Der Preis wird heiß

Was sich seit dem letzten Herbst ankündigt scheint jetzt durchzuschlagen: Agrarrohstoffe werden knapp und teu(r)er.
Und – als wenn wir drauf gewartet hätten werden die Bäcker, Brauer und weitere Lebensmittelhersteller und -händler (mal wieder) nicht müde, über steigende Rohstoffpreise zu klagen. Und im selben Zug die Anhebung der Produktpreise aus diesem Grund zu verkünden.

Man bedenke: Der wertmäßige Anteil von Weizen am Brötchen liegt bei etwa 1,5 Cent. Selbst wenn der Mehlpreis um 50 Prozent steigen würde, läge der Anteil gerade mal bei 2 Cent je Brötchen. Der Anteil von Braugerste an Bier liegt bei 4,1 Cent pro Liter.

Ich kann mich nicht erinnern, da´es in der Vergangenheit Preissenkungen gab, als die Preise von 17 Euro für 100 kg Weizen (1992) kontinuierlich auf unter 10 Euro je 100 kg fielen …

Die Argumentation mit höheren Energie- und Lohnkosten mag stimmen, aber: die Rohstoffkosten zu bejammern ist eher eine echte Witznummer!

Abzuwarten bleibt die Entrüstung der Verbraucher – die hierzulande gerade einmal 11 Prozent der monatlichen Konsumausgaben für den Kauf von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken aufwenden. Die Franzosen geben mit 14,1 Prozent und die Italiener mit 14,8 weit mehr aus, noch teurer ernährt man sich in Tschechien (17 Prozent), Ungarn (17,4 Prozent) und in Polen (19,3 Prozent).

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