25. November 2010

Mecklenburg-Vorpommern: Ergebnisse aus der Landwirtschaftszählung 2010

Schwerin (agrar.de) – Im Frühjahr fand mit der Landwirtschaftszählung 2010 nach mehr als zehn Jahren wieder eine umfassende statistische Bestandsaufnahme im Agrarbereich statt. Wichtige vorläufige Daten werden derzeit im Statistischen Amt Mecklenburg-Vorpommerns aufbereitet.

Zu den Agrarstrukturen liegen bereits ausgewählte wesentliche Ergebnisse vor.

Weniger Landwirtschaftsbetriebe

Vor allem wegen deutlicher Anhebung der Erfassungsgrenzen zur Entlastung der Auskunftspflichtigen ist die Anzahl der Betriebe von 5 432 im Jahr 2007, seit der letzten Agrarstrukturerhebung, auf nunmehr 4 725 zurückgegangen. Dadurch stieg die durchschnittliche Betriebsgröße von 250 Hektar auf 290 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Allein 342 Betriebe verfügen über eine Flächenausstattung von jeweils 1 000 Hektar und mehr.

Einzelunternehmen dominieren bei der Betriebszahl, juristische Personen bei der Fläche

Nach ihrer Rechtsform sind 65 Prozent der Betriebe Einzelunternehmen, 18 Prozent Personengesellschaften und 17 Prozent juristische Personen. 46 Prozent der Einzelunternehmen werden im Haupterwerb geführt, 54 Prozent im Nebenerwerb.
Von den insgesamt 1,353 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche werden 41 Prozent von Betrieben der Rechtsform juristische Personen bewirtschaftet, 30 Prozent von Personengesellschaften und 29 Prozent von Einzelunternehmen.

Anzahl der Arbeitskräfte stabil geblieben

Die Gesamtzahl der Arbeitskräfte in den Betrieben, einschließlich der Saisonarbeitskräfte, blieb seit 2007 weitgehend stabil. Im Frühjahr 2010 waren in den Landwirtschaftsbetrieben 25 600 Arbeitskräfte tätig, darunter 6 160 Saisonkräfte. Damit verfügte jeder Betrieb über durchschnittlich rund vier ständig Beschäftigte. Unverändert niedrig ist der Arbeitskräftebesatz mit lediglich 1,3 Arbeitskräfteeinheiten (AKE) je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (zum Vergleich früheres Bundesgebiet 2007: 3,8 AKE).

Anteil des Eigenlandes an der Fläche spürbar erhöht

Das Eigentum an der Fläche hat an Bedeutung gewonnen. Somit verringerte sich der Anteil der Pachtflächen, und zwar in der Summe aller Betriebe, von 71 Prozent im Jahr 2007 auf 66 Prozent im Jahr 2010.




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