reserl
Niederbayern
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« am: 02.03.06, 17:29 » |
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Eine liebe Bekannte von mir ist ziemlich verzweifelt. Ihr Sohn mit Mittlerer Reife macht seit September eine Lehre in einem Handwerksberuf. Erst gefiel es ihm gut, er ist der Beste in seiner Klasse und sein Arbeitgeber ist sehr zufrieden mit ihm. Nun ist er plötzlich fest entschlossen, die Lehre zu "schmeissen", weil es ihm an seinem Arbeitsplatz nicht mehr gefällt und er weiter an die Fachoberschule gehen will. Die Eltern stehen dem ziemlich hilflos gegenüber. Er steht kurz vor seinem 18. Geburtstag. Kennt ihr solche Situationen? Wie geht man damit am besten um? Es gibt scheinbar immer mehr junge Leute, die ihre Ausbildung abbrechen. 
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lieben Gruß Reserl
Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
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Hanse
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« Antwort #1 am: 02.03.06, 18:23 » |
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Das gibts auch in der LW
Das einzige Kind soll den elterl. Betrieb übernehmen.
Am Anfang der Lehre alles wunderbar dann kommen sie in andere Kreise
sehen die schöne Seite der Freunde (Wochenende frei, Urlaub , )
Oder das andere Geschlecht beieinflußt die heranwachsenden .
Da ist oft guter Rat teuer, mit Druck erreicht man oft das Gegenteil
Bin seit 20 Jahren mit der Ausbildung konfrontiert, hab schon zwei Selbstmorde von J
künftigen Hoferben miterlebt
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Grüße vom Hans
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passivM
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« Antwort #2 am: 02.03.06, 18:48 » |
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Ich kenne auch einen jungen Mann, der hat seine Metzgerlehre abgebrochen. Jetzt jobbt er als 1-Euro-Jobber  Durchhaltevermögen, Geduld - das sind Werte, die gelten in der heutigen Gesellschaft nicht mehr viel. Es wird immer nach dem schnellen Glück, nach dem schnellen Geld und nach der schnellen Befriedigung der Bedürfnisse gestrebt. Bäuerinnen sind da oft noch "vom alten Schlag", sich stehen auch mal eine Saure-Gurken-Zeit durch - weil sie noch echte Lebensziele haben, und weniger kurzfristigen Erwartungen. Aber auch an der Landwirtschaft geht die "Zeit" nicht spurlos vorbei. Da wird so mancher junge Mensch wohl noch oft "Lehrgeld" zahlen müssen. In "jungen Jahren" mag das vielleicht noch zu verschmerzen sein (weil man ja noch Zeit hat, Weichen zu stellen - auch nach einer abgebrochenen Lehre)... ...aber wenn dann Ältere plötzlich die Kriese kriegen, und alles hinschmeißen, dann kann es richtig weh tun, und dann sind häufig auch noch Kinder mitbetroffen. ...wobei wir beim "Vorbild" wären. Aber es gibt Dinge, die muss man (leider) erst selber erfahren, sonst glaubt man es (den Alten) nicht... Ich kann mir nicht vorstellen, was wir als Elterngeneration dem WIRKSAM entgegensetzten könnten. Wir können viel vorleben, viel erzählen, aber wir können ab einem gewissen Punkt den Jungen nicht die Eigenverantwortung abnehmen. herzliche Grüsse Anna
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Liebe Grüße aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
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freilandrose
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Nur Geduld, mit der Zeit wird aus Gras - Milch
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« Antwort #3 am: 02.03.06, 19:01 » |
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Vielleicht musste der junge Mann die Lehre wegen den Eltern beginnen? Auch wenn er noch so gut in der Schule war, muss ihm der Beruf trotzdem nicht gefallen. Unser Sohn hat auch Kfz.-Mechaniker gelernt und nicht mal schlecht. Das hat er aber nur gelernt, weil wir, bzw. mein Mann es so wollte. Schliesslich, dachten wir, wenn er mal in unseren Betrieb einsteigen soll, müssen ja Vorkenntnisse zwecks Maschinenreparatur vorhanden sein. Aber, es kam halt anders, wie so oft. Der Arbeitsgeber wollte ihn übernehmen, aber unser Sohn kündigte nach beendigter Lehrzeit. Wenigstens das konnten wir verhindern, dass er die Lehre abbracht. Nun lernt er zur Zeit auf sein Fach-Abi (Prüfung in 4 Wochen) und möchte dann auf Lehramt studieren. Sein Traumberuf ist Mathe-Lehrer.
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Liebe Grüsse Freilandrose
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Filia
Schleswig-Holstein
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« Antwort #4 am: 02.03.06, 19:15 » |
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Hallo Reserl,
es ist wohl heute so, daß viele Jugendliche, auch wenn sie lange auf die Lehrstelle gewartet haben, die Lehre wieder "schmeissen".
Warum? - Ich höre dann immer, er oder sie habe "keinen Bock" mehr, ist langweilig, möchte etwas anderes machen..
Vielleicht können die Eltern ihm ja gut zureden, daß er die Lehre beendet und er danach die Fachhochschulreife nachholen kann.
Liebe Grüße Filia
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Liebe Grüße Filia
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Wolkentanz
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« Antwort #5 am: 02.03.06, 19:46 » |
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Vielleicht können die Eltern ihm ja gut zureden, daß er die Lehre beendet und er danach die Fachhochschulreife nachholen kann.
ja, das ist auch das einzigste was sie machen sollten ! ich bin der meinung .........ratschläge kann man geben...........aber entscheiden müssen das die " jungen " schon selbst. mit 17 ist das kein thema mehr ..........die müssen ihren eigenen weg gehen ..............und die eltern können nur beratend begleiten. auch wenn die " kinder " einen anderen weg gehen ( als man selbst es gerne gesehen hätte ), sollte man weiterhin ihren weg akzeptieren. liebe grüße wolkentanz
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Das Leben ist so hart, es sollte ein Job sein, man sollte Geld, dafür bekommen, dass man es schafft.. (Tomte )
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sonny
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« Antwort #6 am: 02.03.06, 20:13 » |
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Hallo,
in dem Alter sollten die Kinder sich dann schon selber entscheiden dürfen, was sie machen wollen.
Auch bin ich der Meinung, dass wir den Kinder den Weg teilweise vorgeben können, aber letzendlich gehen müssen sie ihn selber.
Gut finde ich ja auch die Schnupperlehre, danach wissen auch viele ob ihnen der Beruf gefällt.
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Liebe Grüße sonny
Es gibt nur eine Medizin gegen große Sorgen: Kleine Freuden.
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frankenpower41
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« Antwort #7 am: 02.03.06, 20:50 » |
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Hallo
Ich sehe es schon auch so, dass die jungen Leute letzlich selbst entscheiden sollen was sie machen. GErade in den heutigen Zeit sollte man, wenn man oft nach langer Suche erst einen Ausbildungsplatz findet versuchen (manchmal gehts sicher nicht), zumindest die Lehre abzuschliessen. Es wird ja sicher bei einer neuen Bewerbung gefragt, warum abgebrochen wurde. Nach Abschluss der Ausbildung nochmal ganz was anderes zu machen steht ja immer noch offen. Unsere Tochter beginnt im Herbst eine Ausbildung als Steuerfachangestellte. Ich hab mich beim Unterschreiben des Ausbildungsvertrags mit ihrem künftigen Chef unterhalten und er erzählte etwas von den anderen Bewerbern die da erschienen. Insgesamt waren es am Schluss für die eine Stelle über 80 Bewerber. Er meinte da sah man manchen schon die Lust an, die sie hatten. Wenn er Anfangs schon den Eindruck hat, die verspüren keine allzugroße Lust, dann scheiden die natürlich von vornherein aus. Seiner Meinung nach waren das nicht Wenige. Mir hat bei der ganzen Stellensuche von Martina und ihren Klassenkameraden sehr zu denken gegeben, dass anscheinend gerade Kinder aus der Landwirtschaft große Chancen haben. Bei ihr in der Klasse hatten von 28 Schülern, 6 Stück gehen weiter auf die FOS, kurz vor Weihnachten 6 Stück einen Ausbildungsvertrag. Von diesen 6 Schülern kamen 5 Stück von einem landw. Betrieb. Das größte Unternehmen hier der Gegend hat auch einen Ausbildungsvertrag geschickt obwohl wir überhaupt nichts mit denen zu tun haben. Dort stellen sich aus ihrer Klasse immer noch welche vor (in gleichen Beruf) und wir hatten die Zusage schon am 12.12. (wegen größerer Entfernung hat Martina abgesagt). Inzwischen weiss ich, dass von mindestens 3 Kindern aus der Landwirtschaft, die dort anfangen. Andererseits sind sogar Kinder von Betriebsangehörigen noch nicht mal zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Irgendwie gibt mir das ganze schon zu denken. Ich habe den Eindruck, dass auch Arbeitgeber sehr auf das häusliche Umfeld ihrer zukünftigen Auszubildenen sehen und nicht nur auf die Noten. Es hat sich anscheinend rumgesprochen, dass Bauernkinder zuhause auch schon mal mit anfassen müssen und daher nicht ganz so unvorbereitet in den Beruf kommen. Vielleicht bin ich jetzt ein wenig vom ursprünglichen Thema abgekommen.
Marianne
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Jacqueline
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Bäuerin, 44 Jahre alt, Mutter von 5 Kinder
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« Antwort #8 am: 02.03.06, 21:07 » |
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Liebe Resel
Als ich 18 Jahre alt war, wollte ich auch die Lehre abbrechen, doch zum Glück war mein Vater eine Stütze und eine grosse Hilfe.
Er ermunterte mich die Lehre abzuschließen, ich wollte wie dein junger Mann nicht mehr im gleichen Lehrbetrieb bleiben, weil die Stimmung so Snob war, die Arbeit mir gefiel sehr gut, doch die Stimmung überhaupt nicht.
Ich weiß, dass ich meinem Vater ein Ultimatum stellte, ich mich mache die Lehre weiter, wenn ich von zu Hause ausziehen kann! Er suchte mir einen neuen Lehrmeister und ich mir ein Zimmer bei zwei Freundinnen. Ich ging zwar jeden Mittag zu meinen Eltern essen und die dreckige Wäsche brachte ich auch noch meiner Mama zum waschen, doch die Lehre habe ich beendet. Und was bin ich froh dafür, mehr als froh, so dankbar.
Ich finde, es ist die Rolle der Eltern, alles zu tun, damit ihr Kind eine beendete Ausbildung hat und falls sie es alleine nicht schaffen, zu einem Berater, u.s.w zu gehen und miteinbezeihen.
Ich habe meinem ältesten und bald 18 - jährigen Sohn gesagt, bevor er die Lehre anfing; Du darfst Deinen Beruf selber wählen und ich suchte verschieden Praktikums auf vielen verschiedenen Berufen, doch an dem Moment da Du einer Lehrstelle hast und eine Wahl getroffen hast, beendest Du sie: Da lasse ich keine Wahl, außer einen Lehrmeister Wechsel, falls kein gutes Verhältnis besteht und der Jugendliche ausgenutzt wird.
Ich hoffe, eine Lösung kann gefunden werden und wieso dem jungen Mann nicht sagen, das er nach der Lehre wieder in die Schule gehen kann.
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Jacqueline "Wenn wir uns von unseren Träumen leiten lassen, wird der Erfolg all unsere Erwartungen übertreffen..." Henry David Thoreau
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Erika
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« Antwort #9 am: 03.03.06, 08:02 » |
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Eltern, Sohn und Ausbilder sollten sich zusammen setzen und reden. Warum gefällt es dem Jugendlichen auf einmal nicht mehr obwohl er gute Arbeit leistet und in der Schule der Beste ist?? Es kommt sicher auch auf den Typ Mensch an... schmeisst er schnell etwas hin oder ist er sonst ausdauernd... Habe selber zwei Söhne in dem Alter und wenn die mal etwas in den falschen Hals bekommen  Vielleicht ist im Ausbildungsbetrieb irgend etwas vorgefallen, was der junge Mann jetzt völlig verkehrt aufnimmt. Hänseleien und Mobbing an Schulen, wenn man sehr gut ist, gibt es immer noch!!! Wenn der Beruf allerdings gar nicht mehr zusagt, dann macht es keinen großen Sinn, die 3 oder 3 1/2 Jahre durchzuziehen. Die Motivation für Betrieb oder Schule lässt ganz bestimmt nach. Bei den Berufsvorbereitungen bekommen die jungen Leute immer noch viel zu wenig vom eigentlichen Berufsbild mit. Sie können sich durch Bücher und durchs Internet lesen, aber viel zu wenig Betriebe sind bereit, richtig *reinschnuppern* zu lassen. Die Wirklichkeit eines Berufes sieht anschließend oft ganz anders aus. Und dann gibt es leider immer noch Betriebe, die ihre Ausbildungspflicht nicht so ernst nehmen. Wo die Auszubildenden nicht ausgebildet werden, sondern nur Putz- und Räumaktionen machen müssen. Nicht im normalen Maß, was ja auch mal dazu gehört. Das habe ich leider selber während meiner Lehre erleben dürfen und war manches mal kurz davor, alles hinzuschmeissen !!!
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martina-s
Landkreis Weilheim Obb.
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« Antwort #10 am: 03.03.06, 12:10 » |
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Bei meinem jünsten Sohn mache ich die Erfahrung, dass er mit Arbeit am Betrieb + Schule etwas überfordert ist. Im Betrieb verlangt man den ganzen Einsatz und dann noch abends lernen, das ist oft zuviel für ihn. Ich sag zwar nix. Er muß da durch. Aber im letzten Ausbildungsjahr war er in anderem Regierungsbezirk. Da hatten die Blockunterricht. Dort hatte er auch den schulischen Erfolg, den er braucht um sich bestätigt zu fühlen. Mir macht das manchmal Angst. Vielleicht geht es dem Azubi aus Reserls Beitrag auch so? Bevor er das Pensum nicht mehr bewältigt und in der Schule schlechte Noten schreibt, bricht er lieber ab  um sich auf Schule besser konzentrieren zu können.
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Liebe Grüße Martina
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Jacqueline
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Bäuerin, 44 Jahre alt, Mutter von 5 Kinder
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« Antwort #11 am: 17.03.06, 09:39 » |
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Resel Was ist neu in dieser Sitation mit diesem jungen Mann. Hat er die lehre abgebrochen oder hat er sich entschieden doch weiter zu machen? Danke für eine Rückmeldung. 
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Jacqueline "Wenn wir uns von unseren Träumen leiten lassen, wird der Erfolg all unsere Erwartungen übertreffen..." Henry David Thoreau
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Mirjam
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« Antwort #12 am: 17.03.06, 10:00 » |
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Hallo Reserl, Ich sehe es übrigens nicht, so dass er seine Ausbildung "abbrechen" will oder das dies so schlimm sein soll - er will ja mit seiner Ausbildung - einem Fachabi weitermachen? eine Freundin mit Abi hatte wegen einem Kind nach der schulischen Ausbildung eine Ausbildung als Arzthelferin gemacht. Viel Spaß hatte sie dabei nicht - sie war (1er - Mathe/Physik-Leistungskurse am Gymnasium) wirklich unterfordert mit der Arbeit und auch in der Schule tat sie sich schwer, soviel Schritte "zurück" zu gehen. Als sie nach Beendigung der (verkürzten) Lehrzeit dann NICHT arbeiten wollte - sondern ihr Tiermedizin--Studium (durchgezogen in Mindeststudienzeit) begann - konnte das die Familie nicht verstehen - sie war aber glücklich/erfolgreich. Vielleicht eine Rückfrage: Er hat mittlere Reife - wollte er überhaupt eine Lehre machen, oder "wollten seine Eltern, dass er erstmal eine Lehre macht" bevor er weiter auf "Schule" gehen darf? Ich "durfte" auch ohne Lehre direkt auf die FOS weiter und bin froh darüber, weil der Einstieg in die FOS oder gar einjährige, harte BOS fällt GERADE nach einer Lehre oftmals schwerer, weil hier große Niveau-Unterschiede sind und hier in der BOS fallen dann bis zu einem Drittel der Schüler heraus, weil sie den Anschluss an das intensive mittlere Reife-Lernen nicht mehr finden. Viele einjährige BOSler müssen dann doch die 12te Klasse wiederholen - und das "gesparte" Jahr durch die Lehrzeit - ist wieder weg... Dazu kommt noch: Hat er von der mittleren Reife/Zwischenzeugnis Lehre (gültig?) gute Noten - kann er für die FOS "Begabtenförderung" abrufen  . viele Grüsse Mirjam
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« Letzte Änderung: 17.03.06, 10:28 von Mirjam »
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Daggl
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« Antwort #13 am: 20.03.06, 20:12 » |
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Hallo,
ich möchte mal die Sicht vom Ausbildungsbetrieb wiedergeben: Ein Ausbildungsbetreib nimmt ja den Lehling nicht, weil es so sehr lustig ist, Lehrlinge auszubilden, sondern weil er für den Betrieb "Nachwuchs" braucht oder er hat Arbeit die für eine volle Person zu wenig und ohne jemanden zu viel ist.Und wenn dann ein Lehrling die Ausbildung mitten unterm Jahr abbricht empfinde ich das als unfair dem Ausbildungsbetrieb gegenüber. So eingfach gibts nämlich unterm Jahr auch keinen Ersatz. wir haben mal so einen gehabt. Da war ich mit der dritten hochschwanger, der Älterste war gut drei Jahre und die zweite 1,5 . Und dann ist uns die GANZE Arbeit geblieben. Mit einem Neugeborenen. War nicht sehr lustig.
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Viele Grüße, Dagmar
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Mirjam
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« Antwort #14 am: 20.03.06, 20:30 » |
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Hallo
@ Daggl: Ich hab jetzt nix in Reserls Beitrag gefunden dass der junge Mann JETZT GLEICH die Lehre schmeißen wird?
Die FOS kann er doch sowieso erst im September besuchen? Zwischeneinsteigen ist nicht und er wäre ja ziemlich dumm, unterm Jahr wenigstens eine Einkommensmöglichkeit zu kündigen; obwohl es sicherlich nicht fürs Betriebsklima förderlich ist, wenn alle wissen - er will sowieso gehen weils ihm nicht gefällt. Übrigens ist es auch nicht für Lehrlinge lustig, wenn sie gekündigt werden oder nach der Probezeit nicht genommen - diese Seite kennen wir leider auch.
Mirjam
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