28. Juli 2010

Thüringer Ackerland wird überwiegend für den Getreideanbau genutzt

Erfurt (agrar.de) – Die Thüringer Landwirte bestellten nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung im Jahr 2010 auf 62 Prozent der 612 800 Hektar (ha) umfassenden Ackerfläche Getreide. Damit stehen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik zur diesjährigen Ernte 378 100 Hektar Getreide zur Körnergewinnung (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) im Feld.

Auf 228 200 Hektar bzw. 60 Prozent der Getreidefläche reift Winterweizen heran. Auf mehr als einem Viertel (27 Prozent) der Getreidefläche steht Gerste. Die Anbaufläche für Wintergerste, mit deren Ernte bereits begonnen wurde, beträgt 67 300 Hektar. Mit Sommergerste, die vorwiegend als Braugerste Verwendung findet, wurden 35 100 Hektar bestellt.

Der Anbau von Ölfrüchten nimmt mit einer Fläche von 122 500 Hektar ein Fünftel des Ackerlandes ein. Die dominierende Ölfrucht ist mit 120 100 Hektar Anbaufläche der Winterraps. Sonnenblumen blühen auf fast 1 000 Hektar.

Auf 10 400 Hektar Ackerfläche stehen Hackfrüchte. Mehr als drei Viertel dieser Anbaufläche (8 000 Hektar) werden für den Zuckerrübenanbau genutzt. Auf 2 100 Hektar wurden im Frühjahr Kartoffeln gelegt.

Hülsenfrüchte reifen auf 11 500 Hektar heran, darunter 8 400 Hektar Futtererbsen, 2 600 Hektar Ackerbohnen und 400 Hektar Süßlupinen.

Der Anbau von Pflanzen zur Grünernte nimmt mit einer Anbaufläche von 82 100 Hektar 13 Prozent des Thüringer Ackerlandes ein. Auf 49 200 Hektar steht Silomais, der auch zunehmend als Biomasse zur Gewinnung von regenerativen Energien genutzt wird.

Weiterhin steht auf 10 700 Hektar Ackergras, auf 14 100 Hektar wachsen Leguminosen zur Grünernte heran und 2 500 Hektar wurden mit der Absicht, es bereits grün zu ernten, mit Getreide bestellt.

2 900 Hektar sind Brache einschließlich zur Aktivierung von Zahlungsansprüchen (Betriebsprämien) stillgelegter Flächen bzw. freiwillig aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommene Flächen (ohne Anbau von nachwachsenden Rohstoffen).

Bitte beachten:
Durch eine Neufassung des Agrarstatistikgesetzes wurde der Berichtskreis für die Bodennutzungshaupterhebung neu festgelegt. Danach werden ab 2010 nur noch Betriebe, die über mindestens 5 Hektar (bis 2009: 2 Hektar) landwirtschaftlich genutzte Fläche bzw. Mindesttierbestände oder Mindestanbauflächen von Sonderkulturen verfügen, befragt. Dies führt zu einer Entlastung besonders der kleineren landwirtschaftlichen Betriebe.
Ein Vergleich der Ergebnisse mit der Vorerhebung ist nur eingeschränkt möglich.




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