24. November 2010

Rasanter Strukturwandel in der Mühlenbranche

Bonn (agrar.de) – Mit der Vermahlung von rund 8,1 Mio. t Brotgetreide sind die Müllereien ein wichtiger Partner der Landwirtschaft. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, werde ein Drittel der Weizen- und Roggenernte von Deutschen Mühlen zu Mehl veredelt. Der Umsatz der Mühlen liege bei etwa 1,8 Mrd. €.

Nur 5 % der Mahlerzeugnisse werden nach RLV-Angaben an den privaten Endverbraucher abgesetzt. 90 % des Inlandabsatzes der deutschen Mühlen gingen an Backbetriebe, die restlichen 5 % an Stärke- und Teigwarenhersteller. Die Konzentration auf der Abnehmerseite, insbesondere bei der Brotindustrie und im Lebensmitteleinzelhandel, habe die Mühlenbranche in den letzten Jahren unter einen erheblichen Wettbewerbsdruck gesetzt, hebt der RLV hervor.

Die jetzige Struktur der deutschen Mühlenwirtschaft sei das Ergebnis einer jahrzehntelangen Verdrängung. Habe es 1950/51 in Deutschland 18 935 Mühlen gegeben, seien es heute noch 308 Mühlen, die mindestens 500 t vermahlen. 41 große Mühlen mit einer Jahresvermahlung von 50 000 t und mehr hätte einen Anteil an der Gesamtvermarktung von 74 %.




   (c)1997-2017 @grar.de