13. Juli 2016

Weniger Rinder in Sachsen-Anhalt

Halle (agrar.de) – Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gab es zum Stichtag 3. Mai 2016 in Sachsen-Anhalt 345 810 Rinder. Das waren 4 881 Tiere bzw. 1,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Milchkühe stellten mit 124 138 Tieren einen Anteil von 35,9 Prozent am gesamten Rinderbestand. Ihr Rückgang um 3 256 Tiere bzw. um 2,6 Prozent war zu zwei Dritteln an der Verringerung des Rinderbestandes insgesamt beteiligt.
Die Zahl der Kälber und Jungrinder betrug am 3. Mai 2016 insgesamt 98 435 Tiere. Gegenüber dem 3. Mai 2015 war das ein Plus von 484 Tieren bzw. 0,5 Prozent.
Bei Rindern von einem Jahr bis unter zwei Jahren wurde aus der HIT-Datenbank (Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tiere) ein Bestand von 74 081 Tieren ermittelt. Binnen Jahresfrist ging hier die Anzahl der Tiere um 1 247 (- 1,7 %) zurück.
In der Altersklasse zwei Jahre und ältere Rinder, 18 184 Tiere, sank die Zahl um 865 (- 4,5 %).

04. Juli 2016

NRW: Landwirtschaftsfläche verringerte sich in 10 Jahren um 608 Quadratkilometer

Düsseldorf (agrar.de) – Die Landwirtschaftsfläche verringerte sich in Nordrhein-Westfalen von 2006 bis 2016 um 3,6 Prozent bzw. 608 Quadratkilometer (km²); diese Fläche ist etwa doppelt so groß wie die Gesamtfläche der Stadt Münster.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, wurden Anfang 2016 nahezu 16 464 km² und damit knapp die Hälfte (48,3 Prozent) der gesamten Landesfläche (34 113 km²) landwirtschaftlich genutzt. Gut ein Viertel von Nordrhein-Westfalen (26,0 Prozent; 8 878 km²) ist bewaldet; in den vergangenen zehn Jahren nahm die Waldfläche um 305 km² zu. Gebäude- und zugehörige Freiflächen beanspruchen 12,8 Prozent (4 377 km²), Verkehrsflächen 7,2 Prozent (2 455 km²), Erholungsflächen 2,1 Prozent (708 km²), Wasserflächen 1,9 Prozent (662 km²) und Betriebsflächen 1,2 Prozent (403 km²) der Fläche des Landes.

Den landesweit höchsten Anteil landwirtschaftlich genutzter Fläche an der Gesamtfläche wies Anfang 2016 die Gemeinde Titz (Kreis Düren) mit 84,7 Prozent auf. Bei der Waldfläche lag die Gemeinde Kirchhundem (Kreis Olpe) mit einem Anteil von 75,0 Prozent vorn; bei der Wasserfläche lag die Stadt Wesel mit 13,3 Prozent auf Platz eins. Die Stadt Herne hatte in zwei Kategorien die höchsten Anteile: 43,3 Prozent entfielen auf Gebäude- und Freiflächen und 20,8 Prozent auf Verkehrsflächen. Bei der Erholungsfläche belegte die Stadt Essen mit 11,2 Prozent und bei der Betriebsfläche die Gemeinde Inden (Kreis Düren) im rheinischen Braunkohlerevier mit 54,3 Prozent jeweils den Spitzenplatz.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass gewerblich genutzte Gebäude (z. B. Fabrikgebäude) in der Kategorie „Gebäude- und Freifläche“, Gewerbeflächen ohne Gebäude (z. B. Lagerplätze, Halden, Abbauland) dagegen in der Kategorie „Betriebsfläche“ nachgewiesen werden. Die Daten basieren auf den Angaben der Katasterämter. Die genannten Veränderungsraten beruhen nicht ausschließlich auf tatsächlichen Änderungen der Flächennutzung, sondern sind teilweise auch auf rein rechnerische Bereinigungen der Kataster zurückzuführen.

Ergebnisse für Gemeinden, Städte und Kreise finden Sie hier.

01. Juli 2016

Erstmals ausgeschrieben: Deutscher Landbaukultur-Preis

Themen: Förderung,Gartenbau — info @ 17:07

Münster (agrar.de) – Bis Ende September können sich Landwirtsfamilien zusammen mit Architekten oder Landschaftsarchitekten in einem neuen Wettbewerb um eine Auszeichnung für herausragendes Bauen auf den Höfen bewerben. Mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 45.000 Euro ist der bundesweit ausgeschriebene Preis die am höchsten dotierte Prämierung für besonders schöne Bauten und Außenanlagen im ländlichen Raum.

Ländliche Kultur und ländliches Wohnen prägen die vielen und sehr unterschiedlichen Regionen in Deutschland und machen erst den unverwechselbaren Reiz unserer Kulturlandschaft aus. Es sind vor allem die Bauernfamilien, die dafür sorgen, dass von Bayern bis an die Nordseeküste, vom Rheinland bis nach Brandenburg überall in Deutschland die Höfe gepflegt ausschauen und eine Augenweide für Wanderer und Radwanderer und andere Erholungssuchende sind.

Zeitgemäß und gleichzeitig schön

Höfe sind jedoch nicht nur Wohnstätte für die Familien, sondern auch Arbeitsstätte für die Landwirte. Deshalb ist es für Landwirte wie für Architekten eine reizvolle Aufgabe, Neu- und Umbauten auf den Höfen so zu planen und auszuführen, dass sie sich wie selbstverständlich in die Landschaft einfügen, dass sie Neues und Funktionales möglich machen und gleichzeitig den Charakter des Hofes betonen sowie die Eigenarten der Region berücksichtigen.

Der Deutsche Landbaukulturpreis wird in diesem Jahr zum ersten Mal bundesweit ausgeschrieben. Er basiert auf dem Westfälischen Landbaukulturpreis 2014, der vom Ehrenpräsidenten des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes Franz-Josef Möllers initiiert wurde. Träger des Wettbewerbs ist die Stiftung LV in Münster. Für Westfalen-Lippe wird es einen Sonderpreis geben.

Kategorien und Bewerbungsfrist

Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben: Neue Gebäude, Gebäudeteile und/oder Außenanlagen sowie Umbauten oder Umnutzungen von Altgebäuden, Gebäudeteilen oder Außenanlagen. Bewerben können sich ausschließlich Landwirtinnen und Landwirte in Zusammenarbeit mit ihren Architekten bzw. Landschaftsarchitekten. Die Bauten – hervorragend gestaltete Wohnhäuser, Ställe, Scheunen und Verkaufsräume oder auch Ferienwohnungen und Gärten – müssen innerhalb der letzten 10 Jahre errichtet oder verändert worden sein.

Die Bewerbungsfrist endet am 30. September. Ausgewählt werden die architektonisch besten Projekte von einer hochkarätig besetzten Jury, in der namhafte Architekten, Landschaftsarchitekten und Sachverständige sitzen. Der Deutsche Landbaukultur-Preis wird ideell unterstützt vom Deutschen Bauernverband, dem Bund Deutscher Architekten und dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten.

Wer sich bewerben will, sollte sich schon frühzeitig um die Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen kümmern. Einzureichen sind:
– Beschreibung der Baumaßnahme mit Zeitpunkt der Fertigstellung
– Projektpläne: Lageplan, Grundriss, Ansichten
– Fotos in Farbe von allen Ansichten und der Umgebung
– Angaben zu Bauherr, Architekt bzw. Landschaftsarchitekt mit sämtlichen Kontaktdaten.

Weitere Informationen zum Preis sowie das Anmeldeformular sind im Netz unter www.landbaukultur-preis.de zu finden.

Nutztierwissenschaftler: Wettbewerb von Milchbetrieben an Qualitätskriterien ausrichten

Kassel (agrar.de) – Ein Nutztierwissenschaftler der Universität Kassel fordert die Einführung von Qualitätskriterien für die Milcherzeugung, um den Milchpreis zu stabilisieren und gleichzeitig unerwünschte Nebenwirkungen für Umwelt und Tiere zu reduzieren.

Wenn sich die Politik darauf verständigen würde, „dass die Milch von Kühen, die nachweislich aus einem erkrankten Euter stammt, vom Markt zu nehmen ist, könnte die aktuelle Angebotsmenge schlagartig reduziert werden“, so Prof. Dr. Albert Sundrum, der eine Professur für Tierernährung und Tiergesundheit am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Uni Kassel inne hat. Er widerspricht damit einer Stellungnahme von Agrarökonomen anderer Universitäten, die sich kürzlich für eine Marktanpassung ausgesprochen hatten, die sich allein an den Produktionskosten orientiert.

Im Folgenden die Stellungnahme von Prof. Sundrum:

Nicht nur den deutschen Milcherzeugern, sondern allen, welche den globalen Milchmarkt beliefern, geht es zurzeit sehr schlecht. Die Milchpreise befinden sich seit Monaten im Preistief. Dies hat zur Folge, dass sehr viele Betriebe im In- und Ausland vor dem Ruin stehen. Acht Professoren der Agrarökonomie von drei deutschen Universitäten haben sich kürzlich in einer Pressemitteilung positioniert und jeglicher Regulierung und Mengenbegrenzung eine Absage erteilt. Mit vagen Durchhalteparolen vertrauen sie den Kräften des Marktes und setzen darauf, dass vorrangig diejenigen Betriebe überdauern werden, welche am kostengünstigsten produzieren können.
Betriebsaufgaben aufgrund nicht kostendeckender Marktpreise sind in der Landwirtschaft genauso unvermeidlich wie in anderen Branchen. Allerdings spricht sehr viel dafür, dass auch langfristig die Milchpreise nicht wesentlich ansteigen werden. Weltweit wurden die Produktionskapazitäten derart ausgeweitet, dass jeglicher Preisanstieg schnell wieder abflachen dürfte, sobald der in Reaktion darauf steigende Anstieg der Produktion höher ausfällt als der Zuwachs bei der Nachfrage. Durchhalteparolen sind folglich weder begründet noch hilfreich. Sie verhindern eine grundlegende Analyse der Hintergründe und die dringend erforderlichen Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, welche diese Entwicklung überhaupt erst hervorgebracht haben.

Befürworter einer marktwirtschaftlichen Anpassung ignorieren, dass der Markt auch in der Vergangenheit viele Betriebe nicht daran gehindert hat, sei es aus Gründen der Pfadabhängigkeit oder der Alternativlosigkeit in der Produktion zu bleiben, auch wenn sie diese nicht so kosteneffizient wie Mitkonkurrenten realisieren können. Vor allem aber ignorieren Marktgläubige, dass der Wettbewerb in einem nicht länger hinnehmbaren Maße auf Kosten von unerwünschten internen und externen Effekten (Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz) ausgetragen wird. Wenn schon Betriebe aufgeben müssen, dann sollten es vorrangig solche sein, die ihre Produktion auf Kosten von Gütern des Gemeinwohles praktizieren. Schon jetzt trägt die Milchviehhaltung in erheblichem Maße zur Umweltbelastung bei. Schon jetzt wird mehr als jede zweite Kuh mehr als einmal pro Jahr krank. Schon jetzt trinken wir Milch von Tieren, die zu einem hohen Anteil subklinisch euterkrank sind. Nicht kostendeckende Preise und der forcierte Strukturwandel werden diesen Trend noch weiter verschärfen. Auch wenn der Strukturwandel nicht von heute auf morgen gestoppt werden kann, so kann er doch gestaltet werden. Vielen Agrarökonomen muss jedoch der Wille zur Gestaltung abgesprochen werden. Andererseits müssen sie sich der Frage stellen, welchen Sinn es machen soll, wenn Betriebe, welche Milch mit schlechten Produkt- und Prozessqualitäten erzeugen, weiterproduzieren können, während andere, die hochwertige Milch produzieren, ausscheiden müssen. Die Beförderung einer Milchproduktion unter Bedingungen, die sowohl die Nutztiere als auch die Umwelt übermäßig belasten, kann keine sinnvolle und zielführende Strategie sein.
Landwirtschaftliche Betriebe sind nicht nur Unternehmen, sondern auch lebende Systeme, die auf die Funktionsfähigkeit von lebenden Subsystemen (u.a. Nutztieren) angewiesen sind. Auch sind sie in ein übergeordnetes System eingebettet, in dem sie nicht nur Lebensmittel einspeisen, sondern auch große Mengen an Abfall- und Schadstoffen sowie -organismen, welche Umwelt und Klima belasten und die Gesundheit der Verbraucher gefährden können. D.h., landwirtschaftliche Betriebe folgen nicht nur ökonomischen, sondern vor allem auch biologischen Gesetzmäßigkeiten.

Ökonomisch betrachtet ist Milch (genauso wie Fleisch) eine beliebig austauschbare Rohware, losgelöst vom Kontext, in dem sie erzeugt wurde. Biologisch betrachtet ist Milch das Produkt sehr komplexer Prozesse inner- und außerhalb der Milchkuh. Bezüglich der internen und externen Effekte der Milcherzeugung bestehen sehr große Unterschiede zwischen den Betrieben. Milch ist nicht gleich Milch, weder im Hinblick auf die originäre Zusammensetzung noch hinsichtlich der Unterschiede im Gesundheitszustand der Euter und der Tiere. Und auch bei den Schadstoffmengen, welche von den Betrieben freigesetzt werden, gibt es große Unterschiede.
Durch den Status als Rohware werden die enormen Unterschiede im Erzeugungsprozess weitgehend ausgeblendet. Es wird der gleiche Preis für eine Rohware gezahlt, die sich hinsichtlich der Belange des Gemeinwohles (Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz) deutlich unterscheidet. Dies steht nicht nur im Widerspruch zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Angesichts nicht kostendeckender Preise können sich die Betriebe keine Mehraufwendungen für Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz leisten. Schlimmer noch, es liegen eine eklatante Wettbewerbsverzerrung und eine systemimmanente Fehlentwicklung vor, wenn sich Primärerzeuger auf Kosten von Gütern des Gemeinwohles einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. In der aktuellen Situation geht es folglich nicht nur um die bedauernswerte Lage von Milchviehbetrieben und Milchkühen. Es geht auch nicht nur um Ungerechtigkeiten, sondern es geht um Marktversagen im Hinblick auf qualitative und auf das Gemeinwohl ausgerichtete Güter.

Dabei kann das Problem vergleichsweise einfach angegangen werden. Gemeinwohl-orientierte Leistungen eines landwirtschaftlichen Betriebes für Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz sind eine Leistung des Gesamtbetriebes und können auch nur auf dieser Ebene sinnvoll beurteilt werden. Folgerichtig sollten landwirtschaftliche Betriebe hinsichtlich dieser Leistungen eingestuft werden. Sowohl Direktzahlungen als auch Marktpreise könnten sich an einer solchen qualitativen Kategorisierung ausrichten. Am Beispiel der ökologischen Nutztierhaltung kann nachvollzogen werden, dass Regulierungen durchaus mit marktwirtschaftlichen Erfolgen kombinierbar sind. Hier werden derzeit hohe Preise erzielt, weil die Nachfrage nach ökologischen Milchprodukten höher ist als das Angebot. Dies gelingt aber nur, weil das Angebot nicht beliebig ausgeweitet werden kann.

Man könnte sofort damit beginnen, die Milchviehbetriebe nach dem prozentualen Anteil der Tiere einzustufen, bei denen Entzündungsprozesse im Euter anhand von Milchzellzahlen feststellbar sind. Seit vielen Jahren schon werden monatlich die Milchzellzahlen von mehr als 90 % aller Milchkühe in Deutschland erfasst, welche für eine qualitative Differenzierung herangezogen werden könnten. Es fehlt lediglich die Einteilung in Kategorien, welche nicht dem Markt überlassen werden darf, sondern von der Politik normativ festgelegt werden müsste, damit eine für alle Betriebe gleiche Verfahrensweise etabliert wird. Dem Markt bliebe es auch weiterhin überlassen, für unterschiedliche qualitative Leistungen unterschiedliche Preise auszuhandeln. Wenn sich die Mehrheit der Politiker darauf verständigen würde, dass die Milch von Kühen, die mehr als 400.000 Zellen/ml Milch im Tagesgemelk aufweisen und die damit nachweislich aus einem erkrankten Euter stammt, vom Markt zu nehmen ist, könnte die aktuelle Angebotsmenge schlagartig reduziert werden. Bei dieser Grenze müsste schätzungsweise die Milch von bis zu 10% der Milchkühe vom Markt genommen werden. Statt weiterhin einen ruinösen Wettbewerb um die geringsten Produktionskosten zu befördern, ist es an der Zeit, einen Wettbewerb um die besseren Produkt- und Prozessqualitäten einzuleiten. Was bisher von Seiten der Politik an Qualitätsinitiativen auf den Weg gebracht wird (z.B. „Tierwohl-Initiative“), läuft u.a. deshalb ins Leere, weil sie den Wettbewerb zwischen den Betrieben um qualitativ höhere Leistungen explizit ausschließt.

Eine Agrarpolitik, die nicht regulierend eingreift, wenn Güter des Gemeinwohles erodieren, sondern darauf hofft, dass sich die Interessenskonflikte an runden Tischen oder über Dialogplattformen klären lassen, verfehlt ihre originäre Bestimmung. Es wird höchste Zeit, dass durch ordnungspolitische Maßnahmen ökonomische mit biologischen Gesetzmäßigkeiten besser als bisher in Abgleich gebracht werden. Wenn nicht in einer Krisensituation, wann sonst sollen die dringend notwendigen Debatten geführt und Reformen angegangen werden? Ein ‚Weiter so‘, wie es von den acht deutschen Agrarökonomen vorschlagen wird, ist keine Lösung. Eine Debatte über den künftigen Weg der Milcherzeugung in Deutschland ist längst überfällig; allerdings sollte sie nicht allein den Agrarökonomen überlassen bleiben.

Bayern: Zahl der Rinderhaltungen zurückgegangen

München (agrar.de) – Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden zum Stichtag 3. Mai 2016 insgesamt 47 851 Rinderhaltungen mit einem Rinderbestand von rund 3,2 Millionen Tieren ermittelt. Im Durchschnitt entfallen auf einen Halter 67 Rinder und damit um ein Rind mehr als noch im Vorjahresmonat. Den Hauptanteil der Rinderbestände machen mit 38,0 Prozent die Milchkühe aus.

Zum Stichtag 3. Mai 2016 weist das Bayerische Landesamt durch eine Auswertung des Verwaltungsverfahrens „Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tier (HIT)“ 3 184 600 Rinder in 47 851 Haltungen nach. Die Zahl der Rinderhaltungen ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent (-1 365 Haltungen) gesunken.

Der Rinderbestand verringerte sich um 1,1 Prozent (-36 776 Tiere). Die durchschnittliche Rinderzahl je Haltung lag im Mai 2016 bei 67 Rindern und damit um ein Rind höher als noch im Vorjahresmonat.

Milchkühe stellen mit einer Zahl von 1 208 968 Tieren einen Anteil von 38,0 Prozent am gesamten Rinderbestand dar. Gegenüber dem Vorjahr wurde bei dieser Tierkategorie ein Rückgang um 4,6 Prozent (-1 583 Haltungen) auf 32 839 Milchkuhhaltungen festgestellt. Der Milchkuhbestand ging dabei um 0,6 Prozent (-7 866 Tiere) zurück.

Die durchschnittliche Zahl der Milchkühe je Milchkuhhaltung ist in Bayern im Zeitraum Mai 2015 bis Mai 2016 von 35 auf 37 Tiere angestiegen. Die Zahl der sonstigen Kühe (Ammen- und Mutterkühe) blieb mit 71 073 Tieren auf dem Vorjahresniveau.

Die Zahl der Kälber und Jungrinder umfasste zum 3. Mai 2016 insgesamt 924 977 Tiere. Bei Rindern von einem Jahr bis unter zwei Jahren wurde ein Bestand von 758 209 Tieren ermittelt. Den Hauptanteil stellen dabei mit 72,2 Prozent weibliche Tiere dar.

Die Anzahl dieser Tiere nahm gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 0,5 Prozent (- 2 690 Tiere) auf 547 483 Tiere ab. Der Bestand der männli-chen Tiere dieser Alterskategorie erhöhte sich um 2,1 Prozent (+4 306 Tiere) auf 210 726 Tiere.

Der Rinderbestand von Tieren mit zwei Jahren oder älter – ohne Milchkühe und sonstige Kühe – verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent (-4 571 Tiere). Bei den weiblichen Tieren dieser Alterskategorie war ein Rückgang um 2,2 Prozent (-4 740 Tiere) auf 208 432 Tiere zu verzeichnen. Die An-zahl der Bullen und Ochsen hat sich um 1,3 Prozent (+169 Tiere) auf 12 941 Tiere erhöht.
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