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Umfrage
Frage: Wie ist euer Interesse an Projekten wie Terra Petra, Agroforstwirtschaft und so weiter?
Alles Hirngespinste - Kein Interesse - 4 (23.5%)
Das hat immerhin Unterhaltungswert. - Kaum Interesse. - 3 (17.6%)
Ist schon interessant, ist aber nicht mein Fall. - Wenig Interesse. - 2 (11.8%)
Na ja, die eine oder andere Anregung könnte ich mir  schon daraus ziehen. - Interesse. - 4 (23.5%)
Sehr interessant! Ich überlege, ob und wie ich das eine oder andere in meinem Betrieb umsetzen könnte. - Großes Interesse. - 4 (23.5%)
Stimmen insgesamt: 13

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Autor Thema: Projekte von Querdenkern  (Gelesen 1199 mal)
passivM
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Geschlecht: Weiblich
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« am: 12.02.08, 20:46 »

Agroforstwirtschaft,  Terra preta und so weiter –-- wer interessiert sich für solche Querdenker-Projekte, zum Beispiel mit dem Ziel der Verbesserung des Bodens?  Ich kam auf die Idee, Euch danach zu fragen, nachdem Mary und ich uns unter „Außenwirtschaft“ bei dem Thema: „Was können wir für gesunde Böden tun?“ verewigt haben.
Weil einem so ein Thema vielleicht ein "Sowohl als auch" als Reaktion entlocken könnte, habe ich jedem Teilnehmer zwei Stimmen zugestanden  Wink  Cheesy

Bitte um rege Teilnahme!
...bin gespannt.  ...und herzlichen Dank vorab!

lieben Gruß
Anna

http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=22902.0  hier geht 's darum, was wir für gesunde Böden tun können
http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=16653.0  hier ging es um Klimawandel und Folgen für die LW


* i_forschung-1_2005-03 Baumreihen im Acker.gif (28.45 KB, 250x196 - angeschaut 77 Mal.)
« Letzte Änderung: 12.02.08, 21:11 von AnnaAnna » Gespeichert

Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
passivM
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« Antwort #1 am: 13.02.08, 12:49 »

Ich habe mir fast schon gedacht, dass das kaum auf Interesse stößt.
Kann ich einerseits verstehen: Als ob man so nicht schon genug Sorgen hätte.
Wer hat da schon Lust, das Bewährte in Frage zu stellen.
...wobei ich nicht sagen will, das Bewährte sei schlecht. Nein!
Aber unser Erdball, bzw. unser Kima ändert sich ab und an.
Das betrifft uns als LW.
Und ich denke, sich vorrausschauend Gedanken zu machen, ist nie falsch.
Eigentlich finde ich das mangelnde Interesse schade.
Den einen oder anderen Verriß hätte ich "vertragen".
Aber so viel Desinteresse finde ich schade.
Aber ich kann es verstehen.  -siehe oben-
Ist also nicht böse gemeint.
Wollte nur mal meine "Gefühlslage" darstellen.

lieben Gruß
Anna
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Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #2 am: 13.02.08, 13:06 »

Hallo AnnaAnna,
jetzt lass dich mal nicht ins Bockshorn jagen.
Entscheidend ist doch, dass es dir was bringt, dich interessiert.
Für den Boden brauchst du viel Geduld Wink.
Es geht auch nicht darum, bewährte Sachen in Frage zu stellen, sondern in einer sich rasant verändernden Welt- seine Bodenhaftung nicht zu verlieren.
Sich für den Boden zu interessieren- AnnaAnna, dur wirst dir irgendwann vor lauter Dankbarkeit selbst auf die Schulter klopfen.
Jede Preissteigerung im Düngemittelbereich zeigt uns wie wichtig es ist, sich mit den Bodengegebenheiten in einer anderen Form auseinander zu setzen.
Fang einfach an- denn mit jeder eigenen Erfahrung wirst du sicherer,
das alleine zählt. Ob das Thema Boden nun ein Thema werden wird, das viele interessiert- ich glaub es nicht.
Aber es gab immer wieder Menschen, die sich dafür interessierten-
und ihr Wissen weitergaben.
Das alleine zählt.
Herzliche Grüsse
maria
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erika2
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« Antwort #3 am: 13.02.08, 14:29 »

Ich hätte gern e meine Stimme abgegeben, aber Was ist mit Terra Petra/preta gemeint? Habe bei Mr G.. nur einen Bericht über Böden in Südamerika entdeckt, was bedeutet das in diesem Zusammenhang? Über Agroforstwirtschaft hab ich schon mal im TV was gesehen, das ist sicher ein interessanter Ansatz.
Wo fängt der Querdenker an? Hier in Niedersachsen gibt es zB einen Ansatz, Brennesseln anzubauen, um (wieder) Nesselstoffe herzustellen ("das Leinen der armen Leute"). Ist das nun NaWaRo oder Quergedacht? Auf jedenfall auch ein interessanter Ansatz, neue Märkte zu erschließen, hat aber weniger direkt mit Bodengesundheit zu tun.
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Liebe Grüße, Erika
passivM
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Beiträge: 2082



« Antwort #4 am: 08.03.08, 19:28 »

Hallo Christel,

nachdem du lange auf eine Antwort warten musstest  Wink Ich halte das für eine Niesche. Sicher gibt es dafür Abnehmer, die vermutlich großteils von einer sehr "grünen" Klientel stammen. Warum nicht! Einen Versuch ist es wert! Ich habe noch nie Nesselstoff gesehen oder angefasst. Ich stelle mir das so ähnlich wie Leinen vor. Kann das sein?

Ich persönlich würde es übrigens eher als quergedacht ansehen, denn als NawaRo.

Über Terra preta (schwarze Erde) findest du viel bei Google.  Schau mal:  http://www.peter-adler.de/dokumentation/20050000_terra_preta.html

Das ist laienhaft gesagt eine Art Düngekonzept aus Humus, Exkrementen und viel Holzkohle. Letzere sorgt dafür, dass die Nährstoffe nicht aus dem Boden ausgewaschen werden.

lieben Gruß
Anna
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Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
Samy
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Ein Augenblick Geduld kann viel Unglück verhindern


« Antwort #5 am: 10.03.08, 08:05 »

Wir versuchen seit ca. 3 Jahren unseren Boden zu verändern. Mit Mikronährstoffen und Minaeralien, auch einiges aus der biodynamischen LW haben wir aufgegriffen.
Mittlerweile brauchen wir kaum noch Mineraldünger und pflanzenschutz ist eigentlich kein Thema mehr. Rabsglanzkäfer ? Gibt es die noch?
Aber.. es interessiert sich kein "Kollege" dafür.
In Gesprächen mit Berufskollegen kommt nur ein höflich interessierter Blick und sonst nichts. Keine Nachfragen und so.
Warum auch. Es doch alles in Ordnung. Zumindest sagen das die Laborwerte.
Wir haben schnell festgestellt, das die nichtmal dasPapier wert sind, auf dem die stehen. Wir haben sie gleichen Proben an mehrere Labore geschickt. Nicht ein Ergebnis glich dem anderen auch nur annähernt.
Hoppla? Huh

Zu dem hatten wir Schwierigkeiten ein labor zu finden, dass die Getreideproben auf Rückstände untersucht.
Und das Ergebnis war überraschend.

Samy
Das Getreide, was wir überhaupt nicht behandelt haben ist belastet im Rahmen der gesetzlichen Werte und das was wir behandeln mussten ist sauber.
Hoppla? Huh

Was soll man jetzt davon halten?


Man kann sich also nur auf sein Gefühl verlassen. Wie ist der Ertag, die Gesundheit etc.
Da sind wir auf den besten Weg. Unsere Kosten für Dünger und Pflanzenschutz sind o.K.
Allerdings kosten auch "Alternativen" Geld und viel Zeit. Das lohnt sich aber.
ich werde mir jetzt mal Eure Links ansehen. Habe hier im Forum schon tolle Tips bekommen. Grin
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Samy
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #6 am: 10.03.08, 20:07 »

Hallo Samy,
sicher kosten Alternativen Geld und vor allem Zeit. Aber ob ich mich vor das Glotzophon sitze und irgendwelche Sendungen anschau, die schad um die Zeit sind, oder für das Hobby Boden verwende-
liegt an mir.
Ich war heute den ganzen Tag im Bodenkurs und so hat mir schon lange der Kopf nicht mehr geraucht, aber es war es auf alle Fälle wert- morgen ist zum Glück die Praxis dran.
Genau die Themen um Bodenuntersuchungen und deren Auslegung war heute das Thema.
Und die verschiedenen Ansätze um den Boden von Thaer, Liebig, Virtannen, Rusch usw. die Liste ginge noch eine Weile weiter.
Es war für mich heute so aufbauend, nicht als Einzelsucher mühsam sich in Bücher reinzuarbeiten, sondern zu erkennen, dass die Mühe um den Boden sich auf alle Fälle lohnt.
Im letzten landw. Wochenblatt war ein Artikel im Marktbereich, der Mineraldünger wird gefragt und knapp- besonders Kali, Phosphor-
was glaubst wie mir heute die Ohren geklungen haben, wenn es um die Mykhorizza, um Bakterien und ihre Tätigkeit im fruchtbaren Boden geht.
Sicher interessiert es wenige, aber du hast doch selbst sehr viel davon, die Bodenfruchtbarkeit ist eine unserer wichtigsten Ressourcen,
und ich hab mich heute sehr drüber gefreut, dass der Bodenkurs ein sehr guter Austausch unter den verschiedensten Fachbereichen ist.
Aber in einem geb ich dir recht-
alles Wissen ist schön und gut, aber letztlich wissen wir über den Boden sehr wenig.
Es ist ein Lebewesen- und heute sind mir sehr viele Parallelen im Bereich Ernährung zu Tier, Pflanze, Mensch und Bodenlebewesen bewusst geworden.
Wenn  ich jetzt noch eine Lösung für den Kohlenstoff finde,
dann hab ich wieder einen kleinen Sieg errungen.
Herzl. Grüsse
maria
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Hopfi
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Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.


« Antwort #7 am: 10.03.08, 20:58 »


Da ja Mineraldünger sehr teuer geworden ist. Wird ja wieder stärker nach Alternativen gesucht.
Es muß auch in diesem Bereich Vorreiter geben.
Es muß Querdenker geben, damit man ins Nachdenken kommt.
Gespeichert

Es können nur Menschen helfen, wo Menschen sind.
Nur sie können, wo sie sind, die Welt zum Positiven verändern.

Servus, Eure Hopfi
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #8 am: 11.03.08, 06:51 »

Hallo Hopfi,
etwas Neues lernen ist interessant, aber aus den gewohntem Denkschema auszusteigen und aus einer anderen Sichtweise betrachten- ist gar nicht so einfach.
Die Querdenker/innen, die gestern besprochen wurden- sind alle verstorben. Sie hatten zu Lebzeiten sicher auch versucht, ihr Wissen an die Frau, den Mann zu bringen- damals war die Zeit noch nicht reif dafür.
Jetzt, wo absehbar ist, dass uns die Energie ziemlich teuer kommt, Rohstoffe knapp und wertvoll werden-
könnte die Bodenfruchtbarkeit vielleicht wieder einen grösseren Wert darstellen.
Ich hab mal in einem Vortrag Prozentzahlen über bestimmte Intelligenz gehört.
2 % der Bevölkerung sind Vordenker, Querdenker, sie werden ausgelacht, bekämpft und als Spinner bezeichnet.
4 % nehmen diese Visionen auf, befassen sich damit und erst dann übernimmt eine Gesellschaft diese neuen Normen oder Werte und es wird den 2 und 4 % die Früchte ihrer Arbeit aus der Hand genommen.
Angeblich spielt sich  das in allen Kulturen und Gesellschaften nach dem gleichen Muster ab.
Fazit, die Quer- und Vordenker, die Visionäre haben es nicht ganz leicht.
In Steinbach an der Steyr führte deshalb der ehemalige Bürgermeister so eine Art Patentschutz für Visionen, neue und querdenkende Gedanken ein.
Find ich einen guten Ansatz, weil es sonst so üblich wird, dass den Vordenkern ihre Mühe, ihr Einsatz nur mit Spott und Hähme belohnt wird und letztlich die Ideen dann von anderen umgesetzt werden.
Die Schieben dann den Lohn und die Ehre ein.
Wenn Querdenken besser gefragt wäre, hätten wir für viele Probleme bereits Lösungen.
Ich frag mich - wie lernen wir - kreativ zu sein- und wie bringen wir diese Kreatitivität an unsere Nachkommen weiter.
Mit viel Fernsehen, Computer und Handy wird nur ein sehr enger Rahmen der Kreatitivität gebraucht- die vielen Bilder aus Filmen, am Bildschirm des PC´s reizen nur bestimmte Gehirnbahnen, für Kreatitivität bräuchten wir ganz andere Areale.
Die Benediktiner mit ihrem "Ora et labora" haben das sehr früh erkannt.
Wir brauchen die Hand und den Geist und viele Querdenker.
Herzl. Grüsse
maria
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