28. Februar 2010

Sachsen: Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen stiegen um 17 Prozent

Themen: Pacht&Besitz,Sachsen,Statistik — info @ 15:02

Dresden (agrar.de) – Der Bodenmarkt hat seit 2005 eine dynamische Entwicklung genommen. Durch die globale Wirtschaftskrise boomte in den letzten Jahren die Nachfrage nach werthaltigen Gütern, d.h. auch nach Boden. Sowohl die Anzahl der Verkaufsfälle als auch die gehandelte Fläche zeigen seit 2005 eine stetig steigende Tendenz. In Sachsen erhöhte sich der Kaufpreis von 2006 nach 2007 um 17 Prozent und lag damit bei 4.846 €/ha FdlN (Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung). Das entspricht etwa 50 Prozent des deutschen Durchschnittes.

In den meisten europäischen Ländern zeigen auch die Pachtpreise eine steigende Tendenz. Während in den Niederlanden mit 444 €/ha oder Dänemark mit 551 €/ha zurzeit die höchsten Pachtpreise erzielt werden, liegt Deutschland im Durchschnitt bei 205 €/ha. Dabei ist der Pachtmarkt in Deutschland in Hochpreisgebiete und Niedrigpreisgebiete geteilt, die sich aber mit zunehmender Dynamik annähern. Trotz Steigerung um 51 €/ha seit 1991 liegt der sächsische Pachtpreis nur bei 116 €/ha.

Der jetzt vom LfULG veröffentlichte Statusbericht „Eigentumsentwicklung an Boden“ stellt Entwicklungstendenzen an den Eigentums- und Pachtverhältnissen von landwirtschaftlichem Boden in Sachsen unter anderem im Vergleich zu anderen Ländern dar. Es wurden verschiedene Informationsquellen genutzt, wie zum Beispiel die sächsische Agrarstrukturerhebung oder Spezialzeitschriften, deren Auswertung einen Überblick von der Europäischen Union 27 bis in sächsische Regionen geben.

26. Februar 2010

Mecklenburg-Vorpommern: Eier 2009 zu mehr als 35 Prozent ökologisch erzeugt

Schwewrin (agrar.de) – Immer mehr Hühnereier werden in Mecklenburg-Vorpommern ökologisch erzeugt. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes produzierte im Dezember 2009 fast die Hälfte der 51 Legehennenbetriebe im Land nach ökologischen Richtlinien. Von den insgesamt 1,84 Millionen Hennenhaltungsplätzen am 1. Dezember 2009 dienten 0,65 Millionen der ökologischen Erzeugung.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 51 Legehennenbetriebe mit einer Kapazität von jeweils 3 000 und mehr Hennenhaltungsplätzen. Zusammen verfügten sie am 1. Dezember 2009 über 1 836 000 Haltungsplätze. Von diesen standen 651 000 Plätze bzw. 35,4 Prozent der ökologischen Erzeugung von Hühnereiern zur Verfügung. Gegenüber Dezember 2008 waren das fast 30 Prozent Hennenhaltungsplätze mehr. Landesweit erzeugten im zurückliegenden Jahr 25 Betriebe Hühnereier ökologisch, vier mehr als 2008.

Gleichfalls 651 000 Hennenhaltungsplätze dienten der Bodenhaltung, in der Regel in geschlossenen Gebäuden. Für die Freilandhaltung nutzten die Betriebe 511 000 Haltungsplätze bzw. 27,8 Prozent der Gesamtkapazität.

Im Jahresdurchschnitt 2009 hielten die Betriebe 1 671 000 Legehennen. Das entsprach einer Auslastung der Haltungskapazität von 86,9 Prozent. Die Erzeugung wurde gegenüber 2008 um 10,8 Prozent auf 484 Millionen Hühnereier gesteigert. Die mittlere Legeleistung pro Henne betrug 2009 rund 290 Eier.

24. Februar 2010

Vom Agrarstaat zum Industrie- und Dienstleistungsland

RLV: Rasanter Wandel in der Landwirtschaft
Bonn (agrar.de) – Die Landwirtschaft in Deutschland hat in den vergangenen 100 Jahren einen rasanten Strukturwandel hinter sich.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, habe zu Beginn des vorigen Jahrhunderts der Anteil der in der Landwirtschaft Erwerbstätigen bei 38 % gelegen. Mit zunehmender Industrialisierung und mit der Entwicklung des Dienstleistungssektors sei der landwirtschaftliche Erwerbstätigenanteil fast kontinuierlich gesunken und habe Anfang der 50er Jahre 24 % und Anfang des 21. Jahrhunderts nur noch gut 2 % betragen.

Nach RLV-Angaben erzeugte ein Landwirt 1 900 Nahrungsmittel in einem Umfang, um etwa vier Personen ernähren zu können. 1950 habe ein Landwirt zehn und 2007 sogar 133 Personen (ohne Ernährung aus Auslandsfuttermitteln) ernährt. Trotz dieser starken Produktivitätssteigerung sei Deutschland stets ein Nettoimportland an Agrar- und Ernährungsgütern geblieben, hebt der RLV hervor. 1900 habe der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln bei 87 % gelegen, am Anfang des 21. Jahrhunderts (2007/08) bei 88 %. Es gebe allerdings starke Schwankungen von Jahr zu Jahr.

Wie der RLV weiter mitteilt, habe die enorme Erzeugungssteigerung ihre Ursachen im Einsatz von produktionssteigernden Produktionsmitteln und in der Mechanisierung der Landwirtschaft. Arbeitskräfte seien durch arbeitssparende Betriebsmittel, vor allem Maschinen, ersetzt worden. Anstatt von Zugtieren kämen heute motorisierte Maschinen zum Einsatz. Darüber hinaus bestimmten immer mehr Informations- und Kommunikationstechniken den Technikeinsatz in der Landwirtschaft. Präzisionslandwirtschaft, computergesteuerte Produktionsprozesse, integrierte Nahrungsmittelketten und Melkroboter seien Stichworte für die moderne Landwirtschaft von heute.

Im langfristigen Vergleich zeigt sich nach Auffassung des RLV eine enorme Steigerung des Wohlstandes der Verbraucher. Vor 100 Jahren habe der Anteil der Ausgaben für Nahrungs- und Genussmittel am gesamten Konsum noch etwa 50 % betragen; heute liege dieser Anteil bei nur 15 %. Dabei sei noch zu berücksichtigen, dass sich Qualität und Verarbeitung der Nahrungsmittel enorm verbessert haben.

Mecklenburg-Vorpommern: 10 Prozent der Betriebe halten über 60 Prozent der Rinder

Schwerin (agrar.de) – Der Rinderbestand in Mecklenburg-Vorpommern verringerte sich zum 3. November 2009 gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres um 0,6 Prozent auf 559 174 Tiere. Wie es aus dem Statistischen Amt weiter heißt, ging der Bestand an Milchkühen im gleichen Zeitraum überdurchschnittlich um 3,0 Prozent auf 169 060 Tiere zurück.
Die großbetrieblichen Strukturen in der Landwirtschaft spiegeln sich auch in der Rinderhaltung wider: So verfügen 10 Prozent der Betriebe über jeweils 500 und mehr Tiere und damit über 61 Prozent des Gesamtbestandes.

Im gleichen Verhältnis wie der Viehbestand, um 0,6 Prozent, ging gegenüber dem 3. November 2008 die Zahl der Rinderhaltungen auf 3 324 zurück. Auch die Zahl der Milchkuhhaltungen verringerte sich proportional zum Viehbestand gleichfalls um 3,0 Prozent auf nunmehr 999. In stärkerem Maße von der Aufgabe der Milchproduktion waren die Größenklassen zwischen 50 und 99 Milchkühen (7,3 Prozent weniger Haltungen; 7,0 Prozent weniger Tiere) und zwischen 100 und 199 Milchkühen (10,3 Prozent weniger Haltungen; 12,3 Prozent weniger Tiere) betroffen.

Bei der Haltung von sonstigen Kühen, das sind hierzulande fast ausschließlich Ammen- und Mutterkühe, war in Jahresfrist eine Bestandserhöhung um 1,7 Prozent auf 73 402 Tiere zu verzeichnen. Die Zahl der Haltungen verringerte sich jedoch um 1,1 Prozent auf 1 816.

Regional betrachtet stehen die meisten Rinder (13 Prozent), darunter auch die meisten Milchkühe (14 Prozent), im Landkreis Ludwigslust. Schwerpunkt der Ammen- und Mutterkuhhaltung ist der Landkreis Ostvorpommern (14 Prozent des Bestandes im Land); geringere Bedeutung hat sie im Landkreis Nordwestmecklenburg (2,5 Prozent). Die Haltung von Jungrindern konzentriert sich traditionsgemäß auf den Landkreis Uecker-Randow.

Die Erhebung der Rinderbestände erfolgt als sekundärstatistische Auswertung der in der HIT-Datenbank vorhandenen Tierbestände (HIT = Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere). Diese Nutzung von Verwaltungsdaten ermöglicht Aussagen zum Rinderbestand nach verschiedenen Rassen. Demnach sind zwei Drittel der Rinder in Mecklenburg-Vorpommern den Milchnutzungsrassen zuzuordnen. Bei diesen dominiert Holstein-Schwarzbunt mit 94,6 Prozent. 23,7 Prozent der Rinder gehören zu den Fleischnutzungsrassen, bei denen die Kreuzung Fleischrind mit Fleischrind mit 72,7 Prozent den größten Anteil hat. 9,6 Prozent der Rinder zählen zu den Doppelnutzungsrassen mit Fleischerzeugung und Milchleistung als gemeinsamem Zuchtziel. Hier ist das Fleckvieh mit 39,0 Prozent am stärksten vertreten.

23. Februar 2010

Auswirkungen des Klimawandels in der Landwirtschaft umstritten

Berlin (agrar.de) – Eine ganze Reihe von Zielkonflikten, der hohe Forschungsbedarf wegen äußerst komplexer Zusammenhänge und eine sorgfältige Abwägung möglicher Maßnahmen im Hinblick auf ihre Folgen in anderen Bereichen – diese Aspekte standen im Mittelpunkt der Öffentlichen Anhörung zum Thema ”Landwirtschaft und Klimaschutz“. Sie wurde gemeinsam von den beiden Ausschüssen für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz am Montag Nachmittag durchgeführt. Dabei antworteten die acht Sachverständigen, die Gutachten eingereicht hatten, sowohl auf die Frage, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Landwirtschaft hat und welche Anpassungsstrategien geeignet sind als auch auf Fragen über die Rolle der Landwirtschaft als Emittent.

Der Sachverständige Thomas Dosch vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) betonte, dass in der Landwirtschaft noch erhebliche Anstrengungen notwendig seien, wenn auch in diesem Bereich das 40-Prozent-Reduktionsziel, das sich Deutschland bis 2020 gegenüber 1990 gesetzt habe, erreicht werden solle. Insgesamt trage die Landwirtschaft 13 bis 16 Prozent an den Gesamtemissionen in Deutschland bei. Professor Gerhard Flachowsky, der bis April 2009 Leiter des Instituts für Tierernährung des Friedrich-Loeffler-Instituts in Braunschweig war und dort noch als Gastwissenschaftler tätig ist, betonte, dass insbesondere bei der Züchtung von Tieren und Pflanzen hohe Forschungsausgaben notwendig seien, die die Privatwirtschaft nicht alleine stemmen könne. Als ”Schlüsseltechnologie für die Zukunft“ bezeichnete auch Professor Hans-Joachim Weigel vom Johann Heinrich von Thünen-Institut die Züchtung. Professor Alois Heißenhuber von der Technischen Universität München mahnte an, dass die Politik bei allen Maßnahmen auf die Kosten achten müsse. ”Letztendlich sind es volkswirtschaftliche Kosten, die entstehen“, es sei ein gewaltiger Unterschied, ob bei 160 Millionen Tonnen, die man einsparen wolle, 10 Euro pro Tonne oder 100 Euro pro Tonne anfielen. Professor Folkhard Isermeyer vom Johann Heinrich von Thünen-Institut warnte davor, etwa bei Wiederkäuern als Hauptquellen für Methan eine Besteuerung einzuführen, die die Produzenten zahlen müssten. ”Das bringt aus ökonomischer Sicht nichts, solange der Konsum gleich bleibt“, sagte er, ”die Emittenten finden sich dann jenseits der Grenze wieder.“ Vielmehr sollte man überlegen, ob man steuerlich beim Verbrauch ansetze. Florian Schöne vom Bund für Naturschutz (Nabu) forderte ein Aktionsprogramm Klima-Landwirtschaft, bei dem die Politik sich auf die Bereiche konzentrieren solle, die hohe Synergien mit anderen Bereichen erreiche und zugleich hohe Treibhausgas-Reduktionen verspreche. Professor Ernst-Dieter Schulze vom Max Planck Institut für Biogeochemie forderte, die Kosten der Treibhausgasemissionen möglichst zu internalisieren, sie müssten bei den Betrieben anfallen, die dann auch Gewinne erzielten, wenn sie Gase reduzierten. ”Und der Wald als einziger Treibhausgassenker müsste dafür vergütet werden“, sagte der Wissenschaftler.

In der anschließenden Fragerunde quer durch alle Fraktionen ging es um zahlreiche Einzelthemen und unterschiedliche Meinungen. Die Unionsfraktion wies darauf hin, dass aus ihrer Sicht die Landwirtschaft lediglich an sieben Prozent der deutschen Emissionen beteiligt sei. Die Abgeordneten wollten von den Sachverständigen wissen, was die Politik tun solle, um Effizienzsteigerungen zu erreichen, da dies ”das Mittel der Wahl“ sei, um Emissionen zu verhindern. Die SPD griff das von den Experten mehrfach angesprochene Thema Düngeverordnung auf und wollte wissen, wie sich diese auf Treibhausgasreduktionziele auswirke. Darüber hinaus interessierten sich die Abgeordneten für die Frage, ob die Landwirtschaft in den Emissionshandel einbezogen werden sollte. Die FPD-Fraktion betonte die Zielkonflikte der Thematik. ”Wer Grünland erhalten will, hat auch Rinderviehhaltung. Und Milchprodukte sind ein wichtiger Teil der gesunden Ernährung“, hieß es aus den Reihen der Liberalen, die zudem wissen wollten, ob die deutschen Wälder auf eine stärkere Nutzung als nachwachsende Rohstoffe vorbereitet seinen. Die Linksfraktion betonte die Komplexität des Themas. ”Wer an einer Schraube dreht, dreht gleich zehn mit“, hieß es dort. Die Abgeordneten wollten wissen, in welchen Bereichen mehr Forschung von Nöten sei und ob die WTO der richtige Rahnen für internationale Abkommen zum Thema Landwirtschaft und Klimaschutz böte. Bündnis 90/Die Grünen wiesen darauf hin, dass internationale Experten eine Stickstoffabgabe nur für sinnvoll erachteten, wenn sie auf internationaler Ebene erhoben würden und wollten wissen, ob dieses Instrument nicht doch auch national Sinn mache.

Professor Isermeyer sah im Hinblick auf Effizienzsteigerungen nicht nur die reine Produktion als wichtig an, sondern meinte, auch in der Politik sei eine ”intelligente Steuerung“ notwendig. Er warnte zugleich vor zu einfachen Lösungen. ”Sie können ganz schnell die Emissionen in Deutschland halbieren, das heißt dann Aufforstung und weg mit den Tieren“, sagte er, ”das nutzt dann aber dem Weltklima nichts.“ Die WTO hielt der Sachverständige nicht für den richtigen Rahmen bei den angesprochenen Fragen, dafür seien gesonderte multinationale Runden nötig. Großen Forschungsbedarf sah Isermeyer im Hinblick auf das Zusammenspiel von Politik, internationalem Recht und Ökonomie. Eine nationale Stickstoffabgabe hielt er für wenig sinnvoll, mindestens europäisch müssten diese geregelt werden. Professor Flachowsky mahnte eine intensivere Forschung im Bereich Lachgas an. Florian Schöne riet davon ab, die Landwirtschaft in den Emissionhandel einzubeziehen, dies sei ineffizient, zu komplex und bürokratisch. Professor Heißenhuber regte eine Evaluation der Düngeverordnung an, erst wenn verlässliche Zahlen vorlägen, könne man Konsequenzen ziehen.

14. Februar 2010

Bereits 6 000 Ökobetriebe in Bayern

Themen: Agrarstruktur,Bayern,Biolandbau — info @ 11:02

München – Der Bio-Boom in Bayern hält an: Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner im Vorfeld der Biofach 2010 mitteilte, ist die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe im Freistaat auf 6 000 gestiegen.

Brunners Angaben zufolge haben allein im vergangenen Jahr mehr als 300 Höfe mit rund 10 000 Hektar Fläche ihren Betrieb vom konventionellen auf den ökologischen Landbau umgestellt. Insgesamt werden jetzt bayernweit rund 185 000 Hektar nach ökologischen Vorgaben bewirtschaftet. Der Freistaat hat damit seine Spitzenstellung im Ökolandbau weiter ausgebaut. Fast 30 Prozent aller deutschen Biobetriebe produzieren in Bayern, mehr als die Hälfte der in Deutschland erzeugten Öko-Milch kommt aus dem Freistaat. Dieser Entwicklung folgend haben sich auch viele Be- und Verarbeitungsbetriebe von Ökolebensmitteln in Bayern angesiedelt: Mittlerweile sind es über 2 530 Unternehmen.

Der Minister führt den Trend zum Ökolandbau auf die seit zwei Jahren verbesserte staatliche Förderung zurück. „Die Zahlen sind ein eindeutiger Beleg dafür, dass wir in Bayern die richtigen Rahmenbedingungen für den Öko-Landbau gesetzt haben“, sagte Brunner.

So erhalten umstellungswillige Landwirte in der schwierigen zweijährigen Übergangsphase 300 Euro Umstellungsprämie pro Hektar und Jahr. Danach bekommen sie eine Ökoprämie von jährlich 210 Euro pro Hektar. Zudem profitieren die Ökobetriebe mit Milchviehhaltung von der bayerischen Weideprämie und der Ackerbau von den zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten der Maßnahmen des Kulturlandschaftsprogramms.

Auf der Biofach in Nürnberg wird Brunner am Donnerstag den 6 000sten bayerischen Ökobetrieb, den Familienbetrieb Hans Huber aus Burgkirchen a. d. Alz (Lkr. Altötting), auszeichnen. Der Freistaat Bayern beteiligt sich an der weltgrößten Fachmesse für Bioprodukte bereits zum achten Mal mit einem Gemeinschaftsstand, auf dem sich heuer 28 Unternehmen präsentieren.

13. Februar 2010

Rheinland-Pfalz: Immer mehr Schweinehalter geben auf

Auch Zahl der Rinderhaltungen geht zurück
Bad Ems (agrar.de) – Die Schweinehaltung verliert in Rheinland-Pfalz immer weiter an Bedeutung. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden im November 2009 noch 1.300 Halter registriert, das waren 250 weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang war mit rund 15 Prozent deutlich stärker als in ganz Deutschland, wo binnen Jahresfrist gut 7 Prozent der Betriebe die Schweinehaltung aufgaben. Die Zahl der in Rheinland-Pfalz gehaltenen Schweine sank um 6,4 Prozent auf den neuen Tiefststand von 257.000 Tieren (Deutschland: minus 0,4 Prozent). Der durchschnittliche Schweinebestand je Betrieb erreichte zwar einen neuen Höchstwert, lag aber mit 198 weit unter dem deutschen Durchschnitt von knapp 430 Tieren. Lediglich rund zwei Prozent der deutschen Betriebe mit Schweinehaltung hatten im November 2009 ihren Sitz in Rheinland-Pfalz. Knapp ein Prozent aller in Deutschland gehaltenen Schweine standen in rheinland-pfälzischen Ställen.

Auch die Zahl der Rinderhaltungen reduzierte sich weiter. Mit rund 6.450 wurden Anfang November 250 Haltungen weniger ermittelt als ein Jahr zuvor (minus 3,5 Prozent; Deutschland: minus 3,3 Prozent). Der Rinderbestand schrumpfte um 2,1 Prozent auf 381.000 (Deutschland: minus 0,7 Prozent). Die Rinderhaltung hat in Rheinland-Pfalz, gemessen am Bundeswert, eine etwas größere Bedeutung als die Schweinehaltung. Im November 2009 entfielen 3,6 Prozent der Rinderhaltungen auf Rheinland-Pfalz, die rund 3 Prozent der Tiere auf sich vereinigten. Die Rinderhaltung konzentriert sich in Rheinland-Pfalz auf den Naturraum Eifel. Allein im Eifelkreis Bitburg-Prüm standen über ein Viertel aller Rinder (27 Prozent) bzw. über ein Drittel aller Milchkühe (36 Prozent) des Landes.

Immer weniger Menschen in der Landwirtschaft tätig

Themen: Arbeitsmarkt,Statistik — info @ 11:02

Bonn (agrar.de) – Seit 1991 ist der Zahl der Menschen in Deutschland, die mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten befasst ist, um 631 000 auf 1,251 Mio. zurückgegangen.

Das teilt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mit und weist darauf hin, dass der Rückgang noch stärker ausfalle, wenn die landwirtschaftlichen Tätigkeiten in Voll-Arbeitskrafteinheiten umgerechnet würden. Danach gäbe es 2007 rund 530 000 AK gegenüber 1,018 Mio. im Jahr 1991. Die Familienarbeitskräfte machen nach RLV-Angaben heute 58 % aller landwirtschaftlichen Arbeitskräfte aus. 1991 seien es noch fast 73 % gewesen. 523 000 Menschen seien in der deutschen Landwirtschaft als Arbeitnehmer beschäftigt, jedoch nicht das ganze Jahr über. Nur 187 000 arbeiteten ständig in Voll- oder Teilzeit, die übrigen 336 000 saisonal.

Die jährlich etwa 340 000 Saisonarbeitskräfte sind nach Mitteilung des RLV zu über 80 % nicht deutscher Herkunft, sondern meist polnische Staatsbürger. Zunehmend erledigten aber auch Rumänen die Arbeit auf den Feldern. Mit Beitritt der zwölf neuen Mitgliedstaaten in die EU könnten die osteuropäischen Saisonarbeitskräfte aus diesen Ländern ohne Visum nach Deutschland einreisen, benötigten aber eine Arbeitserlaubnis. Ein großer Teil dieser Saisonarbeitskräfte unterliege seit 1. Juli 2005 der Sozialversicherungspflicht des Herkunftslandes, hebt der RLV hervor und weist darauf hin, dass ab 2011 die volle Freizügigkeit für alle Arbeitnehmer in der EU gelten werde.

10. Februar 2010

Weniger aber größere Traktoren auf den Höfen

Themen: Handel,Industrie,Landtechnik,Statistik — info @ 10:02

Bonn (agrar.de) – Hat ein Auto seinen Dienst getan und kaum noch Chancen über den nächsten TÜV zu kommen, dann führt sein Weg unweigerlich zum Schrottplatz. In aller Regel wird das Altauto durch ein neues ersetzt.

Das dürfte eigentlich auch für alte Traktoren gelten. Auf deutschen Bauernhöfen werden jedoch nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) in Bonn längst nicht mehr alle alten Traktoren nach ihrer Verschrottung durch neue ersetzt. Der Höhepunkt der Motorisierungswelle wurde 1985 mit 1,48 Mio. Traktoren erreicht. Seither geht jedoch die Zahl dieser landwirtschaftlichen Zugmaschinen wieder zurück. So betrug der gesamte Traktorenbestand in der Landwirtschaft 2008 rund 708 800 Stück.

Die Entwicklung des Traktorenbestandes ist nach Aussagen des RLV insbesondere ein Spiegelbild des Strukturwandels in der Landwirtschaft: weniger Bauernhöfe brauchen auch weniger Traktoren. Allerdings werden nach wie vor durchschnittlich zwei Traktoren pro Betrieb eingesetzt. Und im Gegensatz zur Entwicklung der Stückzahl werden die Traktoren immer größer, da die wachsenden Betriebe auch höhere Ansprüche an die Leistungsfähigkeit und Schlagkraft der Maschine stellen. Betrug die Motorleistung je Schlepper 1985 noch 31,3 kW erhöhte sie sich bis 2008 auf 45,4 kW.

Links zum Thema Landtechnik.




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