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Autor Thema: Obstbäuerinnen, wo seid ihr?  (Gelesen 18442 mal)
Vöglein
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« Antwort #15 am: 08.11.03, 10:28 »

Hallo, ja das mit der Wissenschaft kann ich bestätigen. In unserem Dorf gibt es einige Spezialisten die zu solchen Aktionen immer wieder hinzugenommen werden.  Grin  Da braucht man Zeit und Geduld um einen Baum in die richtige Form zu bringen,  und nach jedem Ästchen schaut man dann erst einmal nach den Auswirkungen des Wegnehmens dieses Astes. Wink   Bei uns stehen noch eine Menge alter Apfelbäume die man wild wachsen läßt, und die findet das Vöglein am Schönsten zum herumtollen und fürs Nester bauen. Liebe Grüße Andrea  Cheesy  Cheesy  Cheesy
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Liebe Grüße Andrea Maria

...man muss das Glück unterwegs suchen, nicht am Ziel, da ist die Reise
zu Ende !
LunaR
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« Antwort #16 am: 08.11.03, 14:14 »

Seit einigen Jahren trägt unser "Freiherr von Berlepsch". Von diesem Apfel bin ich begeistert, schmeckt super und ist schön saftig. Er soll auch lange gelagert werden können, aber die paar, die wir geerntet haben, waren jedesmal schnell alle.

Mein Traumapfel aus Kindertagen ist ein "Weinsauerer". Der schmeckt wie er heißt. Den habe ich aber seit über 20 Jahren schon nicht mehr gegessen. Bisher habe ich ihn noch nirgends zu kaufen gesehen. Als wir unsere Apfelbäume pflanzten (übrigens Hochstämme, weil wir auch die Blüte an großen Bäumen lieben), haben wir lange nach "Weinsaueren" Pflanzen gesucht aber leider nirgends gefunden :\'( :\'( :\'(.
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Katharina
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« Antwort #17 am: 08.11.03, 15:05 »

Hallo Freya,

wenn du Bäume angießt, musst du das den ganzen Sommer durch gleichbleibend machen.
Es schadet den Bäumen mehr, wenn sie ein paarmal eine Wassergabe bekommen und dann nicht mehr, als wie generell kein Wasser.
Dieses Jahr war extrem trocken und die Bauern hier, im Hochsommer aus Zeitmangel nicht wässern konnten, haben viele Verluste in ihren Neuanlagen.

Du muss darauf achten, dass du keine zu schwachwachsende Unterlage (Wurzel) bekommst, wenn du ihn als einzelstehnden Baum im Garten haben möchtest. Heute werden in den Ertragsobstanlagen nur noch Spindelbäumchen gesetzt. Die eignen sich nicht für deine Zwecke, weil sie nicht genügend Krone bilden.

Mit den Sorten bei euch kenne ich mich zu wenig aus, aber du solltest unbedingt darauf achten, dass er keinen Fremdbefruchter braucht. Oder einen zweiten Apfelbaum dazusetzen als Befruchter.
« Letzte Änderung: 08.11.03, 15:28 von Katharina » Gespeichert

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« Antwort #18 am: 08.11.03, 15:17 »

Hallo Werner,

du liegst nicht ganz verkehrt mit deiner Meinung.
Wenn man Bäume rodet und hat die Möglichkeit, den Acker 2 Jahre ausruhen zu lassen sollte man das tun.
Vor allem wenn man die gleiche Sorte nachsetzt, wird der Boden einseitig beansprucht und andererseits können Krankheitserreger noch im Boden sein von den letzten Bäumen.
Aber man kann auch gleich wieder neupflanzen.
Dann achtet man darauf, dass die Unterlage starkwachsend genug ist, sonst wachsen die Bäume sehr viel langsamer.

Empfehlen kann ich dir, wie Dody auch, einen Schnittkurs mitzumachen. Gbt es bei dir keine landw. Beratungsstelle in der Nähe? Die bieten im Winter öft solche Kurse an.



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« Antwort #19 am: 08.11.03, 15:20 »

Hallo Luna,

probier es doch mal bei google mit deinem Weinsauren Apfel.
Da ist eine Bauschule in Norddeutschland angegeben, die ihn vertreibt.
Solche alten Sorten kann man nur bei Markenbaumsschulen finden, die sich darauf spezialisiert haben.

Für den Ertragsobstbau hat man ganz andere Sorten gezüchtet. Die Früchte müssen unseren Handelsklassenbestimmungen leichter entsprechen und der Ertrag und die Lagerfähigkeit sollten zufriedenstellend sein.
« Letzte Änderung: 08.11.03, 15:26 von Katharina » Gespeichert

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« Antwort #20 am: 08.11.03, 15:46 »



Für den Ertragsobstbau hat man ganz andere Sorten gezüchtet. Die Früchte müssen unseren Handelsklassenbestimmungen leichter entsprechen und der Ertrag und die Lagerfähigkeit sollten zufriedenstellend sein.


Ich weiß und sehe zwar einerseits die Notwednigkeit, anderseits finde ich es schade, was dabei so verloren geht. Mir persönlich würde es nichts ausmachen, wenn in einer Apfelkiste nicht alle Äpfel gleichgroß sind. Außdem ist es doch auch schade, wenn sich Äpfel nicht verkaufen lassen, nur weil sie der Norm nicht entsprechen.

Danke Uta, wegen des Tipps für den weinsaueren, aber leider haben wir schon genug Apfelbäume gepflanzt.
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Katharina
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« Antwort #21 am: 08.11.03, 16:04 »

Hallo Luna,

das mit den gleichgroßen Äpfel kriegt man ja durch gutes Sortieren hin.
Aber die Äpfel hier dürfen ausserdem keine Schalenfehler haben, wie z.B. Schorf.
Sie müssen ja nach Sorte zu mind. zu 30 bis 50% ausgefärbt sein. Die Intensität der Deckfarbe spielt auch eine Rolle.
Und dann muss es noch eine Sorte sein, die der Großmarkt auch gut vertreiben kann, sonst erhältst du für die schönsten Äpfel auch nur den Mostapfelpreis.  Sad
Dass die Äpfel frei von Einwohnern sein müssen, versteht sich von selbst.
Am besten verkaufen sich laut unserer Markthalle Äpfel in der Sortierung zwischen 70 und 80mm Durchmesser.
Hat man welche über 90mm oder unter 65mm, sind sie fast unverkäuflich.
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Werner
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« Antwort #22 am: 09.11.03, 00:50 »

Hallo  Katharina

Das mit dem warten bei der gleichen gleichen Art ist nicht meine Weisheit

kam von der Baumschule, war mir nur nicht klar weshalb.

Schnittkurse, da muß man kilometerweit fahren bei uns.

Aber wie haltet Ihr es mit Spritzen ?
Wer darf und was spritzt man ?
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geli.G
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« Antwort #23 am: 09.11.03, 09:20 »


Schnittkurse, da muß man kilometerweit fahren bei uns.



Gibt´s denn bei euch keine Obst- und Gartenbauvereine? Huh

Die sind bei uns in jeder Gemeinde. Jeder Verein hat einen Baumwart, der die Bäume schneidet!

Ich hab das große Glück, dass mein Vater Baumwart ist, und so hab ich jedes Jahr keine Probleme mit dem Obstbaumschnitt. Wink

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« Antwort #24 am: 10.11.03, 21:48 »

stimmt es das man Obstbäume gleicher Sorte bzw. Art nicht auf den gleichen Platz setzen soll auf dem man einen gerodet hat ?


Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Unterschied macht, ob man Golden Delicious oder z.B. Jonagold pflanzt. Sicher ist es gut, den Boden einen Moment (1-2 Jahre) ruhen zu lassen, aber auf die Sorte kann es wohl nicht ankommen. Das kann ich mir schlicht nicht vorstellen.
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Su
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« Antwort #25 am: 10.11.03, 21:52 »

Wie haltet Ihr es mit Spritzen ?
Wer darf und was spritzt man ?


Gibt es bei Euch in Bezug auf "wer darf" Einschränkungen? Was man spritzt, kommt auf den Krankheitsdruck und auf die Erwartungen drauf an. Wenn Du für den Eigengebrauch (bei dem Du gewisse Schönheitsfehler tolerierst) Aepfel pflanzest, ist es nicht dasselbe wie wenn Du für den Markt produzierst.
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Katharina
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« Antwort #26 am: 10.11.03, 22:33 »

Hallo Su
wenn man z.B. Zwetschenbäume gerodet hat, weil sie krank waren, evtl. Scharka hatten, sollte man keine Zwetschen auf diesem Acker nachpflanzen, weil die sonst die gleiche Krankheit bekämen. Äpfel und Kirschen bekommen diese Krankheit aber nicht. Deshalb sollte man die Fruchtart wechseln oder besser noch, den Boden erst mal gesunden lassen.
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Su
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« Antwort #27 am: 10.11.03, 22:47 »

Liebe Katharina
Das ist vollkommen klar, dass man die Pflanzenart wechseln sollte, wenn Krankheiten vorliegen. Und eine Brache schadet bestimmt nie!
Da bin ich halt irgendwie zu "pingelig", wie man bei uns sagt, zu genau: Eine Sorte ist für mich eine Sorte der gleichen Art, also eben Apfel nach Apfel. Zwetschgen nach Apfel oder Kirsche nach Apfel ist biologisch eine andere ?? (ich müsste in einem gescheiten Buch nachschlagen, aber das mag ich nicht mehr so spät am Abend). Zu einem bewussten Umgang mit der Natur gehört sicher das Wissen um diese Zusammenhänge. Krankheiten sind ein Thema. Diese lassen sich am besten durch Wechsel der Gattung, noch besser durch Wechsel der Familie bekämpfen. Nur ist das halt nicht immer möglich.
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Werner
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« Antwort #28 am: 19.11.03, 17:43 »

Hallo Obstbäuerrinnen und andere

Mit was spritz Ihr und wann denn

a) Apfelbäume

b) Birnenbäume

c) Kirschenbäume

d) Zwetschgenbäume

e ) Quittenbäume

f) Esskastanien ( werden die überhaupt gespritzt ? )

g) Nussbäume

h) Mirabellenbäume

??
« Letzte Änderung: 19.11.03, 17:45 von Werner » Gespeichert
Werner
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« Antwort #29 am: 25.11.03, 13:03 »



Auf Ihr lieben Obstbäuerinnen.

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