09. September 2010

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 09:09

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 840 angebotenen Schweinen 8400 Schweine in 5 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,46 EUR/kg SG in einer Spanne von 1,45 EUR bis 1,46 EUR verkauft.

Links zum Thema Schweine.

Niedersachsen: Kräftiger Preisanstieg für Agrarland

Hannover (agrar.de) – Für die Aufstockung ihrer Betriebsfläche durch Kauf mussten die niedersächsischen Bauern nach Angaben des Landvolkes Niedersachsen im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld ausgeben als im Jahr zuvor. Der Kaufpreis für Agrarland stieg innerhalb Jahresfrist um 7,4 Prozent von durchschnittlich 14.281 Euro auf 15.337 Euro.

Trotz des Preisanstiegs sind landwirtschaftliche Flächen in Niedersachsen aber noch günstiger zu haben als im Durchschnitt der alten Bundesländer, der bei 17.960 Euro lag; der Preisanstieg war hier mit einem Plus von 4,6 Prozent allerdings geringer. Im Anstieg dürften sich die hohen landwirtschaftlichen Erzeugerpreise des Jahres 2008 widerspiegeln.

Der höhere Preis im vergangenen Jahr dämpfte aber die Nachfrage: Die Fläche, die den Besitzer wechselte, sank von 17.243 Hektar (ha) auf 16.300 ha. Das ist ein Drittel der insgesamt in den alten Bundesländern gehandelten Agrarflächen, damit liegt Niedersachsen weiterhin mit Abstand an der Spitze. Mehr Flächen wechselten nur in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern den Besitzer, allerdings zu deutlich geringeren Preisen. Im Schnitt kostete ein ha Agrarland in den neuen Bundesländern 5.943 Euro, das waren knapp 20 Prozent mehr als 2008. Spitzenreiter bei den Preisen war Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 26.841 Euro. Die absolut höchsten Preise wurden in Oberbayern gezahlt, dort war den Bauern im vergangenen Jahr jeder ha Agrarland 35.496 Euro wert. Insgesamt wechselten in Deutschland im vergangenen Jahr 114.718 ha den Besitzer, das waren 7,1 Prozent weniger als 2008.

08. September 2010

RLV: Strukturwandel setzt sich fort

Themen: Agrarstruktur,Statistik,Verbände,Wirtschaft — info @ 11:09

Wachstumsschwelle der landwirtschaftlichen Betriebe bei 75 ha
Bonn (agrar.de) – In Deutschland gab es nach zuletzt für 2007 vorliegenden Angaben 370 800 landwirtschaftliche Betriebe (ab 2 ha), die eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von rund 16,9 Mio. ha bewirtschafteten.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mit Bezug auf das Statistische Bundesamt berichtet, sei zwar gegenüber der letzten Agrarstrukturerhebung im Jahr 2005 die Größe der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche mit rund 17 Mio. ha nahezu unverändert geblieben, die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sei aber um 4,9 % zurückgegangen.

Dadurch sei ein die durchschnittliche Betriebsgröße um 2 ha auf 45,7 ha gewachsen. Diese Ergebnisse zeigten, dass sich der Strukturwandel im Bereich der Landwirtschaft hin zu immer größeren Betrieben weiter fortsetze.

Insbesondere die Zahl der Betriebe in den Betriebsgrößenklassen bis 50 ha hat nach RLV-Angaben erheblich abgenommen. Besonders hohe Abnahmeraten sind in den Größenklassen bis 20 ha zu verzeichnen gewesen. Auch in der Größenklasse zwischen 50 und 75 ha muss man einen leichten Rückgang der Betriebe festzustellen. Dies deutet darauf hin, dass die Wachstumsschwelle der landwirtschaftlichen Betriebe bei 75 ha liegt. Ab dieser Schwelle nimmt die Zahl der Betriebe bundesweit noch zu.

Die „Wachstumsschwelle“ ist ein auf die Fläche bezogener statistischer Grenzwert. Unterhalb dieses Grenzwertes nimmt die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ab, oberhalb des Grenzwertes nimmt sie zu. Dies bedeutet, dass dauerhaft überlebensfähige Betriebe – außer bei Sonderkulturen oder Nischenproduktion – mindestens über diese Betriebsgröße verfügen sollten.

04. September 2010

Hunger wird zum zentralen Problem der Weltpolitik

Die Landwirtschaft wird zu einer Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts
Berlin (agrar.de) – Die hohen Preise für Weizen und andere Agrargüter sind Vorbote einer drohenden Welternährungskrise. „Wenn nicht entscheidend gegengesteuert wird, werden die Preise wichtiger Agrargüter in nur wenigen Jahren um 50 bis 100 % über denjenigen liegen, die zu Beginn des letzten Jahrzehnts noch üblich waren,“ sagt Harald von Witzke, Präsident des Humboldt Forums für Ernährung und Landwirtschaft, einem internationalen Think Tank mit Sitz in Berlin. Dies hätte eine dramatische Zunahme des Hungers in der Welt zur Folge.

Der globale Nahrungsbedarf wird sich in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts verdoppeln. Bereits heute sind mehr als eine Milliarde Menschen unzureichend ernährt, und 16.000 Kinder sterben jeden Tag an den Folgen von Unter- und Mangelernährung. Auch nur mäßige Erhöhungen der Agrarpreise würden die Ernährung dieser Menschen dramatisch verschlechtern, denn die Hungernden verfügen über eine Kaufkraft von maximal umgerechnet US$1,25 am Tag oder weniger und müssen oft mehr als 75 % ihres Einkommens für Nahrung ausgeben, um zu überleben.

Anhaltend hohe Nahrungsmittelpreise würden nicht nur, wie bereits in den Jahren 2007 und 2008 zu Hungeraufständen in den am wenigsten entwickelten Ländern führen, sondern hätten das Potential, Migrationsströme von erheblichem Ausmaß auszulösen. „Die Landwirtschaft wird damit zu einer Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts. Die Zeit drängt. Die armen und die reichen Länder ebenso wie die internationale Entwicklungshilfe müssen jetzt schnell gegensteuern“, so von Witzke. „Es muss endlich Schluss sein mit der Vernachlässigung der Landwirtschaft.“ Als rasch wirksame Maßnamen empfiehlt von Witzke unter anderem Investitionen in die landwirtschaftliche Infrastruktur und Ausbildung sowie den bessere Zugang zu Mineraldünger, modernem Saatgut und Pflanzenschutz in den Entwicklungsländern. Diese seien durch verstärkte Investitionen in die Agrarforschung zu ergänzen, um Produktionssteigerungen auch längerfristig abzusichern.

Fünf-Punkte-Plan „Food First“ des Humboldt-Forums

03. September 2010

Schweinebestand in Bayern bei 3,5 Millionen Tieren

München (agrar.de) – Nach dem endgültigen Ergebnis der Erhebung über Schweinebestände zum Stichtag 3. Mai 2010 wurden in Bayern rund 3 527 300 Schweine gehalten. Von diesen waren, wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, 1 037 600 Tiere bzw. 29 Prozent Ferkel. Die Anzahl der Jungschweine lag bei 702 600 Tieren (ca. 20 Prozent).

Der Zuchtschweinebestand umfasste 326 100 Tiere (ca. 9 Prozent), darin enthalten sind auch 6 000 Eber zur Zucht. Bei Mastschweinen wurden 1 461 000 Tiere ermittelt; dies entspricht einem Anteil von 41 Prozent am Schweinebestand insgesamt. Die Hälfte der Mastschweine (731 900 Tiere) wurde der Größenklasse zwischen 50 kg bis unter 80 kg Lebendgewicht zugeordnet, gut vier Zehntel (610 700 Tiere) hingegen derjenigen zwischen 80 kg bis unter 110 kg. Mit einem Gewicht von 110 kg oder mehr wurden rund 118 400 Mastschweine ausgewiesen.

Für die halbjährlich stattfindenden Erhebungen über Schweinebestände traf im Mai 2010 erstmals die Erhöhung der Erfassungsgrenze auf Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen zu. Diese führt zu einer Entlastung von Haltern kleinerer Schweinebestände.

Die mit rund 7 600 Betrieben ausweisbare Halterzahl ist damit allerdings – wie auch die Bestandszahlen – nicht mehr uneingeschränkt mit Ergebnissen aus früheren Erhebungen vergleichbar.

Rheinland-Pfalz: Erträge mit deutlichen Schwankungen

Bad Ems (agrar.de) – Mit gut 1,5 Millionen Tonnen verfehlt die Getreideernte in Rheinland-Pfalz das sehr gute Vorjahresergebnis um 4,4 Prozent. Sie übersteigt aber den Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2009 um 3,7 Prozent. Das ist die erste Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems, nachdem die Getreideernte im Land weitgehend abgeschlossen ist.

Mit gut 1,5 Millionen Tonnen verfehlt die Getreideernte in Rheinland-Pfalz das sehr gute Vorjahresergebnis um 4,4 Prozent. Sie übersteigt aber den Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2009 um 3,7 Prozent. Das ist die erste Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems, nachdem die Getreideernte im Land weitgehend abgeschlossen ist.

Rund 56 Prozent der Getreideernte entfällt auf Weizen. Er wuchs auf rund 121.000 Hektar, der bislang größten Weizenanbaufläche. Der Ertrag von Weizen lag mit 7,1 Tonnen je Hektar rund 0,4 Tonnen unter dem Vorjahreswert (7,5 Tonnen je Hektar). Festzustellen war allerdings, dass die Weizenerträge der betrachteten Felder stärker streuen als in den Vorjahren. Von den bisher ausgewerteten Weizenproben wiesen fast 16 Prozent einen Ertrag von weniger als 5 Tonnen auf. Im vorigen Jahr waren es nur gut 5 Prozent. In den meisten Fällen dürfte die Trockenheit im Juli der Grund für die geringeren Erträge sein. Vereinzelt wurden aber auch Schäden durch Wildschweine als Ursache gemeldet.

Die Winterrapsernte lag mit 180.000 Tonnen ? trotz deutlich gestiegener Anbaufläche ? um 2,8 Prozent unter dem Spitzenwert des vergangenen Jahres. Die Landwirte hatten die Fläche um 5 Prozent auf 46.700 Hektar ausgedehnt. Der Ertrag sank folglich um 7,4 Prozent auf 3,9 Tonnen je Hektar.

Der Anbau von Sommergerste wurde aufgrund der ungünstigen Erlössituation um 14 Prozent auf 42.000 Hektar eingeschränkt; die Erntemenge nahm um gut 13 Prozent auf 228.000 Tonnen ab. Mit einem durchschnittlichen Ertrag von 5,4 Tonnen wurde der Vorjahreswert nur geringfügig überschritten. Der Ertrag von Wintergerste lag mit 6,5 Tonnen je Hektar um 0,1 Tonnen über dem Vorjahreswert. Wegen der rückläufigen Anbaufläche (minus 10 Prozent auf 34.800 Hektar) betrug die Erntemenge nur 224.000 Tonnen (minus 9,1 Prozent).

02. September 2010

Sachsen: 2 500 Winzer, aber nur 460 Hektar Rebland

Themen: Agrarstruktur,Anbauflächen,Sachsen,Wein — info @ 09:09

Dresden (agrar.de) – Das Weinanbaugebiet Sachsen zählt mit einer bestockten Rebfläche von 460 Hektar zu den kleinen Anbaugebieten in Deutschland. Historisch bedingt und auf Grund der natürlichen Gegebenheiten wird diese Fläche von mehr als 2 500 Weinbaubetrieben bewirtschaftet. Zur letzten Erhebung 1999 wurden noch 3 200 Betriebe und eine Fläche von knapp 400 Hektar in der Weinbaukartei geführt.

Den überwiegenden Teil des Reblandes nutzen einige wenige Großbetriebe. Auf 15 Betriebe der Größenklasse „5 und mehr Hektar“ bestockter Rebfläche entfallen 57 Prozent (260 Hektar) der Gesamtfläche. Dagegen verfügen 2 156 Kleinstbetriebe der Klasse „unter 0,10 Hektar“ Rebland nur über zusammen 12 Prozent (55 Hektar) der gesamten bestockten Rebfläche.

81 Prozent der Rebfläche sind mit weißen Rebsorten bepflanzt. Zur letzten Zählung 1999 waren es noch 7 Prozentpunkte mehr. Die dominierenden weißen Sorten sind Müller-Thurgau (81,8 Hektar), Weißer Rießling (66,0 Hektar) und Weißer Burgunder (55,6 Hektar). Bei den roten Sorten über­wiegen Blauer Spätburgunder (37,8 Hektar) und Dornfelder (22,6 Hektar).

Die Rebstöcke der weißen Sorten gehören jeweils zu rund einem Drittel den Altersklassen „unter 10 Jahre“, „10 bis 20 Jahre“ und „über 20 Jahre“ an. Bei den roten Sorten hingegen überwiegen die jüngeren Rebstöcke. 43 Prozent sind unter 10 Jahre alt, 50 Prozent im Alter von 10 bis 20 Jahren und nur 7 Prozent zählen zur Altersklasse „über 20 Jahre“.

Thüringen: Ernte 12 Prozent unter Vorjahresergebnis

Themen: Erntebericht,Getreide,Statistik,Thüringen — info @ 08:09

Erfurt (agrar.de) – Die Thüringer Bauern werden in diesem Jahr von einer Anbaufläche von 373 500 Hektar (ohne Körnermais und CCM) nach ersten Ergebnissen eine Getreideernte von 2,4 Millionen Tonnen einfahren. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wird die auf Grundlage des ersten vorläufigen Ergebnisses der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) und den noch vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung 2010 errechnete Erntemenge um 12 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr.

Mit einem durchschnittlichen Hektarertrag von 6,4 Tonnen liegt die Ertragsleistung um 11 Prozent unter dem Vorjahresniveau (2009: 7,1 t/ha), das langjährige Mittel (Durchschnitt der Jahre 2004/2009: 6,8 t/ha) wird um 6 Prozent verfehlt.

Die Bedingungen für das Heranreifen sowie die Ernte von Getreide waren, mit Ausnahme für Gerste, außerordentlich ungünstig. Wintergetreide kam zwar ohne Auswinterungsschäden in den Frühling. Anschließende Wetterkapriolen mit einem zu trockenen April, zu nassen und zu kalten Mai, eine extrem heiße trockene letzte Juni- und erste Julidekade und ergiebige Niederschläge im August prägen die Getreideernte 2010. Die Ernte musste bisher mehrfach unterbrochen werden und die Böden waren teilweise auch in den kurzen Trockenabschnitten nicht befahrbar.

Für Winterweizen wurde ein voraussichtlicher Flächenertrag von 6,5 Tonnen je Hektar (t/ha) ermittelt. Die Ertragsleistung liegt um 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau (7,5 t/ha). Das mehrjährige Mittel von 7,3 t/ha wird um 11 Prozent unterschritten. Insgesamt kann mit einer Erntemenge von 1,5 Millionen Tonnen (gegenüber dem Vorjahr: – 202 Tausend Tonnen) gerechnet werden.

Für Roggen (einschließlich Wintermenggetreide) wird ein Ertrag von 6,0 t/ha (2009: 7,1 t/ha; D2004/2009: 6,6 t/ha) und einer Erntemenge von 69,8 Tausend Tonnen festgestellt.

Wintergerste, die als einzige Getreideart bereits vollständig abgeerntet ist, erreichte einen Flächenertrag von 7,2 t/ha und liegt zwar um 4 Prozent unter dem bisher höchsten Flächenertrag vom Vorjahr (2009: 7,5 t/ha), aber dennoch über dem langjährigen Mittel (D 2004/2009: 6,9 t/ha). Für 2010 wurde eine noch vorläufige Gesamternte von 483,7 Tausend Tonnen (gegenüber 2009: – 13 Prozent) ermittelt. Einflussfaktoren hierfür sind die geringere Ertragsleistung und der Anbaurückgang gegenüber dem Vorjahr um knapp 10 Prozent.

Sommergerste wird mit 5,3 t/ha einen um etwa 3 Prozent geringeren Flächenertrag bringen als im Vorjahr (2009: 5,5 t/ha) und das langjährige Mittel von 5,2 t/ha leicht überschreiten. Voraussichtlich wird eine Ernte von 185,9 Tausend Tonnen Sommergerste eingefahren. Durch einen Anbaurückgang (- 11 Prozent) liegt die Erntemenge um knapp 14 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Hafer erreicht voraussichtlich einen Ertrag je Hektar von 4,2 Tonnen und eine Gesamterntemenge von 21,2 Tausend Tonnen.

Mit einem erwarteten Flächenertrag von 5,5 t/ha wird Triticale, eine Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, das durchschnittliche Ertragspotential der Jahre 2004 bis 2009 um 11 Prozent und den Ertrag des Vorjahres um 13 Prozent verfehlen. Insgesamt werden nach den vorläufigen Ergebnissen 77,8 Tausend Tonnen Triticale geerntet.

Für Winterraps, der überwiegend noch unter relativ guten Bedingungen geerntet wurde, wird ein Ertrag von 3,8 Tonnen je Hektar erwartet. Das Ergebnis liegt um 10 Prozent unter dem Spitzenertrag von 2009 aber noch im Durchschnitt des sechsjährigen Mittels. Die Erntemenge von 456,5 Tausend Tonnen wird im Vergleich zum Vorjahr bei annähernd gleicher Produktionsfläche (2010: 120 100 Hektar) um knapp 10 Prozent geringer ausfallen.

Hinweis: Die Tabelle mit allen Daten finden Sie auf den Seiten des Landesamtes.

01. September 2010

NRW: Unterdurchschnittliche Getreideernte

Düsseldorf (agrar.de) – Im Jahr 2010 wurden 3,8 Millionen Tonnen Getreide in Nordrhein-Westfalen geerntet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 16,0 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Die Erntemenge blieb damit auch um 9,1 Prozent unter dem Durchschnittsergebnis der Jahre 2004 bis 2009. Der ungewöhnlich lange und kalte Winter, die nasskalte Frühjahrswitterung und extreme Hitzeperiode in den Monaten Juni und Juli sowie die unbeständige Witterung während der Erntephase beeinflussten das Ertragsniveau der diesjährigen Getreideernte in NRW negativ.

Der Hektarertrag beim Weizen, der wichtigsten Getreideart, war mit 7,57 Tonnen um 12,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Gesamternte betrug 2,21 Millionen Tonnen (-13,5 Prozent).

Der Flächenertrag von Gerste lag im Erntejahr 2010 bei 6,65 Tonnen pro Hektar, 11,1 Prozent weniger als 2009. Mit 1,17 Millionen Tonnen wurde eine um 16,8 Prozent geringere Gerstenmenge geerntet als im Vorjahr.

Triticale brachte einen Hektarertrag von 5,56 Tonnen, 23,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Gesamternte fiel mit 331 680 Tonnen um 18,9 Prozent niedriger aus als zur Ernte 2009.

Bei einem Flächenertrag, der mit 5,41 Tonnen je Hektar um 17,7 Prozent unter dem Vorjahresergebnis lag, wird auch die Roggen- und Wintermenggetreideernte mit 85 092 Tonnen um 36,6 Prozent niedriger als im letzten Jahr veranschlagt.

Für Hafer wurde mit 50 372 Tonnen eine um 34,3 Prozent niedrigere Gesamternte eingefahren; der Ertrag verminderte sich um 19,0 Prozent auf 4,23 Tonnen je Hektar.

Sachsen: Weniger Schlachtungen im 1. Halbjahr

Dresden (agrar.de) – In Sachsen wurden im ersten Halbjahr 2010 insgesamt über 31 500 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erschlachtet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das rund 3 700 Tonnen Fleisch bzw. fast 11 Prozent weniger.

Der Rückgang betraf alle erfassten Tierarten und ist zugleich die geringste Menge der letzten 4 Jahre. 96 Prozent der Gesamtschlachtmenge kamen aus 286 300 gewerblichen und rund 4 Prozent aus gut 10 500 Haus­schlachtungen. Dabei bildete Schweinefleisch mit knapp 25 900 Tonnen bzw. 82 Prozent den Hauptanteil. Dafür wurden 268 900 Schweine geschlachtet. Gegenüber dem Vorjahr sind das 33 300 Schlachtungen (11 Prozent) weniger. Darunter waren 6 300 Hausschlachtungen, knapp 800 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Das durchschnittliche gewerbliche Schlachtschwein brachte im 1. Halbjahr mit 96 Kilogramm ein gutes Kilo­gramm mehr als im Vorjahreszeitraum auf die Waage. Die erschlachtete Rindfleischmenge verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 850 bzw. knapp 14 Prozent auf fast 5 400 Tonnen und erreichte damit einen Anteil von 17 Prozent an der Gesamtmenge. Mit 19 500 Rindern wurden 3 000 Tiere bzw. 13 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum geschlachtet. Darunter waren knapp 9 900 Kühe, 4 600 Bullen und Ochsen, 3 000 Färsen und 2 000 Rinder unter zwölf Monaten. Die Zahl der haus­geschlachteten Rinder betrug im 1. Halbjahr über 2 000 Tiere – 200 weniger als im Vergleichszeitraum 2009.

Außerdem wurden von Januar bis Juni 2010 insgesamt 183 Tonnen Lamm- und Schaffleisch durch die Schlachtung von rund 7 400 Tieren, darunter 2 100 hausgeschlachteten Tieren, erzielt. Weiterhin wurden in den ersten sechs Monaten 820 Ziegen und 145 Pferde geschlachtet, die 15 Tonnen Ziegen- und 38 Tonnen Pferdefleisch erbrachten.

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