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Autor Thema: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten  (Gelesen 132355 mal)
sausi
Gast
« Antwort #60 am: 17.11.03, 23:26 »

Weihnachtsglocken

Es fällt der Schnee, der Wind weht kalt,
die Erde liegt in Träumen, das Christkind wandelt
durch den Wald und sucht nach Weihnachtsbäumen.
Sankt Nikolaus schaut zum Fenster 'rein,
was wird er uns wohl bringen?
Nun laßt uns brav und folgsam sein
und schöne Lieder singen.
Schon gestern war der Himmel rot-
wie Flammen nah und ferne,
das Christkind bäckt schon Zuckerbrot
und süße Mandelsterne.
Hört ihr den fernen, leisen Ton,
wie Jubel und Frohlocken?
Ich glaub', die Englein läuten schon
die goldnen Weihnachtsglocken!
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sausi
Gast
« Antwort #61 am: 17.11.03, 23:31 »

Ein Licht erstrahlt in Macht und Not,
es überdauert Angst und Tod.
Es läßt dich hoffen immerzu,
es schenkt dir Friede, Glück und Ruh.
Es strahlt mit seinem hohen Schein,
in jedes Menschenherz hinein.
Es gibt dir Kraft und Zuversicht,
der Liebe und der Wahrheit Licht.
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Freya
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no guts, no glory !


« Antwort #62 am: 22.11.03, 23:20 »

Hab heute von Anne in der ml etwas gefunden, was wunderbar hier reinpaßt  Wink  Wink Cool

Zitat
An alle Mitarbeiter:

Trotz erheblicher Sparmaßnahmen lädt unser Chef auch in diesem Jahr ein zur


Weihnachtsfeier

Leider mußten wir kurzfristig unser Programm ändern:

Treffpunkt:      Montag, an einer Autobahnabfahrt der A39

Abfahrt:      8:00 bis 10:00 Uhr per Anhalter nach Hamburg

Mittagessen:      Erbensuppe in der Bahnhofsmission
         Selbstkostenbeitrag
         Erbsensuppe mit Erbsen      DM 0,80
         Erbensuppe ohne Erbsen      DM 0,40

Vergnügen:      Wettfahrt auf der Rolltreppe bei Karstadt
         Versteckspiel im Parkhaus Hertie
         Dem Sieger spendiert der Chef eine viertägige Baggerfahrt
         in New York bei eigener Anreise, Verpflegung und Unterbringung.

Anschließend:      Eine Stunde Schiffe gucken an der Elbe

Kulturprogramm:   Folkloreabend im Asylantenheim mit anschließender
         Polonaise über die Reeperbahn

         Bis zum Abendessen Open Air Konzert der Heilsarmee
         auf dem Bahnhofsplatz

Abendessen:      Betteln um eine Scheibe Brot bei der Arbeiterwohlfahrt

Heimfahrt:      Gegen 20:00 Uhr gemeinsame Schwarzfahrt mit der
         Deutschen Bahn nach Hause

      Unser Chef hofft auf zahlreiches Erscheinen!!!   



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liebe Grüße
Freya

"Kuchen bleiben länger frisch, wenn sie später gebacken werden" (ostfriesischer Haushaltstip)
Digge
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« Antwort #63 am: 24.11.03, 11:19 »

De schäbige Wiehnachtsmann

Ach du leve Wiehnachtsmann,
kiek doch mal dien Büxen an.
Un dien Steveln  sünd vull Schiet.
Nee, dat geiht denn doch to wiet.

Kiek di doch mal in`n spegel an,
leve gode Wiehnachtsmann.
Segg, wat is denn blots
mit dien Sack dor los?

Nee, wat süht dat ut,
de Geschenke fallt meist rut.
Löcker achtern, Löcker vörn,
muss die ja schamen vör de Göörn!

Dat süht doch gliek de lüsttste Wicht,
akkraat-nee, ne dat büst nich.
Ach du leve Wiehnachtsmann,
treck di doch erstmal richdig an. Wink
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Sei gütig, denn alle Menschen, denen du begegnest, kämpfen einen schweren Kampf.
reserl
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« Antwort #64 am: 25.11.03, 19:04 »

Gefangen

Auch im Gefängnis ist Bescherung
man wünscht sich Leiter oder Feile
und hält nicht viel von der Bekehrung
man sitzt halt schon ne ganze Weile.
Tatsächlich kommt der Weihnachtsmann
den Sack voll Äpfeln und auch Nüssen
es lacht ihn aus ein jedermann
er hätt es wissen müssen.

Die Rute schüchtert auch nicht ein
mit Schnaps kann er nicht dienen
ist jeder hier ein armes Schwein
auch wenn sie schelmisch grienen.

Nur einer hat die Chance erkannt
ist in den Sack gekrochen
den Weihnachtsmann so überrannt
mit seiner Hilfe ausgebrochen.

Der Weihnachtsmann nicht ungelenk
macht unter donnerndem Applaus
dem Anstaltsleiter ein Geschenk
der bricht zur Weihnacht nie mehr aus.
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lieben Gruß
Reserl


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reserl
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« Antwort #65 am: 27.11.03, 13:16 »


Weihnachtslieder

Alle stehn in Reih und Glied
wir singen jetzt ein Weihnachtslied
Kinder nörgeln, muss das sein
doch kein Erbarm bei Kerzenschein.
So muss man froh und munter sein
nur Opa schläft meist dabei ein
und es verkriecht sich gleich der Hund
ist für sein Ohr auch ungesund.

Die jüngste quält schräg das Klavier
der Vater lechzt nach einem Bier
und Oma fällt ein Stein vom Herzen
noch brennt der Baum nicht, nur die Kerzen.

Und dann beim Lied der Stillen Nacht
vom Lärm ist Opa aufgewacht
ruft in die Runde zornentbrannt
ich riechs, die Gans ist angebrannt.

So rettet dieses Jahr der Braten
der wie ein Wunder nicht missraten
die Welt vor weitrem Kunstgenuss
man endlich nicht mehr singen muss.
--
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lieben Gruß
Reserl


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Christa L.
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Milkst du noch - oder lebst du schon?


« Antwort #66 am: 29.11.03, 10:54 »


Hallo

Hier ein Text der mir sehr gut gefallen hat.

Wir bitten Gott, den Allmächtigen
er möge uns behilflich sein:
Dass wir Weihnachten nicht wie Karneval feiern,
dass wir das Wunder von Bethlehem
nicht mit einem Musical plus Domführung
plus Reeperbahn plus Hafenrundfahrt
und Rhein in Flammen verwechseln,
sondern dass wir die Stille und das Heilige,
nicht nur in der Nacht neu entdecken-
unser kleines und endliches Sein spüren,
aber mit Jesus Christus gleichsam neu
auf die Welt kommen, auch wenn wir schon
betagt sind.
Grosse Freude ist uns verkündigt worden,
soll in uns leben. Erbarmen und Zuversicht
werden uns begleiten. Christus ist unter uns
urjung und uralt,
Freiheit und Erlösung als Geschenk.


von Hans Dieter Hüsch


In diesem Sinne Euch allen eine besinnliche Adventszeit

Christa
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iwo
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« Antwort #67 am: 30.11.03, 19:45 »

Ein Gedicht aus meiner Kindheit. Ich habe es in einen Büchlein wiedergefunden.


Sunnerklaus

Nun kick ins, wo is de Häwen so rot!
Dat sund de Engels, se backt dat Broot,
se backt den Winachsmann sien Stuten
för all de lüttjen Leckersnuten.

Nu gau de Tellers unter’t Bett,
un leggt jo hen und weest recht nett!
De Sunnerklaus steit vor de Doer,
de Winachsmann, de schickt em her.

Wat de Engels backt hefft, dat schöt ji probeern,
un smeckt et jo good, so hört se dat geern.
Un de Winachsmann lacht: „Nu backt man meer!“
Och, wenn’t doch man erst Winachten weer!

                      (Johann Beyer)
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Liebe Grüße Inge
mara44
Gast
« Antwort #68 am: 30.11.03, 22:27 »

Es gibt auch jedes Jahr vom Kath. Landvolk Bayern einen Begleiter (kleines Heft) durch die Adventszeit. Sehr empfehlenswert! Cheesy
Und hier noch was anderes- einer meiner persönlichen Favoriten:

"Wohin willst du gehen?" fragte mich der Engel, als ich an einer Kreuzung stand und nicht mehr weiter wußte. "Nach Bethlehem" antwortete ich und breitete meine Landkarte umständlich vor ihm aus. Lächelnd nahm er sie mir aus der Hand und wies mir den weiten Weg von meinem stets angestrengten Verstand hin zu der Güte meines Herzens.


Besinnliche und herzliche Adventszeit allen!

Mara






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annama
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" Alles zu beleben ist der Zweck des Lebens "


« Antwort #69 am: 30.11.03, 23:03 »

Licht zur Weihnacht


Es kommt ein Licht ganz leis 'in dieses Land.
In seiner Helle wunderbarem Bogen
schreibt es ein " Sei gewiss "dir in die Hand.

Und immer heller strahlt sein Schein,
wenn dunkler wird des Jahres Lampe,
bemessener der Tage Schritt.
Und sickert langsam in die Herzen ein
und geht mit Suchenden behütet mit .

Und führt zum Tore sie nach all den Tränen
und weist als Fackelschein hin auf das Schloss.
Und sachte, wie durch all dein Sehnen,
schwingt auf die Tür.....
Da liegt der Heiland in Mariens Schoß .


                                Uta Taschner-Seifert
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Gerade wenn eine Frau meint ihre Arbeit sei getan
wird sie Grossmutter

Liebe Grüsse annama
cara
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Kann ich nicht, heisst will ich nicht.


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« Antwort #70 am: 01.12.03, 10:41 »

der persönliche adventskalender des herrn X.


* Erster Dezember 2003

Hurra, ich darf das erste Fenster meines Adventskalenders öffnen. Ein Schokoengelchen. Ich liebe den Advent.


* Zweiter Dezember 2003

Eine Glocke. Ich lasse die Schokolade auf meiner Zunge zergehen und bekomme einen zärtlichen Kuss meiner Liebsten. Die Adventszeit ist immer so romantisch.


* Dritter Dezember 2003

Kollege Meier erzählt mir von seinem tollen Adventskalender mit Pralinen und kleinen Geschenkchen. Ich freue mich für ihn. Ich hatte ein Schokoauto.


* Vierter Dezember 2003

Ein Schokokopf.
Nichts nennenswertes passiert.


* Fünfter Dezember 2003

Kollege Niederkopf erzählt in der Kantine schmutzige Adventswitze. Habe aus Höflichkeit mitgelacht. Frl. Blasewetter sah pikiert zu Boden.
Schokotannenzweig.


* Sechster Dezember 2003

Nikolaustag. Meier kommt mit einem Nikolauskostüm und verteilt Schokolade und Kondome. Lustiger Scherz. Ich mache mich über die Schoki her und schiebe die Kondome unserer jungen, allerdings auch sehr hübschen Azubine zu.
Schutz ist heute so was von wichtig. Vor allem für die Jugend. Demnächst muss ich mich deshalb wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz äußern.


* Siebter Dezember 2003

Meine Liebste scheint sich über den Wischmop den ich ihr zum Nikolaus schenkte irgendwie nicht zu freuen. Ist äußerst muffig heute. Kolleginnen gehen mir aus dem Weg. Menschenskind, ich wollte doch wirklich nur das Beste für die Kleine. Fräulein Blasewetter murmelte was von "Ja, ja" und "... sein bestes Stück". Schokoschlitten im Kalender.


* Achter Dezember 2003

Zweiter Advent. Meine Liebste war wieder versöhnlich. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt als ich mein Sturmfeuerzeug zum Entzünden der zwei Kerzen auf dem Adventskranz zückte. Bei den anderen brannten nur zwei mickrige Kerzen, bei uns der ganze Kranz. Warum war das Holz auch nur so trocken?


* Neunter Dezember 2003

Anschiss wegen Nikolaustag. Die Frauenbeauftragte unserer Firma grinste hämisch. Eintragung in der Personalakte. Als ich wieder an meinen Schreibtisch zurück kam fand ich zwei Kondome auf meinem Platz liegen.
Schnell steckte ich sie ein. Schokoflugzeug.


* Zehnter Dezember 2003

Hatte einen Schokohasen im Kalender und einen eiskalten Hasen mir gegenüber am Frühstückstisch sitzen. Sie hatte die Gummis in meiner Tasche gefunden.
Meine Beteuerungen dass ich ihr ewig treu bin prallten an ihr ab wie ein Zwerg an Santas Bauch. Frostiger Empfang im Büro und auch am Abend Zuhause.
Habe Angst vor Frostbeulen.


* Elfter Dezember 2003

Azubine kam im Minirock. Das macht sie extra. Ignoriere sie geflissentlich.
Meier pfeift ihr nach. Blöd dass er das auf der Türschwelle in sein Büro machte und ich allein auf dem Gang stand als sie sich umdrehte. Termin beim Boss für morgen in Outlook eingetragen. Mausi ist immer noch sauer.


* Zwölfter Dezember 2003

Meier schwärmt wieder davon was er heute in seinem Kalender fand. Er geht mir auf den Nerv. Der Boss glaubt mir meine Schilderung des Vorfalls am Vortag nicht. Zweite Eintragung und eine dringende Empfehlung einen Bogen um Auszubildende und Minderjährige zu machen.


* Dreizehnter Dezember 2003

Schatzi spricht wieder mit mir. Ich wünschte nur es wäre was freundlicheres als "Bring den Müll raus". Hatte das Büro für mich allein. Zumindest gingen alle als ich es betrat. Als ich mich in der Kantine zu meinen Kollegen setzte standen diese auf. Mir fiel auch auf das sie mich heute nicht fragten ob ich zum Essen gehe. Komisch.


* Vierzehnter Dezember 2003

Die Nachbarkinder machten eine Schneeballschlacht. In einem Anfall eines jugendlichen Gefühls machte ich mit. Blöd das sich ein Stein in meinem Schneeball versteckte. Ich überschlug im Geiste wie viel eine Katze kosten könnte. Was muss das Vieh auch in die Wurfbahn springen.


* Fünfzehnter Dezember 2003

Dritter Advent. Behutsam entferne ich den "Katzenmörder"-Zettel von meiner Haustür. Mein Mäuschen war am Kofferpacken. Sie hatte mit einer Freundin telefoniert die lustigerweise mit einem meiner Kollegen verheiratet war.
Meine Erklärungsversuche scheiterten.


* Sechzehnter Dezember 2003

Hatte einen Schokotannenbaum im Kalender. Ich finde Schokolade nicht mehr so spannend. Mausi fehlt mir.


* Siebzehnter Dezember 2003

Hab mit Mausi telefoniert. Konnte sie nach stundenlangen Betteln und Überreden dazu bringen wieder zurück zu kommen. Wir lagen uns weinend in den Armen. Als wir später ins Bett gingen kreuzte ein neues Problem auf.
Stress erzeugt tatsächlich Impotenz. Ich war immer stolz darauf dass er stand wie ein Weihnachtsbaum. In dieser Nacht war's eher eine Trauerweide.


* Achtzehnter Dezember 2003

In der Arbeit reißt Meier Pädophilenwitze. Werde dabei von Kollegen lachend angesehen.
Gedanken an einen Axtmord durchschleichen meine Hirnwindungen.


* Neunzehnter Dezember 2003

Schokoschlitten. Bin frustriert. Sex hat letzte Nacht wieder nicht geklappt. Mausi seufzt jedes Mal bei meinem Anblick.



* Zwanzigster Dezember 2003

Kleiner Umtrunk. Meier gibt einen aus. Meier will auf kameradschaftlich machen und haut mir auf die Schulter so das ich mein Glas verschütte.
Laufe panisch aufs Klo - solche Flecken bekommt man später nicht mehr raus.
Verdammt. Falsche Tür. Stehe nur in Unterhosen vor der Azubine. Sie hat nen Mini an. Das Gute daran: die Impotenz ist augenscheinlich vorbei.


* Einundzwanzigster Dezember 2003

Ich lese zum dritten Mal die Kündigung während Mausi weinend ihre Sachen packt. Ihre Mutter im Auto hupt schon. Schokoweihnachtskugel.


* Zweiundzwanzigster Dezember 2003

Ein Nachbar wünscht mir frohe Feiertage. Ich haue ihm ein blaues Auge.
Habe kurz darauf selber eines: der Freund der Azubine freute sich nicht so sehr über den Behandlungserfolg seiner Freundin bei meinem kleinen Schwellkörperproblem.


* Dreiundzwanzigster Dezember 2003

Die Polizei steht vor der Tür. Ich denke sie sind wegen des kleinen Vorfalls im Supermarkt mit einem verkleideten Weihnachtsmann hier.
Egal was mit mir passiert, DER wird keinen Nachwuchs mehr zeugen.
Sie drohen die Tür einzutreten. Als Antwort schicke ich ihnen meinen lichterloh brennenden Weihnachtsbaum den ich aus dem Badezimmerfenster im ersten Stock fallen lasse. Ich hätte den Baum doch nicht schon im Wohnzimmer anzünden sollen. Nun hat auch die Feuerwehr ein dringendes Bedürfnis meine Wohnung von innen zu besichtigen.
Ich sitze auf dem Dach und singe Weihnachtslieder die nicht unbedingt für Kinderohren gedacht sind.


* Vierundzwanzigster Dezember 2003

Ich feiere Weihnachten mit Bob. Wir teilen uns unsere Zelle. Bob ist sehr nett. Er mag mich. Er sagt er habe ein Geschenk für mich. Ich freue mich schon, wenn ich es auspacken darf. Bob sagt, es ist etwas für jeden Tag.
Aber warum sagt er dauernd, daß der Weihnachtsmann mit dicken Sack und strammer Rute kommen wird?
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LiGrüss cara

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.
Henry Ford
Kuerbisanna
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« Antwort #71 am: 02.12.03, 19:32 »

Weihnachtsgeschichte!

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: "Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach", sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich - und ich mich selbst am wenigsten."
So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: "Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab' da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab' dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!"

Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Nun hat mein Dasein doch einen Sinn."

Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!

Was die Geschichte dem Leser sagt bzw. in sein Bewusstsein bringt, hängt von jedem Einzelnen selbst ab. Es lohnt sich sicher, einmal intensiver und in aller Stille darüber nachzudenken.
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Freya
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« Antwort #72 am: 04.12.03, 12:56 »

Hallo Mädels,

Cheesy  bei mir geht der link nicht, kann keinen Weihnachtsmann schmeißen......  :\'( :\'( versteh ich nicht  Undecided

Hab was gefunden in der ml, was hier ganz gut reinpaßt ....  Wink



Weihnachtsgedicht



Denkt Euch ich habe das Christkind gesehen,

es war beim Finanzamt zu betteln und fleh'n.

Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer,

verlangt vom Christkind die Einkommensteuer.

Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann,

dass das Christkind so viel verschenken kann.

Das Finanzamt hat so nicht kapiert,

wo von das Christkind dies finanziert.

Das Christkind rief: "Die Zwerge stellen die Geschenke her",

da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär.

Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben,

und die Erlöse wären anzugeben.

"Ich verschenke das Spielzeug an Kinder " wollte das

Christkind sich wehren,

dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.

Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben,

wäre dieses jetzt besser zu sagen.

"Meine Zwerge besorgen die Teile,

und basteln die vielen Geschenke in Eile"

Das Finanzamt fragte wie verwandelt,

ob es sich um innergemeinschaftliche Erwerbe handelt.

Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz,

von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz.

"Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld",

Ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt."

"Aus allen Ländern kommen die Sachen",

"mit denen wir die Kinder glücklich machen."

Dieses wäre ja wohl nicht geheuer,

denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.

Das Finanzamt von diesen Sachen keine Ahnung,

meinte dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung.

Mit diesen Sachen, welch ein Graus,
fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus.

Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein,

und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.


Wink Wink




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liebe Grüße
Freya

"Kuchen bleiben länger frisch, wenn sie später gebacken werden" (ostfriesischer Haushaltstip)
mantschi
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« Antwort #73 am: 04.12.03, 19:44 »

Da Onkl aus Amerika..
               oder
     D`Weißblechdos`n


Glei noch`n Kriag, im 46er Joahr
hods nix zum Fress`n gebn, des is fei woahr,
Da war`s scho allerhand,
wenns`t mit an Bayern wars`t verwandt.
Net zum veracht`n war da a,
a Onkel in Amerika.
Wer des net woaß, der is iaz staad,
und hört mir zua, um wos sichs draht !!

Am Heiligen Abend, i schrei " Hurra"!!
A Packerl is kemma aus Amerika,
von unsara liab`n Tante Ros`n,
mit lauter scheen, bunte Dos`n.

I reiß glei auf und reckmein Hois,
obn drauf, glei drei Pfund Schweineschmoiz,
a Kilo Bohnenkaffee, achau,
a große Büchs`n mit Kakao,
und danebn dro, mei de guate Seel,
a Büchs`n mit Oliven-Öl,
a ganz a große Dos`n , mit an Reis,
zwoa Kilo Mehl, wia da Schnee so weiß.

Des oiße schreibt de Tante Ros`n,
höchst eigenhändig auf jede Dos`n.
Weil mia ja koa Wort Englisch kenna
und sonst net wiss`n, wos in de Büchs`n drinna !!
Blos von dera Weißblechdos`n, da ganz unt`n,
da hamma mia koan Zett`l gfundn !!!

Wos kann`t in dera Dos`n sei Huh?
I steck amoi mei Nos`n nei,
probier an Gschmoh, glei ein paar Mal-
des Pulver is geschmacksneutral.
Des is net sauer und net siaß,
schmeckt bloß wia eigschlofane Fiaß.

So hamma uns den Kopf zerbrocha,
wos kannt´ma vo dem Puiva kocha ??
Mei Frau de moant, des kannt vielleicht a Schmankerl sei,
da kocht ma uns amoi an Brei,
des Zeig des war bestimmt sauteia,
des rühr ma o, mit Muich und Eia.
I foig dem Rat vo unsara Oma,
und gib dazua a Zimtaroma.
Net schod`n, kannt a weng a Schmoiz,
a Majoran, a weng a Soiz,
und mit ana Eibrenn und an Zwiefe,
hat`s wirkla g`schmeckt, war gar net übe !!!

Ihr werd`s es net glaum, scho drei Tag drauf,
klärt mit an Briaf, sich oisse auf.
Und d`Schuiddro, es is a schwacha Trost,
war wieda amoi de Schlamperei vo da Post.

De Tante Ros`n schreibt: Meine Lieben,
ich schick euch ein Paket nach drüben,
mit lauter schönen, guten Sachen,
ich hoffe, dass sie Feude machen.
Doch was ihr noch nicht wißt,
daß euer Onkel Hans - verstorben ist.
Er war trotz seiner 80 Jahr,
ein echter Bayer und das ist wahr.
Drum will ich seinen letzten Wunsch Euch künden,
" Dahoam". möcht er sei Ruhstatt finden.
Gleich nach der Weihnachtsfeierei,
setzt`s ihn in aller Stille bei.
Sei Asche, is in der Weißblechdos`n.
in tiefer Trauer Tante Ros`n.

Und so hamma mia - i werd des nia vogessn,
af Weihnachten, unsan Onkl  g`fressn !!!!!
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« Antwort #74 am: 05.12.03, 00:33 »

Diesen schönen Text hat Monika in die ML gestellt Smiley .

Wenn ich mein Haus perfekt mit Tannezweigen, Lichterketten und klingenden
Glöckchen schmücke, aber keine Liebe für meine Familie habe, bin ich nichts
als eine Dekorateurin.
Wenn ich mich in der Küche abmühe, kiloweise Weihnachtsplätzchen backe,
Feinschmeckergerichte zubereite und zum Essen einen wunderschön gedeckten
Tisch präsentiere, aber keine Liebe für meine Familie habe, bin ich nichts
als eine Köchin.
Wenn ich in der Suppenküche mithelfe, im Seniorenheim Weihnachtslieder singe
und all meinen Besitz an die Wohlfahrt spende, aber keine Liebe für meine
Familie habe, nützt es mir gar nichts.
Wenn ich den Weihnachtsbaum mit glänzenden Engeln und gehäkelten Eisssternen
schmücke, an tausend Feiern teilnehme und im Chor Kantaten singe, aber nicht
Jesus Christus im Herzen habe, dann habe ich nicht begriffen, worum es
eigentlich geht.
Die Liebe unterbricht das Backen, um das Kind zu umarmen.
Die Liebe läßt das Dekorieren sein und küsst den Ehemann.
Die Liebe ist freundlich trotz Eile und Stress.
Die Liebe beneidet andere nicht um ihr Haus mit ausgesuchtem
Weihnachtsporzellan und passenden Tischtüchern.
Die Liebe schreit die Kinder nicht an, sie sollen aus dem Weg gehen, sondern
ist dankbar, daß es sie gibt und sie im Weg stehen können.
Die Liebe gibt nicht nur denen, die etwas zurückgeben können, sondern
beschenkt gerade die mit Freuden, die das Geschenk nicht erwidern können.
Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.
Die Liebe hört niemals auf.
Videospiele werden zerbrechen, Perlenketten werden verloren gehen,
Golfschläger werden verrosten.
Aber das Geschenk der Liebe wird bleiben!

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lieben Gruß
Reserl


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