04. Februar 2014

Landwirtschaft in Hamburg 2013

Themen: Agrarbericht,Agrarstruktur,Hamburg,Statistik — info @ 16:02

Weniger Betriebe
Kiel (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung bewirtschafteten 2013 in Hamburg gut 680 Betriebe eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von insgesamt rund 14 440 Hektar. Damit ist die Zahl der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betriebe gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 um fast zwölf Prozent zurückgegangen, während es im Bundesdurchschnitt im selben Zeitraum lediglich einen Rückgang um fünf Prozent gab, so das Statistikamt Nord.
Allerdings blieb die insgesamt von den Hamburger Betrieben landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) annähernd konstant, womit die durchschnittliche Betriebsgröße von 18,5 Hektar (ha) auf gut 21 ha anstieg. Auffällig ist der Rückgang der kleineren Betriebe, die bis zu 20 ha LF bewirtschaften; ihre Zahl sank sogar um 16 Prozent seit 2010, während die Zahl der Betriebe, die mehr als 20 ha bewirtschaften, um vier Prozent zunahm.
Nicht vom Betriebsrückgang betroffen ist die ökologische Wirtschaftsweise, deren Betriebszahl in den letzten drei Jahren konstant bei 28 blieb. Diese Betriebe haben seit 2010 ihre Fläche um knapp sieben Prozent auf über 1 000 ha ökologisch bewirtschaftete LF erhöht.
Landwirtschaft in Hamburg ist im Gegensatz zum Bundesdurchschnitt in erster Linie Gartenbau: Zwei Drittel der Hamburger Betriebe hatten ihren Produktionsschwerpunkt im arbeitsintensiven Gemüse-, Obst-, Blumen- und Zierpflanzenbau oder im Anbau sonstiger Dauerkulturen, wie zum Beispiel Baumschulpflanzen. Daher rührt der vergleichsweise hohe landwirtschaftliche Arbeitskräfteeinsatz. So wurden in 2013 knapp fünf Personen pro Betrieb beschäftigt (Familienarbeitskräfte, ständig Beschäftigte und Saisonarbeitskräfte). Verglichen mit den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2010 ist parallel zur Zahl der Betriebe allerdings auch die Zahl der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte insgesamt gesunken, und zwar um rund neun Prozent auf 3 340 Personen.
Ein gutes Drittel der Hamburger Landwirte erzielt auf ihren Betrieben Umsätze mit weiteren, nicht unmittelbar landwirtschaftlichen Tätigkeiten: knapp 20 Prozent aller Betriebe durch Verarbeitung und Direktvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und gut zehn Prozent durch Pensions- und Reitsportpferdehaltung. Auch die Erzeugung erneuerbarer Energien sowie das Angebot von Freizeitaktivitäten und Beherbergung spielen eine gewisse Rolle bei diesen Einkommenskombinationen.




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