31. Juli 2013

RLV: Schneller verdient als gekocht

Themen: Lebensmittel,Statistik,Verbände,Wirtschaft — info @ 12:07

Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel an den gesamten Konsumausgaben nimmt seit Jahren ab

Bonn (agrar.de) – Der Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel an den gesamten Konsumausgaben nimmt seit Jahren ab. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, hätten im Jahr 2011 die privaten Haushalte in Deutschland nur noch 11,5 % ihrer Konsumausgaben für Nahrungsmittel ausgegeben. Der höhere Lebensstandard kann daher besonders in zunehmenden Ausgaben für Wohnen, Verkehr, Freizeitaktivitäten und Gesundheitspflege zum Ausdruck kommen.

Wie der RLV weiter mitteilt, habe im Jahr 1980 ein durchschnittlicher Arbeitnehmerhaushalt noch knapp 20 %, im Jahr 1959 sogar noch fast die Hälfte (43,4 %) aufwenden müssen. Der Grund für den langfristigen Rückgang des Anteils der Nahrungsmittelausgaben liegt nach Auffassung des RLV in den Einkommenssteigerungen und in dem unterdurchschnittlichen Anstieg der Nahrungsmittelpreise.

Seit 1950 seien die Löhne um das zwanzigfache, die Brotpreise um knapp das Neunfache gestiegen und die Getreidepreise aber kaum verändert. Von 1950 bis 2009 habe sich der Nettostundenverdienst eines Industriearbeiters fast verzwanzigfacht. Da die Brotpreise nur um das Neunfache gestiegen sind, konnte sich der Industriearbeiter für seinen Stundenlohn 2009 mehr als doppelt so viel Brot (5,4 kg) kaufen wie noch vor etwa 60 Jahren.

Ähnliches gelte fast für alle Nahrungsmittel: Musste beispielsweise nach RLV-Angaben ein Arbeitnehmer für ein Päckchen Butter (250 g) 1970 noch 22 Minuten arbeiten, reichen heute gerade einmal 3 Minuten. Auch Eier sind mittlerweile schneller verdient als gekocht. Für ein Ei muss man heute gerade einmal 30 Sekunden lang arbeiten. 1970 musste ein Arbeitnehmer noch mehr als vier Mal solange arbeiten, um sich ein Ei leisten zu können.

30. Juli 2013

Rheinland-Pfalz: Höhere Preise für Grundstücke, weniger Verkäufe

Bad Ems (agrar.de) – Die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke stiegen im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz deutlich an. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der durchschnittliche Kaufwert für landwirtschaftlich genutzte Flächen im Jahr 2012 bei rund 11.100 Euro je Hektar. Das waren 16,9 Prozent mehr als 2011. Ein höherer Kaufwert wurde zuletzt im Jahr 1991 verzeichnet (ohne Preisbereinigung). Insgesamt wurden 4.736 Grundstücke mit einer Gesamtfläche (Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung – FdlN) von fast 3.600 Hektar verkauft. Die Zahl der Verkäufe ging damit gegenüber 2011 um fast ein Fünftel, die veräußerte Fläche um gut ein Viertel zurück.
Die durchschnittlichen Kaufpreise differierten regional erheblich. Sie reichten bei den Landkreisen von 4.100 Euro je Hektar im Kreis Birkenfeld bis zu 25.700 Euro je Hektar im Rhein-Pfalz-Kreis. In den kreisfreien Städten lag der durchschnittliche Hektarpreis für landwirtschaftliche Grundstücke im Durchschnitt bei knapp 29.600 Euro je Hektar.

Wesentlich für den Kaufpreis landwirtschaftlicher Grundstücke sind neben der regionalen Lage insbesondere die Nutzungsart und die Bodenqualität. So wurde Ackerland im Schnitt für nahezu 14.000 Euro und Grünland für gut 8.600 Euro je Hektar gehandelt. Gutes Ackerland mit einer Ertragsmesszahl (EMZ) von 60 und mehr pro Ar erzielte im Schnitt einen Hektarpreis von fast 22.000 Euro, Grünland gleicher Güte kostete knapp 10.000 Euro je Hektar. Weniger fruchtbares Ackerland (EMZ unter 30) wechselte im Schnitt für knapp 8.000 Euro und entsprechendes Grünland für gut 7.600 Euro je Hektar den Besitzer.

Umfangreiches Datenmaterial zu diesem Thema enthält der statistische Bericht »Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke 2012«, der im Internet kostenfrei als PDF-Datei (405 KB) verfügbar ist.

25. Juli 2013

Sachsen: Verkauf landwirtschaftlicher Flächen im Jahr 2012

Themen: Bundesländer,Pacht&Besitz,Sachsen,Wirtschaft — info @ 12:07

Dresden (agrar.de) – Im zurückliegenden Jahr fanden rund 8 400 Hektar an landwirtschaftlicher Nutzfläche einen neuen Eigentümer. Diese erstreckten sich auf genau 1 986 Einzelverkäufe zu einem Gesamtwert von fast 69 Millionen Euro. Folglich ergab sich ein durchschnittlicher Preis für den Hektar von annähernd 8 200 Euro. Die Bodengüte lag mit einer Ertragsmesszahl von 48,0 im Mittelfeld.

Die meisten Veräußerungen (15 Prozent) fanden im Landkreis Nordsachsen, gefolgt von den Landkreisen Leipzig (14 Prozent) und Bautzen (13 Prozent) statt. Im Mittel kostete dabei der Hektar Ackerfläche 9 400 Euro, 10 000 Euro bzw. 4 300 Euro. Erwartungsgemäß entfielen nur gut 2 Prozent der gesamten Verkaufsfälle auf die drei kreisfreien Städte, brachten dem ungeachtet für den Hektar rund 6 200 Euro in Chemnitz, 6 800 Euro in Dresden und fast 12 000 Euro in Leipzig. Nach Auswertung der vorliegenden Verkäufe war der Hektar Landwirtschaftsfläche im Kreis Bautzen mit 4 293 Euro am günstigsten. Einen wesentlichen Punkt bei der Preisbildung spielt die Ertragsmesszahl (EMZ) bzw. Ertragsfähigkeit des Bodens. Lag diese über 60 (gut bis sehr gut) ließen sich im Mittel durchaus Hektarpreise von 13 700 Euro erzielen. Böden mit geringer Güte (EMZ unter 30) brachten es dagegen auf nur knapp 4 000 Euro je Hektar.

Pro Verkauf wurden im Schnitt 4,25 Hektar übereignet. Im Detail entfielen 31 Prozent der Veräußerungen auf Flächen mit einer Größe zwischen 0,25 und einem Hektar, gefolgt von 2 bis 5 (22 Prozent der Fälle) bzw. einem bis 2 Hektar (16 Prozent). Lediglich in 3 Prozent der Fälle handelte es sich um Flächen, die größer als 20 Hektar waren.

Kaufwerte für landwirtschaftlichen Grundbesitz in Sachsen 2012

Thüringen: 4.062 landwirtschaftliche Grundstücke wurden 2012 verkauft

Erfurt (agrar.de) – Im Jahr 2012 wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in Thüringen 4 062 landwirtschaftliche Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar verkauft. Das waren 153 Veräußerungsfälle mehr als im Jahr 2011.

Insgesamt 8 096 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche wechselten im Rahmen der Verkäufe den Besitzer. Im Jahr zuvor betrug die veräußerte Fläche 8 006 Hektar. Die durchschnittliche Größe bei den reinen Flächenverkäufen für landwirtschaftliche Nutzung lag bei 1,99 Hektar je Veräußerungsfall. Sie war geringfügig kleiner als im Vorjahr. 2011 betrug sie 2,05 Hektar je Veräußerungsfall.

Der Kaufwert für landwirtschaftliche Grundstücke insgesamt lag bei 55,6 Millionen Euro. Der Kaufwert pro Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche erhöhte sich im Vergleich zum Jahr 2011 von 6 288 auf 6 870 Euro. Damit stiegen die Kaufwerte für landwirtschaftliche Nutzflächen deutlich an und überschritten den Höchstwert von 2010 (6 350 Euro). Im Jahr 2005 lag der durchschnittliche Kaufwert mit 4 135 Euro je Hektar am niedrigsten. Die höchsten Kaufwerte je Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche wurden in Gera mit 12 487 Euro je Hektar, im Altenburger Land mit 11 484 Euro je Hektar und in Erfurt mit 9 513 Euro je Hektar erreicht.

Veräußerung landwirtschaftlicher Grundstücke 2000 bis 2012

24. Juli 2013

Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke in Hessen 2012

Themen: Bundesländer,Hessen,Pacht&Besitz,Wirtschaft — info @ 12:07

Trend zu mehr Veräußerungsfällen in den letzten Jahren

Wiesbaden (agrar.de) – Im Jahr 2012 wurden in Hessen 4540 landwirtschaftliche Grundstücke zu einem durchschnittlichen Kaufwert von gut 12 530 Euro je Hektar landwirtschaftlicher Fläche veräußert. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit gut 120 Grundstücke mehr als im Vorjahr gehandelt. Damit setzte sich der Trend der letzten Jahre fort, bei dem ein deutlicher Anstieg der Veräußerungsfälle zu beobachten war. Wurden im Schnitt der Jahre 2002 bis 2006 noch durchschnittlich 2260 Grundstücke pro Jahr veräußert, so stieg dieser Wert im Schnitt der Jahre 2007 bis 2011 auf fast 4100 Grundstücke pro Jahr, die den Eigentümer wechselten.

Auf der Landkreisbene wurden im Jahr 2012 die höchsten Kaufwerte im Main-Taunus-Kreis mit 49 700 Euro je Hektar ermittelt, gefolgt vom Landkreis Offenbach mit 42 700 Euro je Hektar. Die geringsten Kaufwerte mit gut 5500 Euro je Hektar wurden im Landkreis Vogelsberg erzielt, im Werra-Meißner-Kreis waren es gut 6900 Euro je Hektar.

Insgesamt wurden in Hessen 4030 Hektar veräußert, was einer durchschnittlichen Fläche von 0,89 Hektar je Veräußerungsfall entsprach. Die mittlere Ertragsmesszahl (EMZ) betrug 46 Punkte.

Die EMZ ist eine Messzahl für die natürliche Ertragsfähigkeit des Acker- oder Grünlandes, unter Berücksichtigung besonderer Klima- und Geländeverhältnisse. Für den besten Ackerboden wurde die EMZ 100 festgelegt.

23. Juli 2013

Bayern: 2012 wechselten 4 495 landwirtschaftliche Grundstücke den Eigentümer

Themen: Bayern,Bundesländer,Pacht&Besitz,Wirtschaft — info @ 11:07

Im Durchschnitt wurden rund 31 800 Euro je Hektar gezahlt
München (agrar.de) – 2012 wurden in Bayern 4 495 landwirtschaftliche Grundstücke (ohne Gebäude und ohne Inventar) mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 5 768 Hektar für insgesamt 183,7 Millionen Euro verkauft. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, errechnet sich daraus ein durchschnittlicher Kaufwert von 31 841 Euro je Hektar Landwirtschaftsfläche. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 5,9 Prozent. Regional differierte der durchschnittliche Kaufwert je Hektar erheblich. Am höchsten war er Oberbayern mit 45 141 Euro, am niedrigsten in Oberfranken mit 16 718 Euro.

2012 wurden in Bayern gemäß den Meldungen der Finanzämter an das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 4 495 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 5 768 Hektar verkauft. Die Kaufsumme betrug 183,7 Millionen Euro. Hierbei handelt es sich um Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar mit einer Mindestgröße von 1 000 m², die zumindest in einem überschaubaren Zeitraum weiterhin landwirtschaftlich als Acker- oder Grünland genutzt werden. Je Verkaufsfall wurden durchschnittlich 1,28 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert. Bei knapp 57 Prozent der Kauffälle lag die Fläche unter einem Hektar, in lediglich 2,3 Prozent der Fälle wechselten mindestens fünf Hektar Landwirtschaftsfläche den Besitzer.

Im Durchschnitt errechnet sich für alle im Jahr 2012 in Bayern getätigten Verkäufe von landwirtschaftlich genutzter Fläche ein Wert von 31 841 Euro je Hektar (3,18 Euro je m²). Dies ist der höchste Wert seit 25 Jahren und entspricht einer Steigerung von knapp 1 800 Euro je Hektar bzw. 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar differierte in den einzelnen Regierungsbezirken erheblich. Am höchsten war er mit 45 141 Euro in Oberbayern. Dies waren 13 300 Euro bzw. fast 42 Prozent mehr als im Landesdurchschnitt. Auch in Niederbayern (40 416 Euro) und Schwaben (36 470 Euro) wurde ein überdurchschnittlicher Hektar-Preis erzielt. Der mit Abstand niedrigste Verkaufswert errechnete sich mit 16 718 Euro für den Regierungsbezirk Oberfranken. Dies waren 63 Prozent weniger als in Oberbayern und fast 48 Prozent weniger als im Landesdurchschnitt. Deutlich unter dem Landesmittel lag auch der in Unterfranken (22 129 Euro) erzielte Hektarerlös. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich bei der Kaufwertestatistik methodisch um keine echte Preisstatistik handelt, sodass die durchschnittlichen Kaufwerte für einen regionalen und zeitlichen Vergleich nur bedingt aussagekräftig sind. So wird der Verkaufspreis bei jeder Grundstückstransaktion durch andersgeartete kauffallspezifische Eigenschaften wie Bodenqualität, Lage, Nutzungsart oder Grundstücksgröße maßgeblich beeinflusst.

Veräußerung landwirtschaftlichen Grundbesitzes* in Bayern 2012

10. Juli 2013

3 795 Verkäufe landwirtschaftlicher Grundstücke im Land Brandenburg im Jahr 2012

Potsdam (agrar.de) – Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, wurden im Land Brandenburg im Jahr 2012 insgesamt 3 795 Verkaufsfälle landwirtschaftlicher Grundstücke mit einer verkauften Fläche von 18 375 Hektar ermittelt. Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar lag bei 7 093 EUR.
Der Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche an der verkauften Fläche insgesamt betrug 97,2 Prozent. Für diese Flächen wurde ein Kaufwert von 7 296 EUR je Hektar erzielt. Je Verkaufsfall wurden auch 2012 durchschnittlich 5 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert. Bei der überwiegenden Anzahl der Verkäufe (99,6 Prozent) wechselten Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar den Eigentümer.

Die Anzahl der Verkäufe und die dabei erzielten Kaufwerte waren regional sehr differenziert. Die meisten Kauffälle wurden in den Kreisen Märkisch-Oderland (395 Verkäufe), Elbe-Elster (378 Verkäufe), Potsdam-Mittelmark (354 Verkäufe), TeltowFläming (325 Verkäufe) und Uckermark (321 Verkäufe) registriert. Die wenigsten gab es erwartungsgemäß in den kreisfreien Städten Frankfurt (Oder) (9 Verkäufe), Brandenburg an der Havel (21 Verkäufe), Cottbus (29 Verkäufe) und Potsdam (25 Verkäufe). Der mit Abstand höchste durchschnittliche Kaufwert je Hektar wurde im Landkreis Uckermark (11 771 EUR) erzielt. Ebenfalls überdurchschnittlich hohe Kaufwerte gab es in den Kreisen Märkisch-Oderland (8 762 EUR) und Prignitz (7 599 EUR). Weit unter dem Landesdurchschnitt lag der Kaufwert je Hektar dagegen vor allem im Kreis Oberspreewald-Lausitz (3 313 EUR), in Cottbus (3 500 EUR), im Spree-Neiße-Kreis (3 784 EUR) und in Brandenburg (3 872 EUR).

08. Juli 2013

MV: Anstieg der Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke setzt sich fort

Schwerin (agrar.de) – Für den Kauf eines Hektars landwirtschaftlicher Fläche ohne Gebäude und ohne Inventar mussten 2012 in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 12 675 EUR entrichtet werden. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes stiegen damit im vierten Jahr hintereinander die Aufwendungen für den Flächenerwerb in der Landwirtschaft. Im Vergleich mit den Vorjahren war die Steigerung mit 7,5 Prozent gegenüber 2011 jedoch erheblich geringer.

Im Gesamtvolumen von 18 629 Hektar, das ist eine um 22 Prozent kleinere Fläche als 2011, wurden landwirtschaftliche Grundstücke zum Verkehrswert im Jahr 2012 verkauft. Der Wert belief sich auf zusammen 236,2 Millionen EUR, 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um Veräußerungsfälle ohne Gebäude und ohne Inventar; in 1 919 Fällen wechselten so 18 615 Hektar für 235,9 Millionen EUR den Besitzer. Damit verlangsamten sich die Kaufaktivitäten um 7,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2011, die veräußerte Gesamtfläche war um 18,4 Prozent kleiner, der Kaufwert dafür verringerte sich um 12,2 Prozent. Die mittlere Größe der je Kauffall veräußerten Fläche lag 2012 bei 9,7 Hektar.

Den flächen- und wertmäßig größten Anteil an den Verkäufen hatten die 60 Veräußerungsfälle, mit denen jeweils 50 und mehr Hektar den Eigentümer wechselten, im Durchschnitt je Fall 112,2 Hektar. Er belief sich auf 36 Prozent der Gesamtfläche und 42 Prozent des gesamten Kaufwertes. Auch je Hektar wurde mit 14 724 EUR dafür überdurchschnittlich viel aufgewendet.

Regionale Unterschiedetraten, wie schon in den Vorjahren, 2012 deutlich hervor. So mussten für die großflächig fruchtbarsten Böden mit einer mittleren Ertragsmesszahl der ausgewerteten Kauffälle von 48,4 im Landkreis Nordwestmecklenburg pro Hektar durchschnittlich 18 394 EUR gezahlt werden, 45,1 Prozent mehr als im Landesdurchschnitt. Am preiswertesten waren jedoch nicht die landesweit leichtesten Böden im Landkreis Ludwigslust-Parchim, für die 11 179 EUR je Hektar zu entrichten waren, sondern die Kauffälle im Landkreis Vorpommern-Greifswald lagen mit 8 763 EUR je Hektar um 30,9 Prozent unter dem Durchschnitt des Landes.

Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke

03. Juli 2013

NRW: 12 Prozent weniger landwirtschaftliche Grundstücke verkauft

Düsseldorf (agrar.de) – 2012 wurden in Nordrhein-Westfalen 3 176 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 4 909 Hektar verkauft; dies entspricht in etwa der Fläche von Herne. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, lag die Kaufsumme dieser Grundstücke bei insgesamt 159 Millionen Euro. Rein rechnerisch betrug der Kaufwert für landwirtschaftlich genutzte Flächen somit durchschnittlich 32 427 Euro je Hektar bzw. 3,24 Euro je Quadratmeter.

Veräußerung landwirtschaftlicher Grundstücke1) in NRW im Jahr 2012

Im Vergleich zum Jahr 2011 reduzierte sich die Zahl der Veräußerungsfälle um 11,9 Prozent und die veräußerte Fläche um 20,9 Prozent. Der Gesamtverkaufswert war um 15,9 Prozent niedriger als im Vorjahr, während der durchschnittliche Kaufwert je Hektar um 1 939 Euro (+6,4 Prozent) stieg.

2012 wechselten im Regierungsbezirk Detmold 24,7 Prozent mehr landwirtschaftliche Grundstücke den Eigentümer als im Jahr zuvor. In den vier anderen Regierungsbezirken war die Zahl der Veräußerungen rückläufig (Düsseldorf ?20,5 Prozent, Köln ?14,6 Prozent, Münster ?38,2 Prozent und Arnsberg ?12,1 Prozent). Die höchsten durchschnittlichen Kaufwerte wurden im Regierungsbezirk Münster (45 000 Euro je Hektar), die niedrigsten im Regierungsbezirk Detmold (22 600 Euro je Hektar) erzielt.

In der Statistik werden alle Verkäufe von landwirtschaftlich genutzten Flächen ab 0,1 Hektar erfasst, von denen angenommen werden kann, dass sie in absehbarer Zeit weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden.

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise in NRW finden Sie hier.




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