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agrar.de > Infothek > Karten > Landkarte zu Dokumentation des Auftretens von Maisschädlingen (Maiszünsler, Maiswurzelbohrer)

Maiskarte

Hier finden Sie Informationen zum Maisanbau und zu den bedeutenden Maisschädlingen in Deutschland.

 

Karte der Maisschädlinge 2010

Die Karte zeigt Ihnen Orte bzw. Landkreise, in denen bedeutende Maisschädlinge gefunden wurden.

 

 

 

Roter Marker: Maiswurzelbohrer

 
Falls Sie einen Befall melden möchten nutzen Sie bitte das Meldeformular für Maisschädlinge.

 

Die Fundorte werden aus Datenschutzgründen nicht exakt angezeigt. Eine tabellarische Aufstellung der Funde 2010 finden Sie hier (PDF).

 

 

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Maisanbau in Deutschland

Maisanbau in Deutschland nach Bundesländern 2009 / 2010

 

Maisanbau Deutschland 2009 / 2010 

Quelle: Destatis

 

Weitere Tabellen und Karten zum Maisanbau (zum Beispiel Ernteerträge) und  in den deutschen Bundesländern und Landkreisen finden Sie hier.

Maiszünsler (Ostrinia nubilalis)

MaiszünslerDer Maiszünsler (Ostrinia nubilalis) ist ein (Klein-) Schmetterling aus der Familie der Crambidae. Seine Raupen sind Schädlinge an Mais. Es sind zwei Rassen (Z und E) bekannt. In Deutschland kommt die E-Rasse fast ausschließlich in einem Unkraut, dem Beifuß vor. Die Z-Rasse ist heute vor allem in den Maisanbaugebieten Süddeutschlands und im Oderbruch verbreitet.

Die Befallsgrenze in Deutschland verschiebt sich kontinuierlich in Richtung Nordwesten. Erstmalig wurde 2006 in Niedersachsen Befall festgestellt, in Mecklenburg-Vorpommern hat der kleine Falter bereits die Ostseeküste erreicht. Der Maiszünsler wurde um 1910 aus Europa in die USA verschleppt.

 

Maiszünsler 2009

Karte: biosicherheit.de


Westlicher Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera)

MaiswurzelbohrerDer Western Corn Rootworm (Diabrotica virgifera virgifera LeConte) wurde 1992 in der Nähe des Belgrader Flughafens erstmalig gefunden. Der Westliche Maiswurzelbohrer befällt hauptsächlich Mais (Zea mays).

 

Mit einer Geschwindigkeit von 40 bis 80 Kilometer pro Jahr breitet er sich seitdem auf dem Balkan, in  Italien (Venedig & Lombardei), Frankreich, der Schweiz und auch Deutschland aus. Die Verbreitung erfolgt zumeist entlang größerer Verkehrsströme und Wasserwege. In Bayern und Baden-Württemberg wurde das Vorkommen  erstmalig 2007 registriert.

 

Befallzone und Sicherheitszone

 

Im Umkreis von einem Kilometer um ein betroffenes Feld wird eine so genannte Befallszone, im Umkreis von fünf Kilometern eine Sicherheitszone ausgewiesen.

 

Maßnahmen in der Befallszone:

  • eine Bekämpfung der Käfer mit geeigneten Insektiziden, eventuell mit Wiederholung, zeitlich begrenztes Verbringungsverbot, kein Transport von Grün- oder Silomais (frische Maispflanzen) vor dem 1. Oktober
  • Verbringungsverbot von Erde von Maisfeldern aus der Befallszone
  • kein Anbau von Mais für zwei Jahre (nach dem Fangjahr) in der gesamten Befallszone; in Einzelfällen ist eine dreigliedrige Fruchtfolge - bezogen auf Einzelschläge - unter der Berücksichtigung der Vorkulturen in den zwei Jahren zuvor möglich, verbunden mit Saatgutinkrustierung oder Bodengranulat und einer Insektizidspritzung gegen den Käfer in den Folgejahren
  • Reinigung der Maschinen vor dem Verlassen der Zone
  • Bekämpfung eines möglichen Maisdurchwuchses

 

Maßnahmen in der Sicherheitszone:

  • zweijährige Fruchtfolge, in Einzelfällen ist der Anbau von Mais in Folge möglich, verbunden mit Insektzidanwendung gegen den Käfer im Befallsjahr und in den Folgejahren, sowie Saatgutinkrustierung oder Bodengranulat in den Folgejahren.

 

Verbreitung Maiswurzelbohrer 2009

Karte: http://extension.entm.purdue.edu

Maisanbau in Europa

 

 

Anbauflächen Körnermais (inkl. CCM) in 1.000 ha

 

 

 
2004
2005
2006
2007*
2008*
2009*
Deutschland
462
443
401
403
521
463
Frankreich
1.821
1.658
1.504
1.531
1.759
1.749
Italien
1.197
1.120
1.108
1.053
992
943
Niederlande
22
21
20
19
22
19
Belgien/Lux.
52
54
57
58
72
69
Griechenland
251
241
179
191
240
240
Spanien
480
417
344
361
366
345
Portugal
138
110
103
104
110
103
Österreich
179
167
159
171
194
179
EU 15
4.602
4.231
3.875
3.891
4.276
4.110
Polen
412
339
303
262
317
274
Slowakei
147
153
153
157
154
139
Slowenien
46
42
40
41
44
40
Tschechien
90
98
90
112
114
92
Ungarn
1.190
1.198
1.215
1.079
1.192
1.179
Bulgarien
383
299
350
214
329
304
Rumänien
3.239
2.592
2.484
2.305
2.424
2.289
EU 27
10.110
8.954
8.512
8.066
8.858
8.433

* vorläufig
Quelle: Destatis, Deutsches Maiskomitee
 

 

 

Anbauflächen Silomais in 1.000 ha

 

 


2004
2005
2006
2007*
2008*
   
Deutschland
1.248
1.263
1.346
1.471
1.567
   
Frankreich
1.402
1.384
1.371
1.332
1.407
   
Italien
280
271
275
275
276
   
Niederlande
224
235
218
222
243
   
Belgien/Lux.
179
175
172
175
189
   
V. Königreich
118
131
137
146
153
   
Dänemark
129
135
136
145
158
   
Spanien
87
88
95
92
80
   
Portugal
117
106
106
103
103
   
Österreich
76
77
79
80
81
   
EU 15
3.860
3.865
3.960
4.068
4.280
   
Polen
290
326
356
368
416
   
Slowakei
96
89
85
79
76
   
Slowenien
27
32
27
27
27
   
Tschechien
213
193
186
162
174
   
Ungarn
108
93
91
141
94
   
EU 27
4.703
4.701
4.793
5.008
5.168
   

* vorläufig
Quelle:
Destatis, Deutsches Maiskomitee