09. Dezember 2010

DBV: Situationsbericht 2011

Berlin (agrar.de) – „In der Land- und Forstwirtschaft haben wir im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2009/10 die Finanz- und Wirtschaftskrise voll gespürt. Das Unternehmensergebnis ist auf 22.000 Euro je Familienarbeitskraft gesunken, so dass ein Landwirt monatlich im Durchschnitt 1.830 Euro brutto verdiente.“ Dies stellte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, bei der Vorstellung des Situationsberichtes 2011 in Berlin fest.

Mit Blick auf das laufende Wirtschaftsjahr machte Sonnleitner aber deutlich, dass während des Jahres 2010 der Aufschwung auch die Landwirtschaft erreicht hat. Auf fast allen Agrarmärkten haben sich die Preise im Laufe des Jahres verbessert. „Wenn man ein aktuelles Bild für die wirtschaftliche Entwicklung zeichnet, dann kommt die Landwirtschaft aus einem dunklen Keller, hat die Tür auf der obersten Kellertreppe aufgestoßen und blickt der Sonne entgegen, ohne schon die volle Wärme der Sonnenstrahlen zu spüren“, beschrieb Sonnleitner.

Nach dem starken Rückgang in 2008/09 (minus 25 Prozent) verringerte sich das Unternehmensergebnis je Betrieb im Wirtschaftsjahr 2009/10 um weitere 7 Prozent auf 30.800 Euro. Die Ackerbaubetriebe haben die kräftigsten wirtschaftlichen Einbußen erlitten. Trotz einer insgesamt guten Ernte in 2009 sank das Unternehmensergebnis aufgrund des Preisverfalls bei Getreide und Kartoffeln gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent auf 32.200 Euro. Die Ackerbauern haben mit Kosteneinsparungen versucht, dagegen zu halten: der Düngemittelaufwand ging um 32 Prozent zurück, auch bei Saatgut, Pflanzenschutzmitteln sowie Energie und Treibstoffen wurde deutlich gespart. Dagegen ist bei den Milchviehbetrieben nach dem enormen wirtschaftlichen Einbruch in 2008/09 das Unternehmensergebnis um knapp 2 Prozent auf 30.300 Euro leicht gestiegen. Die extrem niedrigen Milchpreise erholten sich erst im Laufe des abgelaufenen Wirtschaftsjahres deutlich und haben in der zweiten Jahreshälfte 2010 das Krisenniveau überwunden. Die Schweinehalter konnten im Wirtschaftsjahr 2009/10 ihr gutes Ergebnis vom Vorjahr nicht halten. Sie erzielten mit 41.500 Euro ein um 11 Prozent niedrigeres Ergebnis. Dies ist jedoch innerhalb unserer Teilbranchen nach wie vor das höchste Unternehmensergebnis. Dagegen haben die Geflügelhalter gegenüber dem Vorjahr leicht aufgeholt. Rindermäster und Mutterkuhhalter erzielten mit 21.100 Euro das niedrigste Unternehmensergebnis aller Betriebsformen. Die Agrargenossenschaften der neuen Länder erzielten ein Unternehmensergebnis plus Personalaufwand von 28.200 Euro je Arbeitskraft. Das ist ein Minus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Agrargenossenschaften wurde allerdings nicht das Wirtschaftsjahr, sondern das Kalenderjahr 2009 bilanziert. Die Nebenerwerbslandwirte blieben mit 4.900 Euro im Durchschnitt rund 1 Prozent unter ihrem Vorjahresergebnis. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass diese Betriebe ein in der Regel außerlandwirtschaftliches Einkommen erzielen. Die Bruttoinvestitionen aller Betriebe verringerten sich im Wirtschaftsjahr 2009/10 im Schnitt um 16 Prozent auf 30.200 Euro. Diese Zahlen berücksichtigen nicht die Investitionen vieler Landwirte in Photovoltaik- oder Biogasanlagen, die als gewerbliche Investitionen im landwirtschaftlichen Buchführungsabschluss nicht aufgeführt werden. Nur 33 Prozent der Betriebe konnten eine nachhaltige Eigenkapitalbildung von über 10.000 Euro erzielen. In 35 Prozent der Betriebe gab es dagegen nachhaltige Eigenkapitalverluste von jährlich über 5.000 Euro. Auch in den Weinbaubetrieben gingen die Wirtschaftsergebnisse zurück. Sie erzielten 13 Prozent weniger als im Vorjahr (35.100 Euro). Bei den Ökobetrieben sank das Unternehmensergebnis auf 39.000 Euro je Betrieb (minus 15 Prozent).

Im laufenden Wirtschaftsjahr 2010/11 haben sich auf fast allen Agrarmärkten die Preise spürbar verbessert. Das Anspringen der Konjunktur weltweit sorgt derzeit für Nachfrage nach allen Agrarprodukten, insbesondere nach höherwertigen Lebensmitteln wie Fleisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse. Die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung in unseren Betrieben im Kalenderjahr 2010 dürfte sich – aus jetziger Sicht – also fortsetzen. Im Obst- und Ackerbau gab es für die Ernte 2010 durchweg höhere Erzeugerpreise, allerdings witterungsbedingt auch deutlich schlechtere Erträge, so bei Getreide, Kartoffeln aber auch bei Obst und Wein. Die wirtschaftliche Situation unserer Milchbauern entspannt sich durch die festeren Milchpreise weiter. Im Oktober 2010 lag der Milcherzeugerpreis bei 32,6 Cent je Kilogramm im Bundesdurchschnitt. Dies sind fast 10 Cent mehr als im Vorjahr. Bei der Schweinehaltung sind die Entwicklung und auch die Vorausschau schwieriger zu fassen. Die Ferkelpreise sind vor allem für Sauenhalter bei steigenden Kosten nicht befriedigend. Auch die Schweinemäster sind derzeit nicht ohne Sorgen. Steigende Betriebsmittelkosten für Futtermittel, Dünger und für Energie belasten alle unsere Betriebe im Wirtschaftsjahr 2010/11. Insgesamt werden sich die Einkommen aber deutlich erholen und wieder an die Jahre 2007/08 anknüpfen. Vor dem Hintergrund der verbesserten Preis- und Erlössituation im Laufe des Kalenderjahres 2010 ist die verbesserte Stimmungslage beim Konjunkturbarometer Agrar zu interpretieren. Die Investitionsabsichten von 7 Milliarden Euro im kommenden halben Jahr (+18 Prozent) – schwerpunktmäßig in Bioenergie – geben die derzeitige Zuversicht in den Bauernfamilien wider.

Der Situationsbericht des DBV basiert auf einer repräsentativen Auswertung der Buchführungsergebnisse von über 18.000 Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben der LAND-DATA, des Landwirtschaftlichen Buchführungsverbandes Kiel sowie der Buchstelle des Bayerischen Bauernverbandes im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2009/10 (1. Juli 2009 bis 30. Juni 2010). Zudem werden in sieben Kapiteln umfangreiche Informationen zu aktuellen Themen wie Preisentwicklungen auf den Agrarmärkten, Klima- und Umweltschutz, Welternährung und Lebensmittelmärkte, Perspektiven der erneuerbaren Energien oder zur EU-Agrarpolitik geliefert. Ausführlich wird außerdem die Struktur in der Land- und Ernährungswirtschaft geschildert.

08. Dezember 2010

Flächenprivatisierungen in den neuen Ländern weiter umstritten

Berlin (agrar.de) – Die weitere Verwertung der Flächen der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) in den neuen Ländern wird von Experten unterschiedlich beurteilt. Dies wurde am Dienstagnachmittag in einer Anhörung des Haushaltsausschusses deutlich. Dabei ging es um den Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP zur Änderung der Vorschriften zum begünstigten Flächenerwerb nach Paragraf 3 des Ausgleichsleistungsgesetzes und der Flächenerwerbsverordnung (17/3183). Damit wollen die Fraktionen die Flächenverwertung vorantreiben, der im wesentlichen bis 2025 abgeschlossen sein soll.

Die BVVG hat seit 1992 den gesetzlichen Auftrag, in den neuen Ländern ehemals volkseigene land- und forstwirtschaftliche Flächen zu privatisieren. Die BVVG verkauft die Flächen auf Grundlage des modifizierten Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetzes und der Flächenerwerbsverordnung. Seit 2004 seien Preissteigerungen bei den durch die BVVG zu privatisierenden landwirtschaftlichen Flächen zu verzeichnen, die sich im Schnitt bis heute auf fast 100 Prozent summierten, heißt es im Entwurf. Nichtwirtschaftende Alteigentümer haben die Möglichkeit, Flächen begünstigt für einen Betrag bis zur Höhe einer Ausgleichsleistung zu kaufen. Voraussetzung dafür sei ein bestandskräftiger Bescheid über die dazu erforderlichen Anträge. Verzögerungen bei den Bescheiden sind nach Ansicht der Fraktionen deshalb problematisch, weil nichtwirtschaftende Alteigentümer aufgrund dieser Teuerung immer weniger Flächen erwerben können. Der entsprechende Paragraf des Ausgleichsleistungsgesetzes soll daher nach dem Willen der Koalition so geändert werden, dass Verzögerungen bei Bescheiden über Ausgleichsleistungen die Erwerbsmöglichkeiten nicht mehr beeinträchtigen sollen. So soll beispielsweise die Möglichkeit eröffnet werden, für die Berechnung des Kaufpreises den maßgeblichen Verkehrswert zum Stichtag 1. Januar 2004 zugrunde zu legen.

Helmut Born, Deutscher Bauernverband, erklärte in seiner schriftlichen Stellungnahme, dass in Anbetracht der seit 2007 stark gestiegenen Verkehrswerte für landwirtschaftliche Grundstücke der potenzielle flächenmäßige Erwerbsumfang für Alteigentümer durch die Begrenzung ihres Erwerbsanspruchs auf maximal bis zur Höhe der Ausgleichsleistungen erheblich reduziert worden sei. Diese Entwicklung zu Ungunsten der Alteigentümer sei jedoch nicht von diesen zu vertreten, sondern allein auf die Verzögerung bei der Bescheidung ihrer Anträge auf Ausgleichsleistungen durch die zuständigen Vermögensämter zurückzuführen. Deshalb trage der Deutsche Bauernverband das Anliegen des Gesetzentwurfs mit.

Ebenso begrüßte Albrecht Wendenburg von der Arbeitsgemeinschaft für Agrarfragen die Koalitionsinitiative. ”Es geht auch um Wiedergutmachung“, sagte er. Die Stichtagsregelung bewirke lediglich einen Ausgleich dafür, dass die Alteigentümer infolge jahrelanger Untätigkeit der Verwaltung Schaden erlitten hätten. Für Manfred Graf von Schwerin von der ”Arbeitsgemeinschaft Recht und Eigentum“ ist der Gesetzentwurf ein ”Schritt in die richtige Richtung“. Damit würde die Benachteiligung der Berechtigten ”in etwa“ kompensiert.

Für Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern, gibt es für eine Besserstellung der Alteigentümer ”keine rechtliche Veranlassung“. Er geht davon aus, dass die neue Gesetzeslage dazu führen werde, dass ”praktisch jeder Alteigentümer“ seinen Anspruch geltend machen werde. Deshalb forderte er auch unter anderem eine Verlängerung der Pachtverträge an bisherige Pächter um weitere zwölf Jahre. Dafür setzte sich auch der Landwirt Wolfgang Jäger ein. Der Pachtpreis müsse auf den üblichen Preis von 2004 festgelegt werden. Es gehe darum, den vor Jahren gefundenen Kompromiss nicht mehr aufzuschnüren und einen dauerhaften Interessenausgleich herbeizuführen. Thorsten Purps von der Rechtsanwaltskanzlei Streitbörger Speckmann kritisierte, dass die Verschlechterung der Erwerbsmöglichkeiten durch die Erhöhung des Kaufpreises nicht gerechtfertigt sei.

07. Dezember 2010

Mecklenburg-Vorpommern: Kartoffelernte 2010 auf historischem Tief

Schwerin (agrar.de) – Anbau und Ernte von Kartoffeln erfolgten in diesem Jahr unter komplizierten Witterungsbedingungen. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes erstreckte sich der Anbau landesweit auf nur noch 13 600 Hektar. Da auch die Ertragsleistungen mit 312,5 Dezitonnen pro Hektar weit unter dem mehrjährigen Durchschnitt blieben, belief sich die Gesamterntemenge auf lediglich 424 700 Tonnen und war damit in Mecklenburg-Vorpommern die niedrigste seit 1994.

Erste Anbauabsichten im Frühjahr verhießen eine Kartoffelfläche von deutlich über 17 000 Hektar. Damit wäre der Flächenrückgang der vergangenen Jahre gestoppt worden. Jedoch führten vielerorts keinesfalls optimale Witterungsbedingungen während der Pflanzzeit zu einer Einschränkung der geplanten Flächen. Dadurch lag der Anbau mit nunmehr insgesamt nur noch 13 600 Hektar im Land sogar unter der bisher kleinsten Fläche von knapp 14 300 Hektar im Jahr 2009.

Im weiteren Vegetationsverlauf bewirkten ein kaltes Frühjahr und teils extreme Vorsommertrockenheit eine zögerliche Entwicklung der Pflanzen. Künstliche Beregnung in dieser Wachstumsphase führte kaum zum erhofften Ertragszuwachs. Die Knollen blieben relativ klein. Die spät begonnene Ernte musste wegen ergiebiger Niederschläge häufig unterbrochen werden. Der endgültige Ertrag 2010 erreichte im Landesdurchschnitt 312,5 Dezitonnen pro Hektar und verfehlte damit das Mittel der vergangenen sechs Jahre von 374,0 Dezitonnen pro Hektar erheblich. Zwar waren auch in diesem Jahr Spitzenerträge von rund 500 Dezitonnen pro Hektar zu beobachten, aber in stärkerem Maße als in anderen Jahren geringe Hektarleistungen von weniger als 200 Dezitonnen.

Die Anbaueinschränkung einerseits und der niedrige Ertrag andererseits trugen dazu bei, dass die Gesamternte an Kartoffeln mit 424 700 Tonnen die geringste seit 1994 war. Sie blieb um mehr als ein Viertel sowohl unter dem mehrjährigen Durchschnitt als auch unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Im Ländervergleich, in Auswertung vorläufiger Angaben, belegt Mecklenburg-Vorpommern nach der Anbaufläche auch 2010 den vierten Platz (Niedersachsen: 111 100 Hektar, Bayern: 43 800 Hektar, Nordrhein-Westfalen: 31 600 Hektar, Sachsen-Anhalt: 12 600 Hektar; zum Vergleich Deutschland: 255 200 Hektar). Ertragsseitig jedoch nimmt Mecklenburg-Vorpommern den letzten Platz ein (zum Vergleich Nordrhein-Westfalen: 473,5 Dezitonnen pro Hektar; Deutschland: 400,0 Dezitonnen pro Hektar).

Vom Rückgang bei der Erzeugung von Kartoffeln gegenüber 2009 ist nicht nur Mecklenburg-Vorpommern betroffen. Bundesweit verringerte sich die Anbaufläche um 3 Prozent, der Ertrag ging um fast 10 Prozent zurück und die Erntemenge sogar um 13 Prozent.

03. Dezember 2010

Thüringen: Erste vorläufige Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2010

Themen: Agrarstruktur,Statistik,Thüringen,Wirtschaft — info @ 13:12

Erfurt (agrar.de) – Nach ersten vorläufigen Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2010 gab es in Thüringen 3 700 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 786 800 Hektar. Gegenüber der letzten Landwirtschaftszählung im Jahr 1999, in der 3 900 Betriebe mit einer Fläche von 801 300 Hektar festgestellt wurden, bedeutet dies einen Rückgang bei der Betriebszahl um 5 Prozent und bei der landwirtschaftlich genutzten Fläche um knapp 2 Prozent. Die durchschnittliche Betriebsgröße stieg innerhalb von 11 Jahren geringfügig von 207 auf 214 Hektar.

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik weiter mitteilt, bewirtschafteten im Jahr 1999 noch 35 Prozent der Betriebe eine Fläche von unter 10 Hektar. Dieser Anteil lag im Jahr 2010 bei 29 Prozent.

Über eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von 10 bis unter 100 Hektar verfügten zur letzten Landwirtschaftszählung knapp 38 Prozent der Betriebe und in diesem Jahr 41 Prozent.
Der Anteil der Betriebe, die eine Fläche von mehr als 100 Hektar bewirtschaften, stieg innerhalb von 11 Jahren von 28 auf 31 Prozent.

2 800 Betriebe (1999: 2 900 Betriebe) gehörten zur Rechtsform Einzelunternehmen. Im Jahr 2010 wurden 42 Prozent dieser Betriebe im Haupterwerb bewirtschaftet. Vor 11 Jahren lag der Anteil bei 35 Prozent.
Der Anteil der Nebenerwerbsbetriebe an den Einzelunternehmen ging von 65 Prozent im Jahr 1999 auf 58 Prozent im Jahr 2010 zurück.

Mit 300 Personengesellschaften im Jahr 2010 wurden 11 Prozent weniger als zur letzten Landwirtschaftszählung (400 Betriebe) ermittelt. Sowohl im Jahr 1999 als auch im Jahr 2010 wirtschafteten in Thüringen 600 Betriebe der Rechtsform Juristische Personen.

Baden-Württemberg: Waldzustandsbericht 2010 vorgestellt

Themen: Baden-Württemberg,Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 08:12

Rund ein Drittel der Bäume ohne erkennbare Schäden – Maßnahmen zur Waldsanierung greifen – Witterungsverlauf günstig

Stuttagrt (agrar.de) – „Der Wald hat als Lebens- und Wirtschaftsraum für die Menschen in Baden-Württemberg eine herausragende Bedeutung. Unser Ziel ist es, den Wald gesund zu erhalten und gepflegt an die folgenden Generationen weiterzugeben. Daran richten sich unsere Politik und das Handeln der Forstexperten aus“, sagte der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Rudolf Köberle, am Mittwoch bei der Vorstellung des Waldzustandsberichtes 2010 in Stuttgart. Der Bericht wird im Auftrag der Landesregierung durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (FVA) jährlich erstellt und erfasst auf wissenschaftlicher Basis systematisch den Gesundheitszustand der Waldbestände im Land.

„Es stimmt zuversichtlich, dass sich der Zustand der Baumkronen in den baden-württembergischen Wäldern stark verbessert hat. Der durchschnittliche Nadel- und Blattverlust bei Waldbäumen ist im Vergleich zum Vorjahr von 25,5 Prozent im Jahr 2009 auf 22,5 Prozent im laufenden Jahr und damit um rund zwölf Prozent zurückgegangen. Eine solch positive Entwicklung hatten wir schon seit 13 Jahren nicht mehr“, erklärte der Forstminister.

Neben der Fichte und der Tanne hätte sich vor allem der Zustand der Buche erheblich verbessert. Die von den Forstwissenschaftlern erhobenen Zahlen belegten, dass die von der Landesregierung ergriffenen Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Wälder richtig seien. „Das breite Bündel aus Luftreinhalte-, Kompensations- und Fördermaßnahmen, das wir seit mittlerweile drei Jahrzehnten umsetzen, zeigt Wirkung“, sagte Köberle.

Vor allem die langfristige Förderung stabiler Mischwälder sowie die Kalkung der Waldböden seien wirkungsvolle Bausteine der Gesundheitsstrategie für die Wälder. Wesentlich sei auch, dass es der Politik gemeinsam mit der Wirtschaft gelungen sei, Luftschadstoffe zu reduzieren und so den in früheren Jahren sehr starken Säureeinträgen in die Waldböden entgegenzuwirken.

Waldzustand wird differenziert betrachtet

„Der Wald ist nicht in allen Regionen des Landes gleichermaßen gesund und auch die einzelnen Baumarten sind unterschiedlich stark betroffen“, erklärte der Forstminister. So hätten sich beispielsweise die ehemaligen Schadensschwerpunkte in den nährstoffarmen Hochlagen des Schwarzwaldes spürbar erholt. Dies lasse sich auf den Rückgang der Säureeinträge sowie auf die Kalkung der Waldböden zurückführen. Der Schwarzwald stehe mit einem mittleren Nadel-Blatt-Verlust von rund 20 Prozent heute im Landesvergleich gut da. Demgegenüber seien die eher tiefer gelegenen und wärmeren Regionen am Hochrhein, im Neckarland sowie in Oberschwaben heute stärker betroffen. „In diesen Gegenden ist es vor allem der Klimawandel, der den Wäldern in Verbindung mit den dort ohnehin tendenziell geringeren Niederschlägen zu schaffen macht. Mit 24 Prozent Nadel-Blatt-Verlust weist das Neckarland landesweit den höchsten Durchschnittswert auf“, erläuterte Köberle.

Auffallend gut entwickelt habe sich mit Blick auf die Gesamtwaldfläche Baden-Württembergs die Buche. „Noch nie in der Geschichte des Waldzustandsberichts hat sich der Gesundheitszustand der Buche so gut entwickelt wie in diesem Jahr. Der Blattverlust ist um rund ein Viertel auf knapp 27 Prozent zurückgegangen. Dies entspricht einer Verbesserung von etwas mehr als neun Prozentpunkten“, erklärte der Minister. Gründe hierfür seien vor allem die gute Wasserversorgung der Bäume durch die hohen Sommerniederschläge der letzten drei Jahre und die weniger starke Fruchtbildung in diesem Jahr. „In den Jahren davor haben die Buchen ungewöhnlich viele Bucheckern gebildet. Dies schwächt die Bäume und verschlechtert deren Belaubungszustand“, erklärte der Minister

Keine Fortschritte weist der Waldzustandsbericht für die Baumarten Eiche und Kiefer aus. Hier stagniere der Nadel-Blatt-Verlust auf überdurchschnittlich hohem Niveau beziehungsweise habe er sich bei der Kiefer sogar noch geringfügig vergrößert. Insbesondere die Eiche, auch im Hinblick auf den Klimawandel eine zentrale Baumart, sei immer noch das Sorgenkind mit einem mittleren Blattverlust von über 34 Prozent.

Baden-Württemberg setzt erfolgreichen Weg weiter fort – Kalkung und Waldumbau im Vordergrund

„Neben einer konsequenten Luftreinhaltepolitik und einer Ausweitung des Anteils naturnaher und stabiler Mischwälder sind es vor allem unsere Kalkungsmaßnahmen, die den Erfolg bringen. Das Beispiel Schwarzwald zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betonte Köberle. Vor über 25 Jahren hätte man im Schwarzwald begonnen, Waldflächen zu kalken. Der damals von vielen „totgesagte Patient“ stehe heute besser da als je zuvor. „Hauptursache für die Schädigung von Wäldern war und ist das Eindringen von Säuren und Stickstoff mit dem Regen in den Boden. Zur effizienten und dauerhaften Regeneration der Bodenfunktionen haben wir deshalb dieses Jahr ein langfristiges Kalkungskonzept gestartet. Dieses neutralisiert nicht nur die aktuellen Säureeinträge, sondern baut auch die im Boden gespeicherten und schädlichen Säuremengen ab“, erklärte Köberle. Durch die Bodenversauerung in den vergangenen Jahrzehnten habe sich die Säurestärke im Boden im Durchschnitt um den Faktor 100 erhöht. Dies beeinträchtige die natürlichen Bodenfunktionen massiv und gefährde die Versorgung der Bäume mit Wasser und Nährsoffen. „Diesem Prozess wirken wir mit unserem breit angelegten Kalkungskonzept entgegen“, unterstrich der Minister.

Mit Blick auf den Klimawandel führe kein Weg an einem konsequenten Waldumbau vorbei. „Die zu erwartenden Veränderungen des Weltklimas werden auch in Baden-Württemberg erhebliche Auswirkungen auf die Stabilität und Vitalität der Waldbäume haben. Wir müssen schon heute daran denken, die Wälder fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen und die Waldbewirtschaftung am Klimawandel ausrichten“, so Köberle. Der Klimawandel werde den Wäldern künftig vor allem durch Trockenheit, Borkenkäfer- und Sturmschäden zusetzen. Davon seien die verschiedenen Baumarten abhängig vom Standort mehr oder weniger stark betroffen. Das Land habe daher verstärkt in die Klimafolgenforschung investiert. Im Rahmen des Projekts „Auswirkungen des Klimawandels auf die Wälder Baden-Württembergs“ beschäftige sich die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg seit 2007 beispielsweise mit der Frage der Eignung der beiden bedeutendsten Baumarten im Land, Fichte und Buche, bei geänderten Umweltbedingungen. Unterstellt würden dabei eine allgemeine Klimaerwärmung sowie eine Änderung der Niederschlagshöhe und der jahreszeitlichen Verteilung der Niederschläge. Die Einschätzungen der Freiburger Wissenschaftler seien in Forstkarten zur künftigen Eignung der Baumarten grafisch dargestellt. Diese Karten würden eine sehr gute fachliche Grundlage für Waldbesitzer und Waldbewirtschafter vor Ort darstellen.

„Grundsätzliches Ziel in Baden-Württemberg ist und bleibt eine nachhaltige, naturnahe, multifunktionale und klimastabile Waldwirtschaft auf der ganzen Waldfläche. Dieses Konzept sieht einen ausgewogenen Kompromiss zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen vor“, sagte Köberle. Diesem Anspruch werde die baden-württembergische Waldwirtschaft bisher mit großem Erfolg gerecht.

01. Dezember 2010

Starker Konzentrationsprozess bei Molkereien

Bonn (agrar.de) – Die Milchindustrie ist mit einem Umsatz von 22,3 Mrd. € und 36 500 Beschäftigten (2008) die größte Sparte der deutschen Ernährungsindustrie. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, würden 21 % der Umsätze der deutschen Molkereien über den Export erwirtschaftet. Mehr als die Hälfte der Milch würden von genossenschaftlichen Unternehmen verarbeitet. Auf Kapitalgesellschaften entfielen rund 32 % und auf Einzelfirmen und Personengesellschaft zusammen 12 %.

Wie der RLV weiter mitteilt, sei die Zahl der Molkereien in Deutschland stark gesunken. Hätte es 1990 noch 360 Unternehmen gegeben, so sei die Zahl bis zum Jahr 2000 auf 127 geschrumpft und habe im Jahr 2008 bei nur noch 100 Unternehmen gelegen. Diese hätten mit ihren 234 Betriebsstätten über 75 000 t Milch täglich zu hochwertigen Lebensmitteln verarbeitet.

In der europäischen „Hitliste“ der größten Molkereien hält nach Angaben des RLV das Schweizer Unternehmen Nestlé mit Abstand die Spitzenposition mit einem Umsatz von 18,5 Mrd. € (2008), gefolgt von den beiden französischen Unternehmen Danone und Lactalis. Die Fusion der beiden niederländischen Molkereien Friesland und Campina habe zum viertgrößten europäischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 8,9 Mrd. € geführt. Die beiden größten deutschen Molkereiunternehmen, Müller-Milch und Nordmilch, hätten 2008 einen Umsatz von jeweils 2,3 Mrd. € ausgewiesen.

Politik: Expansion von Mastanlagen im Außenbereich eindämmen

Themen: Agrarrecht,Förderung,Tiere,Umwelt,Wirtschaft — info @ 13:12

Berlin (agrar.de) – Die massive und ungesteuerte Expansion von Mastanlagen in den Außenbereichen der Kommunen soll nach Ansicht des Petitionsausschusses eingedämmt werden. Vor diesen Hintergrund halten die Abgeordneten die Ausweitung von Massentierhaltungsanlagen auf Grundlage der durch das Baugesetzbuch ermöglichten privilegierten Zulassung gewerblicher Tierhaltungsanlagen für ”bedenklich“.

Auf seiner Sitzung am Mittwochmorgen entschied der Ausschuss daher einstimmig, eine Petition, die Verschärfungen des Bundes-Immissionsgesetzes sowie des Baurechts fordert, um einer zunehmenden Ausbreitung industrieller Mastanlagen in Deutschland entgegenzuwirken, als Material mehreren Bundesministerien zu überwiesen. Neben dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und dem Umweltministerium wird die Vorlage auch an das Justizministerium und das Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie an die Landesvolksvertretungen überwiesen und den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis gegeben.

In seiner Eingabe hatte der Petent auf die negativen Wirkungen der Massentierhaltung auf die Gesundheit der Menschen, den Naturhaushalt, das Landschaftsbild und die Erholungsfunktion der Landschaften hingewiesen. Aufgrund der Renditeerwartungen boome derzeit der Bau landwirtschaftlicher und gewerblicher Anlagen zur Geflügelmassenhaltung, heißt es in der Petition.

Der Gesetzgeber räume der Landwirtschaft mit nachhaltigem Flächenbezug Privilegierungen ein. Die derzeitigen Entwicklungen würden jedoch vielfach einen gewerblichen Status annehmen, so dass der rechtliche Bezug zur landwirtschaftlichen Hofstelle verloren gehe. Daher, so fordert der Petent, müsse eine rechtliche Anpassung der einschlägigen Gesetze auf Bundesebene vorgenommen werden, mit dem Ziel, wirksame Auflagen zur Abluftreinigung für Anlagen zur Massentierhaltung vorzugeben.

Baden-Württemberg: Einkommen der Landwirte nochmals rückläufig

Unternehmensergebnisse Im Wirtschaftsjahr 2009/10 sinken um sechs Prozent im Landesdurchschnitt
Stuttgart (agrar.de) – „Nach dem massiven Einbruch 2008/09 um durchschnittlich 21 Prozent haben sich im Wirtschaftsjahr 2009/10 die Einkommen der Landwirte in Baden-Württemberg nochmals um sechs Prozent verschlechtert. Die wirtschaftliche Situation auf den Höfen bleibt angespannt.“ Das erklärt Präsident Joachim Rukwied bei der Jahrespressekonferenz des Landesbauernverbandes (LBV) am 30. November 2010 in Stuttgart. Die bisher freundlichere Marktsituation im laufenden Wirtschaftsjahr 2010/11 in einigen Betriebssparten reiche bei Weitem nicht aus, um die hohen Eigenkapitalverluste der vergangenen Jahre und die wieder gestiegenen Produktionskosten auszugleichen.

Im Wirtschaftsjahr 2009/10 hat sich die wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe in Baden-Württemberg weiter verschlechtert. Das in der Buchführung ausgewiesene Bruttoeinkommen sank gegenüber 2008/09 im Durchschnitt um 6,2 Prozent auf 17.504 Euro je Familienarbeitskraft. Es lag damit etwa auf dem Niveau des Wirtschaftsjahres 2005/06. Baden-Württemberg hinkt in der Einkommensskala nach wie vor hinterher und liegt bundesweit auf dem letzten Platz.

Große Unterschiede zwischen den Betriebsformen

Zwischen den Unternehmensergebnissen der verschiedenen Betriebsformen bestehen beträchtliche Unterschiede. Die Futterbaubetriebe mit Rindermast und Mutterkuhhaltung weisen mit 13.818 Euro je Familienarbeitskraft erneut das geringste Einkommen auf. Das sind 21,1 Prozent weniger als der Landesdurchschnitt von 17.504 Euro. Die Veredlungsbetriebe liegen nach ihrem massiven Einbruch 2007/08 nun mit durchschnittlich 27.069 Euro (+ 54,6 Prozent zum Landesdurchschnitt) wie bereits im Vorjahr wieder vorne.

Die Ackerbaubetriebe mussten 2009/10 mit einem Minus von durchschnittlich 23,6 Prozent den höchsten Rückgang hinnehmen. Ihr Unternehmensergebnis erreichte lediglich 15.436 Euro je Familienarbeitskraft. Die guten Getreideernten 2008 und 2009 führten zu einem deutlichen Produktionsüberhang. Die infolge der Weltwirtschaftkrise gesunkene Nachfrage nach Getreide und Ölsaaten verschärfte 2009/10 noch den Preisdruck. Der Preis für Qualitätsweizen lag im Frühjahr 2010 um rund 115 Euro je Tonne. Er deckte bei Weitem nicht mehr die variablen Produktionskosten.
Die Milchviehbetriebe erzielten ein Unternehmensergebnis von 17.487 Euro je Familienarbeitskraft, was einem Rückgang um 4,2 Prozent entspricht. Der Milcherzeugerpreis lag dabei 2009/10 bei rund 26,7 (2008/09: 29,1) Cent/kg bei 3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß, zzgl. MwSt.).

Die Obstbaubetriebe erwirtschafteten im Durchschnitt 22.365 Euro Unternehmensergebnis je Familienarbeitskraft (+ 4,5 Prozent). Bei den Weinbaubetrieben sind es 17.627 Euro (- 10,0 Prozent).

Ausblick auf das laufende Wirtschaftsjahr 2010/11

Am Getreidemarkt sorgt eine weltweit begrenzte Erntemenge 2010 nach einer zweijährigen Durststrecke für einen Preisaufschwung. Die Milcherzeugerpreise stiegen auf zuletzt 33 bis 34 Cent/kg. Die Situation in der Ferkelerzeugung und Schweinemast ist nach wie vor angespannt.

Die Einkommenssituation hat sich insgesamt in den vergangenen Monaten verbessert. Allerdings hat sich die Erholung am Milchmarkt mittlerweile wieder abgeschwächt.

Dennoch sind insgesamt die Aussichten für das laufende Wirtschaftsjahr derzeit besser als vor Jahresfrist. Die Betriebe brauchen allerdings einen nachhaltigen Aufwärtstrend, um steigende Kosten ausgleichen und dringend benötigtes Eigenkapital für Zukunftsinvestitionen bilden zu können.

Daten zu den Unternehmensergebnissen 2009/10

Datenbasis: Die Ermittlung der Einkommenssituation basiert auf den Buchführungsergebnissen von 2.821 landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben, welche die baden-württembergische Landwirtschaft im Haupterwerb repräsentieren. Die Hochrechnung erfolgt nach statistischen Grundsätzen. Haupterwerbsbetriebe sind Unternehmen, deren Erlöse überwiegend aus landwirtschaftlicher Tätigkeit stammen. Es wurden ausschließlich solche Betriebe ausgewertet, deren Daten schon für die letzten beiden Wirtschaftsjahre zur Verfügung standen.

Unternehmensergebnis: Das Bruttoeinkommen oder Unternehmensergebnis muss neben dem Lohn für die geleistete Arbeit auch die Verzinsung des im Betrieb eingesetzten Eigenkapitals abdecken. Zusätzlich gehen davon die Sozialabgaben, die persönlichen Steuern, Tilgung für Fremdkapital und die finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Vorgängergeneration ab. Ein großer Teil des Unternehmensergebnisses ist für die Finanzierung von Existenz sichernden Ersatz- und Neuinvestitionen aufzuwenden.

Arbeitskräfte: Der Arbeitskräfteeinsatz liegt bei durchschnittlich 1,7 Arbeitskräften (AK) je Unternehmen oder 3,5 AK je 100 ha. Der durchschnittliche AK-Besatz ist in Baden-Württemberg um knapp 30 Prozent höher im Bundesdurchschnitt (2,7 AK je 100 ha).

Fläche: Die landwirtschaftlich genutzte Fläche beträgt ca. 50 ha pro Betrieb. Der Anteil der Pachtflächen liegt im Durchschnitt bei 66 Prozent (32 ha). Die durchschnittlichen Pachtkosten betragen rund 7.000 Euro pro Jahr (ca. 220 Euro/ha).

Eigenkapitalbildung: Im Durchschnitt konnte ein baden-württembergischer Haupterwerbsbetrieb im Wirtschaftsjahr 2009/10 rund 1.100 (2008/09: 1.070) Euro Eigenkapital bilden. Dieser Wert ist im Hinblick auf eine dauerhafte Sicherung der betrieblichen Existenz viel zu niedrig.

Investitionen: Die Bruttoinvestitionen, das heißt, der gesamte Zugang an Vermögensgegenständen, hielten sich 2009/10 auf dem Niveau des vorangegangen Wirtschaftsjahres (+ 1,2 Prozent) und lagen bei knapp 26.000 Euro je Unternehmen. Die Investitionen in Maschinen gingen deutlich um 10 Prozent zurück. Die Nettoinvestitionen stiegen um 5 Prozent auf rund 2.100 Euro je Betrieb an.

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