Das Geld anderer Leute …

Ab heute kann jeder im Internet nachlesen, wieviel welcher Nachbar (oder Verwandte) aus der Kasse der EU-Agrarförderung erhalten hat.

Nach langem Zögern veröffentlicht nun auch Deutschland erste Daten über die Zahlungen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER), die Zahlen aus dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) und dem Europäischen Fischereifonds (EFF) sollen folgen.

Andere EU-Länder kamen der Forderung im Rahmen der Europäische Transparenzinitiative (ETI) wesentlich zügiger nach. Deutschland veröffentlicht jetzt lediglich die Empfänger von Fördermitteln aus der sogenannten zweiten Säule der EU-Agrarpolitk. Aus diesem Topf werden Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert. Dazu gehören Agrarumweltmaßnahmen wie Vertragsnaturschutz, Förderung des Ökolandbaus oder Maßnahmen zur Zucht vom Aussterben bedrohter lokaler Haustierrassen. Ebenso dazu gehören Programme zur Flurbereinigung, Dorferneuerung oder zur Verbesserung von Marktstrukturen.

In Deutschland wurden bislang lediglich Listen der größten Beihilfeempfänger in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg veröffentlicht. Ab heute kann bundesweit nach Subventionsempfängern gesucht werden. In der Suchmaske der BLE-Seite genügt die Angabe der eigenen Postleitzahl, um zu erfahren, wer im Jahr 2007 wieviel erhalten hat. Ob der BLE-Server das aushält? 😉

Bereits länger kann über die Webseite des Finanztransparenzsystems nach Empfängern von EU-Geldern gesucht werden. Interessant ist z.B. wieviel (und wem) die EU für Marketing und PR zahlt.

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