20. Februar 2009

Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2008 veröffentlicht

Themen: Statistik,Umwelt,Wald,Waldbericht — info @ 12:02

Berlin (agrar.de) – Der Waldzustand 2008 hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig verbessert. Dies ergibt sich aus den Ergebnissen der Waldzustandserhebung 2008, den das Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlicht hat.

Nach dem Bericht ist die mittlere Kronenverlichtung gegenüber 2007 von 20,7 Prozent leicht auf 20,4 Prozent zurückgegangen. Die Buche hat sich deutlich erholt. Gegenüber dem Vorjahr 2007 hat sich der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen bei dieser Baumart um 9 Prozentpunkte auf 30 Prozent verringert. Problematisch bleibt die Eiche, bei der jetzt über die Hälfte der Bäume eine deutliche Kronenverlichtung von mehr als 25 Prozent zeigt (siehe dazu beigefügte Anlage: Entwicklung der Schadstufenanteile in Deutschland).

Trotz Fortschritten bei der Luftreinhaltung sieht das Bundesministerium weiterhin Handlungsbedarf bei der weiteren Minderung der Stickstoffeinträge. Den Waldbesitzern wird empfohlen, auch wieder vermehrt von den durch Bund und Länder geschaffenen Fördermöglichkeiten zur Bodenschutzkalkung Gebrauch zu machen, die eine stabilisierende Wirkung bei von Versauerung betroffenen Waldstandorten gewährleistet. Zudem sollte sich die Forstwirtschaft durch die Fortsetzung des Aufbaus standortgerechter naturnaher Mischwälder gegen künftige Belastungen der Wälder wappnen. Denn der Klimawandel stellt auch die Forstwirtschaft vor große Herausforderungen. Höhere Temperaturen, geänderte Niederschlagsverhältnisse, vermehrtes Auftreten von Witterungsextremen können die Anpassungsfähigkeit der Wälder überfordern.

Die Bundesregierung setzt ihr Engagement in der Klimapolitik fort. Sie verfolgt in den Verhandlungen für eine Nachfolgeregelung zum Kyotoprotokoll ehrgeizige Ziele. Hierzu gehört ein besserer Schutz der Wälder weltweit, da Wälder durch die Aufnahme und Speicherung von Kohlenstoff zur Minderung des Treibhauseffekts beitragen. Nachhaltige Forstwirtschaft leistet einen Beitrag zum Klimaschutz, indem sie natürliche Kohlenstoffspeicher bewahrt, die Funktion des Waldes als Kohlenstoffsenke aufrecht erhält und den nachwachsenden Rohstoff und Energieträger Holz bereit stellt. Der Ersatz fossiler Rohstoffe und Energieträger durch Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft trägt zur Reduzierung klimaschädlicher Emissionen bei.

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