27. Oktober 2010

EEG-Novelle: ISN fordert Abbau der staatlichen Überförderung von Biogasanlagen

Themen: Biogas,Verbände,Wirtschaft — info @ 15:10

Damme (agrar.de) – Mit der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sollen weitere Anreize für den Ausbau der Bioenergie geschaffen werden. Speziell bei der Biogasproduktion wirkt die bisher praktizierte Förderpolitik jedoch bereits heute stark wettbewerbsverzerrend auf die Lebensmittelproduktion und insbesondere auf den Veredlungssektor.

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) fordert die politischen Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene auf, mit der Überarbeitung des Gesetzes die staatliche Überförderung von Biogasanlagen zu Lasten einer marktwirtschaftlich orientierten Schweineproduktion abzubauen.

Wenn die Biogasproduktion weiter ausgeweitet werden soll – ohne wie bisher stark nachteilig auf die Lebensmittelproduktion und insbesondere auf den Schweinesektor zu wirken – sind aus Sicht der ISN zentrale Anpassungen im neuen EEG 2012 notwendig.

Die wichtigsten Punkte aus Sicht der ISN:

· Keine weitere Überförderung der Biogasproduktion durch das EEG zu Lasten der Schweineproduktion.
· Grundsätzliche Neuausrichtung der Förderpraxis von Biogasanlagen inklusive einer deutlichen und flexiblen Reduzierung der Vergütung (analog zu Photovoltaikanlagen).
· Streichung des ausufernden Bonisystems (Technologie, Nawaro, KWK etc.) und Verständigung auf eine Grundvergütung für alle, unter Beibehaltung der Staffelung nach Anlagengröße.
· Bemessung der Unterstützung von Neuanlagen in Abhängigkeit vom Wärmekonzept und regionalem Konzentrationsgrad.

Die ISN vertritt die Interessen von 12.000 Mitgliedern aus der marktwirtschaftlich orientierten und spezialisierten Schweineproduktion. In unserem Vorstand und Beirat engagieren sich Sauenhalter und Schweinemäster aus den bedeutenden Veredelungsregionen Deutschlands.




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