10. Mai 2010

86 Prozent der Bodenfläche Thüringens sind Landwirtschafts- und Waldflächen

Themen: Agrarstruktur,Statistik,Thüringen — info @ 12:05

Erfurt (agrar.de) – Der Freistaat Thüringen erstreckt sich am 31.12.2009 auf einer Fläche von 16 172 Quadratkilometern bzw. 1 617 241 Hektar *1). Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik entfallen 86,3 Prozent auf Landwirtschafts- und Waldflächen. Über die Hälfte der Bodenfläche Thüringens (54,4 Prozent bzw. 879 438 Hektar) wird als Landwirtschaftsfläche genutzt.

Knapp ein Drittel (31,9 Prozent bzw. 515 262 Hektar) der Territorialfläche ist mit Wald bedeckt und nahezu ein Zehntel (9,2 Prozent bzw. 148 767 Hektar) beanspruchen Siedlungs- und Verkehrsflächen. Weitere 1,2 Prozent (19 785 Hektar) sind Wasserflächen und 3,3 Prozent (53 990 Hektar) werden als Abbauland, Unland und sonstiger Nutzung ausgewiesen.

Die größten Landwirtschaftsflächen gibt es in Thüringen im Kyffhäuserkreis, gefolgt vom Unstrut-Hainich-Kreis sowie dem Wartburgkreis und Landkreis Sömmerda. Mit zusammen 264 929 Hektar liegen drei Zehntel der Landwirtschaftsflächen des Freistaates in diesen vier Landkreisen.

Die waldreichsten Gebiete gemessen an der Waldfläche Thüringens liegen in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen, Saalfeld-Rudolstadt und im Saale-Orla-Kreis. Diese Kreise vereinen 31 Prozent (157 659 Hektar) der Thüringer Waldfläche auf sich.

Der Saale-Orla-Kreis ist zugleich die Region mit der größten Wasserfläche. Mit 3 055 Hektar liegen allein 15,4 Prozent der Wasserfläche Thüringens in dieser Region.

Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen der jeweiligen Region an der Siedlungs- und Verkehrsfläche Thüringens variiert regional in Abhängigkeit der Gebietsgrößen und schwankt zwischen 2,1 Prozent im Landkreis Sonneberg und 7,1 Prozent in Schmalkalden-Meiningen.

Gemessen an der Bodenfläche der jeweiligen territorialen Einheit ist in den kreisfreien Städten die relative Beanspruchung für Siedlungs- und Verkehrsflächen natürlich deutlich höher als in den Landkreisen. Sie bewegt sich zwischen 25,9 Prozent in der Stadt Weimar und 17,5 Prozent in der Stadt Eisenach.

Über bzw. im Thüringer Durchschnitt von 9,2 Prozent liegen die Landkreise Altenburger Land (11,5 Prozent), Gotha (9,9 Prozent), Nordhausen, (9,7 Prozent) und Greiz (9,6 Prozent) und der Ilm-Kreis (9,2 Prozent). Den geringsten Anteil von Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Bodenfläche hat der Saale-Orla-Kreis mit 6,8 Prozent.

*1) nach Auswertung des Liegenschaftskatasters

Ausführliche Ergebnisse bis auf Gemeindeebene enthält der Statistische Bericht ‚Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung in Thüringen zum 31.12.2009‘.




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