12. März 2014

Bayern: Strukturwandel in der Landwirtschaft verlangsamt sich

Rückgang der Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe etwas gebremst

München (agrar.de) – Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2013 bayernweit 93 300 landwirtschaftliche Betriebe ermittelt. Der Strukturwandel hin zu weniger landwirtschaftlichen Betrieben hat sich somit in den letzten Jahren verlangsamt. Seit 2010 wurde ein durchschnittlicher jährlicher Betriebsrückgang von 1,6 Prozent ermittelt, während für den Zeitraum 2007 bis 2010 noch 2,4 Prozent errechnet wurden. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche je Betrieb ist von 30 Hektar im Jahr 2007 auf 34 Hektar im Jahr 2013 angestiegen. Insbesondere bei den Betrieben mit geringer Flächenausstattung zeigt sich eine starke Tendenz zu Betriebsaufgaben.

In der repräsentativen Agrarstrukturerhebung 2013 wurden in Bayern rund 93 300 landwirtschaftliche Betriebe ermittelt, die mindestens fünf Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche bewirtschaften oder bestimmte Mindestgrößen an Tierbeständen oder Spezialkulturen überschreiten. Verglichen mit den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2010 verringerte sich nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung die Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe im Durchschnitt jährlich um 1,6 Prozent. Der entsprechende Strukturwandel hat sich in den letzten Jahren jedoch verlangsamt, da für den Zeitraum 2007 bis 2010 noch ein durchschnittlicher jährlicher Betriebsrückgang von 2,4 Prozent errechnet wurde.
Der Trend zu landwirtschaftlichen Betrieben mit einer größeren Flächenausstattung setzt sich weiter fort. Während 2007 ein landwirtschaftlicher Betrieb im Durchschnitt 30 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche bewirtschaftete, waren es im Jahr 2010 32 Hektar und im Jahr 2013 durchschnittlich 34 Hektar je Betrieb.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, zeigt sich insbesondere bei den kleineren Betrieben eine starke Tendenz zu Betriebsaufgaben. Verglichen mit 2007 verringerte sich die Zahl der Betriebe mit fünf bis zehn Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche um 16,6 Prozent auf rund 16 300 Betriebe im Jahr 2013. Die Anzahl der Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen zehn und 20 Hektar ging in den letzten sechs Jahren um 12,9 Prozent auf 25 700 Betriebe zurück, in der Größenklasse von 20 bis 50 Hektar war ein Rückgang um 13,6 Prozent auf 29 100 Betriebe zu verzeichnen. Demgegenüber steht eine Zunahme der Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen 50 und 100 Hektar von 3,9 Prozent auf 14 200 Betriebe. Die stärkste Zunahme war in der Größenklasse mit 100 und mehr Hektar auszumachen: Verglichen mit 2007 erhöhte sich hier die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe um 20,0 Prozent auf rund 4 300 Betriebe.

06. März 2014

NRW: Strukturwandel setzt sich fort

Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe nahm von 2010 bis 2013 um 4 % ab

Bonn (agrar.de) – Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen geht weiter zurück und der Strukturwandel setzt sich fort. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin und verweist auf die jüngsten Ergebnisse der repräsentativen Agrarstrukturerhebung 2013 von Information und Technik Nordrhein-Westfalen.

Laut der Erhebung des statistischen Landesamtes hätten im Jahr 2013 in Nordrhein-Westfalen noch 34 303 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von insgesamt 1,46 Mio. ha bewirtschaftet. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sei damit im Vergleich zur Erhebung von 2010 um 4 % zurückgegangen. Allerdings sei die Größe der landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2010 bis 2013 gleich geblieben. Im gleichen Zeitraum habe sich die durchschnittlich genutzte landwirtschaftliche Fläche je Betrieb um 4,4 % auf 42,7 ha erhöht.

Knapp ein Drittel aller landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen befänden sich, so der RLV, im Regierungsbezirk Münster. Im Jahr 2013 habe hier die Zahl der Betriebe bei 10 500 gelegen. Im Regierungsbezirk Detmold seien 7 500 Betriebe bewirtschaftet worden und im Regierungsbezirk Arnsberg 5 900. Die beiden rheinischen Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf wiesen dagegen mit 5 400 und 5 000 die niedrigsten Betriebszahlen auf.

Für die Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung befragten die Statistiker von Information und Technik Nordrhein-Westfalen im Jahr 2013 rund 9 000 rein zufällig ausgewählte landwirtschaftliche Betriebe in Nordrhein-Westfalen. Für die als Stichprobe angelegte Erhebung war damit etwa jeder vierte NRW-Landwirt auskunftspflichtig.




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