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Autor Thema: Ist Bäuerin ein Beruf?  (Gelesen 7453 mal)
Vöglein
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« am: 16.10.07, 15:04 »

Ich habe heute noch einmal Erklärungsbedarf für den Hess. Rundfunk  Wink
und möchte diese Box dazu benutzen.

Landwirt ist ein Ausbildungsberuf mit einer dreijährigen Ausbildungszeit .

Bäuerin wird man durch die Heirat eines Bauern.  Wink   Kiss Kiss
Somit beherrschen die Männer unser Leben, oder das, was wir geworden sind.  Wink Grin

    ......Bäuerin   Cool Cool Cool

Grüße Andrea



« Letzte Änderung: 16.10.07, 15:06 von Vöglein » Gespeichert

Liebe Grüße Andrea Maria

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hildy
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« Antwort #1 am: 21.10.07, 23:34 »

Hallo Andrea,
Wie meinst Du denn das? Ich habe Bäuerin gelernt und hatte mein Meisterdiplom als diplomierte Bäuerin eine gute Weile bevor ich mit Willi verheiratet war!
Bei uns ist Bäuerin ein Ausbildungsberuf - bei Euch doch auch?Huh?
Fragende Grüsse
Hildy
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Hildy us em Baselbiet, CH
schnute
OWL
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« Antwort #2 am: 22.10.07, 10:37 »


Häufig ist leider immer noch die Erwartungshaltung der Bauern so, dass wenn sie eine Frau heiraten, diese in der ersten Ehenacht vom heiligen Geist heimgesucht werden und dann mit der Perfektion der Mama-Altbäuerin ausgestattet wieder erwachen.
Die eingeheirateten Frauen in der Landwirtschft werden sozusagen ins kalte Wasser geschmissen.

 Grin Grin Grin
Das ist guuuuut!!!! übersetzt. Und sooo wahr!  Cool

Schmunzelnde Grüße
schnute
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Vöglein
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« Antwort #3 am: 22.10.07, 11:15 »

Hallo hildy,

dann bin ich keine Bäuerin und keine Landwirtin  Roll Eyes  Undecided

Gibt es das heute auch noch.......und die Berufschule findet mit
den Landwirten statt ? Oder gibt es da reine Frauenklassen  Roll Eyes
Oder ist die Ausbildungsbezeichnung für Männer auch Bauer ?


Grüße Andrea
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Liebe Grüße Andrea Maria

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Firenze
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« Antwort #4 am: 22.10.07, 11:36 »

Hallo Vöglein!
Landwirt bez.Landwirtin ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Ausbildungsgesetz.Den Titel Meister erhält man mit der staatlichen
Meisterprüfung.Was allgemein so als Bäuerin bezeichnet wird ist die Ausbildung zur Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft .
Hallo Schnute!Hallo Bridda!
Wenn ich ohne Ausbildung mal so in einem Büro arbeite,werd ich nicht nur ins Wasser geschmissen ,sondern gehe ganz schnell unter.
Auch Haushalt ist ein Dienstleistungsunternehmen,und je besser die Ausbildung umso besser klappt es.
« Letzte Änderung: 22.10.07, 12:00 von Firenze » Gespeichert
Firenze
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« Antwort #5 am: 22.10.07, 13:11 »

Hallo!
Damit nicht etwas falsches rüber kommt.
Eine Ausbildung mit Abschluss Bäuerin gibt es in Deutschland nicht.
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Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #6 am: 22.10.07, 14:21 »

Und wenn dir eine LAndwirtin gegenübersteht heisst das noch lange nicht dass diese auch was von der ländlichen Hauswirtschaft versteht.
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IrisN
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« Antwort #7 am: 22.10.07, 17:05 »

Wie ihr schon ganz richtig festgestellt habt: Landwirt ist ein Ausbildungsberuf, genauso wie Hauswirtschafterin. Bauer kann man nur sein, wenn man einen Hof besitzt. Bäuerin ist wer auf einem Hof lebt und davon überzeugt ist die ganze Vielfalt dieses Berufes (Haus, Hof, Garten, Kinder, Ehrenamt)in sich zu vereinen. Ich kenne viele Frauen von Bauern, die sich selbst nie Bäuerin nennen würden und die ich auch nicht so bezeichnen möchte. Ich selbst bin Bäuerin aus Überzeugung und gebe das auch immer als Beruf an. Hauswirtschafterin ist nur ein kleiner Teil meiner Tätigkeiten. Ich habe schon häufig erlebt, dass andere Frauen mit Verwunderung darauf reagieren. Bei vielen ist der Begriff "Bäuerin" negativ besetzt. Wenn ich mich mit aufrechter Haltung und einem Lächeln auf den Lippen als Bäuerin vorstelle kommt das ganz anders rüber. Eine Frau (auch Bäuerin, die sich nie so bezeichnet hatte) sagte mir einmal:"Also, so wie du dass vorhin gesagt hast, das fand ich ganz toll. Ich hätte mich nie getraut mich so vorzustellen."
Ich kann nur allen Bäuerinnen Mut dazu machen. Und schließlich sind wir hier der Bäuerinnentreff
Liebe Grüße
Iris
« Letzte Änderung: 22.10.07, 17:07 von IrisN » Gespeichert
regi
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Jeder sieht ein Stückchen Welt - gemeinsam sehen wir die ganze!


« Antwort #8 am: 22.10.07, 17:44 »

Bei uns ist Bäuerin eine "höhere Berufsbildung", man kann die Berufs- und die Höhere Fachprüfung (Meisterdiplom) machen.

Zum Beruf Bäuerin gehören Verpflegung, Gartenbau, Selbstversorgung, Familie und Haushalt, aber auch Betriebslehre, Buchhaltung und Recht.
Daneben gibt es ein riesiges Spektrum von Wahlmodulen - ob textiles Gestalten oder Pferdehaltung, Ackerbau oder Rindviehproduktion kann je nach Lust und Bedarf belegt werden.

Ich finde das sehr gut. So kann sich die Partnerin des Landwirtes, die heute meistens einen Erstberuf hat, im neuen Berufsfeld schulisch weiterbilden, ohne dass sie als "Lehrling" immer den Partner oder den Rest der Familie fragen muss.
Die Kombination von Bäuerin und dem Erstberuf führt auf manchen Betrieben zu guten Erwerbskombinationen. Es entstehen neue Betriebszweige, die zum Einkommen beitragen.

Zum Thema habe ich erst letzte Woche eine Kolumne in unserer BauernZeitung schreiben können. Hier ein Ausschnitt.

Kann ich als Bäuerin „so leben, wie ich bin“? Werde ich nicht vom Betrieb und der Familie einverleibt und gelebt? Diese Fragen stellen sich, wenn Partnerinnen in die Landwirtschaft kommen. Sie haben ihren Beruf, sind unabhängig, haben Freizeit, Ferien. Leben auf einem Bauernhof ist idyllisch – solange man Ferien macht. Wenn es lebenslang sein soll, ist Angst da vor Einschränkung. Zuviel Arbeit und Familie, keine Freizeit, kein Geld. In einem neuen Berufsfeld wieder Lehrling sein.
Ich möchte Mut machen, den Schritt zu machen, denn:
- Es ist noch keiner als Meister vom Himmel gefallen. Nicht mal die Schwiegermutter.
- Bäuerin kann man werden. Mit dem Besuch der bäuerlich-hauswirtschaftlichen Fachschule erhält frau viele wertvolle Kompetenzen für die Alltagsarbeiten. Bäuerin mit Fachausweis ist ein anerkannter Abschluss, der in Kombination mit dem Erstberuf oft zu neuen Betriebszweigen und Einkommensmöglichkeiten führt. Wer lieber im Erstberuf bleibt – okay, solange es für beide Partner stimmt.
- DIE richtige Bäuerin, DEN richtigen Landwirt gibt es nicht. Jedes Paar, jeder Betrieb muss seinen eigenen Weg finden. Alles andere ist nicht relevant.


Ich bin stolz darauf, Bäuerin zu sein! Ich hoffe, viele von euch auch. Iris hat das sehr gut beschrieben! DANKE  Grin Grin
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Tschüss zäme
regi
Bärbel
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« Antwort #9 am: 22.10.07, 18:37 »

Hallo

Gelernt habe ich ländliche Hauswirtschaft und dann noch meine Meisterprüfung gemachtDann habe ich einen aus der Landwirtschaft stammenden Mann ,der in unseren Betrieb kam ,geheiratet. Er hat,mir zu liebe,als zweietn Beruf noch Landwirt gelernt ,geht aber jetzt wieder ausserlandwirtschaftlich arbeiten.
Ich habe jetzt Koppelschafhaltung mit Selbstvermarktung und Partyservice und schmeisse meinen Haushalt.

Ich fühle mich als Bäuerin.
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Liebe Grüße aus Südhessen

Bärbel

Reiß den Faden der Freundschaft
nicht allzu rasch entzwei
wird er auch neu geknüpft
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rosy
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« Antwort #10 am: 22.10.07, 19:43 »

Merci Regi
Gerade wollte ich versuchen "unsere" Bäuerinnenausbildung zu erklähren.So kurz und bündig und gut verständlich währe das bei mir nicht rausgekommen!
Deine Kolumne gehöhrt unbedingt  auch dazu!
Wie Iris auch gesagt hat, viele Frauen sagen von sich :Ich bin ja keine "richtige" Bäuerin.
Wenn ich sehe was andere so alles machen, dann denke das manchmal ja auch Roll Eyes
Aber wir müssen jede für sich unser "Bäureinnenbild" leben Cheesy

Schöner Abend
Rosy
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kiwi-fruit
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Ich bin klein?Blumen sind auch kleiner als Unkraut


« Antwort #11 am: 22.10.07, 19:56 »

Bei uns ist Bäuerin eine "höhere Berufsbildung", man kann die Berufs- und die Höhere Fachprüfung (Meisterdiplom) machen.

Dazu hab ich eine Frage regi: Ich hab mal was davon gelesen, dass es in der Schweiz eine Bäuerinnenschule gibt (ist allerdings schon ein paar Jahre her ) - ist das das gleiche wie die " Berufsprüfung"  Huh

Sonja
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Es kommt nicht darauf an,dem Leben mehr Jahre zu geben,sondern den Jahren mehr Leben!!
regi
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« Antwort #12 am: 22.10.07, 20:12 »

Hallo Sonja

In der Schweiz gibt es viele Bäuerinnenschulen. Sie bieten die Module an, die für die Berufsprüfung vorausgesetzt sind.

Wir vom Landfrauenverband arbeiten eng mit den Schulen zusammen. Schliesslich wollen wir unsern Kundinnen das bieten, was sie wollen.

Falls du dich genauer interessierst, schau auf www.landfrauen.ch, Button "Ausbildung". Da findest du ALLES ....... (hoffentlich! Sonst bist du bei mir richtig zum Reklamieren!!)

@iris: Es kochen alle nur mit Wasser!
Wenn du das Gefühl hast, dass manche mehr können, lass sie. Ihnen ist vielleicht etwas nicht wichtig, worauf du Wert legst.
Beispiel: Ich mache viel im Büro und bin auswärts an Sitzungen, aber mit Dekorationen kann ich nicht bluffen. Bin froh, wenn die Weihnachtsdeko VOR Weihnachten aus den Kisten kommt.
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regi
Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #13 am: 23.10.07, 00:25 »

Meine Gedanken dazu....

Mit und von Landwirtschaft zu leben, hat zumindest in Westeuropa nicht nur was Beruf zu tun, sondern auch sehr viel mit Berufung/Idealismus zu tun  und nur wenn ich so Landwirtschaft verstehe, überstehe ich die eine oder andere Durststrecke.

Landwirtschaft ist weit mehr als Kälbchen streicheln und Holzbein auf´s Schleppergaspedal positionieren- das ist aus meiner Sicht das allerwichtigste, worüber sich JEDER aus dem ausserlandwirtschaftlichen Bereich kommt im Klaren sein. Viele Frauen erwachen bös, was alles in einem landwirtschaftlichen Unternehmen zu tun ist... Siehe einige  Statements bei "BsF"...

Ein Bauer kann nur sein, wer EIGENTÜMER vom ldw. Unternehmen und einem Teil  der bewirtschafteten Flächen
ist, alle anderen sind Landwirte, Pächter oder so, aber auf jeden Fall keine Bauern.

Viele Grüße und frohes Schaffen


Anja




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... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
mali
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« Antwort #14 am: 23.10.07, 10:04 »

Tolle Definitionen hier.....!
Also ich bin schon Bäuerinim klassischen Sinne glaube ich.
Helfe meinem Mann betrieblcih,ziehe 120 Kälber/Jahr hoch,schmeiße Garten,Haushalt,Kinder.Mit meiner kaufmännischen Ausbildung hat das ncihts mehr zu  tun und das ist auch gut so.
Nun,mich ärgert in Fragebögen immer die Frage nach dem Beruf.Kauffrau bin ich schon lange nciht mehr,auch wenn ich es gelernt habe.Hausfrau bin ich-ja.Aber diese Bezeichnung ist mir zuwenig für das was ich mache.
Ich bin eine Bauerntochter.
Landwirtin bin ich nicht,weil ich es nicht gelernt habe.
Also bin ich eine Bäuerin.
Aber da das Wort "Bauer" hier in der Gegend noch gerne abwertend oder als Schimpfwort genutzt wird,mag ich mich/uns nciht so bezeichnen.
Speziell den Kindern sage ich,Papa ist Landwirt.Weil grad da natürlich die Dummheiit und Unwissenheit der Städter zu Tage kommt und die Kinder sich als Kinder vom BAuern outen würden.
Papa ist Landwirt.Und was bin ich?Ein paarmal habe ich schon die Definition aus der Werbung genutzt umd mcih als "Familienmanagerin" bezeichnet.Dann stutze mein Gegenüber und sagte:"Aha,also Hausfrau".Nein,NICHT NUR Hausfrau.Wie gesagt,das ist mir zuwenig.Und Bäuerin ist mir hier in unserer Gegend ehrlich gesagt "zu plump".

Also,welche Bezeichnung hat unser Beruf der auch Berufung ist?Auch,wenn es kein Ausbildungsberuf als solches ist?

Mali
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Gruß Mali
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Wer heute den Kopf in den Sand steckt,knirscht morgen mit den Zähnen!
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