wirklich nicht schön. Und es stimmt auch, dass man vor allem selbst etwas tun muss, um da raus zu kommen. Ich weiß auch, dass mein Pegel schon wieder steigt, was an äußeren Umständen liegt, bei denen ich mal wieder zu schwach bin, sie zu ändern.

Habe Jans Test gemacht und 66 Punkte (toll), bin aber in gewisser Weise trotzdem "stolz", weil ich wenigstens keine 5-Punkte-Frage hatte...

Ich habe einfach zur Zeit ziemlich viel Stress wegen Konfirmation meiner Großen (4.Mai) und der anstehenden Prüfung in BAP, ide ja zur Meisterprüfung gehört. Ich hoffe sehr, dass es etwas besser wird, wenn ich das rum habe. Eigenltich wollte ich dieses Jahr wieder zur MuKiKur fahren, was ich aber ezitlich nicht unterbringe. Jetzt plane ich mal mit nächstes jahr, da muss es einfach werden.

BurnOut ist sicher auch von Mensch zu Mensch verschieden...

Ich bin tagsüber total lustlos, hänge nur rum, keine Lust mehr, Kontakte zu pflegen etc. Dafür stehe ich dann nachts wie unter Strom, keine Chance auf erholsamen Nachtschlaf, in Sptzenzeiten (zur Zeit gehts noch, ich kann noch relativ gut einschlafen) komm ich auf 2 Stunden Schlaf...

Mein Tipp: Hilfe suchen (Familienberatung oä), evtl Kur (manchmal braucht man den Blick aus der ferne, um zu sehen, woran es zu Hause hackt...), und unbedingt anfangen, was für sich selber zu tun! Ich hol mir zB in "guten" Zeiten immer Gutscheine, für mich selber, Therme, Wellness etc. Sobald ich merke, jetzt wird es ernst, lass ich mir Termine geben (das schaff ich grad noch) und das tut sooooo gut... Mit der zeit merkt man einfach, wann es wieder anfängt, denn wenn man das einmal hatte, ist man immer anfällig dafür...

Liebe Venja, ich wünsch dir alles, alles gute!
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lg Sandra

Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagen würden, wo kämen wir denn hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge.
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