29. Juli 2010

Mecklenburg-Vorpommern: Nutzung des Ackerlandes 2010

Schwerin (agrar.de) – Erste vorläufige Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2010 liegen jetzt im Statistischen Amt vor. Sie beinhalten die Bodennutzung zur Ernte in diesem Jahr. Nicht bei allen Feldfrüchten bestätigen sie die Anbautendenzen und -absichten von April. Unterstrichen wird jedoch die Bedeutung von Weizen und Raps, die zusammen 56 Prozent des Ackerlandes in Mecklenburg-Vorpommern einnehmen.

Veränderungen in der Anbaustruktur gegenüber 2009 beziehen sich sowohl auf die Hauptgruppen als auch auf einzelne Fruchtarten. So nimmt die Getreidefläche in diesem Jahr 561 300 Hektar ein, das sind 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Unter den Getreidearten verbuchte nur Winterweizen mit nunmehr 347 600 Hektar einen nennenswerten Gewinn von 8 Prozent, während der Anbau von Wintergerste um 17 Prozent auf 113 900 Hektar zurückging. Noch stärker büßte Roggen (einschließlich Wintermenggetreide), um 29 Prozent auf 63 800 Hektar, an Fläche ein. Weiter an Bedeutung verloren Hafer
(- 21 Prozent auf 5 800 Hektar) und Sommergerste (- 7 Prozent auf 5 000 Hektar), aber auch Triticale (- 9 Prozent auf 16 200 Hektar).

Ölfrüchte werden von 253 100 Hektar, darunter allein Winterraps von 252 000 Hektar, geborgen. Damit vergrößerte sich diese Fläche gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent und hat am Ackerland einen Anteil von 23,4 Prozent.

Hackfrüchte sind in diesem Jahr auf 38 400 Hektar (+ 3 Prozent zu 2009) zu ernten. Hier ergab sich im Vergleich mit der ersten Anbauschätzung im April eine Ausdehnung der Zuckerrübenfläche gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf 24 500 Hektar, aber ein weiterer Rückgang des Kartoffelanbaus um knapp 5 Prozent auf 13 600 Hektar.

Die zunehmende Bedeutung des Anbaus von Silomais und weiteren Pflanzen zur Grünernte, weniger für die Versorgung der Viehbestände als vielmehr für das Betreiben der Biogasanlagen, hat sich auch 2010 bestätigt. Grün- und Silomais nimmt in diesem Jahr eine Fläche von 132 200 Hektar ein, das sind fast 11 Prozent mehr als 2009.

Der Anbau von Hülsenfrüchten (Erbsen, Ackerbohnen, Süßlupinen), der in den vergangenen Jahren rückläufig war, wurde zur Ernte 2010 gegenüber dem Vorjahr um nahezu 30 Prozent auf 6 300 Hektar ausgedehnt.




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