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Autor Thema: Grundnahrungsmittel Wasser / eigenes Brunnenwasser  (Gelesen 4693 mal)
Mirjam
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« am: 01.12.06, 09:01 »

Hallo,

in Zeiten von hohen Betriebskosten ist natürlich derjenige im Vorteil, der einen eigenen Brunnen hat, oder einen Brunnen für die Tierhaltung, weil hier noch keine Trinkwasserqualitätsstandards vorgeschrieben sind.

Hier im Süden von Deutschland haben wir allerdings allerlei Stoffe in den Brunnen - die auch verschiedenste Auswirkungen auf das Tier haben:

Positiv wie negativ.

Von "hartem" Wasser bei 30 dH habe ich mich schon verabschiedet, Werte bis 60 sind hier nicht so unüblich.

Aber auch die Mikrobiologie ist nicht immer o.k. - und wenn sie denn im Brunnen o.k. ist - heißt dass noch lange nicht, dass man das Wasser durch die Leitungen genau so sauber zum Tier bringt - obwohl es das wichtigste Futtermittel ist.

Laßt ihr euer Tränkewasser untersuchen? Wißt ihr was drin ist oder welche Hygienisierungsmaßnahmen habt ihr am Betrieb?

Chlorung oder UV-Lampen?

viele Grüsse

Mirjam

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ELLI47
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« Antwort #1 am: 21.12.06, 18:58 »

Ich denke auch das es von Vorteil ist,wenn man einen eigenen Brunnen hat.
Wir hier in Sch.-Hol. haben auch einen eigenen Brunnen. 
Sämtliche Tiere die im Sommer auf den Koppeln laufen,bekommen von Zuhause
Wasser.Wir haben überall PE Schläuche hingelegt.So wiisen wir immer,das das Wasser in Ordnung ist und haben keine Probleme mit Würmern und Co.
Unser Hof liegt mitten im Land,ist nicht so groß,ist allso nicht so schwer.
Der einszigste "Nachteil,wenn alle Tiere saufen haben wir im Haus keinen Druck,
weil die Pumpe es dann nicht schafft.
So,das war mein erster Beitrag.
Wünsche eine schöne Woche   Elli
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Liebe Grüsse aus Schleswig-Holstein
     
        Elli
Biobauer
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« Antwort #2 am: 21.12.06, 19:10 »

Hallo,an meinen stall ist ein eigener brunnen .schon seit generationen so üblich,jetzt wurde erst auf kosten des wasserversorgers ein neuer  gebohrt,weil die anschlusskosten wären um ein vielfaches höher gewesen .die alten brunnen waren nicht besonders tief,der neue wurde abe rbis auf 60 m gebohrt,so das eigentlich kein oberflächenwasser bzw der naheliegende fluss mit einfluss haben .
wir haben hie r in der gegend sehr sehr weiches wasser,verkalgung und sowas kennen wir nicht . die wasseruntersuchung hab ich nicht gesehen ,soll aber laut aussage von verpächter sehr gute qualität sein .ich bin recht froh um das eigene wasser,die schweindeln pumpen doch einiges weg .
servus Herbert
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frankenpower41
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« Antwort #3 am: 21.12.06, 20:50 »

Hallo

Wir haben kürzlich neuen Brunnen gebohrt, weil der alte durch die steigende Viehzahl im Sommer öfters nicht mehr ausgereicht hat.
Der alte Brunnen war nur 4 1/2 Meter tief. Der neue ist jetzt 28 Meter tief und der Brunnenbohrer meinte, auch wenn wir auf 60 Meter gehen wird das Wasser nicht mehr.
Beide Brunnen kombiniert müssten jetzt ausreichen.

Marianne
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Mirjam
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« Antwort #4 am: 21.12.06, 21:31 »

Hallo,

@ Biobauer: Wie lange ist die letzte Untersuchung her?

Ich habe für Landwirte und die Interpretierung von den Prüfparameter von Wasserproben eine Erläuterungsseite zusammengestellt, da dies leider nicht als Service von den Laboren die ich kannte vorhanden war.

Mich hat sehr erstaunt, welch erheblichen Einflüsse zu hohe Inhaltsstoffe/Werte im Stoffwechsel der Tiere zur Folge haben können; gerade bei den Anionen/Kationen Bilanzen - und noch mehr hat mich erstaunt, was so alles in den Brunnen von Landwirten so "los" ist und wie unterschiedlich die Brunnen tw. regelrecht "belastet" sind.

Von daher schaue ich nun genauer hin, "was wo" im wichtigsten Grundnahrungsmittel drin ist ...

Gruß Mirjam
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geli.G
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« Antwort #5 am: 18.05.07, 21:48 »

Hallo,

ich hab heute die Box gesucht, in der Reserl uns von ihrem neu angelegten Brunnen berichtet hat. Aber die gibt´s wohl nicht mehr... Undecided

Neben unserem Haus war bis vor 50 Jahren ein Brunnen. Er wurde aber nicht zerstört, sondern es kam ein Deckel drauf und dann wurde drübergeteert. Wir haben jetzt alles aufgemacht und nachgeschaut ob noch Wasser kommt....und es kommt! Cheesy

Jetzt eine Frage: Wir wollen das Wasser vor allem für die Kühe im Stall hernehmen. Wir wissen aber noch nicht, was passiert wenn eine längere Trockenheit ist. Undecided
Kann man das ganze so installieren, dass man bei Bedarf wieder gemeindliches Trinkwasser zulaufen lässt. Ich weiß, dass die beiden Leitungen nicht zusammenkommen dürfen.

Wie macht ihr das? Oder ist auf euren Brunnen 100 % Verlass?
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Viele Grüße von Geli
sandra
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BT ist super!


« Antwort #6 am: 20.05.07, 09:13 »


Jetzt eine Frage: Wir wollen das Wasser vor allem für die Kühe im Stall hernehmen. Wir wissen aber noch nicht, was passiert wenn eine längere Trockenheit ist. Undecided
Kann man das ganze so installieren, dass man bei Bedarf wieder gemeindliches Trinkwasser zulaufen lässt. Ich weiß, dass die beiden Leitungen nicht zusammenkommen dürfen.

Wie macht ihr das? Oder ist auf euren Brunnen 100 % Verlass?

Es muss so gebaut werden, dass du das gemeindliche Wasser zulaufen lassen kannst, aber nicht das Brunnenwasser in den Bereich des "saubereb" Trinkwassers. Wir haben das so gebaut, klappt wunderbar. Für Waschmaschine, Toilette, Maschinen waschen und Kühe tränken/Mistroste einwaschen nehmen wir Brunnenwasser, der Rest muss mit gemeindl. Wasser abgedeckt sein. Übrigens musst du, wenns gebaut ist, einen Antrag bei der Gemeinde stellen, für was du dein Brunnenwasser zu nehmen gedenkst. Ist aber kein großes Problem und auch nicht teuer. Spart ja auch ganz schön Wasserkosten...
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lg Sandra

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Doro
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« Antwort #7 am: 20.05.07, 09:23 »

Hallo Geli,

auf unsere Brunnen ist Verlaß. Sogar 2003. Da gibts keine andere Leitung.
Insgesamt haben wir drei Brunnen. Und einen ziemlich großen unterirdischen Tank. Der dient zur Gülleverdünnung, Maschinen waschen, Roste säubern.
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geli.G
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« Antwort #8 am: 18.06.07, 21:56 »

Hallo sandra und Doro,

ich wollte mich noch für eure Antworten bedanken.  Cheesy

Im Moment hab ich immer noch Baustelle, aber der Tank ist schon mal im Keller...... Cheesy Kann sich also nur noch um Wochen handeln. Grin
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mary
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« Antwort #9 am: 19.06.07, 08:19 »

Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben, wir haben einen 10.ooo l Erdtank, inzwischen ist er ausgeleert und stillgelegt, weil wir die Ölzeizung aufgegeben haben.
ich würde den Tank gerne reinigen lassen und als Zisterne nutzen, mein Mann ist der Meinung, dass das so teuer wird, dass wir uns dafür eine andere Lösung machen können.
Das Wasser würde für mich als Grauwasser einen Sinn geben.
Herzliche Grüsse
maria
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Mirjam
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« Antwort #10 am: 19.06.07, 08:28 »

Hallo Mary,

der Tank war also ein ehm. Öltank, richtig?

Für die Öltankreinigung gibt es Spezialfirmen mit Spezialgerät, da die vorhandene Reingungsflüssigkeit entsorgt werden muss. Und ggf. beurteilt werde kann, in wie weit der Tank geeignet ist (Rost?)

Was möchtest du mit dem Wasser tun - Garten?

wird auch anderswo diskutiert - die Rentabilität hängt von der Örtlichkeiten/Kosten der Reinigung ab.

http://www.bau.de/forum/wasser/327.htm

z.B. Firmen schicken auch online-Angebote http://www.tankschutz-göttel.de/angebot.html

Gruß Mirjam
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #11 am: 19.06.07, 10:22 »

Hallo Mirjam,
danke, werd ich mich mal schlau machen. Unser Erdtank war ein Heizöltank und entweder wir reissen ihn raus oder wir lassen ihn reinigen und füllen ihn dann mit Sand auf oder wir nutzen ihn für Regenwasser. Regenwasser frü Garten, zum Maschinenwaschen und für meine zahlreichen Kübelpflanzen.

@all, wer von Euch hat hartes Wasser und hat eine Wasserenthätungsanlage.
Irgendwie sind wir am suchen, aber bis jetzt haben wir noch nichts passendes gefunden. Teuer scheinen alle Geräte zu sein, die einen erscheinen mir eher hokospoisch, bei Zusätzen bin ich ein bisschen vorsichtig, wir haben uns mit einer Wasserenthärtungsanlage mit dem dazu benötigtem Mittel erst nach jahrelangem Herumsuchen herausgefunden, dass dieses Mittel für unsere massiven Hautprobleme verantwortlich war.
Aber wir brauchen eine Wasserenthärtung, das steht fest.
Herzliche Grüsse
maria
« Letzte Änderung: 19.06.07, 10:38 von mary » Gespeichert
Doro
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« Antwort #12 am: 19.06.07, 10:37 »

Hallo Mary,

wir haben auch einen Riesenöltank zum Wassertank umfunktioniert. Allerdings haben wir denn schon gereinigt ganz günstig bekommen. Er wurde nur innen nochmal irgendwie gestrichen oder versiegelt. Die Farbe dazu war teuer. Sad
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Mirjam
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« Antwort #13 am: 19.06.07, 11:01 »

Hallo Mary,

welche Zusätze waren dies die die Ausschläge auslösten?

Und wieviel dh°C müsst ihr runter?

Wir arbeiten viel mit Ionenaustauschern - in dem die Calcium-Magnesium-Anteile gegen Natrium aus NaCL (Siede/Gewerbesalz) ersetzt werden. Das eingebrachte Salz kann man hier ganz genau nach der ausgetauschten Kalkmenge berechnen und gearbeitet wird mit Salztabs "Broxetten" von z.B. Suedsalz (die Zusammensetzung hab ich ebs aus beruflichen Gründen heute morgen angefragt).

Hier gibt es verschiedene Geräte am Markt - von vollmechanischen (einfach) bis hin zu elektrisch gesteuerten, in denen der Spülzyklus (wenn das getauschte Mg/C herausgeschwemmt wird aus der Filterpatrone) zeitlich bestimmbar ist.

Alternativ gäbe es hier noch die "Feinstfiltration", dass sind große Anlagen von z.B. Kärcher und noch anderen auf dem Markt, die (im Gegensatz zur Umkehrosmose) einen Teil der enthaltenen Inhaltsstoffe herausfiltern - aber die Anlagen haben einen große Anschaffungsinvestition + Betriebskosten von 40 - 60 Cent der Kubikmeter.

Für die Tiere z.B. insbesondere ist auch der Sulfat-Gehalt des Wassers wichtig - die reagieren hier deutlich empfindlicher als Menschen (z.b. Rhönsprudel hat einen Sulfatgehalt - da kriegen Sauen Durchfall von  Wink) und Sulfat/Gipshärte geht oft Hand in Hand mit hohem dH°C, nicht jedes Trinkwasser - hat Tränkequalität.

Seit letzter Woche gibt es eine "Orientierungsleitlinie Tränkewasser" - wer die haben möchte - ich schick sie als Mail-Doc zu.

Mit dem hier wollte ich aus anderen Gründen heute noch telefonieren - er nimmt lt. Kärcher die Installationen auch für sie vor da Profi: www.wassermeister.com  (ich wußte gar nicht, dass es diese Qualifikation gibt...)

bzw. Leistungsspektrum   http://www.wassermeister.com/anlagen.html

viele Grüsse

Mirjam

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Petra2
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« Antwort #14 am: 19.06.07, 12:01 »

Hallo Mary,

mit einer Wassernthärtungsanlage kann ich die leider nicht dienen.
Wir haben dafür eine Wasserentsäuerunsanlage einbauen müssen, da unser Brunnenwasser zuviel Kohlensäure enthielt und daher korrosiv wirkte, bevorzugt an den Kupferbögen der Leitung.
War auch nicht gerade billig, lohnte sich aber trotzdem.
Wir lassen unser Wasser in Abständen im Labor einer Talsperre untersuchen, die Werte sind alle in Ordnung und liegen alle im Rahmen der Trinkwasserverordnung.

Gruss

Petra2
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Manche Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen, haben aber keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.
(George Orson Welles)
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