26. Januar 2011

Rheinland-Pfalz: Nur noch sechs Prozent der Betriebe halten Schweine

Tierhaltung erfolgt überwiegend auf Spaltböden
Bad Ems (agrar.de) – Im Jahr 2010 hielten in Rheinland-Pfalz nur noch 5,8 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Schweine (1999: 12 Prozent). Die 1.300 Betriebe verfügten nach Angaben des Statistischen Landesamtes dabei über 282.000 Haltungsplätze. Von diesen entfielen gut 10 Prozent auf Zuchtschweine, die restlichen wurden überwiegend für die Schweinemast oder die Ferkelhaltung genutzt. Die Plätze für Zuchtschweine verteilten sich auf gut 400 Betriebe; rund 1.200 verfügten über Haltungsplätze für die übrigen Schweine.

Dank moderner Haltungsformen konnten die Betriebe in den letzten Jahren den Arbeits- und Kostenaufwand je Tier senken. Im Zuge des landwirtschaftlichen Strukturwandels ergab sich von 1999 bis 2010 eine deutliche Vergrößerung der durchschnittlichen Schweinebestände (von 89 auf 216 Tiere). Rund 49 Prozent aller Haltungsplätze weist so genannte »Vollspaltenböden« auf. Weitere 30 Prozent sind mit »Teilspaltenböden« ausgelegt. Beide Formen ermöglichen eine strohlose Tierhaltung, da Kot und Urin durch die Spalten abfließen können.

Während bei Vollspalten der komplette Stallraum Spalten aufweist, ist bei Teilspalten ein Teil der Stallfläche planbefestigt (z. B. mit Beton). Rund 16 Prozent der Plätze haben einen vollständig »planbefestigten Boden«, der mit Stroh eingestreut wird und regelmäßig entmistet werden muss. Die verbleibenden fünf Prozent der Haltungsplätze werden überwiegend in Tief- oder Tretmistställen unterhalten. In diesen Haltungsformen erfolgt eine Entmistung in größeren Zeitabständen.




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