05. Januar 2011

Herbstaussaat 2010 in Brandenburg: Weniger Wintergetreide

Potsdam (agrar.de) – Die Aussaatfläche von Wintergetreide verringerte sich in Brandenburg zur Ernte 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf etwa 458 600 Hektar. Damit kam es nicht zu dem Anbaurückgang, der aufgrund der teils widrigen Aussaatbedingungen zu Herbstbeginn befürchtet worden war.

Winterweizen wurde im Herbst 2010 auf einer Fläche von 159 100 Hektar gedrillt (+1 Prozent zu 2009). Damit setzt sich der Anstieg der Anbaufläche der letzten Jahre beim Winterweizen fort. 2010 wurde erneut weniger Winterroggen (Brandenburgs wichtigster Getreideart) ausgesät. Bei dieser Kultur kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einem Flächenrückgang um fast 5 Prozent auf 191 500 Hektar.

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter mitteilt, erfuhr die Wintergerste einen Anbaurückgang um 8 Prozent. Im Herbst 2010 wurden 66 800 Hektar mit diesem Wintergetreide bestellt. Stark rückläufig war die Aussaat von Triticale (–14 Prozent). Diese Getreideart (eine Kreuzung aus Weizen und Roggen) drillten Brandenburgs Landwirte auf rund 41 200 Hektar. Im Vergleich zu 2009 blieb die Aussaatfläche von Winterraps im Herbst 2010 nahezu gleich. Die Aussaat dieser wichtigsten heimischen Ölfrucht im August/September erfolgte auf rund 134 000 Hektar.

Die Angaben zur Herbstaussaat beruhen auf Informationen der Ernteberichterstatter des Landes Brandenburg von Ende November 2010. Da der Wachstumsstand teilweise als eher schlecht beurteilt wird und Auswinterungsschäden nicht auszuschließen sind, können sich diese vorläufigen Anbautendenzen noch ändern.




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