20. August 2011

Agrarland auch in NRW deutlich teurer

Düsseldorf (agrar.de) – Die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr wie auch im übrigen Bundesgebiet kräftig gestiegen. 28 051 Euro mussten im Schnitt für 1 Hektar bezahlt werden, 4,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Bundesvergleich liegen die Preise für landwirtschaftliche Flächen damit unverändert an der Spitze. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der vom Landesbetrieb Information und Technik erstellte Statistik durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

2010 wurden in Nordrhein-Westfalen 3 270 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 5 815 Hektar verkauft. Die höchsten Bodenpreise wurden in den Regierungsbezirken Münster mit 37 424 Euro je Hektar und Düsseldorf mit 35 741 Euro je Hektar bezahlt.

Die höchsten Preise in Westfalen-Lippe wurden in den Kreisen Recklinghausen, Borken, Unna, Coesfeld, Steinfurt sowie im Rheinland im Rhein-Erftkreis, im Rheinkreis Neuss und in den Kreisen Mettmann und Viersen mit Beträgen von 37 440 bis 49 085 Euro je Hektar notiert. Vor allem in den rheinischen Kreisen wurde überwiegend hochwertiges Ackerland verkauft. Die niedrigsten Preise von 12 860 bis knapp 20 000 Euro je Hektar verzeichneten die überwiegend durch Grünland geprägten Kreise im Sauerland, der Oberbergische Kreis, die Kreise Euskirchen und Lippe sowie der Märkische Kreis.

Im Bundesdurchschnitt liegt der Preis für landwirtschaftliche Grundstücke mit 11 854 Euro je Hektar bei nur etwas über 40 Prozent des Spitzenwertes in NRW. Auf dem zweiten Platz liegt Bayern mit 25 866 Euro, gefolgt von Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Am günstigsten ist Agrarland zurzeit in Brandenburg mit 6 334 Euro je Hektar.




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