30. Juli 2013

Rheinland-Pfalz: Höhere Preise für Grundstücke, weniger Verkäufe

Bad Ems (agrar.de) – Die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke stiegen im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz deutlich an. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der durchschnittliche Kaufwert für landwirtschaftlich genutzte Flächen im Jahr 2012 bei rund 11.100 Euro je Hektar. Das waren 16,9 Prozent mehr als 2011. Ein höherer Kaufwert wurde zuletzt im Jahr 1991 verzeichnet (ohne Preisbereinigung). Insgesamt wurden 4.736 Grundstücke mit einer Gesamtfläche (Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung – FdlN) von fast 3.600 Hektar verkauft. Die Zahl der Verkäufe ging damit gegenüber 2011 um fast ein Fünftel, die veräußerte Fläche um gut ein Viertel zurück.
Die durchschnittlichen Kaufpreise differierten regional erheblich. Sie reichten bei den Landkreisen von 4.100 Euro je Hektar im Kreis Birkenfeld bis zu 25.700 Euro je Hektar im Rhein-Pfalz-Kreis. In den kreisfreien Städten lag der durchschnittliche Hektarpreis für landwirtschaftliche Grundstücke im Durchschnitt bei knapp 29.600 Euro je Hektar.

Wesentlich für den Kaufpreis landwirtschaftlicher Grundstücke sind neben der regionalen Lage insbesondere die Nutzungsart und die Bodenqualität. So wurde Ackerland im Schnitt für nahezu 14.000 Euro und Grünland für gut 8.600 Euro je Hektar gehandelt. Gutes Ackerland mit einer Ertragsmesszahl (EMZ) von 60 und mehr pro Ar erzielte im Schnitt einen Hektarpreis von fast 22.000 Euro, Grünland gleicher Güte kostete knapp 10.000 Euro je Hektar. Weniger fruchtbares Ackerland (EMZ unter 30) wechselte im Schnitt für knapp 8.000 Euro und entsprechendes Grünland für gut 7.600 Euro je Hektar den Besitzer.

Umfangreiches Datenmaterial zu diesem Thema enthält der statistische Bericht »Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke 2012«, der im Internet kostenfrei als PDF-Datei (405 KB) verfügbar ist.




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