Gute fachliche Praxis

Die ‚Gute fachliche Praxis‚ (GfP) kennzeichnet das berufständische Handeln des Land-, Forst-, und Fischereiwirts in Bezug auf verschiedene gesetzliche Regelungen.

Hierunter sind gesetzliche Vorgaben, aber auch fachliche Empfehlungen, die unter Berücksichtigung des derzeitigen Wissensstandes und der technischen Möglichkeiten in der Landwirtschaft den Belangen des Umweltschutzes Rechnung tragen.

Grundsätze sind u.a.:

– Sicherung einer nachhaltigen Verfügbarkeit der Produktionsfaktoren
– Wirtschaftliche Erzeugung qualitativ hochwertiger landwirtschaftlicher Produkte
– Minimierung und Vermeidung von Umweltbelastungen.

Für den Landwirt bedeuten die Vorgaben ein erhebliches Mehr an Rücksichtnahme und (Selbst-)Kontrolle. Durch umfangreiche Dokumentation und Bilanzierung, z.B. von Düngung und Pflanzenschutz, werden die Betriebe transparent. Gleichzeitig erhalten die Grundsätze für die bäuerliche Praxis einen höheren Wert für die Agrarförderung. Verstöße gegen die GfP werden zunehmend härter sanktioniert (z.B. durch den Entzug von Fördergeldern).

Die Grundsätze für das ‚korrekte‘ Handeln werden von immer mehr Interessensgruppen, auch von außerhalb der Landwirtschaft, mitgestaltet. Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzgruppen fordern ihre Vorstellungen von einer tier- und umweltgerechten Landwirtschaft ein.

Viele Landwirte befürchten, daß die ständige Erweiterung der Kriterien zur GfP Ihre bisherigen Aktivitäten z.B. im Rahmen des Vertragsnaturschutzes zu Verpflichtungen ‚zum Nulltarif‘ machen.

Schreibe einen Kommentar