25. Juli 2013

Sachsen: Verkauf landwirtschaftlicher Flächen im Jahr 2012

Themen: Bundesländer,Pacht&Besitz,Sachsen,Wirtschaft — info @ 12:07

Dresden (agrar.de) – Im zurückliegenden Jahr fanden rund 8 400 Hektar an landwirtschaftlicher Nutzfläche einen neuen Eigentümer. Diese erstreckten sich auf genau 1 986 Einzelverkäufe zu einem Gesamtwert von fast 69 Millionen Euro. Folglich ergab sich ein durchschnittlicher Preis für den Hektar von annähernd 8 200 Euro. Die Bodengüte lag mit einer Ertragsmesszahl von 48,0 im Mittelfeld.

Die meisten Veräußerungen (15 Prozent) fanden im Landkreis Nordsachsen, gefolgt von den Landkreisen Leipzig (14 Prozent) und Bautzen (13 Prozent) statt. Im Mittel kostete dabei der Hektar Ackerfläche 9 400 Euro, 10 000 Euro bzw. 4 300 Euro. Erwartungsgemäß entfielen nur gut 2 Prozent der gesamten Verkaufsfälle auf die drei kreisfreien Städte, brachten dem ungeachtet für den Hektar rund 6 200 Euro in Chemnitz, 6 800 Euro in Dresden und fast 12 000 Euro in Leipzig. Nach Auswertung der vorliegenden Verkäufe war der Hektar Landwirtschaftsfläche im Kreis Bautzen mit 4 293 Euro am günstigsten. Einen wesentlichen Punkt bei der Preisbildung spielt die Ertragsmesszahl (EMZ) bzw. Ertragsfähigkeit des Bodens. Lag diese über 60 (gut bis sehr gut) ließen sich im Mittel durchaus Hektarpreise von 13 700 Euro erzielen. Böden mit geringer Güte (EMZ unter 30) brachten es dagegen auf nur knapp 4 000 Euro je Hektar.

Pro Verkauf wurden im Schnitt 4,25 Hektar übereignet. Im Detail entfielen 31 Prozent der Veräußerungen auf Flächen mit einer Größe zwischen 0,25 und einem Hektar, gefolgt von 2 bis 5 (22 Prozent der Fälle) bzw. einem bis 2 Hektar (16 Prozent). Lediglich in 3 Prozent der Fälle handelte es sich um Flächen, die größer als 20 Hektar waren.

Kaufwerte für landwirtschaftlichen Grundbesitz in Sachsen 2012



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