Das ist ein ganz toller Beitrag, Maria.
Den sollte man sich fest ganz oben hin pinnen

Dein letzter Satz lässt aber doch
hoffen...
Ich mein', es ist ja keine Schande, wenn ein eigentlich recht erfolgreicher Landwirt auch mal einen Blick auf das "alt bewährte" wirft

"alt bewährt", also keine verrückten Bossen, keine Hirngespinste von ein paar querdenkenden Öko-Romantikern. Deswegen muss ein konventioneller Landwirt ja nicht gleich ein "Grüner" werden (
bin ich auch nicht 
), und aus dem Bauernverein wird er sicher auch nicht gleich rausgebuht, wenn er
zum Beispiel mal probeweise Ackerschachtelhalm zwischen seinen Mais säht, weil ihm im letzten Jahr die Kolben buchstäblich am Halm verschimmelt sind Ich habe Bilder davon gesehen, bei diesem Vortrag von Bayer, die -natürlich- ein potentes Mittel dagegen entwickelt haben, das sie auch gerne verkaufen wollen...
Ich glaube schon, dass sich dieses "alte Wissen" (das gefällt mir: "altes Wissen") wieder "durchsetzen" wird. Aber bis auf diesem Wege Erfolge sichtbar werden, dauert es ein paar Jahre. Und wie sagte Gorbachow? "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."
Ich meine, man könnte das eine oder andere ja mal ausprobieren. Es muss ja nicht gleich der ganze Betrieb umgestellt werden... Für so einen privaten Feldversuch müsste einer, der hundert Hektar bewirtschaftet doch mal über ein paar Jahre mal drei oder vier Hektar übrig haben. DAS ist es, was ich nicht verstehen kann - auch nicht in meinem Umfeld: Warum probiert man nicht mal was aus? Ist vielleicht ein doofer Vergleich: Aber das ist doch wie beim Kochen. Da probiere ich doch auch mal was neues aus - ohne dass ich deswegen gleich die ganze Ernährung umstelle. DAS vermisse ich in unserer konventionellen Landwirtschaft. Mal ein paar Hektar "opfern" und was ausprobieren...
...übrigens: ich dachte an nackte Bodenfröste

lieben Gruß
Anna