28. Februar 2010

Sachsen: Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen stiegen um 17 Prozent

Themen: Pacht&Besitz,Sachsen,Statistik — info @ 15:02

Dresden (agrar.de) – Der Bodenmarkt hat seit 2005 eine dynamische Entwicklung genommen. Durch die globale Wirtschaftskrise boomte in den letzten Jahren die Nachfrage nach werthaltigen Gütern, d.h. auch nach Boden. Sowohl die Anzahl der Verkaufsfälle als auch die gehandelte Fläche zeigen seit 2005 eine stetig steigende Tendenz. In Sachsen erhöhte sich der Kaufpreis von 2006 nach 2007 um 17 Prozent und lag damit bei 4.846 €/ha FdlN (Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung). Das entspricht etwa 50 Prozent des deutschen Durchschnittes.

In den meisten europäischen Ländern zeigen auch die Pachtpreise eine steigende Tendenz. Während in den Niederlanden mit 444 €/ha oder Dänemark mit 551 €/ha zurzeit die höchsten Pachtpreise erzielt werden, liegt Deutschland im Durchschnitt bei 205 €/ha. Dabei ist der Pachtmarkt in Deutschland in Hochpreisgebiete und Niedrigpreisgebiete geteilt, die sich aber mit zunehmender Dynamik annähern. Trotz Steigerung um 51 €/ha seit 1991 liegt der sächsische Pachtpreis nur bei 116 €/ha.

Der jetzt vom LfULG veröffentlichte Statusbericht „Eigentumsentwicklung an Boden“ stellt Entwicklungstendenzen an den Eigentums- und Pachtverhältnissen von landwirtschaftlichem Boden in Sachsen unter anderem im Vergleich zu anderen Ländern dar. Es wurden verschiedene Informationsquellen genutzt, wie zum Beispiel die sächsische Agrarstrukturerhebung oder Spezialzeitschriften, deren Auswertung einen Überblick von der Europäischen Union 27 bis in sächsische Regionen geben.




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