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Autor Thema: Ausstieg aus dem Milchkontingent  (Gelesen 6237 mal)
Romy
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« am: 17.06.07, 12:37 »

Mit interesse verfolge ich das neue Top-Thema über die Milch hier im Forum.
Da komme ich oft ins grübeln. Es steuert ja alles bei uns auf die EU zu, auch wenn es nie offen ausgesprochen wird. Und wenn ich so lese, was da abgeht...! Ich habe immer so das Gefühl bei uns ist noch alles überschaubarer. Irgendwie haben wir auch eher die Möglichkeit uns zu wehren.
Und ich bin froh, dass wir ausgestiegen sind. Im Moment scheint mir der Ausstieg das einzig richtige zu sein, besonders auch wenn ich hier so lese. Nicht auszudenken wie es sein würde, wenn das Milchkontingent aufgeboben wird und wir wären auf Gedeih und Verderben den Milchverarbeiter ausgeliefert.
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Romy

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züsi
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« Antwort #1 am: 22.06.07, 14:19 »

hallo romy,
sind wir das nicht sowieso - Huh
wegen der EU bin ich heute sehr zwiespältiger meinung, bisher war ich eher gegen den beitritt, jetzt sehe ich es
ein wenig anders. wir haben nur die nachteile und vorschriften in 7 facher höhe gegenüber dem ausland aber die
vorteile können wir nicht nutzen. die frage ist nur, ob bei einem beitritt dann unsere z.t. überrissenen vorschriften
angepasst würden oder ob wir wieder zwischen stuhl und bank purzeln.
ich war vor einer woche in frankreich bei einer auswanderer-familie zu besuch. er hat uns gesagt wie es so läuft
dort und er ist auch voll EU-fan. er konnte seine argumente sehr gut herüberbringen und hat mich ziemlich über
zeugt.
gruss susanne die von den grossen feldern in frankreich träumt
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Romy
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« Antwort #2 am: 23.06.07, 13:48 »

Bis zu einem gewissen Grad schon. Der Knackpunkt zur Unabhängikeit sind all die Landwirte die mit den Verarbeitern direkt verhandeln. Göga ist in der Geschäftskommission vom Biomilchpool. Die Verhandlungen mit Emmi und Co sind hart, aber ab und zu gelingt ihnen wieder ein Schritt. Aber die Haltung gerade von Emmi, der im Moment alles schluckt ist bedenklich, da hätten wir einzelne keine Chance.

Früher war ich auch ganz gegen die EU. Heute denke ich oft, es wäre vieles einfach leichter in der EU. Aber wenn ich hier im Forum lese, kommen wieder die Bedenken
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Romy

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maggie
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« Antwort #3 am: 23.06.07, 16:29 »

was emmi sich im moment leistet finde ich auch den hammer, da wird einfach gedrückt und gedrückt....

sie wollen einfach alles fressen - mal schauen, ob sie es besser machen als toni....
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bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
züsi
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« Antwort #4 am: 23.06.07, 18:54 »

hallo guten abend maggie,
hast du in der SN Bauernseite gelesen, dass emmi noch nie so gute gewinne gemacht hat?? und trotzdem und obwohl
schon einmal dieses jahr wollen sie den preis runterdrücken. habt ihr mal ausgerechnet wieviel cents das ausmacht?
wir brauchen das EU preisniveau nicht mehr gross zu fürchten, bei der milch haben wir es schon ziemlich erreicht.
und wenn die deutschen und oesterreicher die 40 cent limite erreichen sind sie höher als wir. nur die unkostenseite
die bleibt gleich. oder wie seht ihr das???
gruss Susanne
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maggie
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« Antwort #5 am: 23.06.07, 22:10 »

kann auch sein, dass heute auch was im schweizer bauer stand -

weiss es nicht mehr, habe mich einfach geärgert -
da wird einfach gedrückt und unsere vertreter lassen sich einfach "klein" machen....!!!

ich war zuerst eigentlich gegen den milchstreik, aber wenn er in unseren nachbarländer durchgeführt werden soll, sollten wir uns eigentlich schon anschliessen -

nun ich würde einen teil der milch im dorf verschenken, denn auch wenn die konsumenten die milch bekommen, die maschinen bei den verarbeitern stehen dann doch still und es fehlen dann eben die produkte...

natürlich wäre das falsch, aber anderseits, fragen sich die konsumenten schon - wie kann der bauer sich das leisten und dazu kommt noch - es wiederstrebt mir die milch in die gülle zu schütten....

jetzt müssen wir einfach hoffen, dass auch emmi nicht mehr weiterkommt, wenn die milch in unseren nachbarländern wirklich "teurer" wird...
« Letzte Änderung: 23.06.07, 22:13 von maggie » Gespeichert

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margrith  us der schwiiz
Romy
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« Antwort #6 am: 25.06.07, 09:15 »

Emmi hat immer ganz junge Männer an der Front. Die wollen nur eines - Karriere machen und da ist ihnen alles andere egal. Nur Zahlen zählen.
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Romy

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züsi
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« Antwort #7 am: 26.06.07, 21:59 »

romy, du hast etwas vergessen - nicht nur karriere - vor allem profit!!
gruss züsi
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züsi
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« Antwort #8 am: 20.07.07, 21:35 »

hallo,
eine frage: kennt jemand von euch die organisation uniterre, oder ist da dabei??
heute war ein artikel in der bauernzeitung.
gruss susanne
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Romy
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« Antwort #9 am: 24.07.07, 13:30 »

Also gehört habe ich schon davon. Hab mich aber nicht enger damit befasst. Ich habe den SchweizerBauer nicht im Abo und bekomme deshalb nur die für unsere Region gratis zugeschickt, was stand denn im Artikel?
« Letzte Änderung: 25.07.07, 07:01 von Romy » Gespeichert

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Romy

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maggie
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« Antwort #10 am: 24.07.07, 21:50 »

hallo,
eine frage: kennt jemand von euch die organisation uniterre, oder ist da dabei??
heute war ein artikel in der bauernzeitung.
gruss susanne

hallo susanne,
frag mal bei elsbeth aus vivy - aber sie hat mir heute wieder gesagt, sie ist sehr selten im forum, aber ich glaube sie sind da dabei,
das ist eine bauernvereinigung in der westschweiz - ein bisschen - na ja wie die westschweizer sind - wie soll ich das nicht zu hart ausdrücken - sagen wir mal rebellisch - aber haben eigentlich schon recht, wir hier sind einfach ein bisschen zu lau - meistens.... Shocked
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margrith  us der schwiiz
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« Antwort #11 am: 25.07.07, 11:11 »

hallo romy,
das war in der bauernzeitung vom 20.7. unter diesem titel
Auf der Suche nach 500 Milchproduzenten
Milchpreiskampagne / Uniterre fordert die Milchproduzenten auf, sich dem European Milk Board (EMB) anzuschliessen. Die Deutschschweiz schaut vorerst einmal zu.

leider ist der artikel nicht abrufbar in dem bauernzeitungsarchiv. sie suchen einfach in der deutschschweiz noch viele
bauern die mitmachen. es geht vor allem um den milchpreis, der immer mehr sinkt dem wollen sie entgegenwirken.
 ja ja maggie, die welschen waren schon immer etwas aufmüpfiger und wir schafe täppelen immer denen oben hintendrein (emel meistens)
gruss susanne
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tanne
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« Antwort #12 am: 04.11.07, 23:05 »

der einzige grund warum vorzeitig aus der milchkontingentierung ausgestiegen wurde, ist doch, weil das blw behauptet, dass dann die gemieteten kontingente nicht mehr zurückgegeben werden müssen.

aber das ist gerichtlich korrigiert worden, werden mietverträge bis am 30. April 2009 ordentlich gekündigt, erhält der vermieter das mk zurück, also aufpassen und sich mit den vermietern einigen! weiteres unter www.agrarrecht.ch

lg tanne
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züsi
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« Antwort #13 am: 07.11.07, 09:19 »

hallo,
aufgrund dieses urteils hat uns eine vermieterin das kontingent am 30.10 gekündigt. es ist zwar nicht sehr viel
aber nichtsdestotrotz ärgert es einen! machen können wir allem anschein nach nichts, sie hat sich da schon
orientiert, aber was soll's. wir können es uns ja noch überlegen.
gruss susanne
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maggie
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« Antwort #14 am: 07.11.07, 13:15 »

hallo susanne,

also - ich würde es nicht kaufen - gäbe meinen männern keinen cent....
weiss aber nicht was da raus käme in einem solchen fall.... - weiss nur, mein junior wäre dagegen - göga noch eher dafür....

wer weiss, ob nicht doch noch einiges an liefferrechten frei wird - es hat ja immer wieder milchbauern die mit melken aufhören....
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margrith  us der schwiiz
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