Milchstreik in Belgien

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Die Mixxer kommen!

Der Einkauf von Lebensmitteln findet derzeit noch vorwiegend offline, im Supermarkt des Vertrauens, statt. Allerdings machen sich immer mehr Angebote im Internet breit, die sich in die Individualisten und Selbermacher unter den Konsumenten wenden.

Als Pioniere dieser Entwicklung kann MyMuesli betrachtet werden. Im ansprechenden Web 2.0 Look bieten die Jungunternehmer Körner- und Flockenmüslis in Bio-Qualität und (wie bereits erwähnt) nach eigenen Angaben in 566 Billiarden verschiedene Variationen an.

Inzwischen finden sich mit Cereal-Club.de (Müsli) und ichmixe (Müsli, Tee, Studentenfutter) sowie myfitmix (Müsli, Cocktails, Fruitails und Naschereien) weitere Anbieter in diesem Segment.
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Schwarze Löcher im Fördernebel

Seit heute nachmittag schnauft der Server der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), um – falls denn überhaupt erreichbar – interessierten Zeitgenossen Auskunft über die Empfänger der EU-Agrargelder zu geben.
Wie bereits vorher bekannt sitzen die wahren Profiteure NICHT melkend hinter der Kuh, sondern in Konzernzentralen z.B. bei Südzucker oder der Lufthansa.
Lustigerweise spuckt die BLE-Datenbank auch einige Datensätze aus, die mehr Fragen stellen als Antworten zu geben:
ELER-Gelder
EGFL-Gelder
Rund 4,4 Mio. € an EGFL-Direktzahlungen, 5,8 Mio. € an indirekten EGFL-Zahlungen und 0,3 Mio. € aus dem ELER-Topf gehen komplett in Leere! Zumindest hat die Datenbank keine Information darüber, wohin das Geld gegangen ist. Da werden wohl nicht nur die Bayern noch ein wenig nacharbeiten müssen.

Mehr dazu:
Who are Germany’s ‘invisible men’? (followthemoney.eu)
Sehr geehrte Unsichtbare! (agrarheute.com)

Nachtrag: Auch zwei Wochen nach der Veröffentlichung sieht man offenbar keine Veranlassung, die leeren Felder der Millionen-Bezieher zu füllen. Am anderen Ende der Liste ist die BLE da schon genauer: Die Herren Lang, Maurer und Siber haben genau einen (1) Cent EU-Subventionen erhalten. Wenn man bedenkt, welchen Aufwand der Antrag dafür gemacht hat …

Spannend. Auch Agrarheute hat nachgelegt:
Sehr geehrter Herr Dr. Kloos!

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EU-Agrarzahlungen öffentlich

Ab heute mittag ist im Internet nachzulesen, wieviel EU-Fördermittel Landwirte und Unternehmen aus der Kasse der EU-Agrarförderung erhalten haben.

Nach langem Zögern veröffentlicht Deutschland nun auch die Zahlen aus dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL). Lediglich das Bundesland Bayern verweigert die Offenlegung.

Komentare (3)

Das Geld anderer Leute …

Ab heute kann jeder im Internet nachlesen, wieviel welcher Nachbar (oder Verwandte) aus der Kasse der EU-Agrarförderung erhalten hat.

Nach langem Zögern veröffentlicht nun auch Deutschland erste Daten über die Zahlungen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER), die Zahlen aus dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) und dem Europäischen Fischereifonds (EFF) sollen folgen.

Andere EU-Länder kamen der Forderung im Rahmen der Europäische Transparenzinitiative (ETI) wesentlich zügiger nach. Deutschland veröffentlicht jetzt lediglich die Empfänger von Fördermitteln aus der sogenannten zweiten Säule der EU-Agrarpolitk. Aus diesem Topf werden Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert. Dazu gehören Agrarumweltmaßnahmen wie Vertragsnaturschutz, Förderung des Ökolandbaus oder Maßnahmen zur Zucht vom Aussterben bedrohter lokaler Haustierrassen. Ebenso dazu gehören Programme zur Flurbereinigung, Dorferneuerung oder zur Verbesserung von Marktstrukturen.

In Deutschland wurden bislang lediglich Listen der größten Beihilfeempfänger in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg veröffentlicht. Ab heute kann bundesweit nach Subventionsempfängern gesucht werden. In der Suchmaske der BLE-Seite genügt die Angabe der eigenen Postleitzahl, um zu erfahren, wer im Jahr 2007 wieviel erhalten hat. Ob der BLE-Server das aushält? ;-)

Bereits länger kann über die Webseite des Finanztransparenzsystems nach Empfängern von EU-Geldern gesucht werden. Interessant ist z.B. wieviel (und wem) die EU für Marketing und PR zahlt.

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