05. Juli 2010

Landwirtschaftsfläche in NRW nahm um 650 Quadratkilometer ab

Düsseldorf (agrar.de) – Die landwirtschaftlich genutzte Fläche ist in Nordrhein-Westfalen von 2000 bis 2010 um 650 Quadratkilometer zurück gegangen – eine Größenordnung, die fast der Gesamtfläche von Düsseldorf, Duisburg und Essen (660 km²) entspricht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, nimmt die landwirtschaftlich genutzte Fläche mit 16 794 km² knapp die Hälfte der gesamten Landesfläche (34 088 km²) ein, mit 49,3 Prozent liegt ihr Anteil aber unter der 50-Prozent-Marke.

Ein Viertel des Landes (25,5 Prozent; 8 707 km²) ist bewaldet; hier ist gegenüber 2000 ein Zuwachs um 3,4 Prozent zu verzeichnen. Auf Gebäude- und zugehörige Freiflächen (4 343 km²) entfallen 12,7 Prozent der Landesfläche, auf Verkehrsflächen (2 392 km²) 7,0 Prozent, auf Wasserflächen (663 km²) 1,9 Prozent, auf Erholungsflächen (621 km²) 1,8 Prozent und auf Betriebsflächen (362 km²) 1,1 Prozent.

Den höchsten Anteil der Landwirtschaftsfläche an der Gesamtfläche hat in NRW die Gemeinde Titz (Kreis Düren) mit 85,0 Prozent. Bei der Waldfläche liegt Kirchhundem (Kreis Olpe) mit einem Anteil von 75,0 Prozent und bei der Wasserfläche die Stadt Rees mit 12,3 Prozent vorn. Die Stadt Herne weist gleich in zwei Kategorien die höchsten Anteile auf: 44,2 Prozent ihrer Gesamtfläche entfallen auf „Gebäude- und Freiflächen“ und 19,2 Prozent auf die Verkehrsfläche. Bei der Erholungsfläche belegt Essen mit 11,0 Prozent und bei der Betriebsfläche Niederzier (im rheinischen Braunkohlerevier des Kreises Düren) mit 36,9 Prozent den Spitzenplatz.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass gewerblich genutzte Gebäude (z. B. Fabrikgebäude) in der Kategorie „Gebäude- und Freifläche“, Gewerbeflächen ohne Gebäude (z. B. Lagerplätze, Halden, Abbauland) dagegen in der Kategorie „Betriebsfläche“ nachgewiesen sind. Die Daten basieren auf Angaben der Katasterämter; die genannten Veränderungsraten beruhen nicht ausschließlich auf tatsächlichen Änderungen der Flächennutzung, sondern sind teilweise auch auf Bereinigungen der Kataster zurückzuführen.




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