08. Oktober 2010

Bayern setzt auf erneuerbare Energien

Augsburg (agrar.de) – Bayern will den Anteil an erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch bis 2020 auf 16 Prozent steigern. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner bei der Eröffnung der internationalen Fachmesse für Erneuerbare Energien RENEXPO in Augsburg sagte, soll in zehn Jahren der Anteil an Biomasse bei acht Prozent liegen, die restlichen acht Prozent sollen durch Wasserkraft, Photovoltaik, Windenergie und Geothermie erzeugt werden. Während sich die Biomasse mit einem Anteil von derzeit 7,3 Prozent am Primärenergieverbrauch der Acht-Prozent-Marke schon sehr weit genähert hat, sieht der Minister bei den anderen erneuerbaren Energien noch erheblichen Aufholbedarf. Immerhin liegt deren Anteil derzeit bei lediglich drei Prozent.

Um den Klimaschutz weiter voranzubringen, die Exportchancen für neue Technologien zu nutzen und damit auch Arbeitsplätze zu sichern, will der Minister den Bereich der Biomasse-Nutzung konsequent weiter ausbauen. Im Freistaat werden auf rund 255 000 Hektar Nachwachsende Rohstoffe angebaut. Das entspricht etwa acht Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Jeder siebte Haushalt im Freistaat erhält mittlerweile Strom vom Bauern. Der Löwenanteil der Bioenergie besteht aus Holz, gefolgt von Biogas und Biokraftstoffen. Auch bei Biomasseheizwerken sieht Brunner noch viel Potenzial: Durch die Nutzung von Kurzumtriebskulturen wie Pappeln oder Miscanthus könnten sich die Landwirte zum Wärmedienstleister entwickeln und dadurch zusätzliche Einkommensmöglichkeiten schaffen.

Der Freistaat hat nach den Worten des Ministers den Anbau Nachwachsender Rohstoffe seit 1990 mit 232 Millionen Euro, davon 192 Millionen Euro an Landesmitteln, gefördert.

Sachsen auf Platz 2 bei Eierproduktion

Themen: Geflügel,Niedersachsen,Sachsen,Tierbestände — info @ 07:10

Dresden (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Welteitages mitteilt, war Sachsen auch 2009 nach Niedersachsen das Bundesland mit der zweit­höchsten Eiererzeugung. Der sächsische Anteil (898 Millionen Eier) an der deutschen Gesamterzeugung 2009 (knapp 8,6 Milliarden) belief sich auf rund 11 Prozent. Im Jahr 2008 lag die sächsische Pro-Kopf-Erzeugung mit 216 Eiern knapp über dem mittleren deutschen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 212 Stück.

Die Legehennenplätze werden der Käfig-, Boden- und Freilandhaltung oder der ökologischen Erzeugung zugeordnet. Am 1. Dezember 2009 gehörten 51 Prozent dieser Plätze (2,07 Millionen) zur Bodenhaltung 1,62 Millionen (40 Prozent) zur Käfig- und 373 000 (9 Prozent) zur Freilandhaltung bzw. ökologischen Erzeugung. Unter den Käfighaltungsplätzen waren noch 1,34 Millionen in herkömmlichen Käfigen, in denen ab dem 1. Januar 2010 keine Legehennen mehr gehalten wurden. Mit einem Legehennenbestand von 1,68 Millionen Hühnern wurde am 1. Januar 2010 der niedrigste Bestand seit Einführung dieser Statistik (1991) ausgewiesen. Durch Um­rüstung der herkömmlichen Käfighaltung stieg die Zahl der belegten Plätze wieder an. So wurden am 1. Juli des Jahres in 51 Betrieben mit 3 000 und mehr Legehennenplätzen wieder rund 2,43 Millionen Hennen gehalten, aber noch immer 500 000 Tiere weniger als zum Vorjahreszeitpunkt.

In den ersten 6 Monaten des Jahres 2010 wurden knapp 310 Millionen Eier in Sachsen erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind das 173 Millionen bzw. 36 Prozent weniger. In diesem Zeitraum legte jede Henne durchschnittlich 149 Eier. Die sechs größten Legehennenhaltungen bewirtschaften jeweils über 100 000 Plätze. In diesen konzentrieren sich zwei Drittel des Legehennenbestandes und 64 Prozent der Eiererzeugung im ersten Halbjahr 2010.

07. Oktober 2010

Puttrich für verpflichtendes „Gentechnik-frei“-Zertifikat bei Saatgut

Themen: Agrarrecht,Gentechnik,Hessen — info @ 08:10

Agrarministerin will verlässliche Qualitätssicherung
Wiesbaden / Lübeck (agrar.de) – Hessens Agrarministerin Lucia Puttrich will sich bei der Agrarministerkonferenz in Lübeck für ein verpflichtendes „Gentechnik-frei“-Zertifikat bei Saatgutpartien einsetzen. Hessen habe einen entsprechenden Antrag gestellt, wie Puttrich am Mittwoch in Wiesbaden erklärte. Demnach sollen die in Deutschland in Verkehr gelangenden Saatgutpartien vor Abgabe an den Handel durch den Erzeuger auf gentechnisch veränderte Bestandteile untersucht werden und die Gentechnikfreiheit durch ein entsprechendes Zertifikat dokumentiert werden. Der Bund müsse die Möglichkeit eines solchen Zertifikates prüfen, um Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen, sagte Puttrich.

„Für uns gilt die Nulltoleranzregelung bei Saatgut. Wir brauchen eine verlässliche Qualitätssicherung. Jede Saatgutpartie muss von den Erzeugern vor der Abgabe an den Handel auf gentechnisch veränderte Bestandteile untersucht werden. Das Untersuchungsergebnis ist der Behörde auf Verlangen vorzulegen“, sagte Puttrich.

Bei der Überwachung von konventionellem Saatgut auf gentechnisch veränderte Organismen würden vor allem bei Mais regelmäßig gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. In diesem Jahr hatten zwei Landwirte aus Hessen unwissentlich gentechnisch veränderten Mais ausgesät. „Die Landwirte brauchen Klarheit und dürfen nicht jedes Mal die Leidtragenden seien“, sagte Puttrich. Durch eine verpflichtende Kontrolle durch die Erzeuger könnten wirtschaftliche Schäden auf Seiten der Landwirtschaft erheblich reduziert werden.

Eine Vereinbarung mit den Saatguterzeugern über ein GVO-Zertikat auf freiwilliger Basis wurde von Seiten der Erzeuger bisher abgelehnt.

06. Oktober 2010

NRW: Photovoltaikanlagen vor hohen Hürden?

RLV-Präsident Decker: Zulassung auf landwirtschaftlichen Gebäuden weiterhin sicherstellen
Bonn / Münster (agrar.de) – Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen hat kürzlich entschieden, dass die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Dachflächen genehmigungspflichtig ist, wenn der erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist wird. Dieses Urteil hat insbesondere in der Landwirtschaft zu erheblichen Verunsicherungen geführt.
Der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), Friedhelm Decker, hat sich deshalb gemeinsam mit dem Präsidenten des Westfälischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Franz-Josef Möllers, an den zuständigen Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr NRW, Harry K. Voigtsberger, gewandt.

In ihrem Schreiben bitten die beiden Präsidenten den Minister, für eine Regelung einzutreten, die die Erzeugung regenerativer Energien über Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden vor allem auch im Außenbereich noch weiterhin möglich macht. Nach der Entscheidung des OVG NRW würden Photovoltaikanlagen mit Einleitung in das öffentliche Stromnetz als baugenehmigungspflichtige Umnutzung eingestuft, die bauplanungsrechtlich zudem im Außenbereich vor einer hohen Hürde stünden.

Zu der vom nordrhein-westfälischen Oberlandesgericht geforderten Genehmigungspflicht, die die regenerative Erzeugung von Strom über Photovoltaikanlagen für das öffentliche Stromnetz kaum mehr zulassen werde, heißt es dazu: „Dies bedeutet nicht nur für unsere Berufskollegen, sondern ebenso für eine Landesregierung, die den Klimaschutz in den Mittelpunkt künftigen Regierungshandelns rücken will, einen herben Rückschlag.“

Die beiden Präsidenten haben sich darüber hinaus auch an den Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Johannes Remmel, gewandt und diesen um Unterstützung dieses Anliegens der Landwirtschaft gebeten. Photovoltaikanlagen dienten nicht nur einer zukunftsweisenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, sondern leisteten vor allem auch einen besonders positiven Beitrag zum Klimaschutz – stellen die Präsidenten dazu fest.

Grüne: Aufruf zu einer mutigen Agrarreform

Berlin / Düsseldorf (agrar.de) – Die GRÜNEN-Politiker Johannes Remmel MdL (Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) , Renate Künast (MdB Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen), Bärbel Höhn (MdB Stellv. Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Grüne), Friedrich Ostendorff (MdB Agrarpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Grüne) haben anläßlich der Agrarministerkonferenz einen „Aufruf zu einer mutigen Agrarreform“ veröffentlicht:

„Die europäische Landwirtschaft steht vor der historischen Chance zu einer grundlegenden ökologischen und sozialen Erneuerung. Nie zuvor war der Druck so groß wie heute, in der Gemeinsamen Agrarpolitik etwas nachhaltig anders zu machen. Eine breite gesellschaftliche Mehrheit fordert ein radikales Umsteuern, um die Zukunft mit den Herausforderungen wie Klimaschutz und Erhalt der Artenvielfalt zu meistern. Es besteht große Einigkeit darüber, was jetzt zu tun ist. Allein die großen Profiteure des bisherigen Systems versuchen weiter, den Status Quo zu zementieren. Wir haben die Aufgabe, der Agrarpolitik jetzt gemeinsam eine grundlegend neue soziale und ökologische Richtung zu geben.

Die Probleme sind erdrückend

Trotz und teilweise wegen der milliardenschweren europäischen Agrarpolitik hungern eine Milliarden Menschen auf der Welt, weist die europäische Landund Ernährungswirtschaft eine negative Klimabilanz auf, schreitet das Artensterben in der Agrarlandschaft weiter voran, werden die Wünsche und Ansprüche der Verbraucherinnen und Verbraucher an die Lebensmittelqualität nur unzureichend erfüllt und geht das Höfesterben und damit der Verlust von Arbeitsplätzen und Lebensqualität im ländlichen Raum unvermindert weiter.
Klima- und umweltschädigende Anbaumethoden werden exportiert, um billige Produktionsmittel für die globale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Wo früher tropischer Regenwald stand, wird heute auf über 30 Millionen Hektar Futternachschub für die Massentierhaltung in der EU produziert, um mit Billigfleisch aus Europa die Welt zu überschwemmen.

Die Einsicht ist da

Noch nie war die Einsicht, dass es nicht weitergehen kann wie bisher, so weit verbreitet wie heute. Die alte Agrarpolitik ist an ihr Ende gekommen und hat ihre gesellschaftliche Legitimation verloren. Es ist heute niemandem mehr vermittelbar, warum immer noch über 55 Mrd. Euro jährlich an die EULandwirtschaft gezahlt werden, obwohl gleichzeitig die Zahl der Massentierhaltungsanlagen stetig weiter steigt, die Landschaft mit Monokulturen von Mais überzogen wird, der Verlust biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft dramatisch weiter geht, die europäische Agrarpolitik kaum zur Erreichung der Klimaschutzziele beiträgt und die Bäuerinnen und Bauern davon nicht etwa profitieren, sondern reihenweise ihre Höfe aufgeben müssen. Für die Förderung der Auswüchse der Agrarindustrie wie Großmastanlagen, Monokulturen und Gentechnik mit Steuergeldern gibt es keine Legitimation. Eine solche Agrarpolitik ist weder im Interesse der Bäuerinnen und Bauern noch der Gesellschaft.

Zugleich wächst die Einsicht, dass die globalen Probleme der Ernährungssicherung, des Klimawandels und des Artensterbens nur mit einer bäuerlich ausgerichteten, nachhaltigen Landwirtschaft zu lösen sind und dass wir dazu wirkungsvolle Instrumente wie die Gemeinsame Agrarpolitik brauchen.

Die Mehrheit ist da

Diese Einsicht hat längst die breite Gesellschaft erreicht. Noch nie gab es eine so große Allianz aus Agrar- und Umweltverbänden, Verbraucherschutzund Entwicklungsorganisationen, die für eine starke, ökologisch und sozial begründete Gemeinsame Agrarpolitik eingetreten ist. Die öffentliche Konsultation der EU-Kommission zur Reform der GAP hat in tausenden Beiträgen gezeigt, dass die übergroße Mehrheit eine strikte ökologische und soziale Reform fordert. Die Mehrheit der Wissenschaftler und Experten sieht die dringende Notwendigkeit, die Zahlung öffentlicher Gelder an die tatsächliche Erbringung ökologischer und sozialer Leistungen durch die Landwirtschaft zu binden. An der Forderung „Öffentliche Gelder für öffentliche Güter“ führt heute kein Weg mehr vorbei.

Das Instrumentarium ist da

Mit der Gemeinsamen Agrarpolitik halten wir ein starkes Instrument in Händen. Ein gewaltiger Etat und eine Breitenwirkung über die gesamte Fläche der Europäischen Union machen die GAP zu einem Instrument, das, richtig ausgerichtet, eine nachhaltige Erneuerung der europäischen Landwirtschaft bewirken kann. Die Europäische Kommission hat den Klimawandel, das Artensterben, die Wasserfrage und die Energiefrage zu den vier neuen Herausforderungen erklärt, denen sich die europäische Agrarpolitik zukünftig zu stellen
hat. Die GAP ist das zentrale politische Instrument, um den neuen Herausforderungen zu begegnen. Mit der Entkopplung der Zahlungen von der Produktion ist 2003 der erste wichtige Reformschritt getan worden.

Jetzt müssen die Direktzahlungen der ersten Säule konsequent an Leistungen für den Klimaschutz und die Biodiversität gekoppelt werden. Die Direktzahlungen müssen an klimafreundliche Methoden wie vielfältige Fruchtfolgen, den Anbau von Eiweißpflanzen oder Verfahren des Ökologischen Landbaus gebunden werden, um die europäische Landwirtschaft von einem Verursacher klimaschädlicher Emissionen zur CO2-Senke umzubauen und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Die Direktzahlungen müssen außerdem daran gebunden werden, dass mindestens ein Zehntel des Ackerlandes als ökologische Vorrangfläche der biologischen Vielfalt gewidmet wird, um damit einen wirksamen Schritt gegen das Artensterben und für den Erhalt der Kulturlandschaft zu tun. Durch eine degressive Ausgestaltung der Direktzahlungen kann die bäuerliche Landwirtschaft als Motor einer nachhaltigen ländlichen Wirtschaftsentwicklung gestärkt werden. Nur eine vielfältige Landwirtschaft bietet zukunftsfähige Arbeitsplätze, Agrarindustrie hingegen vernichtet Arbeitsplätze im ländlichen Raum.

Die zweite Säule muss substantiell gestärkt werden, um die biologische und kulturelle Vielfalt in der Agrarlandschaft, ein nachhaltiges Wassermanagement und den Tierschutz in der Landwirtschaft zu verbessern und die ländliche Entwicklung zu stärken. Daneben muss das Fachrecht konsequent angewendet werden, um den Wildwuchs von Großmastanlagen zu stoppen und die Gentechnikfreiheit der europäischen Landwirtschaft gewährleisten.

So kann die Gemeinsame Agrarpolitik zu einem starken Instrument nachhaltiger Politik zur ökologischen Modernisierung der Landwirtschaft und zum Erhalt lebendiger ländlicher Räume werden.

Der Zeitpunkt zur Reform ist da

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik steht jetzt an. Jetzt werden die Weichen gestellt für die nächste Dekade europäischer Agrarpolitik und darüber hinaus. Im November wird die EU-Kommission die ersten Vorschläge für diese neue Reform präsentieren.

Für eine mutige Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik

Diese Chance gilt es jetzt zu nutzen. Wir müssen jetzt die 2003 mit der Agrarwende begonnene Reform der GAP konsequent fortsetzen und dürfen nicht zulassen, dass sich die kleine Minderheit derer, die vom bisherigen System überproportional profitieren, gegen alle Vernunft und die breite gesellschaftliche Mehrheit durchsetzt. Wir rufen daher alle Beteiligen auf, jetzt einen großen Wurf zu wagen und die ökologische und soziale Reform der europäischen Landwirtschaft gemeinsam zu beginnen. Wir fordern insbesondere die EU-Kommission auf, die Konsequenzen aus dem gesellschaftlichen Konsultationsprozess zu ziehen und einen echten Reformvorschlag vorzulegen. Jetzt erneut einen faulen Kompromiss zu schließen hieße, das Ende der Gemeinsamen Agrarpolitik einzuleiten und damit die Chance zu vergeben, in einer gemeinsamen Initiative eine neue europäische Agrar-Kultur zu begründen.“

BBV: Bauern brauchen geschlossene Position von Bund und Ländern

Themen: Bundesländer,EU,Förderung,GAP,Verbände — info @ 13:10

Verband fordert von Agrarministern Unterstützung in EU-Agrarpolitik nach 2013
München / Lübeck (agrar.de) – Vom heute bis kommenden Freitag kommen die Agrarminister von Bund und Länder in Lübeck zusammen. Großes Thema werden dabei die anstehenden Beratungen der 27 EU-Mitgliedstaaten und des Europaparlaments über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik Europas (GAP) sein. Bis 2013 ist der Rahmen abgesteckt. Über die Finanzierung und Ausgestaltung der GAP in der Planungsperiode 2014 bis 2020 soll in der ersten Hälfte 2012 in Brüssel entschieden werden.

„Um für alle Bauern in Bayern und Deutschland echte Zukunftsperspektiven zu ermöglichen, ist es entscheidend, dass Deutschland mit einer Stimme bei den harten Verhandlungen in Brüssel auftritt“, erklärt Hans Müller, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes (BBV). Die Bauernfamilien erwarteten von den Agrarministern aller Bundesländer, sich ihrer Verantwortung für die Zukunft der Betriebe bewusst zu sein. Bundesministerin Ilse Aigner müsse mit einer geschlossenen Position für Deutschland Stärke zeigen.

„Die GAP soll optimiert und fortentwickelt, nicht aber revolutioniert werden“, sagt Müller. Deshalb hätten die Bauern auch kein Verständnis für die Position eines Aktionsbündnisses aus Organisationen wie zum Beispiel BUND, Euronatur, Tierschutzbund, Landschaftspflegeverbände und Arbeitsgemeinschaft für bäuerliche Landwirtschaft, das letztlich den Abbau der einkommenswirksamen Direktzahlungen durch noch viel schärfere Auflagen fordere. Deutschland sei bei der Umsetzung der letzten von vier großen Agrarreformen um rund zehn Jahre voraus im Gegensatz zu vielen EU-Staaten wie zum Beispiel Frankreich, Österreich, Italien, Belgien, Niederlande, die ein historisches Modell bis 2013 anwendeten. Die deutschen Bauern hätten seit 2005 gewaltige Veränderungen und Anpassungen auf sich nehmen müssen, die unter anderem gleiche Zahlungen für Grünland und Ackerland bis 2013 vorsehen. In den EU-Staaten wie Österreich und Frankreich seien bislang noch keine EU-Direktzahlungen direkt ans Grünland gebunden. „Vor diesem Hintergrund sticht die Kritik von Umweltverbänden nicht, dass es einen tiefgreifenden Systemwechsel Ende 2013 für bayerische und deutsche Bauern braucht,“ sagt Müller. Er habe kein Verständnis dafür, dass die fast 30 Mitglieder des Aktionsbündnisses ständig die Ausgleichszahlungen aller Bauernfamilien in Deutschland öffentlich madig machten.

„Gleichzeitig erklärten sie, dass sie auf der Seite der bäuerlichen Betriebe stünden, was bei genauer Betrachtung der Fakten aber nicht zutrifft.“ Der Bauernverband trete für eine Fortentwicklung der GAP ein, die allen Bauernfamilien, Nebenerwerbsbetrieben und Bergbauern tatsächlich Unterstützung gewährt, damit sie mit ihren Familien davon leben können.

Die EU-Direktzahlungen seien Ausgleich für die hohen europäischen Standards und honorierten die Grundleistungen an öffentlichen Gütern. Für Bayerns Familienbetriebe machten die EU-Direktzahlungen durchschnittlich mehr als 40 Prozent des Bruttoeinkommens einer Familienarbeitskraft aus. Im sehr schwierigen Wirtschaftsjahr 2008/09 waren dies 1.500 Euro im Monat. „Die europäischen Bauern leisten viel und die für sie existenziell wichtige EU-Agrarpolitik kostet wenig, weniger als ein Prozent aller öffentlichen Ausgaben“, betont Müller.

Agrarpolitik: Bioland fordert von Ministern mehr Bewegung

Themen: Biolandbau,Bundesländer,EU,GAP,Verbände — info @ 13:10

Mainz (agrar.de) – Die Reform der EU-Agrarpolitik (GAP) ist ein wichtiges Thema auf der Agrarministerkonferenz in Lübeck. Neben Bundesagrarministerin Ilse Aigner und allen Landesagrarministern wird am 8. Oktober auch EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos erwartet.

Bisher verteidigt die Bundesregierung den Status quo bei der Verteilung von jährlich knapp 60 Mrd. Euro Agrargelder. Sie will am System pauschaler Direktzahlungen festhalten. Der Anbauverband Bioland sieht damit weitere Diskussionen um die Kürzung des Gesamtbudgets der Agrarzahlungen im EU-Haushalt heraufbeschworen. „Angesichts niedriger Lebensmittelpreise kann die Mehrzahl der Landwirte in Deutschland ohne eine zusätzliche Honorierung gesellschaftlich gewünschter Leistungen zum Ressourcenschutz nicht auskommen“, so Bioland-Präsident Thomas Dosch. Um Angriffe auf Agrarzahlungen abzuwehren, fordert Bioland die Agrarminister auf, Reformwillen zu zeigen und die Agrarpolitik zukünftig stärker am Gemeinwohl zu orientieren.

„Die bisher demonstrierte Reformunwilligkeit der Bundesregierung gefährdet ein ausreichendes Agrarbudget für die deutsche Landwirtschaft. Denn um ein ausreichendes Gesamtbudget für Landwirte und die Entwicklung des ländlichen Raums zu sichern, muss mehr gesellschaftliche Akzeptanz für die Zahlung von Steuergeldern geschaffen werden,“ so Dosch. Dabei muss die gemeinsame EU-Agrarpolitik einen wesentlichen Beitrag zum Schutz von Klima, Boden und Gewässern sowie zum Erhalt der Biodiversität und dem Erhalt von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum leisten. Dazu, so Bioland, muss mit der Reform die 2. Säule der Agrarpolitik mit den Agrarumweltprogrammen und der Entwicklung des ländlichen Raums
wesentlich gestärkt werden.

Damit die Honorierungen im Rahmen von Agrarumweltprogrammen weniger von der Kassenlage der Bundesländer abhängig gemacht werden, fordert Bioland ein neues Finanzierungsmodell für die EU-Agrarzahlungen. Besonders wirksame Agrarumweltmaßnahmen müssen dabei mit hohen Kofinanzierungssätzen durch die EU getragen werden.

Bisher besteht zwischen der Finanzierung der pauschalen Direktzahlungen (1. Säule) und den zielgerichteten Fördermaßnahmen der 2. Säule ein gravierender Unterschied. Die Direktzahlungen der 1. Säule werden zu 100 % aus dem EU-Topf gewährt. Sehr sinnvolle Fördermaßnahmen wie die Förderung ökologischer Leistungen des Biolandbaus müssen dagegen von den Ländern kofinanziert werden. Somit hängen Fördermaßnahmen der 2. Säule immer direkt von der Finanzkraft der Bundesländer ab. Dabei führt die prekäre Haushaltslage in den Ländern dazu, dass effiziente Fördermaßnahmen gekürzt oder ganz
gestrichen werden. Aktuelles Beispiel sind Planungen des Landes Schleswig-Holstein zur Streichung der Ökoprämie, die allen Beteuerungen zu mehr Ressourcenschutz zuwider laufen.

Baden-Württemberg: Kräftige Ausdehnung der Spargelflächen

Mehr Zucchini, Speisekürbisse und Zuckermais
Stuttgart (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der repräsentativen Gemüseanbauerhebung 2010 wurde in Baden-Württemberg auf 9 916 ha Gemüse angebaut. Die gegenüber 2009 (10 217 ha) leicht reduzierte Fläche beruht dabei überwiegend auf methodischen Änderungen1). Der größte Teil der Anbaufläche (9 464 ha) und damit über 95 Prozent befindet sich im Freiland, während sich der kostenintensivere Anbau in Gewächshäusern oder begehbaren Folientunneln auf 452 ha beschränkt.

Die wichtigste Gemüseart im Land ist Spargel, der ungefähr auf einem Viertel der Gemüsefläche (2401 ha) angebaut wird. Nachdem der Anbauumfang in den Vorjahren nahezu unverändert blieb, wurde die Fläche in 2010 um 12 Prozent ausgeweitet. Ein breites Sortiment an Salaten wurde insgesamt auf 2001 ha ausgepflanzt. Neben den altbekannten Varietäten wie Ackersalat (614 ha), Eissalat (400 ha) oder Kopfsalat (282 ha) sorgen hier immer wieder neuere Formen für Abwechslung auf dem Salatteller. Aktuell wurden die Flächen mit Eichblatt- (188 ha, +8 Prozent) und Romanasalat (68 ha, +21 Prozent) ausgedehnt, während Lollo- (-10 Prozent) und Endiviensalat (-31 Prozent) eingeschränkt wurden. Spürbar ausgeweitet wurden die Freilandflächen von derzeit im Trend liegenden Gemüsearten. Dazu gehört Zuckermais mit 680 ha (+10 Prozent), Speisekürbisse mit 384 ha (+9 Prozent), sowie Zucchini mit 171 ha (+14 Prozent). Dagegen wurde der in den letzten Jahren ausgedehnte Karottenanbau in 2010 um 20 Prozent auf 667 ha eingeschränkt. Auch die Flächen mit Kohlgemüse sind weniger geworden. Vor allem der wichtigste Vertreter Weißkohl wurde auf 539 ha reduziert (-7 Prozent). Ebenso wurden die Flächen mit Brokkoli (153 ha) und Blumenkohl (143 ha) eingeschränkt (-8 bzw. -6 Prozent). Rotkohl und Kohlrabi konnten sich mit 192 ha bzw. 122 ha dagegen behaupten. Im Unterglasanbau überwiegen die Salate mit 239 ha, wichtigste Art ist Ackersalat mit 138 ha. Daneben werden vor allem Tomaten (72 ha) und Gurken (52 ha) unter den geschützten Glas- oder Foliendächern angezogen.

*) Methodische Änderungen:

Zur Gemüseanbauerhebung 2010 erfolgte eine Anhebung der Mindesterfassungsgrenze: Einbezogen sind nur noch Betriebe, die mindestens 5 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche oder bestimmte Mindesterfassungsgrenzen bei der Tierhaltung oder den Sonderkulturen (z.B. 0,5 ha Gemüse oder Erdbeeren im Freiland oder 0,1 ha Kulturen unter Glas) erreichen. Seit dem Jahr 2010 werden zudem Kräuter, wie Petersilie oder Schnittlauch, nicht mehr in der Gemüseanbauerhebung erfasst, sondern nur noch in der Bodennutzungshaupterhebung unter den Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen nachgewiesen. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Betriebe und die Größe der Anbaufläche gegenüber den Vorjahren etwas.

Milch- und Fleischerzeugung prägen die Viehhaltung im Südwesten

Stuttgart (agrar.de) – Die Tierhaltung steuerte 2008 mit 1,76 Milliarden Euro über 52 Prozent zu den gesamten Verkaufserlösen (3,36 Mrd. Euro) der baden-württembergischen Landwirtschaft bei. Wie das Statistische Landesamt weiter feststellt, standen dabei die Milchproduktion und die Fleischerzeugung eindeutig im Vordergrund. Der Eiererzeugung kommt nur eine vergleichsweise geringe Bedeutung zu.

Milcherzeugung unverändert bei 2,2 Millionen Tonnen

Im Jahre 2009 gaben die baden-württembergischen Milchkühe insgesamt 2,2 Mill. Tonnen (t) Milch. Dies liegt geringfügig über dem Vergleichswert des Vorjahres und damit weiterhin auf dem seit Ende der 90er-Jahre zu beobachtenden Niveau. Bei weiter rückläufigem Milchkuhbestand (?3 700 Tiere) errechnet sich für 2009 eine durchschnittliche Jahresmilchleistung von 6 198 kg je Kuh. Vor 10 Jahren lag der Wert noch bei 5 080 kg je Kuh. Das entspricht einer Steigerungsrate von 100 kg je Kuh und Jahr. Entsprechend den natürlichen Standortbedingungen liegen die Schwerpunktregionen der Milcherzeugung in Baden-Württemberg in Oberschwaben. Auf die beiden Landkreise Ravensburg (464 100 t) und Biberach (226 000 t) entfallen zusammen über 30 Prozent der insgesamt im Land erzeugten Milch. Weitere Zentren der Milcherzeugung sind der Alb-Donau-Kreis (einschl. Stadtkreis Ulm; 122 600 t), der Ostalbkreis (167 800 t) und der Landkreis Schwäbisch Hall (140 900 t). Sie tragen zusammen ein weiteres knappes Fünftel zur Milcherzeugung im Land bei. Spitzenreiter in puncto Milchleistung ist allerdings der Zollernalbkreis mit 6 842 kg durchschnittlichem Jahresmilchertrag je Kuh, gefolgt vom Landkreisen Ravensburg mit 6 680 kg und dem Ostalbkreis mit 6 664 kg.

2009 insgesamt 3,74 Millionen Schweine geschlachtet

In den baden-württembergischen Schlachthöfen wurden 2009 rund 3,74 Millionen Schweine und 631 000 Rinder geschlachtet. Dies bedeutet bei Schweinen zwar ein leichtes Minus um rund 13 000 Tiere gegenüber dem Vorjahr, ist aber dennoch der zweithöchste jemals im Land registrierte Wert. Bei Rindern ging die Zahl der geschlachteten Tiere binnen Jahresfrist um 9 300 (?1,4 Prozent) und die Schlachtmenge infolge leicht rückläufiger durchschnittlicher Schlachtgewichte um 1,5 Prozent zurück. Im Wesentlichen wird die Fleischproduktion im Land von der Anzahl der gewerblichen Schlachtungen bestimmt. Die Hausschlachtungen sind nur von untergeordneter Bedeutung. Insgesamt belief sich die heimische Fleischerzeugung aus gewerblichen Schlachtungen im vergangenen Jahr auf 526 000 Tonnen (t) Fleisch (ohne Geflügel) und liegt damit um 1,6 Prozent oder 8 700 t unter dem Vergleichswert von 2008. Von der Gesamtschlachtmenge entfallen auf Schweinefleisch 317 000 t oder rund sechs Zehntel, 206 000 t oder 39 Prozent auf Rindfleisch (einschließlich Kalbfleisch), der Rest auf Schaf- (3 200 t) bzw. Pferdefleisch (250 t).

Arbeit wie am Fließband: 273 Eier je Henne und Jahr

In Baden-Württemberg sind 2009 nur noch 123 von knapp 50 000 landwirtschaftlichen Betrieben auf die Haltung von Legehennen spezialisiert. Bei jeweils mehr als 3 000 Hennenhaltungsplätzen und einem Gesamtbestand von 1,49 Mill. Legehennen wurden vergangenes Jahr rund 407 Mill. Eier im Land erzeugt. Statistisch betrachtet, legt eine Henne damit 273 Eier im Jahr; dies entspricht einer durchschnittlichen monatlichen Legeleistung von rund 23 Eiern. Der Legehennenbestand und in der Folge davon die Eierproduktion waren nach dem Tiefststand im Jahre 2004 (1,48 Mill. Legehennen, 384 Mill. Eier) dreimal in Folge wieder angestiegen. In 2008 wurde dann die Produktion erneut eingeschränkt. Die Entwicklungstendenz bestätigte sich 2009, so dass die Eierproduktion 2009 wieder auf das Niveau von 2004 zurückfiel. Selbst wenn man berücksichtigt, dass in den landwirtschaftlichen Betrieben mit kleineren Beständen (weniger als 3000 Haltungsplätze) über eine weitere Million an Legehennen im letzten Jahr rund 289 Mill. Eier produzierten, so deckt die heimische Markterzeugung von insgesamt 696 Mill. Eiern doch nur knapp ein Drittel des Gesamtbedarfs an Eiern im Land.

Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche: 94 Hektar pro Tag

Themen: Agrarstruktur,Bundesländer,Statistik — info @ 08:10

Wiesbaden (agrar.de) – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland in den Jahren 2006 bis 2009 insgesamt um 3,0% oder 1 371 Quadratkilometer zugenommen. Das entspricht rechnerisch einem täglichen Anstieg von 94 Hektar oder etwa 134 Fußballfeldern. Die Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke hat sich damit gegenüber dem letzten Berechnungszeitraum (2005 bis 2008) verlangsamt, in dem die Zunahme noch 104 Hektar pro Tag betrug. Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist es, die tägliche Inanspruchnahme neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren.

Zum Erhebungsstichtag 31.12.2009 beansprucht die Siedlungs- und Verkehrsfläche 47 422 km² oder 13,3% der Bodenfläche Deutschlands (357 125 km²). Die Waldfläche nimmt 107 534 km² oder 30,1%, die
Landwirtschaftsfläche 187 291 km² oder 52,4% der Bodenfläche ein. Von Wasserflächen sind 8 513 km² bedeckt, von sonstigen Flächen 6 366 km².

Nach Bundesländern betrachtet liegt der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Bodenfläche in den Stadtstaaten Berlin (70,2%), Hamburg (59,6%) und Bremen (57,2%) am höchsten. In den anderen
Bundesländern reicht die Spanne des Siedlungs- und Verkehrsflächenanteils von 7,9% in Mecklenburg-Vorpommern bis 22,3% in Nordrhein-Westfalen. Den höchsten Waldanteil erreicht Rheinland-Pfalz mit 41,9%. Schleswig-Holstein weist mit 69,9% den höchsten Anteil an landwirtschaftlich genutzten Flächen auf.

„Siedlungs- und Verkehrsfläche“ und „versiegelte Fläche“ dürfen nicht gleichgesetzt werden. Die Siedlungs- und Verkehrsflächen umfassen auch einen erheblichen Anteil unbebauter und nicht versiegelter Flächen. So haben zum Beispiel die Erholungsflächen, dabei handelt es sich insbesondere um Grünanlagen und Sportflächen, derzeit einen Anteil von 8,2% an der Siedlungs- und Verkehrsfläche. Sie tragen in den Jahren 2006 bis 2009 in erheblichem Umfang (39 ha/Tag) zum Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche bei.

Seiten: << 1 2 3 >>



   (c)1997-2017 @grar.de