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Autor Thema: Wenn die Partnerin "nicht mit anpackt"....  (Gelesen 15754 mal)
Mirjam
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« am: 09.01.07, 11:17 »

Hallo,

vor kurzem hatte ich mit einer Bäuerin eine Diskussion, die zum Ausdruck gab, dass sie es nicht verstehen könne: Eine Bauer aus ihrem Bekanntenkreis hat eine Frau geheiratet mit der Grundeinstellung, sich nicht an der Hofarbeit zu beteiligen.

Nun, da sie gemeinsam (nur) zwei Kinder haben und (nur)Haushalt macht und die Altenteiler von der Arbeitserledigung ausfallen - behält sie diese Einstellung bei und der Mann muss den gesamten Hof schmeißen. Dies, so meine Bekannte, war ihr unverständlich, da ein "Bäuerin" doch in jedem Fall ihren Mann/Lebensunterhaltserwerb unterstützen müsse, worauf ich entgegnete: Wenn er unter dieser Zusage die Ehe/Familie mitgegründet hat, hätte er sich eher überlegen/voraussdenken müssen, auf was er sich einläßt und es ist nicht fair hier nun die Schuld (der arme Hof, der arme Mann) nun nur ihr zuzuschieben.

Solchen Situationen habe ich den Namen die "...bis mal..."-Perspektive geben und macht mich relativ traurig: Landwirtssöhne behaupten, sie suchten ja nur eine Partnerin (keine im/am Hof mitarbeitenden Bäuerin) die gerne auch ausserhalb vom Hof (= kein Konflikt mit den Eltern? Mehreinkommen?) arbeiten gehen könne und schaffen so eine Perspektive für Frauen, die eben mit der Landwirtschaft nichts zu tun haben möchten oder auch Mithilfe im Haushalt erwarten, oder auch nicht bereit sind Altenteiler zu pflegen.

Ja, nur unausgesprochen bleibt das "bis mal":

- bis mal Kinder da sind (da wird dann 100 % alleinige Haushaltserledigung vorausgesetzt)
- bis mal die Altenteiler von der Arbeitskraft wegfallen
- bis mal die Altenteiler dann doch zur Pflege da sind.

und dann kommen die Konflikte, wenn die Partnerin nicht bereit ist, dies zu erfüllen.

Für mich ist diesesr mangelnde Mut die "bis mal" (oder "dann seh mehr scho...") Erwartungshaltung auszusprechen als gemeinsame Basis  - ein großes Problem, weil dann im Nachhinein Kompromisse, ein Einlenken der Frau, eine Anpassung gefordert wird.

Wie seht ihr das? Ist eine Frau, die sich weigert (von anfang an) am Hof nicht mitzuarbeiten  - wie zu bewerten? Ist eine Frau, die nicht am Hof / im Stall mitarbeitet "Schuld" wenn ein Hof aufgegeben werden/die Landwirtschaft eingestellt werden muss (was nicht anders wäre, hätte der Mann keine Partnerin gefunden...)?

Oder ist die Frau dafür verantwortlich, egal welche Zusagen ihr bei der Lebensgemeinschaftsgründung gemacht worden sind: Sie hätte sich so und so darauf einstellen müssen, das eine Frau zu 100 % hinter Hof und Mann zu stehen hat und ihr "Lebenskonzept" hierhinter zurückstehen muss?

Gruß

Mirjam
« Letzte Änderung: 09.01.07, 11:27 von Mirjam » Gespeichert

Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
passivM
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« Antwort #1 am: 09.01.07, 13:45 »

Au weia, was für ein heißes Eisen  Shocked

Mein Mann hatte damals auch gesagt: "Ich will gar nicht, dass du im Stall mitarbeitest." - Aus Liebe hab' ich es trotzdem gemacht, und auch, weil ich Familienanschluss suchte. Dem SV war meine Mitarbeit immer zu wenig, auch während meiner Schwangerschaft, und SM schimpfte immer, ich würde die Bäuerin spielen wollen, ich wolle die Chefin spielen, sie lasse sich nicht verdrängen. Als ich dann sonntags erst ab 12.45 Uhr in die Küche durfte, nachdem die nicht mehr dort wohnende Schwester meines Mannes fertig mit essen war, ging ich auch nicht mehr in den Stall. Mein Mann hat nicht zu mir gehalten.
Dann sind da noch ein paar sehr schlimme Sachen gelaufen, und irgendwann zogen mein Mann und ich vom Hof weg. Nachdem SV gestorben war, zogen wir wieder auf den Hof... Fakt ist, dass mein Mann mir immer Vorwürfe machte und noch immer macht, ich sei faul, würde nichts arbeiten, hätte nie mitgearbeitet, ich wisse nicht wovon ich lebe u.s.w. Fakt ist: Kurz nach unserem Wegzug vom Hof arbeitete SM aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mit und SV ist ja gestorben. Ich könnte nun ganz polemisch sagen: Erst haben die mich rausgebissen, und dann zogn sie sich zurück. Nun steht mein Mann, der nicht zu mir gehalten hatte, alleine da.

Zur Zeit sind wir dabei, eine Alternative zu diesem Hof zu finden. Aber ich will hier, öffentlich, noch nichts näheres sagen, solange nicht alles mit Brief und Siegel unterschrieben ist. Mein Ziel ist es schon seit Jahren, von der SM und von diesem Hof unabhängig zu werden. Wie es im Moment aussieht, könnte es klappen. Aber - wie gesagt - ich will noch nichts Näheres sagen. Es könnte ja immernoch "schief gehen".
Ihr könnt ja mal - wenn Ihr an Gott glaubt - für mich beten, dass es klappt. ;o) Ich würde euch nämlich gerne von einem "Happy End" berichten - nach acht Jahren "Kampf".

lieben Gruß
Anna

Nachtrag: Bei unserer "Perspektive" wo die letzten Verhandlungen noch laufen, gäbe es auch für mich eine Möglichkeit der Mitarbeit, und das würde ich dann auch machen ;o)
« Letzte Änderung: 09.01.07, 13:49 von AnnaAnna » Gespeichert

Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
Luetten
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« Antwort #2 am: 09.01.07, 14:21 »

Anna ich drück dir die Daumen das alles so läuft wie ihr es euch vorstellt Wink
Ansonsten möchte ich nur sagen, wenn Mann und Frau sich einig sind ist es ihr Leben und es geht niemanden etwas an, man kann sich seinen Teil denken aber ich möchte auch nicht das sich jemand in meine Beziehung einmischt, es sei denn ich möchte mir bei jemanden einen Rat/Meinung holen.
LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
Solli
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« Antwort #3 am: 09.01.07, 14:50 »

Zitat
Fakt ist, dass mein Mann mir immer Vorwürfe machte und noch immer macht, ich sei faul, würde nichts arbeiten, hätte nie mitgearbeitet, ich wisse nicht wovon ich lebe u.s.w.
Das kommt mir doch sehr bekannt vor. Ich bekomme das auch des öfteren zu hören in etwas filigranerer und abgewandelter Form. Für meinen Partner war es eigentlich nie wichtig, in welcher Form sich seine Zukünftige in den Betrieb einbringt. Wichtig ist Ihm nur, DAS Sie sich einbringt. Sei es durch Mitarbeit oder einen eigenen Job, um den Lebensunterhalt mit zu stützen. Man muß halt sehen, wie die Möglichkeiten hier gegeben sind.
Momentan arbeite ich betrieblich gesehen überhaupt nicht mit, weil es zeitlich gesehen einfach nicht drin ist. Unser Betrieb wird deswegen aber nicht gleich pleite gehen. Nur die Arbeitsbelastung für Ihn ist momentan sehr hoch. Es gibt zwar ab und an Diskussionen darüber, weil er einfach das Arbeitspensum bezüglich der zwei Kinder nicht einschätzen kann, aber die sind noch nie in Konflikte ausgeartet.
Der SV hat saisonweise sehr viel hier mitgearbeitet, ist aber leider letzten Sommer gestorben. Die SM wohnt zum Glück weit genug weg, aber ich glaub, selbst wenn Sie hier wäre, gäbe es diesbezüglich keine Probleme, eher andere.

Ich muß ehrlich zugeben, selbst wenn alles anders wäre bei uns, wäre ich wohl auch in diese "bis mal ..." Falle getappt. Weniger aus Mangels an Mut, sondern eher aus Unerfahrenheit.
Ich sehe es ja jetzt an dem Beispiel mit den Kindern. Da werden von mir auch 100% gefordert. ER möchte da am liebsten nix mit zu tun haben. Wenn ich dann kritisiere, kommt er immer mit dem Argument: "Dann mach Du doch die Arbeit draußen und ich blein hier drin!"
Dumm finde ich das, weil er genau weiß, das die Arbeit draußen für mich zu schwer ist. Auch bin ich der Meinung, das unsere Kinder UNSERE Kinder sind und nicht nur MEINE!

Ich bin der Meinung, eine Frau muß kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie auf dem Hof nicht mitarbeiten oder die Altenpflege nicht übernehmen will (hätte ich auch nicht machen wollen), aber Sie sollte dann eines haben, wenn Sie sich gar nicht einbringen will und der Betrieb darunter leidet. Denn für mich zählt in einer Partnerschaft auch, sich gegenseitig zu unterstützen - egal wie!

Gruss Solli
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Uns hilft kein Gott, unsere Welt zu erhalten - das müssen wir schon selbst tun!
ChristineN
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« Antwort #4 am: 09.01.07, 16:05 »

Hallo Solli,

dieser Meinung bin ich auch. Hab nie Kühe gemolken oder großartig bei der Feldarbeit mitgewirkt. Ich wollte es, aber ich sollte es nicht. Ich hätte genügend Arbeit im Haus durch die 3 Kinder, Buchführung, Ferienwohnungen und Metzgerei, meinte mein Mann. Froh ist er vor allem, daß er sich kaum ums Büro kümmern muß. Zwischendurch bin ich auch auswärts arbeiten gegangen. Die Betreuung unserer Einsteller (Pferdepension) und Feriengäste teilen wir uns je nach Zeit. Lange Rede, kurzer Sinn: solange beide Partner sich einig sind, ist es egal, wer was macht. Außerdem sollte man sich gegenseitig unterstützen, nicht nur die Frau den Mann.

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Liebe Grüsse von Christine!
fanni
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« Antwort #5 am: 10.01.07, 08:48 »

Hallo ChristineN,

kann dir nur beipflichten. Es kommt auf die Partnerschaft an, das ist das wichtigste.

Ich packe gerne im Bauernhof mit an , ist doch logisch, davon leben wir ja und ich will mit meinem Mann ja auch Zeit verbringen. (muss sagen, mir gehört auch die Hälfte des Betriebs und die Hälfte der Schulden usw.und wir beide wollen es ja für unsere Nachkommen schaffen, zumindest die Hofstelle zu erhalten)

Auf jedem Hof schaut es halt anders aus. Allerdings hab ich diese lockere Einstellung erst mit den Jahren und nach vielen auch bitteren Erfahrungen mit der Umgebung  bekommen und auch das entsprechende Selbstbewußtsein, das zu machen , was ich wirklich will, natürlich spielt der Betrieb und die Arbeit immer eine große Rolle.

Die ersten Jahre waren sehr schwer für mich, weil ich manchmal wirklich so fühlte, als ob mir ein Sack übergestülpt würde und ich selbst als Person gar nicht mehr wahrgenommen würde - Dies Gefühl hatte ich aber nur in der Dorfgemeinschaft oder in der Familie meines Mannes. Dieser hat mich immer respektiert und unterstützt, davon zehren wir beide heute und in Zukunft.


Es ist schon immer lustig zu erfahren, wie die anderen denken, dass eine Bäuerin funktionieren müsste.

Beispiel: Als ich mir letztes Jahr im Herbst den Fuß gebrochen hatte und kurz nach dem Unfall in der Kirche war, also sichtbar für die anderen, war die erste Frage eines  Nachbarn:  "Ja dann kannst du ja gar nicht mehr in den Stall gehen!!!!"

Früher hätte ich mich geärgert.
Da war ich dann schon so schlagfertig und hab auf diese blöde Frage nicht geantwortet sondern: "Oh danke der Nachfrage nach meiner Gesundheit, es geht mir gut, die Schmerzen sind erträglich und es heilt wieder zusammen. Danke für die Nachfrage!"

Da hat er gestutzt und blöd geschaut. Er hat´s nicht kapiert, aber die Umstehenden, die sich ihren Teil dachten, weil gerade bei dem Bauern auf die Gesunheit der Bäuerin nie Rücksicht genommen worden war. Immer war der Betrieb vorgegangen, bis wirklich eine schwere Krankheit als Folge der Überlastung kam. Aber auch da gab es kein Einsehen. Ist doch traurig oder- aber deren Problem!

Langer Rede kurzer Sinn, jedes Landwirtspaar muss seinen eigenen Weg gehen. Nach Möglichkeit miteinander.

Schönen Tag für alle Bäuerinnen

Fanni

 

Heute schmeiß ich den Betrieb alleine, weil mein Mann auch mal ne Auszeit braucht und in den Winterfrühling in die Berge fährt.




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Herzliche Grüße von Fanni
ChristineN
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« Antwort #6 am: 10.01.07, 09:53 »

davon leben wir ja und ich will mit meinem Mann ja auch Zeit verbringen.
Genau Fanni, das ist der Punkt! Es sollte nicht interessieren, was die Leute denken. Wir müssen den Betrieb und unsere Ehe aufrecht erhalten. Das geht niemand anderen was an.
Hab mich früher auch über solche Bemerkungen geärgert. Richtig gefruchtet haben die ja, weil SE in die gleiche Kerbe gehauen haben. Mittlerweile ist niemand mehr da, der uns rein redet. Komisch nur, daß unser Betrieb nun floriert und wir immer noch verheiratet sind.... Wink
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Liebe Grüsse von Christine!
Vöglein
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Ich liebe dieses Forum !


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« Antwort #7 am: 10.01.07, 10:37 »

Außerdem sollte man sich gegenseitig unterstützen, nicht nur die Frau den Mann.

Hallo Christine hallo fanni,

Zitat
.....bei dem Bauern auf die Gesunheit der Bäuerin nie Rücksicht genommen worden war. Immer war der Betrieb vorgegangen, bis wirklich eine schwere Krankheit als Folge der Überlastung kam. Aber auch da gab es kein Einsehen. Ist doch traurig oder- aber deren Problem!

Langer Rede kurzer Sinn, jedes Landwirtspaar muss seinen eigenen Weg gehen. Nach Möglichkeit miteinander.

Schönen Tag für alle Bäuerinnen

Fanni

Danke für euer Schreiben, das liest sich gut, gefällt mir und enspricht auch meinem Denken.  Grin

Grüße Andrea
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Liebe Grüße Andrea Maria

...man muss das Glück unterwegs suchen, nicht am Ziel, da ist die Reise
zu Ende !
Susanna
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« Antwort #8 am: 10.01.07, 11:10 »

Zu diesem Thema möchte ich mich auch mal kurz aus meinem Papierberg heraus melden *frei-wühl*...

Bei uns war es auch so, dass ich von Beginn an immer mit in den Stall gegangen bin, es macht mir Spaß und gibt mir viel. Allerdings habe ich auch immer durch die Jahre hinweg Diskussionen mit meinem Mann, wieviel ich arbeiten kann von der Belastung her, er hat den Hang, anderen ständig Arbeit aufs Auge zu drücken, besonders mir, OHNE dass er es böse meint! Smiley
Gerade gestern Abend wieder hatten wir ein Gespräch über die Stallarbeit, was so ansteht, seit 5 Tagen war ich das erste Mal wieder mit im Stall, vorher konnte ich nicht. Ich hatte Probleme hier in der Firma und war psychisch und physisch nicht in der Lage, auch nur einen Handschlag außerhalb des Hauses zu tun (das gab es noch nie bei mir Sad). Er und die anderen haben mich in Ruhe gelassen und nicht zur Arbeit oder zum Reden gedrängt. Das gehört dann auch dazu, Verständnis zu haben für den anderen.

Ich habe ihm gesagt, DU hast nur einen Bereich, in dem du Höchstleistung bringen muss, bzw. eine Baustelle. ICH habe zwei Bereiche, in denen ich Höchstleistung bringen muss, UND das Haus und die Kinder dazu, nicht zu vergessen natürlich das Omilein Wink
An solchen Tagen wünsche ich mir die LW und die Kühe gaaanz weit weg und nur noch meinen Job und mich selbst... das hält dann einige Tage an und dann bin ich froh, wenn ich wieder in den Stall marschieren kann und in meinem Garten wühlen darf!

Ich halte es für sehr schwierig, wenn einer die Last alleine tragen muss, egal welche, Kühe, Büro oder Haus....
oder wenn einer, sprich der Bauer, die Arbeit alleine machen muss.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Bauern geben soll, denen das gefällt oder die das ohne Weiteres akzeptieren.

Sorry für meine Zeilen oben - immer dasselbe mit mir, das passt ja wieder gar nicht zum Thema!
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Viele Grüße
Susanna
ChristineN
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« Antwort #9 am: 10.01.07, 11:30 »

Hallo Susanna,

klar passt das zum Thema! Jetzt wäre hier höchstens das Thema betreffend die Frage zu klären, was genau mit "wenn die Partnerin nicht mit anpackt" gemeint ist. Ist das nur bezogen auf die Arbeit im Stall und mit dem Vieh? Oder bezieht es sich auf die komplette Arbeit um Haus und Hof sowie das Finanzielle?
Du trägst doch zum Lebensunterhalt usw. mit bei, also packst du auch mit an. Wenn auch nicht immer nur im Stall. Mein Mann würde dir auf jeden Fall für diese Äußerung ordentlich die Stelzen beschlagen.  Wink  Grin Er weiß, daß die Mehrbelastung meist bei den Frauen liegt und sagt das auch immer. Für die Arbeit auf dem Hof haben die Männer oft viel Hilfe (Arbeiter, SE, Ehefrau usw.). Haushalt, Kinder, Büro, Betriebszweigstellen, Altenpflege usw. widerum muß die Frau meist allein organisieren.
Wichtig ist, daß ihr euch einig seid.
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Liebe Grüsse von Christine!
Biobauer
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« Antwort #10 am: 10.01.07, 11:42 »

Hallo,
meine frau behauptet ja von mir auch immer ,das ich ein weltmeister im delegieren wäre und ruckzuck ale möglichen arbeiten abgeben würde.  Wink
bissl hat sie da schon recht , es gibt nen paar sachen ,um die ich mich liebend gerne drück. allerdings  bin ich dnan schon wieder so realitätsnah,das wen ich seh ,das sie mit arbeit im haushalt voll ist oder mal mit ihren freundinen was unternehmen will,das ich mich dann halt allein vergnüg .
wenn wir fern nicht mit unseren schweinereinen angefangen hätte,wäre sie soweiso wieder berufstätig geworden,sie wollte halt einfach wieder einen aufgabenbereich haben ,für den sie allein verantwortlich ist.
da ich hier  zum teil fremdarbeiter beschäftige,weiss ich aber sehr wohl zu schätzen ,wenn ein teil der arbeiten familienintern erledigt wird,ist für meinen betrieb nicht nur aus finanzieller sicht unerlässlich .
fest einplanen  bzw einen ganzen betrieb nur auf die arbeitskraft einer bestimmten person aufbauen kann fatale folgen haben ,hab ich letztes jahr gesehn ,wie es ist wenn ein halbe sjahr totalausfall ist .gottseidank hatte ich aber so eine fitte frau,die 1000 schweine ,300 ha acker ,einen mammuthaushalt und einen äusserst unleidlichen ehegatten unter einen hut brachte.  Smiley
servus Herbert
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Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #11 am: 10.01.07, 12:34 »

Hallo Susanna,
wie schaffst du diesen Spagat zwischen ausserhäuslichen Beruf, Hof, Haushalt und Familie übehaupt?
Mir geht seit den letzten Tagen, wo ich einmal unser Haus wieder durchstöbern will, so einiges durch den Kopf.
Die Berufstätigkeit, ob auf dem Betrieb oder Äusserhäuslich ist heute die Norm, aber die Arbeit im Haushalt, die Pflege der Familie, der sozialen Beziehungen, könnte die Liste noch um einiges verlängern, die bleibt auch.
Ich zähle mich nicht zu den langsamen und habe das Gefühl, meinen Haushalt gut organisiert und im Griff zu haben,
aber trotzdem ist der Spagat zwischen Hof und Haus manchmal ganz schön happig- ich mache nur einen kleinen Nebenjob dazu,
aber du leistest dazu noch in einem Volltimejob jede Menge.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass unsere Leistungsgesellschaft schön langsam eine Geschwindigkeit erreicht hat-
die auf Dauer auch unsere Grenzen überschreitet.
Herzl. Grüsse
maria
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Mirjam
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« Antwort #12 am: 10.01.07, 12:41 »

Hallo Susanna,

ich sag jetzt mal vorsichtig-fröhlich weil ich dich persönlich kenne: Ausgerechnet du hast ja in dieser Box nix verloren, ich staune/rätsele ja immer noch nach der JHV wie du dieses/dein Pensum packst  Wink.

Ich hoffe und wünsche Dir, dass du keinesfalls in die Rechtfertigung kommst, dass du wie du beschrieben hast mal nicht kannst! Ich finde, du hast 3 Baustellen, weil du im Kopf ja auch am Betrieb beteiligt bist bzw. für deinen Mann Ansprechparnerin?

Im seltensten Fall muss jemand die Arbeit allein machen und meist auch nicht der Bauer - er hat ja meist Frauen für Haushalt und Co. die dafür sorgen, dass genug Klopapier vorhanden ist oder die Schultermine klappen usw.

Aber der Spagat zwischen dir / deiner Lebensweise und dem was ich oben beschrieben habe: Könnte nicht größer sein, oder?

liebe Grüsse und alles Gute für dich auf deiner Arbeit, auf das sie 2007 nur gute "Überraschungen" bereithält

Mirjam
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Susanna
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« Antwort #13 am: 10.01.07, 13:01 »

Hallo Mirjam, da musste ich jetzt lächeln, als ich deinen Beitrag las! Smiley
Wahrscheinlich bin ich in dieser Box gelandet, weil ich wirklich 5 Tage nichts im Betrieb gemacht habe (so rein muskelmäßig *g*) und mich daher so typisch fraulich-bäuerliche Gewissenkonflikte beschlichen haben:-))

Aber Spaß beiseite.
Aktuell musste ich mich HIER in meinem Beschäftigungsverhältnis dafür rechtfertigen, dass ich zeitweise nicht mehr so "konnte" wie sonst und man mir angemerkt hat, dass ich mich gedanklich zuviel mit dem Hof und der Arbeit während meiner Arbeitszeit beschäftigte. Genau das hat mein Chef mir in meinem alljährlichen Mitarbeiter/Zielgespräch vorgeworfen.
Und glaubt mir, das ist eine sehr bittere Pille, die ich da schlucken musste.
Ich habe bisher fast nur Lob und Anerkennung erfahren dürfen.
Mehr möchte ich dazu hier nicht schreiben, vielleicht lasse ich mich die nächsten Tage woanders näher darüber aus Wink, dann dürft ihr mich trösten.
Aber wie gesagt, es ist ein anderes Thema.

Mirjam, Recht hast du mit allem!

Zum Thema, wie ich schon sagte, ich bin der Meinung, ALLE sollten irgendwie überall mit anpacken. Ich kenne einen Bauern, der arbeitet, egal was, ausschließlich alleine. Seine Frau hat vorher klargestellt, dass sie nicht hilft. Nichts, nicht einmal Vieh umtreiben. Ich kann es verstehen, trotzdem tut der Mann mir leid, ich kann gar nichts dafür, dass ich Mitleid habe...

Christine, mein Mann ist echt geduldig mit mir Grin
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Viele Grüße
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Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #14 am: 10.01.07, 14:54 »

ICh finde es sschade wenn ein MAnn eine Frau heiratet die ihm gleich zu Anfang sagt : Ich werde dir nichts helfen, aber auch wirklich gar nichts. Das ist doch seltsam. Wer die Arbeit seines PArtners nicht unterstützen kann auss verschiedentlichen Gründen das kann schon sein. Aber von vorneherein eine glegentliche Mithilfe auszuschließen heist für mich ganz hart ausgedrückt : Lass mich in Ruhe ich will nichts von dir wissen.
Allerdings ist es auf den meisten Höfen wirklich himmelschreiend was da unter dem Deckmantel der Frömmigkeit an Leid und Ärger auf die eingeheirateten PArtner aufgedrückt wird. Weiss da auch genug von. Aber wichtig ist einfach dass Mann und Frau zusammenstehen,  Nach Aussen und auch zur eigenen Familie hin. SE `s haben sich da nicht einzumischen. Das ist aber ein Lernprozess den nicht viele erkennen und lernen wollen.
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