05. Januar 2011

Rheinland-Pfalz: Seit 1999 rund ein Drittel weniger Haupterwerbsbetriebe

Landwirtschaftliche Betriebe werden zumeist als Familienbetriebe bewirtschaftet
Bed Ems (agrar.de) – Die Mehrzahl der rheinland-pfälzischen landwirtschaftlichen Betriebe wird nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems als Familienbetrieb, d. h. als Einzelunternehmen, bewirtschaftet. Rund 90 Prozent der 20.600 Betriebe wiesen nach dem vorläufigen Ergebnis der Landwirtschaftszählung diese Rechtsform auf. Die übrigen Betriebe werden zumeist als Personengesellschaft geführt. Fast 54 Prozent der Familienbetriebe sind Nebenerwerbsbetriebe, d. h. weniger als 50 Prozent der Gesamteinkünfte werden mit der Landwirtschaft erzielt.

Die 8.700 Haupterwerbsbetriebe verfügen über den größten Teil der landwirtschaftlich genutzten Flächen und halten zugleich den größeren Teil der Viehbestände. So bewirtschaften sie rund 59 Prozent der Fläche und sind mit durchschnittlich 48 Hektar deutlich größer als die 10.000 Nebenerwerbsbetriebe (17 Hektar). In den Ställen der Haupterwerbsbetriebe stehen gut 62 Prozent der 368.000 im Land gehaltenen Rinder und 67 Prozent der 258.000 Schweine. Die durchschnittliche Bestandsgröße beträgt in einem Vieh haltenden Haupterwerbsbetrieb 93 Rinder und 289 Schweine. Nebenerwerbsbetriebe erreichen nur durchschnittliche Bestandsgrößen von 29 Rinder und 50 Schweinen.

In den Haupterwerbsbetrieben sind mit 48.600 Personen etwa doppelt soviel Personen beschäftigt wie in Nebenerwerbsbetrieben (24.600 Personen). Berücksichtigt man den Beschäftigungsumfang, so zeigt sich, dass in Haupterwerbsbetrieben rund 26 Prozent der Personen vollbeschäftigt sind. Bei den Nebenerwerbsbetrieben beträgt der Anteil nur 7 Prozent.

Im Vergleich zu 1999 nahm die Zahl der Haupterwerbsbetriebe um rund ein Drittel ab; die der Nebenerwerbsbetriebe sogar um mehr als die Hälfte. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die unteren Erfassungsgrenzen bei der Landwirtschaftszählung 2010 angehoben wurden. Diese methodische Änderung wirkte sich insbesondere zu Lasten der Zahl an Nebenerwerbsbetrieben aus.




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