reserl
Niederbayern
Moderator

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 7016
|
 |
« am: 19.02.03, 12:31 » |
|
Es kann jeden Tag passieren.  Der Betriebsleiter kann durch Krankheit oder Unfall ausfallen. Vielleicht ein paar Tage, vielleicht ein paar Wochen....vielleicht für immer.  Inwieweit seht ihr euch in der Lage, den Betrieb dann "alleine" weiterzuführen? Könnt ihr euch das überhaupt vorstellen, den Betrieb eine Zeitlang alleine zu managen? Wie weit seid ihr in die Betriebsabläufe miteingebunden? Wie könnte sich das mit der Familie vereinbaren lassen? Viele Fragen. Ein schwieriges Thema....
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
lieben Gruß Reserl
Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
|
|
|
Erika
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 748
|
 |
« Antwort #1 am: 19.02.03, 15:48 » |
|
Vor zwei Jahren ist mein Mann wegen einer Knie-OP etwas mehr als zwei Wochen ausgefallen. Das ging von heute auf morgen, leider regelt sich das mit dem Betriebshelfer nicht so schnell. Ein paar Tage lassen sich mit Schwagers Hilfe immer überbrücken. Unsere "Urlaubsvertretung" ist damals sofort eingesprungen, Glück gehabt  Bei der Grassilage während diesem Krankenhaus-Aufenthalt hatten wir jede Menge Hilfe, Verwandte und Freunde  Es war sehr lustig, Sohnemann hat damals für den Vater im Krankenhaus sogar einen Videofilm gedreht. Auf jeden Fall werden wir jetzt das Notfall-Handbuch ausdrucken und sorgfältig ausfüllen. Ein Ausfall des Betriebsleiters für "immer" würde für unseren Betrieb mit Sicherheit das "Aus" bedeuten. Vorerst auf jeden Fall, bis Sohnemann (13) sich tatsächlich für den Beruf entscheidet und seine Lehre abgeschlossen hat. Und das dauert noch einige Jahre.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Mirjam
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 7687
Change happens!
WWW
|
 |
« Antwort #2 am: 19.02.03, 20:35 » |
|
Hallo,
diese Thema war auch schon mal im Schweinetreff und hat ich letzt mit meinen Schülerjungs im Thema Qualitätssicherung.
Am Betrieb müssen immer 2 Leute wissen, was wo läuft - oder es muß irgendwo schriftlich hinterlegt sein.
In größeren Betrieben wird immer ein "Notfallhandbuch" empfohlen, da steht immer - möglichst aktuell - sämtliche Telefonnummern drin: MR, Tierarzt, Mineralfutterlieferant, Strom, Wasser, Melktechnik, Gaslieferant ZUSÄTZLICH zum Betriebsbuch wo das Bestandsregister, Sauenplaner usw. enthalten sind
und bestimmte Verfahrensabläufe, wie welche Kühe gekennzeichnet werden (Wartezeit) , die Futterration, Besonderheiten von Kühen (kalbt schwer, früh)
- kann man auch auf eine große Schultafel mit Kreide schreiben - dazu eine flache Sperrholztafel nehmen, 2 - 3 x mit Schultafellack aus dem Fachhandel streichen, eine Kunsstoffsammelbox unten löchern (Feuchtigkeit) , an die Tafel spacksen und mit Tafelkreide auffüllen
- ich hab mal in einer Werkstatt so eine Riesentafel gesehen, dort hat der Betrieb immer den Ölwechsel/Datum usw. der einzelnen Schlepper usw. vermerkt wegs die Lehrlinge. Fand ich gut.
- ebenso könnte es bei den Kälber sein: Tränkeplan schnell und auch mit schmutzigen Fingern mal man da hin geschrioben, bei Papier hat man da Hemmungen und die Tafeln sind immer im Blickfeld
- und auch in der Außenwirtschaft eine Ackerschlagkartei usw. bzw. eine Lageplan mit den Flächen (Katasterauszüge usw. kann man sich von den Gemeindeverwaltungen herauskopieren lassen, die Pachflächen farbig ausmalen als Beispiel für die Übersicht und ins Büro hängen - dann kann man auch Aushilfskräften leichter die Anfahrt erklären. Mir fällt es als Frau leichter, mir einen Schlag zu merken, wenn ich z.B. ein farbige Markierung vom Lageplan dazu im Kopf habe als nur eine Nummer und einen Namen.
Wir hatten einige Betriebshelfer, die bös gejammert haben, daß der Mann weder etwas aufgeschrieben hat noch der Frau gesagt hat wo welche Flächen liegen, geschweige denn einen Bestellplan - so daß der erste Job des Betriebshelfers war, sich 3 Stunden ins Krankenhaus zu setzen und mitzuschreiben..
In Anbetracht dessen, daß wir Landwirtschaft die zweithöchste Unfallrate hinter dem Bau haben - hat mich auch geschockt.
Im Büro sollten die Papier - wie auch die Dateiordner nach einem allgemeingültigen und nachvollziehbarem System geordnet sein. Für Schweinebetriebe mit oft sehr "individuellen" Technik - empfehle ich statt der Aufschreiberei der Abläufe einfach ein Video zu machen, wo man wie gegentreten muß, welcher Schalter in welcher Reihenfolge damit die Technik läuft usw.
Ggf. kann es sinnvoll sein - gute Idee von einer Freundin - Zettel an jede einzelne Maschine zu machen (vorher wasser/staubdich laminieren?) - weil z.B. ich als Frau ein prima Kurzzeitgedächtnis habe (und männliche Beschreibungen schlecht verstehe, weil die vieles als Selbstverständlich voraussetzen) - aber wehe, wehe ich muß da ein halbes Jahr später ran und es ist kein Zettel da und kein Mann erreichbar..
Ich hab auch einfach einen Edding-Stift genommen und jeden Schalter oder die Wand dahinter beschriftet: Hahn auf - zu, welcher Schalter für welche Lüftung, welcher Lichterleiste (außen-innen)
Was ich damit sagen will, ist, daß es wohl schwierig ist, daß einen eh überlasteten Mann dazu zu kriegen alles aufzuschreiben, aber wenigstens das man als Frau daheim die notwendigen Infos gesagt bekommt, selbst aufschreibt/markiert und so im Groben oder im Detail wenigstens weiß, was der Partner macht - mich hat das beruhigt und nicht selten (ich führte so ein Tagesablaufsprotokoll) war das auch ganz wichtig für die Betriebsplanung, Kalkulation und Auswertung und Rechtssicherheit, nachsehen/prüfen zu können, ob bestimmte Rechnungen (TA) usw. auch stimmen, oder erbrachte Dienstleistungen für andere.
Z.B. haben wir immer Güllefässer ausgeliehen und die Faßzahl mit dem Faß zusammen abgegeben. Nach 1,5 Jahren kam der Betrieb: Er bräuchte noch mal die Gesamtzahl - er hatte es nicht aufgeschrieben!
- ich habe zu diesem Zweck ein Tagesprotokoll geführt - eine DIN A 4 Seite mit den wichtigsten Daten/Arbeiten/Telefonaten/Kontakten/Anlieferungen..
Bei Schweinen ist der Personenverkehr/Tierseuchen wichtig: Eine Tierärztin erzählt mir, daß ein Futtervertreter mal einen 220 Sauenbestand (freundlich Hallorufend) unaufgefordert betreten hat - die Folge: TGE (Durchfallerkrankung) mit im Jahreslauf fast 600 unnötig toten Ferkeln, weil das nachgewiesen werden konnte, wo er vorher war, mußte der Vetreter zahlen!
Ich bin also durchaus für Arbeitsteilung, aber auch für Informationsteilung und Dokumentation. Liebe Grüsse
Mirjam
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
|
|
|
reserl
Niederbayern
Moderator

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 7016
|
 |
« Antwort #3 am: 03.03.03, 16:17 » |
|
Ich kopiere eine Frage von Ca. in dieses Thema:
am: Heute um 15:16:56 »
-------------------------------------------------------------------------------- Bei uns in der Nachbarschaft ist plötzlich der Betriebsinhaber (60J.)gestorben.Die Familie ist total geschockt,ein Hofnachfolger zwar da ,aber nichts ist geregelt .Keiner weiss, was jetzt eigentlich zu tun ist. Nun mach ich mir schon meine Gedanken,was ist wenn es bei uns plötzlich so wäre,wo bekommt man Hilfe,an wen wendet man sich ?
Zur Zeit recht nachdenkliche Grüße
Ca.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
lieben Gruß Reserl
Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
|
|
|
|
Jerry
Gast
|
 |
« Antwort #4 am: 03.03.03, 16:45 » |
|
Moin reserl wir haben da schon mal ausführlich drüber gesprochen,war für mich auch wichtig, da unsre Kinder noch nicht so weit sind. Aber im Grunde weiß ich schon "Was Wäre Wenn", ABER:
Weiß man in solcher Situation wirklich was richtig ist? Dafür gibs die Betriebshilfe,die kommen dann ne ganze Zeit , (bis zu einem Jahr bei uns) und man kann sich überlegen wie`s weitergehen soll.
Gruß Wiebke
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 03.03.03, 16:46 von Jerry »
|
Gespeichert
|
|
|
|
reserl
Niederbayern
Moderator

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 7016
|
 |
« Antwort #5 am: 03.03.03, 19:23 » |
|
Ich könnte mir nicht vorstellen, den Betrieb im Fall des Falles alleine weiterzuführen. Eine Betriebsaufgabe sollte man sicherlich nicht überstürzen, aber ich sähe mich nicht in der Lage unseren Hof alleine zu bewirtschaften. Das Alter und Interesse der Kinder würde in solch einem Fall natürlich auch eine wichtige Rolle spielen. Die Existenzgrundlage aufzugeben ist keine leichte Entscheidung, weil sich dann irgendwann die Frage nach alternativen Einkommensmöglichkeiten stellt. 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
lieben Gruß Reserl
Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
|
|
|
PeacefulHeidi
Weser-Ems
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 981
Den Morgen nicht vor den Abend loben!
|
 |
« Antwort #6 am: 03.03.03, 20:12 » |
|
Wenn der Betriebsleiter plötzlich stirbt das ist garnicht so einfach. Wir haben vor kurzem auch zusammen gesessen und es ausführlich diskutiert. Auch mit meinen Eltern. Alleine würde ich den Hof nie weiterführen. Aber ihn von heute auf morgen aufzugeben im Falle eines Falles ist ja auch nicht so einfach. Denn es wurden ja auch Investitionen gemacht. Eigentlich sollten die durch eine gute Lebensversicherung des Betriebsleiters abgesichert sein. Aber was ist wenn nicht?  Wie ist das mit Fördermitteln die man bekommen hat? Oder ein anderer Fall bei uns im Bekanntenkreis vor Jahren. Da ist der Hofnachfolger tödlich verunglückt. Ca. 1 Jahr nach dem er den Hof übernommen hatte. Da durften die Eltern den Hof auch nicht weiterführen ohne das sie die Rente zurück bezahlen, die sie schon bekommen hatten.  Also musste ein neuer Hofnachfolger her. Es hat denn ein anderer Sohn den Hof übernommen. Dieser natürlich keine landwirtschaftliche Ausbildung. Die aber beim Amt dringend vorgelegt werden musste. Damit eine Schein-Übernahme ausgeschlossen ist.  Im Falle eines Falles kommt also sehr viel auf einen zu. Ich weiß nicht wie man das alles dann alleine entscheiden soll. Als Frau ist einem ja auch der Partner weggefallen, mit dem man alles besprochen hat sonst. Es ist für mich die reinste Horrorvorstellung das mein Mann plötzlich sterben würde.  :\'( Ich mag garnicht dran denken.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Herzliche Grüße
Heidi
|
|
|
regi
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 743
Jeder sieht ein Stückchen Welt - gemeinsam sehen wir die ganze!
|
 |
« Antwort #7 am: 04.03.03, 21:33 » |
|
Ich mag auch gar nicht daran denken, dass ich plötzlich alleine dastehen könnte, aber das geht sicher allen so!
Von der Ausbildung her, als dipl. Bäuerin, sollte ich eigentlich befähigt sein, den Betrieb weiterzuführen, aber wie es dann im Ernstfall aussehen würde - da bleiben Fragezeichen!
Jetzt, wo unsere Jungs 18 und 16 sind und der Jüngere Landwirt lernen wird, ist klar, dass ich den Betrieb auf alle Fälle behalten würde.
Aber ob die Bank die Hypothek weiterhin gewähren würde? Ob ich mit meinen mickrigen Ackerbau- und Traktorenkenntnissen etwas ausrichten würde? Ob ich alle Formulare richtig ausfüllen könnte, um weiterhin Direktzahlungen zu erhalten?
Ich hoffe, wir kommen NIE in diese Situation, aber seit mein SV vor 5 Jahren tödlich verunglückt ist, weiss ich, dass es und wie schnell es möglich ist!! Da war die Betriebsübergabe bereits gelaufen, dieses Problem hatten wir nicht mehr, aber den Verlust mindert es nicht
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Tschüss zäme regi
|
|
|
Ingrid1
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 159
Es ist schön bei euch zu sein
|
 |
« Antwort #8 am: 04.03.03, 21:55 » |
|
Hallo,
ich würde den Hof nicht weiteführen nicht mit meinen Schwiegerelten zusammen. Man hoft immer das ein solcher Fall nicht eintrift aber man ist nicht sicher davor.
Das mit dem Noftallbuch ist eine tolle Idee, und werd das auch gleich in die Tat umsetzen und Tafel anbringen und eine Ordener mit allen wichtigen Daten und Nummern
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Schöne Grüße von Ingrid
|
|
|
Marlis
Schleswig-Holstein
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 1082
Eine kluge Frau folgt ihrem Mann-wohin sie will
|
 |
« Antwort #9 am: 08.03.03, 16:16 » |
|
Halloooo Ich würde unseren Hof auch nicht weiterführen.Bis zur Abwicklung würde ich mir einen Betriebshelfer vom Maschinenring holen. Denn mit meinen SE verstehe ich ich mich überhauptnicht.Aber ich will hofen das mir sowas nicht passiert. Ein Hofnachfolger ist auch nicht vorhanden.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Alles Gute Marlis
Ich bin der Boss!!
Über das, was in meinen Mund hinein wandert
|
|
|
|
Gertraud
Gast
|
 |
« Antwort #10 am: 09.03.03, 09:41 » |
|
Hallo! Als mein Vater starb war ich 25 Jahre alt. Meine Mutter und ich gaben uns 1 Jahr um zu sehen wie´s läuft. Wir hatten damals ca. 70 ha Ackerbau mit 6 Mutterschweinen und die Ferkel dann als Mastschweine, sowie ca 30 Mastkühe. Damals hatten wir auch noch Pfannikartoffel und Kartoffel für die Brennerei. Ein Jahr bekommt man ja den Betriebshelfer. War schon eine Hilfe, hat aber auch sehr sehr viel Nerven gekostet, da es dermassen unpünktlich war. Ich bin Hauswirtschaftsmeisterin und war in den Betriebsablauf voll integriert. Tiere machten wir sowieso alleine. Ich hab dann aber meinen Mann kennengelernt und wir haben nach 1,5 Jahren geheiratet. Ich hätte mir trotzdem zugetraut den Betrieb weiterzu- führen. Hab ja auch alle Arbeiten gemacht bzw. war im- mer dabei, weil mein Vater schon länger krank war. Mittlerweile haben wir auf Milchvieh umgestellt (hatte mein Mann auf seinem Betrieb.) Vor 3 Jahren hat eine Jungkuh meinem Mann das Waden und das Schienbein gebrochen. Er fiel fast 2.5 Monate aus. Aber alle waren sehr hilfsbereit. Zuerst hatte ich eine Melkerin vom Aushilfsdienst und dann einen Zivi vom Maschinenring. Hat toll geklappt. Trotzdem muß ich sagen, unseren Milchviehbetrieb könn- te und wollte ich nicht alleine führen. Glaube ich würde wieder Ackerbau machen. Haben aber zum Stallbau förderung bekommen, weiss nicht ob ich die dann wieder zurückzahlen müsste? Aber frau kann sich ja ca 1 Jahr mit der Abwicklung Zeit lassen. Man sollte sich unbedingt Hilfe in solchen Situationen holen und nichts überstürzen. Gruß gerdi
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Angie
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 30
Ein Pfund Mut ist mehr wert als eine Tonne Glück.
|
 |
« Antwort #11 am: 09.03.03, 19:28 » |
|
Hallo Ich denke, wenn bei uns mein Mann ausfallen würde, könnte man die erste Zeit überbrücken, aber dann.... Alleine könnte ich den Betrieb nicht weiterführen. Den Beruf Landwirt habe ich nicht gelernt also werde ich es mir auch nicht anmaßen, diesen ausführen zu können. Schon alleine um zukunftsfähig bleiben zu können und evtl. auch in den Genuß von Fördermittel zu gelangen braucht man ja eine abgeschlossene Berufsausbildung und den einj. Fachschulabschluß. Die Gesetze werden immer strenger (vergl. Ein Handwerker ohne Meistertitel kann keinen selbständigen Betrieb führen). Unsere Eltern konnten früher die Landwirtschaft übernehmen ohne eine Ausbildung zu haben, aber heutzutage geht dieses nicht mehr. Außerdem ist unser Betrieb maschinell nicht so ausgereift, dass ich alle schweren Arbeiten mühelos erledigen könnte. Abgesehen davon habe ich jetzt ja auch schon einen vollen Arbeitstag und sitze nicht däumchendrehend in der Küche ebenso hat mein Mann erst recht einen vollen Arbeitstag. Ich glaube nicht, dass ich das auf die Dauer aushalten könnte, die Kinder sind ja auch noch klein. Hin und wieder mache ich mir auch Gedanken wie das dann wäre, erst Recht, wo wir jetzt am Stallbau planen sind. Die finanzielle Seite sollte zumindest abgesichert sein. Andererseits kommen dann auch wieder die Gedanken, alles so einfach aufzugeben, ob man das könnte  ?? Fazit: Ich hoffe innigst, ich werde nie mit solch einer Situation konfrontiert und mein Mann und ich können bis zu unserer Rente gesund und glücklich weitermachen. Liebe Grüße Angie
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Mucki
Bewohner

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 2791
Leben und leben lassen
|
 |
« Antwort #12 am: 10.03.03, 16:48 » |
|
Mein Mann ist vor 2 Jahren von Heute auf Morgen ausgefallen,und ich hatte von nicht´s eine ahnung ,stand ganz schön Blöd da.Dann kam aber rettung vom Melkeraushilfsdienst,die ersetzen den Betriebsleiter zumindest im Stall voll und ganz,mir war sehr geholfen.Seit dem Fahren wir auch jedes Jahr in den Urlaub den der Melkeraushilfdienst übernimmt für fünf Tage den Hof. Am Mittwoch muß mein Mann wieder ins Krankenhaus und ich beckomme wieder einen Melker ich bin sehr froh darüber.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
|
|
|
IrmiB
Bewohner

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 250
Ich liebe dieses Forum
|
 |
« Antwort #13 am: 31.08.03, 11:35 » |
|
Vor einer Woche fiel mein Gatte aus. Eine Blutvergiftung machte einen Krankenhausaufenthalt unumgänglich. Nun steh ich ganz schön da.  ! Von der Landwirtschaft hab ich ja nur wenig Ahnung und habs auch nie gelernt. Zum Glück sind gleich meine Schwiegereltern eingsprungen und helfen mir bei den wichtigsten Arbeiten. Mein Aufgabenbereich in der Landwirtschaft waren immer nur Kälber füttern, ausmisten und einfüttern, Milchkammer herrichten und reinigen und sonstige notwenidige Arbeiten am Feld und in der Erntezeit. Mehr nicht ! Wir haben zwei Kinder die versorgt werden müssen , den Haushalt und , eine Arbeit die ich nicht missen möchte, die Versorgung meiner Urlaubsgäste ( was ja auch nicht immer einfach ist und einem sehr viel abverlangt  ). Mein Mann kümmerte sich immer um den ganzen landwirtschaftlichen Bereich, wie Besamung, Schreibkram usw.. usw. Ich denke mal, die Tage bis zur Genesung meines Mannes kann ich gut überbrücken und die nötigsten Arbeiten können mit Hilfe meiner Schwiegereltern gemacht werden. Mir einen Betriebshelfer zu holen, damit hätte ich echt ein Problem. Bis ich Dem alles erklär, wo was ist und was er zu machen hat ( wo ich doch selber soviel Ahnung habe !  ) bin ich bestimmt mit den Nerven fertig. Nun hoffe ich, daß mein Mann mir bald wieder zur Seite steht und alles wieder seinen normalen Lauf nimmt, aber ich habe mir auch in den letzten Tagen viel Gedanken gemacht, wie es wohl weiter gehen wird, wenn der Betriebsleiter gänzlich ganz ausfallen würde ?! Den Betrieb müsste ich in jedem Fall ausfgeben, jedenfalls solange die Kinder noch so klein sind. Wie es später ausschauen würde ( falls Sohnemann einmal Interesse am Hof hätte ) das wäre wieder eine andere Situation, die man auch heute noch nicht abwägen kann.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Liebe Grüße von Irmi
|
|
|
reserl
Niederbayern
Moderator

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 7016
|
 |
« Antwort #14 am: 09.02.04, 10:36 » |
|
Mein Mann war vor einer Woche zwei Tage beim Skifahren. Auch er braucht mal Abstand von Frau, Kind und Hof.  Nachdem mein Schwiegervater momentan auch nicht mithelfen kann und mein Schwager auch nicht die ganze Stallzeit mithelfen konnte, wurde mir wieder mal bewusst, wieviel Arbeit wirklich an so einem Betrieb hängt.  Eine Kuh hat auch noch gekalbt, der Tierarzt musste zweimal kommen, zwei Kälber haben schlecht getrunken und das neugeborene Kalb machte die erste Zeit gar keine Anstalten dazu. Nichts weltbewegendes eigentlich, aber wenn man plötzlich alleine für alles verantwortlich ist, ist das gar nicht so einfach.  Ich hab an diesem Wochenende mehr Zeit im Stall als im Haushalt verbracht.  Schon deshalb war ich froh, als Sepp wieder heil nach Hause gekommen ist.  Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es sein wird, wenn er für einen längeren Zeitraum ausfällt.  Wie wär das bei euch?
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
lieben Gruß Reserl
Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
|
|
|
|