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Autor Thema: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....  (Gelesen 10065 mal)
Margret
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Bäuerinnentreff-eine Bereicherung des Alltags !


« Antwort #60 am: 23.05.09, 09:22 »

Hallo,

ich will unbedingt dieses für mich ungemein wichtige Thema wiederbeleben.

Erstens arbeiten wir gerade mit großer Motivation daran weiter (gestern wurde ich in die höheren Weihen der versch. möglichen Alarme im Lüftungsbereich und ihre Behebung  Grin  eingewiesen),  da wir den  "großen Plan" haben,  dass mein Mann mit den Kindern "in Urlaub" fährt,  zunächst natürlich in ganz ganz bescheidenem Umfang.

Zweitens kommt  auf Seite 36 im aktuellen Juni-Heft von  "tog agrar"  ein interessanter Bericht  über die Thematik
"Ein Kompass für den Notfall".
Wer das Heft hat,  dem ermpfehle ich es dringend zur Lektüre...

Also,  ran an die Aufzeichnungen !

Ich kann das einfach nur gut und beruhigend finden .  Alles andere halt ich für naiv und realitätsfern,  zumindest wenn nicht andere kompetente Leute da sind im Notfall oder gar normalerweise.

Margret
« Letzte Änderung: 23.05.09, 09:26 von Margret » Gespeichert
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #61 am: 23.05.09, 09:41 »

Hallo margret,
ich finds auch sehr wichtig und vor allem auch beruhigend, so einen Notfallkompass zu haben.
Hab es heuer erlebt, dass mein Mann von einem Tag auf den anderen ins Krankenhaus musste und eine ganze Weile unter der absoluten Hauptarbeitsspitze ausgefallen ist.
Zum Glück bin ich im Betrieb einigermaßen fit.
Aber eines ist mir aufgefallen- auch der beste Kompass, das ganze Wissen, Betriebshelfer usw. - es geht doch ganz gehörig an die eigene Substanz.
Und hier wird oft vergessen, da gut für sich selbst zu sorgen. Vor lauter Sorge um den Partner und den Betrieb-
Punkt 1 des Notfallpasses- sich noch genügend Ruhepausen zu gönnen,
besonders auf eine gute Versorgung mit diversen Nährstoffen zu achten, vor allem B Vitamine, Magnesium- damit der Stress nicht zum Räuber wird.
Eine gute Nachbarschaft und ein ebenso guter Freundeskreis-
das gehört ebenfalls zum Notfallkompass hinzu.
Der Betrieb geht irgendwie weiter- aber als Frau dem Betrieb, dem Haushalt, das ganze Management usw.auf die Reihe zu bringen und vor allem auch für den kranken Partner noch genügend Zeit und Energie widmen zu können-
das sehe ich als sehr wichtig an.
Und das funktioniert nur, wenn frau selbst nicht aus dem letzten Loch pfeifft.
Herzliche Grüsse
maria


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gina67
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Nach jedem Winter folgt ein Sommer


« Antwort #62 am: 23.05.09, 10:27 »

Hallo

es ist auch sehr wichtig alles aufzuschreiben wenn frau mal ausfällt. Meine Männer wären ziemlich mit ihrem Latein am Ende wenn sie das Online-Banking machen sollten oder die Telefonrechnungen aus dem Internet herunterladen müssten. Wer, außer mir, kennt die ganzen PINs? Wir haben einen Notfallordner angelegt, in dem alles genau dokumentiert ist, was auf dem Betrieb abläuft. Dadurch kann jeder den anderen einigermaßen ersetzen. Wir haben noch nicht alles erfasst, aber wir arbeiten daran.

Nordlicht
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Margret
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Bäuerinnentreff-eine Bereicherung des Alltags !


« Antwort #63 am: 23.05.09, 12:27 »

Ja,

ich denk auch,  dass man das in einem halbwegs komplizierten Betrtieb nicht schafft,  sich mal eben hinzusetzten und dann ist alles beieinander.
Man hat auch nicht immer Kraft und Zeit und Lust und Nerv dazu.

Aber sich anregen lassen und immer mal wieder einen Schritt mehr dokumentieren und üben und durchsprechen,  das find ich wichtig und beruhigend.

Deshalb hab ichs heut auch geschrieben !

@nordlicht:  auf jeden Fall gehören da alle Bereiche des Lebens dazu !
                 Auch Büro und lebensnotwendige Dinge im Haushalt und Haus und Hof.

Margret
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Ossi22
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Milcherzeuger in Ostwestfalen


WWW
« Antwort #64 am: 22.02.12, 14:52 »

Hm , will ja nicht meckern , aber mir fehlt in dieser Rubrik und auch wenn ich die Suchfunktion bediene :

ein echter Link für Notfallhandbücher

mag ja irgendwo noch in einer anderen Box stehen ,
aber ich setze es mal hier rein , nachdem ich dazu mal einen Vortrag gehört habe .
Unter www.Landwirtschaftskammer.de (das ist ja ein öffentlicher Link  Wink ) , klick auf Download , klick auf Unternehmen und dann runter bis zur Rubrik Notfallhandbücher ( darunter sind verschieden zu finden und Excel hat jeder ) .
Sorgfältig ausfüllen , auch wenns müßig ist .
Und jeder Betriebsleiter sollte denken an
Testament
Vorsorgevollmacht
Patientenverfügung
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Margret
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Bäuerinnentreff-eine Bereicherung des Alltags !


« Antwort #65 am: 22.02.12, 15:21 »

Irgendwo hatte es Antonia schon mal geschreiben:
der Notfallcheck für Baden-Wüttemberg wurde von der LEL Schwäbisch Gmünd  erarbeitet.

Näheres unter    www.gqs-bw.de

Dieses allgemeine Heft Notfallcheck gibt es als dicke grüne  Broschüre in A 4- Format,  enthalten sind viele infos,  Vordrucke und Prüflisten und Muster für Vollmachten usw.

Dort wird auch verwiesen auf konkretere Vordrucke für die verschiedenen Produktionsrichtungen, die man herunterladen kann.

Die aufgeführten drei Ordner haben wir mal eingesehen,  fanden sie aber zu überfrachtet für uns.
Da ist wirklich das allerletzte Detail enthalten, das irgendwer regeln möchte/könnte. 
Wenn man diesen Order jedes Jahr durchmache würde, wäre man bestimmt auf der sicheren Seite bei jeglicher Kontrolle, aber  man braucht öde viel Zeit dafür  und lsitet und hakt ab, was einem schon selber klar ist.
Dazu hatten wir keine Lust - obwohl wir an sich totaler Verfechter sog. Notfallhandbücher sind  falls es die personelle und betrieblcihe Lage erfordert bei Ausfall des/der Betriebsleiter.

Margret
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Erdbeere
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« Antwort #66 am: 22.02.12, 16:08 »

Also ich muss ganz ehrlich sagen, wenn mein Mann ausfallen würde, würde die Welt untergehen. Ich wäre Draußen total aufgeschmissen. Mit der biogasanlage kennt sich sonst keiner aus, außer er.
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Liebe Grüße Laura
amazone
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Leben und leben lassen.


« Antwort #67 am: 22.02.12, 19:20 »

diesen zustand würde ich ganz schnell ändern.  Wink
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Beste Grüße von
Amazone
Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #68 am: 22.02.12, 19:29 »

Leichter gesagt als getan ...  Undecided
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Paula73
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« Antwort #69 am: 22.02.12, 19:43 »

..... was ist die Alternative, warten ?
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Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #70 am: 22.02.12, 21:21 »

ICh kann nur berichten dass der NOTFALL SCHNELLER kommt als das Wissen um alle Betriebsabläufe.
Ich hatte diesen Zustand im vergangenen Jahr,
allerdings""" nur"""Im Haushalt und Gästebereich, die Aussenwirtschaft war nicht betroffen.
Mein Sohn hat ganz schnell lernen müssen was Mama immer geleistet hat. Ich war auch immer dran einen Notfallplan auszuarbeiten , aber vor lauter Arbeit  kaum Zeit dazu gehabt.
Tochter die noch Kenntnis hatte fiel zeitgleich auch aus...das Chaos war perfekt.
Aber da sehen Söhne und Männer erst mal was im Haushalt an Arbeit und Wissen gefordert ist.

Besser wäre es anders rum gewesen, wenn schon vorher ein Plan bestanden hätte.
« Letzte Änderung: 23.02.12, 00:19 von Maja » Gespeichert
Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #71 am: 22.02.12, 21:21 »

Weißt Du, Paula, es ist ein Unterschied, ob Du in einem größeren Betrieb mit mehreren Generationen und Fremd-AK bist oder nicht.
Wenn man keinen Mitarbeiter hat, der den Notfall betreuen kann, und das müßte jemand sein, der genauso qualifiziert ist wie ein Betriebsleiter, ist das nicht so einfach.

Über Lösungsvorschläge würde ich mich freuen.
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Nelly
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« Antwort #72 am: 22.02.12, 22:08 »

Hallo, mein Mann fiel seit Dez. geplant 8 WOchen aus. Mein Schwiegervater ungeplant zeitgleich. Die Stallarbeit habe ich allein erledigt. Habe auch wirklich Wert drauf gelegt, dass ich das alleine mache. War vom Arbeitspensum auch zu schaffen. Ich habe mir nur gedacht "viele Köche verderben den Brei", da sich die ältere  (Verwandtschafts)Generation nicht an Absprachen hält. Da wurden Tiere doppelt und fünffach gefüttert, teilweise einfach auch falsch (falsche Komponenten), Fenster weit geöffnet und nicht wieder geschlossen etc.pp..


Ich habe vorher genau mit meinem Mann besprochen, was in welche Futtermischung kommt, was ich wie beachten muss. Er hat mir auch technische Sachen erklärt, so nach dem Motto, wenn´s da und da rappelt, musst du hier und da drehen!

Nun kommt´s Frühjahr und ich werde, da mein Mann nun ungeplant länger ausfällt und nicht da ist, wohl für die ersten Außenarbeiten nen Lohnunternehmer und Freunde einspannen müssen, da mir das Wissen einfach fehlt.

Man muss einfach ganz klar im Vorfeld Informationen festhalten, die wichtig sind, um die Sache am Laufen zu halten. Ich hatte nun auch Glück, da wir jederzeit telefonieren konnten....und das war auch ein paar Mal aber sowas von nötig!

Frau sollte aber auch so eine Infomappe für den Notfall anlegen (Telefonnummern, Medikamente für den Notfall (Arnica für Kinder bspw), wichtige Schuleckdaten, Anleitung Waschmaschine, Infos zu Lebensmitteln, Erklärungen zum alltäglichen Leben etc.pp.). Wir sind immerhin die Haushaltsbetriebsleiter.....

LG Nell
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Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gerne behalten!
Freya
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no guts, no glory !


« Antwort #73 am: 22.02.12, 22:49 »

Hallo Nell,
alle Achtung, wenn Du das alleine geschafft hast. Ich kann das nicht. Ich kann ja noch nicht mal das Futter aus den Silos in den Stall bringen, weil ich weder die Fräse bedienen kann, noch kann ich das mit dem Frontlader.
Mein Mann ist zur Zeit auch mal wieder im KH und ich hoffe, dass er diese Woche noch raus kommt. Wir haben da auch schon Erfahrung. Und letztes Mal und jetzt ist es "glücklicher Weise" so, dass mein Sohnemann Schulferien hat, sonst bräuchte ich einen Betriebshelfer, denn ich kann nicht melken und alle Tiere füttern - und von Hand mit Aluschaufel schon gar nicht. Auf unserem Betrieb gibt es viel zu viel Handarbeit, als dass das so einfach von einer Person zu schaffen wäre....
Gute Besserung Deinem Mann und alles Gute für Dich ... Grin
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liebe Grüße
Freya
Nelly
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« Antwort #74 am: 22.02.12, 23:05 »

Wir haben ja -Gott sei Dank-kein Milchvieh. Es waren Schweine und SChafe zu versorgen, auch alles Handarbeit, aber eben gut organisierbar (Eimer am Vorabend füllbar etc. ). Ich musste bis auf die Mahl-und Mischanlage ( mit viel Herzrasen) nicht wirklich viel TEchnik beherrschen. Man wächst mit seinen Aufgaben und eben mehr Einblick in die Arbeit-mal hautnah!
Was jetzt nun wirklich blöd ist- wo ich mich aber nicht reinfuchsen werde-, dass ich den Düngerstreuer und die Feldspritze nicht bedienen kann bzw. ich die entsprechenden Chemiekenntnisse nicht habe. DA wäre ein Notfallordner Gold wert...Aber ich kann ja deligieren.

Nell
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