renate80
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« am: 29.07.06, 14:38 » |
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Liebe BT-Forumsteilnehmer! Wie schützt Ihr Euch beim melken gegen Kuhschwanzschläge? Gerade bei dieser Hitze habe ich innerhalb von zwei Wochen zwei Verletzungen am Auge erlitten - verursacht durch einen Kuhschwanzschlag! Ich melke in einem Anbindestall und sitze auf einem Hocker unter unseren Kühen. Wir haben tausende von Fliegen im Stall und diese plagen unser Vieh. Dieses macht sehr häufig befreiungsschläge mit Ihren Schwänzen. Leider trifft mich so ein Schwanz regelmäßig. Gegen die "Verschmutzung im Gesicht und auf Kleidung"  bin ich ja gar nicht allergisch. Schaut nur immer recht witzig aus, wenn die Nachbarn Milch holen kommen und mich immer so verspritzt vorfinden. Denken wahrscheinlich die kennen keine Dusche und Waschmaschine. Man kann sich ja danach wieder duschen. Aber gefährlich finde ich wenn man nicht darauf gefasst ist und die liebe "MArtha" ausschlägt und volle wucht auf das Auge trifft. Werde jetzt mal mit einer Schweißbrille zum melken gehen. Als Kopfbedeckung trage ich ein Kopftuch. Vielleicht würde ja auch eine Schirmmütze abhilfe schaffen, aber da passen meine langen Haare nicht darunter. Schönes Wochenende! lg Renate
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Autokamm
NRW
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« Antwort #1 am: 29.07.06, 14:57 » |
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Hallo renate80, bei uns wurden früher im Anbindestall und auch heute noch im Melkstand die Schwänze immer rasiert. Das bringt schon einmal so einige Zentimeter, die der Schwanz dann kürzer ist. Habt ihr rasierte Schwänze? LG
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Viele Grüße aus dem Bergischen
Jede Gattin klug und weise kocht des Mannes Lieblingsspeise!
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Silvia
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« Antwort #2 am: 29.07.06, 16:26 » |
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Hallo Autokamm! Ich hab noch nicht festgestellt dass es dadurch weniger weh tut wenn sie einen treffen. 
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passivM
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« Antwort #3 am: 29.07.06, 18:11 » |
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Wir haben die Schwänze auch rasiert, allerdings sind unten noch ein paar "Fransen" dran.  Ich finde es nützlich, wenn man beim Melken eine Kappe mit Schild trägt. Das schützt die Augen. Die eventuell langen Haare kann man ja hinten als Pferdeschwanz durchziehen, dann sind sie wenigstens "weg". Ansonsten sollte man halt - so gut es geht - wachsam sein. Beim masieren kann man den Schwanz ja festhalten, ansonsten muss man den Kopf halt so gut als möglich wegdrehen. Kennt ihr diesen blöden Witz, wo der Bauer in der Kneipe sitzt und frustriert ist, weil das mit dem in-den-Eimer-melken nicht geklappt hat? Erst hat er das eine, dann auch das andere Hinterbein seitlich festgebunden. Dann schlug die Kuh den Eimer mit dem Schwanz um, den band er dann auch fest. Mit seinem Gürtel, weil er auf die schnelle keinen Kordel mehr gefunden hat. Da rutschte die Hose in die Kniekehlen, und weil just in dem Moment die neue Tierärztin wegen einer anderen Kuh rein kam, da - tja...  Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären...  ---  Nix für ungut, Renate. Ich wünsche dir, und deinem Auge gute Besserung, und ein bisschen mehr Glück beim melken. liebe Grüße Anna
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Luetten
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« Antwort #4 am: 29.07.06, 19:53 » |
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Manchmal hat die eigene Kürze auch ihren Vorteil  . Beim melken hauen die Schwänze über mich rüber! LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
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michlbeirin
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« Antwort #5 am: 29.07.06, 21:22 » |
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Hallo Renate!
ob das bei eurer Größe machbar ist, weiß ich nicht, aber wenn die Kühe das ganze Jahr im Stall stehen, könnte man es ja mit Schwanzaufhängern probieren. Ich hab die früher immer selbst gebastelt. Hat zwei Vorteile: Kühe sind sauberer und man bekommt beim Melken keinen Schwnaz ins Gesicht. Nachteile: bei Weidegang muß man die wieder losbinden und wenn eine abkommt, dann nimmt sie bestimmt einen ganzen Schwung mit, die man dann nachher wieder dran machen muß.
LG michlbeirin
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Autokamm
NRW
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« Antwort #6 am: 29.07.06, 21:44 » |
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Ich hab noch nicht festgestellt dass es dadurch weniger weh tut wenn sie einen treffen. @silvia Du hast recht, aber ich meine sie treffen mich nicht ganz so häufig, wenn sie kürzer sind. LG
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heike
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Bäuerinnen - find ich gut!
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« Antwort #7 am: 30.07.06, 07:30 » |
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Hallo Renate Kurze oder lange Schwänze. Lange Schwänze kann man natürlich leichter fangen und festhalten. Kurzeitig kann man sie auch zwischen Hinterbein und Euter hochziehen und festklemmen, hält natürlich nicht sehr lange. Wenn eine Kuh garnicht ruhig steht und dann mir noch den Schwanz um die Ohren haut habe ich auch schon ein Strohband reingebunden und an dem entgegengesetzten Hinterbein festgebunden  . Wäre natürlich einfach wenn man die Schwänze immer weghängen könnte wenn man gerade unter so eine Kuh muss.
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Venlig hilsen fra Danmark Heike
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Freya
Oberbayern
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no guts, no glory !
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« Antwort #8 am: 30.07.06, 15:32 » |
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Hallo Otto... es würde im Anbindestall eine Ritterrüstung helfen....  Abgesehen davon melke ich nur noch mit Schutzbrille und zwar keine Schweißbrille oder sonstige Ungetümer, sondern eine leichte, gute Schutzbrille, wie es sie in jedem guten Baumarkt zu kaufen gibt. Ich habe mich die letzten Jahre auf ein Modell "eingeschossen" UVEX 9168 Astrospec. Aber da smuss jeder selbst ausprobieren, welche Brille gut paßt und nicht behindert. Für mich kann ich nur sagen, daß ich mich selber sehr gewundert habe, daß mir das Brilletragen beim Melken noch nicht auf den Nerv gegangen ist. Warum wohl  Ich kenne die Schmerzen von verletzter Hornhaut und auch das Theater bis Gatte mit mir am Wochenende oder nächtens durch die Pampa fahren kann um den Augenarzt aufzusuchen, der gerde Notdienst hat. Das hat mir gereicht; deswegen die Brille.  Ich habe die obere, mit klaren Gläsern. Konnte sie hier aber nicht einzeln reinstellen. Habe mal die Krankenkass gefragt, ob sie anteilige Kosten für die Schutzbrille übernehmen ( nur um zu wissen )... Antwort: derartige Präventivmaßnahmen sieht das deutsche Sozialgesetzbuch nicht vor. Ich könnte aber auch mit einem Taxi zum Augenarzt fahren..... Da kann ich dann 10 Brillen von kaufen *kopfschüttel* Und Schwänze kürzen und sauber halten tu ich sicher auch - aber sie sind ja mit oder ohne Haare wie ein Prügel. Es reicht mir schon auf dem Ohr, im Genick, auf dem Kopf oder auf dem Rücken. Da brauch ich den Schlag vom Kuhschwanz sicher nicht im Auge ....
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liebe Grüße Freya
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Käseherby
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« Antwort #9 am: 31.07.06, 00:04 » |
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hi ihr
wie wär es mit ca. 30 cm doppelseitigesklettband? geht zwei sekunden schützt hundert prozentig gegen kuhscheisse im haar und verletzter hornhaut und koste keinen euro im fachhandel. kein rasieren nötig, die kühe dürfen ihre fliegenwedel behalten und bauer braucht nicht herumzulaufen wie ein mitarbeiter einer atommülldeponie.
liebe grüsse
herby
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Denken ist die härteste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Menschen damit befassen. Henry Ford
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zara
Schwabenland
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Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum!
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« Antwort #10 am: 31.07.06, 00:31 » |
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Lange Schwänze kann man natürlich leichter fangen und festhalten. Kurzeitig kann man sie auch zwischen Hinterbein und Euter hochziehen und festklemmen, hält natürlich nicht sehr lange.
Hast du Kühe mit SOOOO langen Schwänzen??? Also bei uns werden die Schwänze auch abgeschnitten bis kurz unter's Schwanzbein. Hat auch den Vorteil, je kürzer der Schwanz, desto weniger Schei... hängt normalerweise im Schwanz. Ich find nämlich Kuhschei... im Gesicht nicht wirklich so prikelnd! Brille hält schon auch einiges ab, hab ich eh eine auf (natürlich eine alte), die nach jedem Melken unterm Wasserhahn gewaschen wird. Was wir mal hatten, war so ein Kuhschwanzklemmer:  Nur gibt's (zumindest bei uns) solche "liebenswerten" Kühe, die schlagen dann mit den Beinen umso mehr, sobald sie merken, dass mit dem Schwanz nicht mehr viel geht... Und da ist mir dann ehrlich gesagt eine lieber wo mit dem Schwanz um sich schlägt, als eine, wo die Melkzeuge zwei Meter wegschleudert... @ renate80 Kannst ja mal bei Westfalia schauen, was es so in Sachen Schwanzklammern gibt...
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Schau in die Augen einer Kuh und Du weisst, wofür Du arbeitest!
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Trudi
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Ich liebe dieses Forum!
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« Antwort #11 am: 31.07.06, 08:04 » |
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So harmlos ist es nicht,wenn man von einem Kuhschwanz einen Schlag ins Gesicht bekommt.
Das ist meinem Mann passiert beim ausmisten.Seither ist er bei einem Auge fast blind.
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lucia
bayerischer wald
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« Antwort #12 am: 31.07.06, 09:50 » |
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auch ein gehörsturz oder riß im trommelfell ist nach nem schlag aufs ohr net unbedingt auszuschließen.... 
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lieben gruß, lucia
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Romy
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« Antwort #13 am: 31.07.06, 13:30 » |
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Als wir die Kühe noch angebunden hatten, haben wir immer aufgeschwanzt. Hinter den Kühen, an der Decke war ein Seil gespannt. An diesem Seil hingen die Aufschwanzschnüre. Mit einem besonderen Knopf wurden dann die Schwänze daran festgebunden. Beim melken konnte man mit einem kleine Schlick, den Schwanz oben an das Spannseil hängen und nachher brauchte es nur einen kleinen Ruck und schon hatte die Kuh ihren Schwanzradius wieder. Der Nachteil war schon, dass man beim Weidegang immer zuerst alle abschwanzen und nachher wieder aufschwanzen musste. Aber dies ging eigentlich immer sehr schnell. Ich war sogar schneller als Göga. Als uns Ameikaner besuchten im Stall, lachten die sich krumm. Sie hätten noch nie gesehen, dass man Kühe vorne und hinten anbindet
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en hübsche tag Romy
Wenn du nur zwei Möglichkeiten hast, wähle die dritte
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Juett
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Bäuerinnen - find ich gut!
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« Antwort #14 am: 02.08.06, 16:50 » |
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Wir hatten im Anbindestall auch "aufgeschwanzte" Kühe - netter Ausdruck, wie ich finde  . Leider hat SV natürlich meistens gespart und so marode alte Schnürchen genommen. Wenn die unterm Ausholen mit dem Schwanz gerissen sind und einen dann getroffen haben, das war wie ein Peitschenhieb...  Ausserdem hat man bei einem festgeknoteten Schnurrest am Schwanz diesen nicht in der Wahrnehmung - ich jedenfalls nicht  Dem Schwanz kann man wenn man Glück hat ja noch ausweichen, aber diesem Schnurrest niemals. Ausserdem hab ich mich beim Besamen oder Trächtigkeitsuntersuchen jedesmal halb in diesen Schwanzschnüren stranguliert. ICH HABE SIE GEHASST !!! Einer der grössten Vorteile am Laufstall: Keiner kann mehr Schwänze festbinden...  Gruss Jutta
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