Schoko
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« Antwort #15 am: 10.01.07, 15:38 » |
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Hallo Susanna, wahrscheinlich bist mit den Gedanken nicht nur bei Haus und Hof, sondern auch im BT. 
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passivM
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« Antwort #16 am: 10.01.07, 16:01 » |
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Hallo Ihr Lieben, ich muss nochmal: das mit dem "gelegentlichen Mithelfen" habe ich NICHT gemeint, als ich sagte, aus welchen Gründen ich nicht mehr in den Stall gehe. "Gelegentlich" helfe ich mit.  Klar. Das mit Maja's "Deckmäntelchen der Frömmigkeit" geällt mir gut. Viele von euch kennen ja die Geschichte von meinem Sohn, der wieder zu uns auf den Hof ziehen WOLLTE... und mir wird nun erzählt, dass meine *** in letzter Zeit sehr oft in die Kirche geht... Naja, sie wird das brauchen. Irgendwie tut sie mir ja fast schon leid: Armes reiches Mädchen. Aber ich merke, dass mir die letzten Jahre psychisch nicht in den Kleidern hängen geblieben sind..  bin oft so richtig depri und schlapp, aber ich schaffe es immer wieder, erfolgreich dagegen anzukämpfen. Und zum Glück besteht ja nun endlich Aussicht auf eine "erhebliche Veränderung" unserer Lebens- u. Arbeitsbedingungen, die sicher eine Verbesserung bringen wird, auch wenn sich vieles nicht mehr ungeschehen machen lässt. Egal, wie dick es kommt: Man muss immer nach vorne gucken. Wenn es einem auch seelisch gut geht, kann man viel mehr leisten. In "schlimmen Zeiten" gab es mal das Motto "Kraft durch Freude" - das mag heute niemand mehr sagen, ich auch nicht. Heute spricht man von Motivation, von positiver Motivation (es gibt ja auch negative Motivation, z.B. Rache - ich nenne das "Gift") Und das mit dem "sich nicht einmischen" ist sicher für viele schwer umsetzbar. Bei mir war es halt der Nachteil, dass ich zwei Kinder mit in die Ehe gebracht hatte. - Viele können da einfach nicht über ihren Schatten springen. - Aber warum darüber lange nachdenken? Man kann ja nicht die anderen ändern. lieben Gruß Anna
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fanni
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« Antwort #17 am: 10.01.07, 16:13 » |
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Hallo Miriam,
habe deinen Anfangsbeitrag noch mal genau gelesen. Du hast recht mit dem "....bis mal...." so ein vorauseilenden stillschweigend und unausgesprochene Anspruch an Einverständnis.......das gibt es. Hab ich auch so erfahren. Seh ich aber nicht immer negativ, da man dann wenn eben der "bis-mal-Fall" eigetreten ist eine Lösung finden muss - miteinander.
Ich glaube viele Landwirte machen das so. Die Frauen aber auch, wenn sie einheiraten. Man ist veliebt. man möchte zusammen sein und etwas anpacken. Da plant man halt nicht immer alles genau bis in Detail. vor allem ändert sich ja im Lauf der Jahre ja soviel.
Konntest du denn von Anfang an sagen: "Da geht es hin , das ist mein Weg, das ist der Weg der Familie, des Betriebes usw. ??
Also ich nicht.
Ich hab mir viel nicht überlegt. Einiges reut mich, das muss ich nach Jahren mühsam zurechbiegen (Abgrenzung zu Familie meines Mannes und SM) einiges nicht.
Mir fällt da gerade ein Witz ein. Wie kannst du Gott zu Lachen bringen? Erzähl ihm von deinen Plänen.
Fanni
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Mirjam
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« Antwort #18 am: 10.01.07, 16:19 » |
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ICh finde es sschade wenn ein Mann eine Frau heiratet die ihm gleich zu Anfang sagt : Ich werde dir nichts helfen, aber auch wirklich gar nichts. Genau Maja und genau so wird vom Mann (nicht) ausgesprochen: Ich werde kein Bad putzen, ich werde keine Wäsche waschen, ich werde nicht bügeln, ich werde nicht keine Betten beziehen, ich werde keine Fenster putzen, ich werde mag kein Staub wischen, ich werde nicht das (Sonntags)Essen kochen, ich werde nicht abspülen, ich werde keine Betten machen, ich werde keinen Müll sortieren und Altglas wegbringen, ich werde nicht, kein, niemals (...)  Gruß Mirjam
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Mirjam
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« Antwort #19 am: 10.01.07, 16:29 » |
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Hallo Fanni,
ich habe kein Problem mit der bis mal Perspektive (Motto: Man muss im Leben Grundsätze haben - und mit diesen Kompromisse schließen...), solange sie nicht vorher klar abgesprochene Dinge betrifft (z.B. Mitarbeit Hof, Kinder haben ja oder nein, Wohnort usw.) und von BEIDEN Seiten dann eine Situationsanpassung vorgenommen wird, denn die meisten Männer sagen ja auch: ICH pflege mal Altenteiler nicht - und wird da dann "Lösung" gesucht, eine Anpassung vorgenommen oder behält er sich vor, das ihm vorgelbte Muster beizubehalten?
Aus dem Scheidungsbeitrag´und dem Magazin-Bericht ein Auszug mit dem was ich meine:
In Eggiwil tobte auch auf dem Familienhof von Johann und Sandra Schletti jahrzehntelang der Geschlechterkampf, der jetzt so dramatisch den ganzen Bauernstand erreicht. Doch Johann und seine resolute, vor 22 Jahren aus Bern zugezogene Frau haben schliesslich ein Lebensmodell geschaffen, das für sie beide akzeptabel ist.
Johann, früher Vollerwerbsbauer, macht heute, wenn seine Frau müde von ihrer Arbeit als Kinderhortchefin kommt, Feigen- und Orangensalat. Oder trinkt mit der Putzhilfe Kaffee. Er macht Velotouren, wenn er früher die Kühe gemolken hat. Zwanzig Jahre hat Johann Schletti den Forderungen Sandras, die Milchwirtschaft auf dem Hof abzuschaffen widerstanden – und vor fünf Jahren eine Entscheidung gefällt. Gegen sein Lebenskonzept, für seine Familie.
Eine Partnertherapheutin hat mal gesagt: Es ist nicht wichtig sich anzuschauen, sonderen auch in die gleiche Richtung zu blicken, gemeinsame Ziele zu haben. Die "bis mal" Perspektive finde ich schon ein wenig Betrug ab Partner, der nur so tut als schaue er in die gemeinsame Richtung...
Und ja: Ich habe meinen Mann nicht wegen der "blitzartigen rosaroten Liebe" geheiratet, sondern weil ich vom ersten Moment an das Gefühl hatte: Wir schauen in dieselbe Richtung, können etwas zusammen bewegen: Da ist es völlig unabhängig, wohin der Betrieb ging oder die Familie, das sind Rahmen die sich ändern schneller als man denkt und wir gedacht haben, aber der Freiraum dahinter: Der ist wichtig.
Gruß Mirjam
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passivM
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« Antwort #20 am: 10.01.07, 16:52 » |
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Na so was. Ich denke immer, mir antwortet keiner. ...und dann schreibst du mir so aus der Seele, Mirjam  (nur dass du es halt allgemeiner formuliert hast) lieben Gruß Anna
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cara
Kreiselstadt
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« Antwort #21 am: 10.01.07, 17:27 » |
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kann es denn nicht sein, dass man es in der LW so schwer akzeptiert, dass die Frau nicht mitarbeitet, weil es schon immer so war, immer so ist und immer so bleiben wird?
Wieso ist es hier Standart und in anderen Berufen nicht? Ich kenne Selbstständige, da geht die Frau auch nicht mit malern und tapezieren und macht auch nicht die Buchführung und da regt sich keiner drüber auf? Wenn frau selbst für sich entschlossen hat, ich mache nichts im Betrieb, halte ich das für legitim. Weil wie gesagt, auch so bleibt ja noch ne Menge, wie Haushalt, Garten(?), evtl. Kinder.
Es wird sicherlich auch dort einen Strukturwandel stattfinden müssen.
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LiGrüss cara
Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Henry Ford
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Mirjam
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« Antwort #22 am: 10.01.07, 18:42 » |
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Hallo, es gibt ein sehr schönes Heft (leider noch in DM) zum "Beitrag der Frauen am landwirtschaftlichen Gesamteinkommen" aus Niedersachsen. Ich zitiere daraus jetzt mal frei wenn wir schon über Arbeit reden. Viele Tabellen, viele Zahlen manches zum Interpretieren in zwei Richtungen. Wenn ein Hof daraus ausgerichtet ist, dass er nur mit der Frau am Hof "funktioniert" - dann muss man so hart das klingt sagen: Dieser Arbeitsplatz und die Entlohnung von einer Voll-AK-Mann mit xx Überstunden reicht nicht um eine Familie zu ernähren sondern für ein Einkommen (Familienerhalt ohne "große Gewinne" siehe Buchführungsergebnisse werden 2 AK benötigt? Wenn eine Frau (Daten aus dem Heft) ein Drittel der Zeit im landw. Betrieb läßt (und 30 % des Gesamteinkommens mit erwirtschaftet) und die restlichen zwei Drittel "nur" im Haushalt (das nennt man dort "reproduktive Arbeiten" wie Haushalt, Familie, Garten, Altenteiler  ) - und mit (damals) 20 DM = 10 Euro (= unterer Zukaufswert) ansetzt: Entspricht das einer Leistung von 36.000 DM = 16.000 Euro (glaub ich nicht, mit Altenteilern usw. ist die Leistung viel höher anzusetzen, zumindest heute.) Und netter Hinweis: Egal ob Haupt- oder Nebenerwerbsbetrieb oder ob die Frau am Hof ausser Haus arbeiten geht: In allen Fällen hilft der Partner im Haushalt "gleich viel mit". Doch: Je größer der Betrieb (ha) - je weniger arbeiten die Frauen am Betrieb mit (in dieser Region) - im Schnitt jedoch 63 Stunden Wochen-AKh. Frage: Wieviel Stunden Arbeitszeit würdet ihr als "gut", "soll" oder "persönliches Ziel" für euch setzen oder sind für euch 63 "normal" oder "o.k."? Gruß Mirjam
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« Letzte Änderung: 10.01.07, 19:01 von Mirjam »
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
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Erika
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« Antwort #23 am: 10.01.07, 18:42 » |
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Es ist tatsächlich so, dass gerade in der Landwirtschaft immer noch kaum akzeptiert wird, dass die Frauen sich nicht einbringen, zu wenig einbringen oder ganz andere eigene Wege gehen. "Das hätte es früher nie gegeben" ein Spruch den ich schon sehr oft gehört habe... Leider bleibt oft das Gefühl, dass der eigene bäuerliche Berufsstand dafür das wenigste Verständnis hat. Bauersfrauen gehören in den Stall, an den Küchenherd und dürfen zusätzlich noch einen großen Garten bearbeiten, nebenher die Kinder erziehen und in vielen Fällen auch noch die Altenteiler pflegen. Und wehe, man traut sich aus diesem Schema auszubrechen  Frau kann sich doch auch in den Betrieb einbringen, ohne tagtäglich im Stall zu stehen. Ganz ehrlich muss ich zugeben, dass die Stallarbeit einfach nicht mein Ding ist. Ich habe anfangs sehr oft versucht zu räumen, zu kehren etc. und musste mit der Zeit feststellen, dass ich aus dem Stall tatsächlich kein Wohnzimmer machen kann  Also arbeite ich außer Haus, davon profitiert die ganze Familie, auch der Betrieb - und für den Betrieb übernehme ich eben alles, was so an Schriftkram anfällt, einschließlich der Buchführung, den Anträgen, den HIT-Meldungen und... und... und... Natürlich muss auch der ganze Betrieb darauf gerichtet sein. Ein Betrieb mit über 100 Kühen lässt sich sicher nicht mehr mit einer Arbeitskraft bewältigen  Und sicher geht der Betrieb vor, denn davon leben wir ja hauptsächlich. Wird also irgendwann ständiger Einsatz nötig sein, dann werde ich schweren Herzens meinen Nebenjob sausen lassen, das ist doch klar 
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Maja
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Ein Wunder in meinen Armen
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« Antwort #24 am: 10.01.07, 20:43 » |
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HAllo Erika Den Spruch : das hats früher nicht gegeben, haben die Frauen vor unserer Generation gehört ,haben wir gehört und nicht wenige unserer Generation sagen ihn wieder und sprechen ihn aus,ob willentlich oder nicht. Und doch bleibt nichts beim Alten und die welt ändert sich. Das Umfeld am Bauernhof ändert sich. Kaum ein Betrieb ist noch wie er vor 50 Jahren war, also warum sollen wir uns nicht auch ändern und anders mit einander umgehen. JA, so ist das , du hilfst im Betrieb mit, auch wenn du nicht im Aussenbereich anpackst. Buchführung ist eine wichtige Sache und ein großer Teil im Betrieb. Und wenn du zufrieden bist bei deiner Nebenbeschäftigung ist das gut und ok. Jeder muss das so halten wie es für das Ehepaar und den Betrieb passt. Ich kann mir nur eben schwer vorstellen , mirijam ,dass jemand tatsächlich so krass sagt : Ich helf dir nichts aber auch gar nichts. Wenn es diese Frau sagt und der Mann damit klarkommt ist es ok. Ich lasse auch nicht gelten dass es vom MAnn nicht gefordert wird mitzuhelfen im Haushalt. Schon allein der Satz bei der Trauung sagt doch schon alles ... " in guten wie in schlechten TAgen...." Ich lebe mit meinem Mann in einer Beziehung die nichts ausgrenzt an Hilfestellung. Mein Mann hilft mir wenn es nötig ist, ich helfe ihm . Mein Mann putzt und wäscht und bedient die Gäste, auch kochen ist ihm nicht fremd. Er macht Holz und geht in den Stall und repariert die Maschinen, ach was nicht noch alles. Aber ich helfe ihm auch nach meinen Kräften,. Körperlich habe ich schon gelitten und das Leben ist nicht spurlos an meinen Gräten vorübergegangen, also muss ich bei manchen Arbeiten passen. Aber wir haben unseren Weg gefunden und bei gutem Willen geht das auch anderswo. Es ist richtig dass es in anderen Berufen nicht gang und gäbe ist dass die Frau im Betrieb des Mannes mithilft, sie muss es ja auch erst mal können. Das ist zweifelsohne auch ein wichtiger Punkt in der Landwirtschaft. Denn wer viel kann wird viel gefordert. Ich denke es macht keiner Ehefrau etwas aus ihrem Mann zu helfen wenn er Hilfe braucht, wenn es im Großen und Ganzen stimmt. Wenn allerdings die Frau nur als unbezahlte Dienstmagd gehalten wird , da fehlt es nicht nur am Anstand sondern auch an der Liebe. Und da wird nicht in die gleiche richtung geschaut wie Mirijam so schön schreibt.
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« Letzte Änderung: 10.01.07, 20:55 von Maja »
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peka
westl. Rheinland
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Bäuerinnen - find ich gut!
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« Antwort #25 am: 10.01.07, 22:04 » |
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Hallo, als ich vor fast 20 Jahren meinen Mann heiratete, arbeitete er als Landmaschinenmechaniker mit relativ festen Arbeitszeiten ( Überstunden oder Sonntagsarbeit gab es nur während der Arbeitsspitzen in der Landwirtschaft z.B. Getreideernte), geregeltem Urlaub, geregelter Bezahlung. Es wäre ein Job auf Lebenszeit gewesen - wenn er nicht vor 15 Jahren auf die Idee gekommen wäre ( für mich aus heiterem Himmel) zusammen mit seinem Buder ins Lohnunternehmergeschäft einzusteigen. Der Bruder bewirtschaftet den elterlichen Betrieb. Ich war total dagegen - meine Befürchtungen: Kein Familienleben mehr und besonders das Finanzielle. Ich habe ein recht großes Sicherheitsbedürfnis und diese Summen die immer wieder für Maschinen ausgegeben wurden haben mir regelrecht Angst gemacht. Passiert auch heute noch. Ich wurde bei einer Familienkonferenz überstimmt und ich habe mich an unseren Trauspruch gehalten " Einer trage des anderen Last.." Die ersten 12 Jahre habe ich mich so weit ich konnte um die Buchführung gekümmert, Rechnungen geschrieben, Termine organisiert, Ersatzteile besorgt und hinterher gefahren und, und, und. Heute mache ich nur noch die Buchführung, das heißt: Ich hefte alles zusammen und bringe es zur Buchführungsgesellschaft. In den anderen Bereichen kam es immer wieder zu Unstimmigkeiten: Mein Mann bzw. mein Schwager hatten mit Kunden andere Preise abgesprochen und mir nichts gesagt. Ärger mit Kunden war also schon vorprogrammiert. Oder besonders während der Getreideernte wurden die Termine die ich mit den Kunden vereinbart hatte nicht eingehalten. Weil der eine ja genau neben der Parzelle an der gerade gedroschen wurde auch Getreide hatte und dann erst diese gedroschen wurde und nicht der Kunde bedient wurde der eigentlich dran war. Und wer hatte den schwarzen Peter? Natürlich ich. Irgendwann habe ich dann das Handtuch geworfen. Mittlerweile habe ich mich, wie bekannt, als Mietköchin selbstständig gemacht und arbeite zusätzlich von April bis Oktober im Heuhotel und trage so zum Familienunterhalt bei. Auch heute bereue ich noch oft, vor 15 Jahren mich nicht energischer gewehrt zu haben. Denn meine Befürchtungen sind zu 150% eingetreten. Bei Arbeitszeiten bis zu 20 Stunden bleibt die Familie auf der Strecke und vorhandenes Geld wird in Maschinen investiert. So lebt heute jeder sein Leben, mein Mann als Lohnunternehmer und ich bin für Haushalt, Kinder und alles andere drum herum zuständig.
Ich bin der Ansicht, wenn eine junge Frau einen guten Beruf hat, sollte sie diesen auch ausüben und so zum Einkommen beitragen. Wird sie zur Aufgabe gezwungen - das gehört sich so - und sie muss Arbeiten erledigen, die sie weder gelernt hat noch gerne tut, kann das auf die Dauer nicht gut gehen. Wichtig ist alleine, die Partner haben sich abgesprochen. Da hat niemand anderes reinzureden, erst recht keine Schwiegereltern!!!
Gruß peka
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Gönne dir Stille, in der du nur Atem und Herzschlag lauschst. Dann kehre in den Alltag zurück, kraftvoll und gelassen.
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Maja
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Ein Wunder in meinen Armen
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« Antwort #26 am: 10.01.07, 22:56 » |
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So meine ich das auch peka. Die Partner müssen klar sein. Wenn dann noch dritte dabei sind ist es schon sehr schwierig ,wie du schon schreibst. Gott sei Dank hast du dir deinen eigenen Bereich geschaffen und bist jetzt damit zufrieden. ( hoffe ich doch sehr).
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brit
Gast
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« Antwort #27 am: 12.01.07, 19:32 » |
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mir gehts wie susanne..kann momentan wenig auf dem betrieb mithelfen..da job viel fordert.. und genau,vermiss den stalldienst schon.... im sommer hiess es bei mir von seiten der kollegen auch :*ist ja klar das du überfordert bist*.. war ich auch..(wenn ich ehrlich bin) denn heuen, arbeiten und kinder, plus unser praktikant,(der mangels deutschkenntnissen am abend genoss englisch zu speakeln) plus ein job wos drunter und drüber ging.. das war arg..
hmm..und jetzt sollt ich mich entscheiden..job behalten , dafür wieder nen praktikant(sind zudem auch nicht ganz billig)..oder job schmeissen und sommer geniessen (= voll auf dem betrieb anpacken), und halt im herbst wieder job suchen?? was ist klüger..?
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cara
Kreiselstadt
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Kann ich nicht, heisst will ich nicht.
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« Antwort #28 am: 13.01.07, 10:22 » |
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brit, erstmal ist wichtig, was DU willst. Meine Meinung. Was nützt du im Sommer auf dem Hof, wenn du es eigentlich gar nicht machen willst und mit Widerwillen an die Sache rangehst? Wenn du wirklich Lust dazu hast, sprich doch deinen Chef mal an, ob er dich für die Zeit nicht freistellen kann? Also bleibst du dort angestellt, bekommst allerdings kein Gehalt. Aber im Herbst könntest du dort wieder voll einsteigen?
Eine alte Azubine von uns hat das auch gemacht, sie hat sich ein Jahr freistellen lassen und ist jetzt auf Teneriffa zum Leben und jobben ;o)
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LiGrüss cara
Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Henry Ford
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schweinchen
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« Antwort #29 am: 13.01.07, 14:37 » |
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Das ist schon ein heikles Thema. Ich kann momentan wegen der kleinen Kinder auch draußen und im Stall nicht so viel mit anpacken. Dafür ist der Haushalt, der Gemüsegarten und die nicht gerade kleine Außenanlage, sowie der Sauenplaner und die restlichen Büroarbeiten(die ich allerdings mit meiner SM zusammen mache) meine alleinige Sache. Ich habe aber auch oft ein schlechtes Gewissen, dass ich draußen oder im Stall nicht so viel machen kann, obwohl ich weiß, was und wieviel ich sonst schaffe. Aber oft denke ich oder bekomme auch (meistens unbeabsichtigt) das Gefühl vermittelt, dass nur die Arbeit draußen oder im Stall wirklich wichtig ist und als Arbeit anerkannt wird und das andere "bißchen" sowieso nur nebensächliche Spielerei ist. Das liegt auch zum großen Teil daran, dass es bei meiner SM auch nur die Arbeit in der LW ist, die wichtig ist. Bei ihr bleibt auch ständig der Haushalt liegen und es gäbe wahrscheinlich kaum je ein Mittagessen wenn ihre ledige Schwägerin nicht kochen würde. Früher war ihre SM für drinnen, den Garten und die Kinder zuständig. Das heißt, sie war schon immer fast nur draußen und im Stall. Wenn man das weiß und auch noch oft genug erzählt bekommt, ist es sehr schwer da kein schlechtes Gewissen zu kriegen. Ich meine auch oft mich gegenüber meinem Mann rechtfertigen zu müssen was ich den ganzen Tag drin zu tun habe, auch wenn er gar nichts diesbezüglich sagt. Aber für ihn ist es ja normal, das die Frau (in dem Fall seine Mutter) viel draußen und im Stall macht. Er hat es ja nur so kennen gelernt. Dann kommt noch das Problem dazu, dass ich oft selbst lieber draußen oder im Stall machen würde, anstatt immer nur kochen, waschen, putzen, aber das ist bei uns auch nicht möglich, da meine Sm nicht im Haus wohnt und sich außerdem draußen auch wohler fühlt als drinnen. Wir haben den Betrieb zwar gepachtet aber in Wirklichkeit führen trotzdem meine SE den Betrieb zusammen mit meinem Mann und ich fühle mich oft als fünftes Rad am Wagen. Wichtige Entscheidungen werden erst mal mit dem SV besprochen, bevor ich überhaupt etwas davon erfahre. Ich will ja niemandem das Heft aus der Hand nehmen und keinen verletzen aber mir würde es besser gehen, wenn ich auch als vollwertiges Familien- und Betriebsmitglied gesehen werden würde und das wäre wohl nur so, wenn ich draußen und im Stall mehr präsent wäre und mehr mit anpacken könnte.
Nachdenkliche Grüße vom Schweinchen
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