31. Mai 2010

Milchproduktion in Sachsen

Themen: Lebensmittel,Milch,Sachsen — info @ 09:05

Dresden (agrar.de) – 1,6 Millionen Tonnen Milch wurden 2009 in Sachsen erzeugt. Dafür wurden 189 000 Milchkühe gehalten. Der überwiegende Teil der Milch (98 Prozent) wurde an Molkereien geliefert. Der Rest wurde verfüttert oder in den Haushalten der Erzeuger verbraucht bzw. über die Direktvermarktung abgesetzt. Die an Molkereien gelieferte Milchmenge entspricht einer Pro-Kopf-Erzeugung von 375 Kilogramm.

Mit einer durchschnittlichen Jahresleistung von 8 446 Kilogramm je Kuh erhöhte sich der Landesdurchschnitt zum Vorjahr um 48 Kilogramm. Im Vergleich zu 1990 stieg damit die durchschnittliche Jahresleistung um 4 051 Kilogramm – d. h. die Milchkühe geben jetzt täglich 11 Kilogramm mehr Milch als 1990. Die sächsischen Kühe hielten seit 2000 bis 2008 den Spitzenplatz unter den Bundesländern und überboten den Bundesdurchschnitt 2008 um 1 571 Kilogramm bzw. 23 Prozent1). Gleichzeitig verringerte sich der durchschnittliche Milchkuhbestand in diesem Zeitraum um 228 100 Tiere bzw. 55 Prozent.

Rund zwei Drittel der sächsischen Milchkühe wurden im November 2009 in Herdengrößen mit mehr als 300 Milchkühen gehalten. Mit 738 500 Tonnen kam fast die Hälfte der an Molkereien gelieferten Milch (47 Prozent) aus dem Direktionsbezirk Chemnitz, 37 Prozent aus dem Direktionsbezirk Dresden und der Direktionsbezirk Leipzig steuerte 16 Prozent bei. Mit 1,356 Millionen Tonnen wurde die überwiegende Milchmenge (87 Prozent) an sächsische Molkereien zur Weiterverarbeitung geliefert.

Die Preisentwicklung für Milch stellt sich folgendermaßen dar: Nach Jahren relativ konstanter Milchpreise setzte im Sommer 2007 eine rasante Teuerung ein, die im Frühjahr 2008 gipfelte. Innerhalb von nur einem Jahr zahlten sächsische Verbraucher plötzlich deutlich mehr für Frischmilch (37 Prozent), H-Milch (34 Prozent), Butter (50 Prozent) sowie Hart- (29 Prozent), Schnitt- (39 Prozent) und Weichkäse (20 Prozent). Abgesehen von Hart- und Weichkäsesorten senkte der Handel in mehreren Runden wieder schrittweise bis Oktober letzten Jahres die Preise, sodass man aktuell rund 20 Prozent weniger für Milch, 27 Prozent für Butter und 16 Prozent für geschnittenen Käse ausgibt als zu Spitzenzeiten.

Milchleistung und Milchkühe in Sachsen - 1990 - 2009

21. Mai 2010

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Fleisch,Schweine,Verbände,Wirtschaft — info @ 09:05

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 550 angebotenen Schweinen, 550 Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,48 EUR/kg SG in einer Spanne von 1,47 EUR bis 1,49 EUR verkauft.

Links zum Thema Schweine.

20. Mai 2010

Verkauf ehemals volkseigener Landwirtschaftsflächen in Sachsen rückläufig

Themen: Agrarstruktur,Sachsen — info @ 09:05

Dresden (agrar.de) – Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen 183 – und damit rund 11 Prozent weniger – preisbegünstigte Verkäufe nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) getätigt. Vor allem in den Direktionsbezirken Chemnitz (-28 Prozent) und Dresden (-14 Prozent) ließ das Interesse an ehemals volkseigenen Flächen nach. Allein im Raum Leipzig gab es eine leichte Zunahme (11 Prozent).

Insgesamt wechselte eine Fläche von 8 126 Hektar, gut 20 Prozent mehr als 2008, zu einem Preis von rund 37 Millionen Euro den Besitzer. Folglich ergab sich auch ein höherer durchschnittlicher Kaufwert. Er betrug 4 583 Euro je Hektar. Für rein landwirtschaftliche Nutzflächen (FdlN), hierunter fielen ca. 96 Prozent der Gesamtfläche, zahlte man hingegen für den Hektar zwei Euro weniger.

In Folge der sehr guten Bodenqualitäten in den Landkreisen Leipziger Land (7 435 €/ha), Meißen (7 259 €/ha) sowie Nordsachsen (6 655 €/ha) erzielten Nutzflächen mit einer Ertragszahl über 60 die höchsten Preise. Besonders günstig war indes der Hektar im Erzgebirgskreis (2 461 Euro). Hier lag der Ertragswert allerdings auch unter 30.

Bei einem Drittel der registrierten Verkaufsfälle handelte es sich um Nutzflächen über 50 Hektar. Hierfür verlangte die Bodenverwertungs- und verwaltungs- GmbH im Schnitt 4 583 Euro. Am zweithäufigsten wurden Parzellen zwischen 20 und 50 Hektar zu einem Preis von 4 545 Euro je Hektar nachgefragt.

Hinweis: Das EALG, die Grundlage für den Verkauf ehemals volkseigener Agrarflächen, lief Ende 2009 aus. Folglich wurde die Veräußerung von landwirtschaftlichen Grundstücken mit einem Abschlag von bis zu 35 Prozent auf den Verkehrswert 2010 eingestellt.

19. Mai 2010

Aussaatflächen 2010: Mehr Weizen, weniger Gerste

Themen: Anbauflächen,Bundesländer,Pflanzen,Statistik — info @ 09:05

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat der Anbau von Winterweizen im Jahr 2010 in Deutschland weiter an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig sank die Aussaatfläche von Sommergerste auf den niedrigsten Stand seit 1990.

Während bei den Wintersaaten die Fläche für Winterweizen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 2% auf 3,3 Millionen Hektar gewachsen ist und damit die größte Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen erreichte, nahm der Anbau von Wintergerste um knapp 9% auf 1,3 Millionen Hektar ab. Ebenfalls rückläufig war die Aussaatfläche von Winterroggen und Wintermenggetreide, die um 13% auf 658 000 Hektar zurückging. Eine leichte Zunahme verbuchten Winterraps um 1% auf 1,5 Millionen Hektar und Triticale um nahezu 1% auf 404 000 Hektar.

Bei den Frühjahrsaussaatflächen reduzierte sich insbesondere die Anbaufläche für Sommergerste. Sie lag mit 368 000 Hektar um fast 14% niedriger als 2009 und verzeichnete damit einen historischen Tiefstand.

Weiter im Aufwind ist dagegen Silo- oder Grünmais, dessen Fläche im Jahr 2010 im Vergleich zu 2009 um rund 13% auf 1,9 Millionen Hektar gestiegen ist. Damit hat sich Aussaatfläche von Silomais in den letzten 10 Jahren um über 60% erhöht. Silomais findet nicht nur als Futterpflanze Verwendung, sondern wird auch als Energiepflanze, beispielsweise in Biogasanlagen eingesetzt. Körnermais konnte gegenüber dem Vorjahr nur eine geringe Zunahme um circa 2% auf 472 000 Hektar verzeichnen.

Bei den Hackfrüchten sank die Anbaufläche von Zuckerrüben um 4% auf 368 000 Hektar, während der Kartoffelanbau mit 266 000 Hektar (+ 1%) gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich geblieben ist.

Alle Angaben zu den Aussaatflächen 2010 beruhen auf Mitteilungen einer begrenzten Anzahl Ernteberichterstatter in den Bundesländern von Mitte April 2010. Daher sind die Ergebnisse als vorläufige Anbautendenzen zu bewerten.

Anbauflächen 2010

Bayern: Weniger Getreide, mehr Silomais

München (agrar.de) – Nach einer ersten Schätzung haben die bayerischen Landwirte für die Ernte 2010 eine Fläche von knapp 1,1 Millionen Hektar mit Getreide (ohne Körnermais) bestellt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um fast 3 Prozent (31 400 Hektar).

Am stärksten verringert wurde mit jeweils rund 15 500 Hektar der Anbau von Wintergerste sowie der häufig zum Bierbrauen verwendeten Sommergerste. Um knapp 9 Prozent reduziert wurde auch die Aussaat von Winterraps (152 100 Hektar). Während die Anbaufläche von Kartoffeln mit 45 000 Hektar geringfügig unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte, wurde die Aussaat von Silomais, der immer mehr für die Biogasproduktion verwendet wird, um fast ein Zehntel auf gut 392 000 Hektar ausgedehnt.

Nach einer ersten Schätzung haben die bayerischen Landwirte für die Ernte 2010 eine Fläche von knapp 1,1 Millionen Hektar (ha) mit Getreide (ohne Körnermais) bestellt, fast 3 Prozent bzw. 31 400 Hektar weniger als im Jahr davor. Reduziert wurde sowohl der Anbau von Winter- als auch von Sommergetreide. Während die Wintergetreidefläche um gut 2 Prozent bzw. 21 800 ha auf 922 700 ha verringert wurde, sank der Anbau der Sommerungen um nahezu 6 Prozent (9 600 ha) auf 155 300 ha.

Die Verringerung der Anbaufläche für Wintergetreide betraf nahezu alle Winterkulturen. Am stärksten sank binnen Jahresfrist die Aussaat der Wintergerste. Mit 272 200 ha wurde die Anbaufläche des Vorjahres um fast 15 400 ha bzw. gut 5 Prozent unterschritten. Die Aussaatfläche der wichtigsten Getreideart, dem Winterweizen, wurde um knapp 6 000 ha bzw. gut 1 Prozent auf rund 531 500 ha reduziert. Den prozentual stärksten Rückgang bei den Winterungen wies mit über 7 Prozent (3 500 ha) Roggen (einschließlich Wintermenggetreide) auf, dessen Aussaatfläche auf 43 300 ha sank. Unter den Wintergetreidearten wurde für die Ernte 2010 lediglich die Aussaat von Triticale um 3 000 ha bzw. gut 4 Prozent auf 75 700 ha ausgedehnt.

Der hohe Anbaurückgang bei den Sommerungen war ausschließlich durch eine über 12-prozentige Minderung bei Sommergerste, die häufig als Braugerste verwendet wird, bedingt. Sie wurde im Frühjahr nur noch auf 109 500 ha – 15 500 ha weniger als 2009 – ausgesät, was insbesondere an der ungünstigen Vermarktungssituation gelegen haben dürfte.

Die in den vorangegangenen Jahren zu verzeichnende Zunahme von Silomais setzte sich auch bei der Frühjahrsaussaat 2010 fort. Binnen Jahresfrist wurde die Fläche um weitere 10 Prozent auf etwa 392 000 ha ausgedehnt. Ursächlich hierfür ist die zunehmende Nutzung zur Energiegewinnung, unter anderem in Biogasanlagen.

18. Mai 2010

Thüringen: Weizenfläche weiter ausgedehnt

Erneut weniger Sommergerste, die hauptsächlich als Braugerste angebaut wird, auf Thüringer Feldern
Erfurt (agrar.de) – Nach den ersten Ergebnissen, die auf der Grundlage der Meldungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter berechnet wurden, bestellten die Thüringer Landwirte zur Ernte 2010 insgesamt 375 000 Hektar mit Getreide (ohne Körnermais und CCM). Die Anbaufläche liegt damit um 6 100 Hektar bzw. 1,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilte, erreicht die anbaustärkste Getreideart – der Winterweizen – mit einer weiteren Flächenzunahme gegenüber dem Vorjahr um 3 800 Hektar bzw. 1,7 Prozent auf 229 000 Hektar die größte Anbaufläche seit Beginn der Durchführung der Ernte- und Betriebsberichterstattung in Thüringen im Jahr 1992.

Bedeutend mehr Ackerland wurde auch mit Sommerweizen und Hartweizen bestellt. Die Anbaufläche vergrößerte sich gegenüber 2009 um das 1,8fache auf 11 400 Hektar in diesem Jahr.

Der Anbau von Wintergerste wurde um 6 200 Hektar bzw. 8,4 Prozent auf 68 100 Hektar in diesem Jahr zurückgenommen.

Die Anbaufläche von Sommergerste wurde um 13,5 Prozent eingeschränkt und ist damit nach dem Flächenrückgang im vergangenen Jahr (- 21,7 Prozent) das zweite Jahr in Folge rückläufig. Hauptursachen für diese Entwicklung sind im Wesentlichen die niedrigen Preise, die für Braugerste in den letzten Jahren erzielt wurden sowie die risikoärmeren Anbaualternativen im Energiepflanzensektor.

Sommergerste, die hauptsächlich als Braugerste angebaut wird, steht in diesem Jahr auf 34 100 Hektar (2009: 39 400 Hektar; 2008: 50 300 Hektar). Das ist die kleinste Anbaufläche seit 1992. Sie erreicht aktuell noch knapp vier Zehntel (38,2 Prozent) des Anbaus von 1992.

Mit einer Anbaufläche von 11 700 Hektar liegt auch der Roggen- und Wintermenggetreideanbau gleichfalls erheblich unter dem Vorjahresniveau (- 18,0 Prozent).

Der Anbau von Triticale, einer Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, erfolgte auf 15 200 Hektar und verfehlt das Vorjahresniveau leicht (- 1,4 Prozent).

Mit 5 200 Hektar Hafer geht der Anbau um knapp 500 Hektar (- 8,1 Prozent) zurück. Wie auch bei Sommergerste wurde noch in keinem Jahr zuvor weniger Hafer angebaut.

Winterraps steht nach den ersten vorläufigen Ergebnissen auf 120 400 Hektar. Nach einer zwischenzeitlichen Anbaurücknahme in den Jahren 2008 und 2009 (Veränderung gegenüber dem jeweiligen Vorjahr: – 4,6 Prozent; – 0,3 Prozent) ist mit einer Flächenzunahme um 1,2 Prozent eine leichte Extensivierung zu verzeichnen. Nach dem Spitzenwert aus dem Jahr 2007 (125 100 Hektar) ist 2010 das Jahr mit der zweitgrößten Anbaufläche.

Der Anbau von Zuckerrüben liegt mit 7 900 Hektar um 11,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau (2009: 8 900 Hektar).

Kartoffeln werden nach derzeitiger Anbauplanung der Betriebe auf 2 200 Hektar gelegt. Das sind 100 Hektar bzw. 6,2 Prozent weniger als im Jahr 2009.

Der Feldbestellung mit Grün- und Silomais wird durch die Erzeugung von regenerativen Energien aus Biomasse weiter forciert. Die Fläche wurde nach den ersten vorläufigen Ergebnissen um 1 700 Hektar (+ 3,6 Prozent) auf 49 900 Hektar erweitert.

Rheinland-Pfalz: Weniger Eier von heimischen Hühnern

Fast jedes zweite im Land gekaufte Ei kommt nicht aus Rheinland-Pfalz
Bad Ems (agrar.de) – In Rheinland-Pfalz werden immer weniger Hühnereier erzeugt. Die Jahresproduktion belief sich in 2009 nach Angaben des Statistischen Landesamtes noch auf rund 154 Millionen Stück. Das waren knapp 10 Prozent weniger als zwei Jahre zuvor. Der Bedarf an Hühnereiern in Rheinland-Pfalz kann damit immer weniger von der heimischen Landwirtschaft gedeckt werden. Legt man einen durchschnittlichen jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 70 Eiern für Direktverzehr und -zubereitung durch die rheinland-pfälzischen Endverbraucher zugrunde, so müssten dazu rund 45 Prozent der Eier entweder aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland importiert werden.

Der niedrige Selbstversorgungsgrad hängt in erster Linie mit den geringen Legehennenbeständen zusammen. Hier wurde 2009 ein vorläufiger Tiefpunkt einer seit Jahrzehnten anhaltenden Entwicklung erreicht. Mit rund 660.000 Legehennen umfasst der Tierbestand für die Eiererzeugung heute nur noch ein Sechstel dessen, was 1970 den Haltern zur Verfügung stand. Der aktuellen Viehzählung aus dem Jahr 2009 zufolge hielten noch rund 2.100 Betriebe Legehennen.

Sieben von zehn Eiern – insgesamt 105 Millionen Stück – stammen in Rheinland-Pfalz aus 34 größeren Betrieben mit 3.000 und mehr Haltungsplätzen. Unter den Haltungsformen in den größeren Betrieben dominiert mit rund 57 Prozent die Bodenhaltung. Ihre Bedeutung hat angesichts des seit Anfang diesen Jahres geltenden Verbots der konventionellen Käfighaltung (»Legebatterie«) stark zugenommen. 38 Prozent der Haltungskapazität entfiel 2009 noch auf die Käfighaltung. Die Freilandhaltung, zu der auch die ökologische Erzeugung gezählt wird, hat trotz starken Wachstums im zurückliegenden Jahrzehnt mit 5,2 Prozent bisher einen geringen Marktanteil.

Die Zahlen zur Eiererzeugung basieren auf den monatlichen Meldungen der Betriebe mit 3.000 Legehennenplätzen und mehr. Die Viehzählung stellt u.a. die Legehennenhalter und -bestände der landwirtschaftlichen Betriebe in zweijährigem Turnus fest. Als Legehennen gelten Hennen, die mindestens ein halbes Jahr alt sind. Nach der seit dem 1. Januar 2010 geltenden Neuregelung der Haltungsformen ist eine Käfighaltung unter Auflagen weiterhin zulässig, z. B. als Kleingruppenhaltung.

17. Mai 2010

NRW: Verkauf landwirtschaftlicher Grundstücke in 2009 leicht rückläufig

Düsseldorf (agrar.de) – 2009 wurden in Nordrhein-Westfalen 3 329 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 6 000 Hektar verkauft; die Gesamtkaufsumme lag bei 162 Millionen Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ergibt sich daraus rein rechnerisch ein durchschnittlicher Kaufwert von 26 841 Euro je Hektar (oder 2,68 Euro je Quadratmeter)
landwirtschaftlich genutzter Fläche. Gegenüber dem Jahr 2008 verringerte sich die Zahl der Veräußerungsfälle um 1,6 Prozent, die insgesamt veräußerte Fläche sank um 2,6 Prozent und der Gesamtwert um 0,5 Prozent.

Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke, NRW 2009

Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar war um 563 Euro oder 2,1 Prozent höher als im Vorjahr.

Im Jahr 2009 wechselten in den Regierungsbezirken Arnsberg (+15,5 Prozent) und Düsseldorf (+2,1 Prozent) mehr landwirtschaftliche Grundstücke den Eigentümer als ein Jahr zuvor. In den anderen Regierungsbezirken, insbesondere im Regierungsbezirk Köln (-11,3 Prozent), war die Zahl der Veräußerungen rückläufig. Bei den Verkäufen wurden im Regierungsbezirk Münster mit gut 35 000 Euro je Hektar die höchsten, im Regierungsbezirk Detmold mit rund 20 000 Euro die niedrigsten durchschnittlichen Kaufwerte erzielt.

In der Statistik werden alle Verkäufe von landwirtschaftlich genutzten Flächen ab 0,1 Hektar erfasst, bei denen angenommen werden kann, dass sie in absehbarer Zeit weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden.

14. Mai 2010

Anbauflächen für die Ernte 2010 in Sachsen-Anhalt

Themen: Anbauflächen,Sachsen-Anhalt,Statistik — info @ 14:05

Halle (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt mitteilt, liegt die Anbaufläche von Getreide zur Körnergewinnung unter dem Vorjahresumfang. Der Anbau von Getreide insgesamt wurde im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 568 800 Hektar verringert, während sich die Anbaufläche von Winterraps mit einer leichten Ausweitung um 1,7 Prozent auf knapp 172 500 Hektar weiterhin auf hohem Niveau befindet. Nur 2007 wurde mit 181 290 Hektar mehr Raps angebaut.
Die Praktiker schätzen den derzeitigen Zustand der Feldkulturen als überwiegend gut ein.

Nach der Erhebung über die Herbst- und Frühjahrsaussaaten im April 2010 hat sich herausgestellt, dass die Anbaufläche für Körnergewinnung sowohl bei Wintergetreidearten als auch bei Sommergetreidearten zurückgegangen ist. Nach den Meldungen aus der Ernte- und Betriebsberichtserstattung wächst derzeit auf fast 539 000 Hektar Ackerland Wintergetreide zur Körnergewinnung, das sind 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Fläche von Winterweizen, als bedeutendsten Winterkultur auf dem Ackerland, mit zirka 339 000 Hektar ähnelt der Vorjahreserntefläche mit 336 561 Hektar. Dagegen ging der Anbau von Wintergerste, der zweitgrößten Getreideanbauart im Land, gegenüber dem Vorjahr mit 109 919 Hektar drastisch um 10 Prozent zurück, so dass zur Ernte 2010 nur 99 000 Hektar anstehen. Noch deutlichere Flächenrückgänge gegenüber dem Vorjahr sind mit minus 11 Prozent beim Roggen zu verzeichnen, der nun auf einer Fläche von 79 200 Hektar überwintert hat. Bei dieser Getreideart wurde in den letzten drei Jahren eine Ausweitung der Anbaufläche beobachtet.
Der Anbau von Triticale hat mit 3 Prozent von 20 987 Hektar auf 21 600 Hektar zugelegt.

Die Einschränkung der Getreidefläche zu Gunsten von Ölfrüchten und Futter- sowie Energiepflanzen spiegelt sich in der Flächenzunahme gegenüber dem Vorjahr bei Winterraps und Silomais sowie Getreide zur Ganzpflanzenernte wider. Der Winterraps wächst in diesem Jahr auf knapp 172 500 Hektar. Der Höchststand des Jahres 2007 mit 181 290 Hektar konnte nicht erreicht werden. Die Silomaisanbaufläche ist gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Viertel oder über 20 000 Hektar auf knapp 99 700 Hektar gestiegen. Das wäre die größte Anbaufläche von Silomais seit 1991.

Der Anteil von Sommergetreide beträgt nur 5 Prozent (2009 = 4 Prozent) an der Gesamtgetreidefläche. Der Anbau wurde gegenüber dem Vorjahr um fast ein Viertel ausgedehnt. Der Flächenrückgang von Sommergerste setzt sich fort und hat mit 10 000 Hektar den tiefsten Stand erreicht.

Die Aussaat von Zuckerrüben erfolgte in diesem Jahr auf nur 45 000 Hektar, das sind 3 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahr und im Vergleich der letzten sechs Jahre. Bei Kartoffeln ist mit 13 300 Hektar eine geringe Anbauausweitung gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent zu verzeichnen.

Getreide und Raps sind gut überwintert und haben sich der Jahreszeit entsprechend entwickelt. Auswinterungsschäden sind nur in geringem Umfang aufgetreten. Spät gedrillter Winterweizen wies im April eine verringerte Bestockung auf. Die Witterung im April war recht trocken und kalt, Pflanzenschäden wurden nicht berichtet. Einige Flächen weisen Schäden durch Vernässungen auf. Die Frühjahrsarbeiten sind demnach im Wesentlichen abgeschlossen.
Die Rapsblüte begann Ende April.

Die obigen Ergebnisse müssen aufgrund der vergleichsweise begrenzten Zahl an Berichterstattern noch als vorläufige Ergebnisse angesehen werden. Abgesicherte Daten über den tatsächlichen Anbau auf dem Ackerland liefert die Landwirtschaftszählung 2010, deren erste repräsentative Ergebnisse Ende Juli vorliegen werden.

10. Mai 2010

86 Prozent der Bodenfläche Thüringens sind Landwirtschafts- und Waldflächen

Themen: Agrarstruktur,Statistik,Thüringen — info @ 12:05

Erfurt (agrar.de) – Der Freistaat Thüringen erstreckt sich am 31.12.2009 auf einer Fläche von 16 172 Quadratkilometern bzw. 1 617 241 Hektar *1). Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik entfallen 86,3 Prozent auf Landwirtschafts- und Waldflächen. Über die Hälfte der Bodenfläche Thüringens (54,4 Prozent bzw. 879 438 Hektar) wird als Landwirtschaftsfläche genutzt.

Knapp ein Drittel (31,9 Prozent bzw. 515 262 Hektar) der Territorialfläche ist mit Wald bedeckt und nahezu ein Zehntel (9,2 Prozent bzw. 148 767 Hektar) beanspruchen Siedlungs- und Verkehrsflächen. Weitere 1,2 Prozent (19 785 Hektar) sind Wasserflächen und 3,3 Prozent (53 990 Hektar) werden als Abbauland, Unland und sonstiger Nutzung ausgewiesen.

Die größten Landwirtschaftsflächen gibt es in Thüringen im Kyffhäuserkreis, gefolgt vom Unstrut-Hainich-Kreis sowie dem Wartburgkreis und Landkreis Sömmerda. Mit zusammen 264 929 Hektar liegen drei Zehntel der Landwirtschaftsflächen des Freistaates in diesen vier Landkreisen.

Die waldreichsten Gebiete gemessen an der Waldfläche Thüringens liegen in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen, Saalfeld-Rudolstadt und im Saale-Orla-Kreis. Diese Kreise vereinen 31 Prozent (157 659 Hektar) der Thüringer Waldfläche auf sich.

Der Saale-Orla-Kreis ist zugleich die Region mit der größten Wasserfläche. Mit 3 055 Hektar liegen allein 15,4 Prozent der Wasserfläche Thüringens in dieser Region.

Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen der jeweiligen Region an der Siedlungs- und Verkehrsfläche Thüringens variiert regional in Abhängigkeit der Gebietsgrößen und schwankt zwischen 2,1 Prozent im Landkreis Sonneberg und 7,1 Prozent in Schmalkalden-Meiningen.

Gemessen an der Bodenfläche der jeweiligen territorialen Einheit ist in den kreisfreien Städten die relative Beanspruchung für Siedlungs- und Verkehrsflächen natürlich deutlich höher als in den Landkreisen. Sie bewegt sich zwischen 25,9 Prozent in der Stadt Weimar und 17,5 Prozent in der Stadt Eisenach.

Über bzw. im Thüringer Durchschnitt von 9,2 Prozent liegen die Landkreise Altenburger Land (11,5 Prozent), Gotha (9,9 Prozent), Nordhausen, (9,7 Prozent) und Greiz (9,6 Prozent) und der Ilm-Kreis (9,2 Prozent). Den geringsten Anteil von Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Bodenfläche hat der Saale-Orla-Kreis mit 6,8 Prozent.

*1) nach Auswertung des Liegenschaftskatasters

Ausführliche Ergebnisse bis auf Gemeindeebene enthält der Statistische Bericht ‚Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung in Thüringen zum 31.12.2009‘.

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